Kardanantrieb


Kardanantrieb

Der Kardanantrieb wird in Kraftfahrzeugen für die Übertragung des Drehmoments vom Getriebe zur Antriebsachse mit Hilfe einer Kardanwelle verwendet. Die Kardanwelle ist eine Baugruppe aus ein oder zwei Wellen-Stücken und einem oder zwei Kardangelenken.

Der Name leitet sich ab vom Mathematiker und Arzt Gerolamo Cardano, der das dem Kardangelenk zugrunde liegende kinematische Prinzip in der kardanischen Aufhängung für astronomische Instrumente und den Kompass anwandte.

Bei Motor- und Fahrrädern gibt es eine Alternative zum Ketten-Antrieb, der auch Kardan-Antrieb genannt wird, obwohl dabei nicht immer ein Kardangelenk vorkommt. Auf oder in einem der beiden Arme der Hinterradschwingen befindet sich eine Welle, die an das Hinterrad immer mit einem Kegelradgetriebe angeschlossen ist. Kardanwellen an Fahrrädern erhalten auch ihren Antrieb immer über ein Kegelradgetriebe. Eine schwingende hintere Radgabel hat ihre Drehachse in der Achse des treibenden vorderen Kegelrades. Das dazu gehörende Kegelrad auf der Kardanwelle und damit die Kardanwelle selbst machen beim Schwingen eine kleine sekundäre oszillierende Drehung, die den Antrieb des Hinterrades unwesentlich stören.

Literatur

  • Hans Jörg Leyhausen: Die Meisterprüfung im Kfz-Handwerk Teil 1. 12 Auflage, Vogel Buchverlag, Würzburg, 1991, ISBN 3-8023-0857-3
  • Jan Trommelmans: Das Auto und seine Technik. 1. Auflage, Motorbuchverlag, Stuttgart, 1992, ISBN 3-613-01288-X

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