Kapländische Bleiwurz

Kapländische Bleiwurz
Kap-Bleiwurz
Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata), Blüten

Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata), Blüten

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Nelkenähnliche (Caryophyllidae)
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae)
Gattung: Bleiwurz (Plumbago)
Art: Kap-Bleiwurz
Wissenschaftlicher Name
Plumbago auriculata
Lam.

Die Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata, Syn.: Plumbago capensis Thunb.) ist eine südafrikanische Pflanzenart aus der Gattung Bleiwurz (Plumbago), die heute als Zierpflanze weltweite Verbreitung gefunden hat.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Bei der Kap-Bleiwurz handelt es sich um einen etwa 2 bis 4 m hohen Strauch. Dessen Zweige sind niederliegend bis überhängend oder kletternd. Die hellgrünen, wechselständigen, ganzrandigen und kurz gestielten Blätter sind 3 bis 9 cm lang und 1 bis 3 cm breit. Die Blattstiele sind an der Basis öhrchenartig geflügelt (daher der wissenschaftliche Artname "auriculata"). An der Blattunterseite finden sich zahlreiche kleine, weißliche Schüppchen, die durch Kalk abscheidende Drüsen entstehen (Verdunstungsschutz).

Die hellblauen Blüten erscheinen vorwiegend im Sommer und stehen in endständigen, etwas einseitswendigen Ähren. Aus dem röhrigen Kelch, der mit gestielten, klebrigen Drüsen besetzt ist, ragen die Kronblätter mit langer, enger Röhre und fünfteiligem, flachem Saum hervor.

Die Frucht ist eine fünfklappige Kapsel.

Kap-Bleiwurz, am Kelch sind die gestielten Drüsen zu erkennen

Verbreitung und Ökologie

Die Kap-Bleiwurz stammt aus Südafrika. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von der südlichen Kapregion bis nach Eastern Cape und KwaZulu-Natal. Außerdem ist sie in Gauteng und den angrenzenden Gebieten von Free State und der North West Province anzutreffen. Weiterhin gibt es ein isoliertes Vorkommen in Mpumalanga.

Typischerweise wächst die Art im Gebüsch bzw. Dickicht. Die blühende Pflanze wird von verschiedenen Schmetterlingen besucht. Ihre Blätter dienen der Raupe von Cyclyrius pirithous als Nahrung.

Umgekehrt fangen die klebrigen Kelchblätter bisweilen Tiere bis zur Größe einer Stubenfliege. Es wird vermutet, daß die heute lebenden Plumbago-Arten den ersten Vorfahren von Drosera und anderen karnivoren Pflanzen stark ähneln.

Als Zierpflanze ist Plumbago auriculata heute in den Tropen und Subtropen (u.a. dem Mittelmeergebiet) weit verbreitet. Auch in Mitteleuropa wird sie als Kübelpflanze kultiviert (oft als Hochstamm), ist allerdings nicht frosthart.

Sorten

Es existieren mehrere Sorten, u.a. "Royal Cape" (blüht in dunklerem Blau) sowie die weißblütige und niedrigwüchsigere "Alba".

Verwendung

In der Heimat der Pflanze wird ihr Press-Saft, der die Haut blaugrau färbt, zu Tätowierungen benutzt.

Quelle

  • Andreas Bärtels: Farbatlas Tropenpflanzen. E. Ulmer, Stuttgart, 1989. ISBN 3-8001-3448-9
  • Beal W. J. (1876): Carnivorous Plants. American Naturalist 10: 588 - 591
  • Schlauer J. (1997): "New" data relating to the evolution and phylogeny of some carnivorous plant families. Carnivorous Plant Newsletter 26: 34 - 38

Weblinks


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