Kart-Weltmeisterschaft


Kart-Weltmeisterschaft
Kart-WM Logo

Die CIK-FIA World Karting Championships, kurz: die Kart-Weltmeisterschaft wird von der CIK, dem Kart-Weltverband, veranstaltet. Die CIK wiederum unterliegt dem Automobil-Weltverband FIA. Die Kart-WM wird einmal jährlich ausgetragen und ist das Saison-Highlight im professionellen Kartsport. Der Kartsport ist einer von lediglich vier automobilen Motorsportklassen, die bei der FIA einen Weltmeisterschaft-Status haben.

Wissenswertes

Die Kart-Weltmeisterschaft wurde bis zum Jahr 2000 in 3 Klassen ausgetragen, in der 100-cm³-Klasse Formel A, der Formel Super A, bis 1992 Formel K, die Klasse der Werksteams, ebenfalls mit 100-cm³-Motoren, doch ohne jegliche Material-Limitierungen und größerem Vergaser. Die 3. Klasse, die immer etwas unterging, war die Formel C, die Schalter-Klasse mit 125-cm³-Getriebemotoren. Ab dem Jahr 2001 wurde die Weltmeisterschaft in 5 Veranstaltung à 2 Wertungsläufe ausgefahren, und zwar nur in der Formel Super A. Alle anderen Klassen fuhren (vorerst) keine Weltmeisterschaft aus. Dieses System hat man aber recht schnell wieder abgeschafft, da die Formel Super A immer teurer wurde und kaum mehr finanzierbar war. Im Jahr 2003 kamen kaum Einschreibungen, die CIK schaffte die Formel Super A komplett ab. Alle WM-Läufe wurden abgesagt, lediglich das geplante Saison-Finale in Sarno wurde durchgeführt, die Weltmeisterschaft wurde wieder in der Formel A ausgefahren, die nachdem Wegfall der Formel Super A als Königsklasse nachrückte. Viele Werksteams kamen, die Privatiers waren sowieso da und man hatte wieder ein großes Fahrerfeld. Seitdem Jahr 2003 wird die Weltmeisterschaft wieder, wie ursprünglich, einmal jährlich, an einem Wochenende ausgefahren, in den Klassen der Formel A und Formel C, die allerdings ab dem Zeitpunkt als Super IC/C bezeichnet wird. Seit 2006 wird nun auch in der Klasse IC/A eine Weltmeisterschaft ausgefahren. Im Jahr 2007 kamen die neuen TaG-(Touch and Go-)Motoren, die mit einem Knopfdruck am Lenkrad gestartet werden und über eine Kupplung verfügen. Die Motoren haben 125 cm³ und sind bei 16.000 Umdrehungen abgeriegelt, das soll die Motoren haltbarer machen als die alten 100-cm³-Motoren, die in der IC/A bis etwa 19.000, in der Formel A bis etwa 20.000 und in der Formel Super A, dank des größeren Vergasers, weit über 20.000 drehten. Die Klassen bekamen zwar neue Namen und Motoren, aber im Prinzip ist die heutige KF1 die alte Formel A, sowie KF2 die alte IC/A. Die Formel C/Super IC/C bekam auch einen neuen Namen, sie wird absofort als KZ1 bezeichnet, Technisch blieb diese Klasse aber unverändert. Die Weltmeisterschaft der Formel A bzw. KF1 wurde immer zusammen mit der, der Formel Super A bzw. wird immer mit der, der IC/A bzw. KF2 ausgetragen. Die Weltmeisterschaften der Formel C bzw. KZ1 hingegen wird an einem anderen Wochenende, auf einer anderen Bahn, in Verbindung mit anderen CIK-Meisterschaften ausgetragen.

Weltmeister

Jahr Formel K Formel A IC/A Austragungsort Formel C Austragungsort
1990 DanemarkDänemark Jan Magnussen ItalienItalien Danilo Rossi - ItalienItalien Jesolo ItalienItalien Alessandro Piccini FrankreichFrankreich Laval
1991 ItalienItalien Jarno Trulli ItalienItalien Alessandro Manetti - FrankreichFrankreich Le Mans ItalienItalien Alessandro Piccini ItalienItalien Parma
1992 ItalienItalien Danilo Rossi ItalienItalien Nicola Gianniberti - ItalienItalien Ugento ItalienItalien Danilo Rossi BelgienBelgien Mariembourg
- Formel Super A Formel A IC/A Austragungsort Formel C Austragungsort
1993 ItalienItalien Nicola Gianniberti FrankreichFrankreich David Terrien - FrankreichFrankreich Laval ItalienItalien Alessandro Piccini ItalienItalien Val Vibrata
1994 ItalienItalien Alessandro Manetti ItalienItalien Marco Barindelli - ArgentinienArgentinien Córdoba ItalienItalien Jarno Trulli PolenPolen Bydgoszcz
1995 ItalienItalien Massimiliano Orsini BrasilienBrasilien Gastao Fraguas - FrankreichFrankreich Valence ItalienItalien Gianluca Beggio ItalienItalien Val Vibrata
1996 SchwedenSchweden Johnny Mislijevic FrankreichFrankreich Jean-Christophe Ravier - ItalienItalien Lonato ItalienItalien Gianluca Beggio FrankreichFrankreich Salbris
1997 ItalienItalien Danilo Rossi AustralienAustralien James Courtney - FrankreichFrankreich Salbris ItalienItalien Gianluca Beggio ItalienItalien Ugento
1998 ItalienItalien Davide Fore BrasilienBrasilien Ruben Carrapatoso - ItalienItalien Ugento - -
1999 ItalienItalien Danilo Rossi FrankreichFrankreich Franck Perera - BelgienBelgien Mariembourg FrankreichFrankreich Francesco Laudato FrankreichFrankreich Carole
2000 ItalienItalien Davide Fore Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Colin Brown - PortugalPortugal Braga ItalienItalien Gianluca Beggio BelgienBelgien Mariembourg
2001 ItalienItalien Vitantonio Liuzzi - - verschiedene - -
2002 NiederlandeNiederlande Giedo van der Garde - - verschiedene - -
- - Formel A IC/A Austragungsort Super IC/C Austragungsort
2003 - NeuseelandNeuseeland Wade Cunningham - ItalienItalien Sarno NiederlandeNiederlande Robert Dirks FrankreichFrankreich Carole
2004 - ItalienItalien Davide Fore - ItalienItalien La Conca ItalienItalien Ennio Gandolfi BelgienBelgien Mariembourg
2005 - Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Oliver Oakes - PortugalPortugal Braga ItalienItalien Francesco Laudato ItalienItalien Sarno
2006 - ItalienItalien Davide Fore FrankreichFrankreich Mike Courquin FrankreichFrankreich Angerville ItalienItalien Davide Fore BelgienBelgien Mariembourg
- - KF1 KF2 Austragungsort KZ1 Austragungsort
2007 - ItalienItalien Marco Ardigo BelgienBelgien Michael Ryall BelgienBelgien Mariembourg BelgienBelgien Jonathan Thonon ItalienItalien Sarno
2008 - ItalienItalien Marco Ardigo Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Oliver Rowland ItalienItalien La Conca BelgienBelgien Jonathan Thonon BelgienBelgien Mariembourg

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