Kataphrakt


Kataphrakt
Schwer gepanzerter sassanidischer Reiter, sogenannter „Clibanarius“ (Relief von Taq-e Bostan im Iran)
Reenactor, der einen sassanidischen Kataphrakten des 3. Jahrhundert n. Chr darstellt

Kataphrakt (griechisch Κατάφρακτος Kataphraktos „Gepanzerter“ oder "in Eisen gekleideter") bezeichnet einen schwer gepanzerten Reiter der antiken und frühmittelalterlichen Kavallerie, der hauptsächlich in iranischen, spätrömischen und byzantinischen Armeen eingesetzt wurde.

Diese Truppengattung gelangte erst in der Spätantike zu einer gewissen Bedeutung und hebt vor allem den Einfluss der Parther auf die Entwicklung des römischen Kriegswesens deutlich hervor. Der Kataphrakt gilt in militärischer, taktischer, logistischer und – in einem gewissen Grade – auch in sozialer Hinsicht als Vorläufer des mittelalterlichen Panzerreiters.

Inhaltsverzeichnis

Historischer Hintergrund

Parther und Sarmaten

Relief eines parthischen Kataphrakten der gegen einen Löwen kämpft (British Museum)

Kataphrakten werden in antiken Quellen erstmals in Zusammenhang mit den Sarmaten und Parthern erwähnt. Ihr Name ist eine Ableitung von der griechischen Bezeichnung für Körperpanzer und wird erstmals auf einem Papyrus aus Ägypten erwähnt, welcher aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert stammt.[1][2] Die Parther setzten Panzerreiter spätestens seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. ein. Mit ihrer schweren Kavallerie bekamen es die Römer in den Partherkriegen des 2. und 3. Jahrhunderts n. Chr. zu tun. Die erste große − und für die Römer verheerende – Konfrontation mit östlichen Panzerreitern erfolgte in der Schlacht bei Carrhae 53 v. Chr. Neben den leichten berittenen Bogenschützen trugen dort vor allem die schweren Panzerreiter entscheidend zur vernichtenden Niederlage der Römer bei. Auch die Sarmaten an der östlichen Donau, die Palmyrener im Mittleren Osten und die sassanidischen Perser in Kleinasien (die Nachfolger der Parther) setzten diese Art von schwerer Reiterei häufig ein. Eine Beschreibung sarmatischer Panzerreiter, ihrer sozialen Stellung, ihrer Ausrüstung und ihrer – begrenzten – Tauglichkeit bei Einsätzen liefert uns Tacitus in seiner Historia, die von einem Kampf zwischen den 69 n. Chr. in Moesien eingefallenen sarmatischen Stamm der Roxolanen und den Römern berichtet, die den Verteidigern eine herbe Niederlage eingetragen hatte.[3] Unerwartet einsetzendes Tauwetter hatte die Römer jedoch gerade noch gerettet, da die Pferde der sarmatischen Panzerreiter im Morast nur schwer vorwärts kamen und schließlich unter dem Gewicht ihrer Panzerung zusammenbrachen.

Kataphrakten in der römischen Armee

Die ersten römischen Kataphrakt-Einheiten wurden, nach Konflikten mit sarmatischen Stämmen an der pannonisch-dakischen Grenze zu Sarmatien, während der Regierungszeit Kaiser Hadrians (76–138 n. Chr.) aufgestellt. Die früheste – inschriftlich – belegte Einheit der römischen Armee ist eine Ala Gallorum et Pannoniorum catafractata, die allerdings nicht im Osten rekrutiert wurde.[4] Da die Reihe der Inschriften über Kataphrakten erst mit der Herrschaft des Septimius Severus einsetzt und Severus Alexander im Zusammenhang mit gepanzerten Reitern erwähnt wird, dürfte mit ihrer Aufstellung in severischer Zeit begonnen worden sein.[5][6] Aufgrund der kostspieligen Ausrüstung und ihres aufwendigen Trainings waren sie wohl nicht sehr zahlreich vertreten. Trotz dieser Umstände ist jedoch die Anzahl an erhaltenen Steindenkmälern (ein Altar und zwölf Grabsteine) relativ hoch. Das römische Heer hat sich bis ins 3. Jahrhundert noch stark an der schweren Linieninfanterie orientiert. Um 258 n. Chr. schuf der Militärreformer Kaiser Gallienus aber schließlich eine schwere Reiterei nach persischem Vorbild, die nach ihrer Panzerung cataphractarii oder clibanarii genannt wurden und in der Spätantike das Rückgrat der römischen Armee bildete. Diese Spezialeinheiten befanden sich meist in den Reihen der Feldarmeen.

Es existierten auch mehr Kataphrakten- und Clibanarierverbände in den oströmischen Provinzarmeen als in den westlichen, da man im Osten des Reiches mit der gut gedrillten, ebenso schwer bewaffneten und gepanzerten Panzerreiterei der Sassaniden konfrontiert war. Vom 4. Jahrhundert bis zum 6. Jahrhundert stellten solche Panzerreiter aber auch in der römischen Armee des Westens die Mehrheit der schweren Kavallerie.

Interpretiert man einige Quellen richtig so haben sich die Kataphrakten in der Schlacht jedoch nur bedingt bewährt.[7] Im Gegenzug dürften sie aber bei Aufmärschen und Paraden umso stärker Eindruck auf die Zuschauer gemacht haben. Hier boten sie ein eindrucksvolles Schauspiel, das bei den Zuschauern ein Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit hervorrief sowie Dichter, Redner und Historiker zur Verfassung von Lobeshymnen veranlasste.

Ausrüstung

Die Bewaffnung eines Kataphrakten bestand im Wesentlichen aus der Contus-Lanze, die im Grunde ein Schwert an einer drei bis fünf Meter langen, beidhändig geführten Lanze war, an deren anderem Ende sich ein spitzer Lanzenschuh befand, mit dem am Boden liegende Gegner aufgespießt werden konnten. Zusätzlich wurde ein langes zweischneidiges Schwert (das sogenannte sarmatische Langschwert bzw. Spatha-Schwert) mitgetragen. In der Spätantike war, als Reaktion auf die hunnischen Reitervölker aus dem Osten, auch die zusätzliche Ausstattung mit Bögen verbreitet. Als Kopfschutz wurde entweder ein Spangenhelm, Bügelhelm oder Maskenhelm getragen. Östliche Kataphrakten führten anstelle von Schwertern oftmals auch Streitkolben oder Keulen mit sich, außerdem waren (hier bereits seit der klassischen Antike) weitreichende und durchschlagskräftige Reflex-Bögen fester Bestandteil der Ausrüstung. Eher selten dagegen kamen (vor allem in Baktrien) auch Streitäxte oder Schleudern zum Einsatz.

Definition Kataphrakt/Clibanarier

Relief auf der Traianssäule, Rom: Sarmatische Kataphrakten fliehen vor anstürmender römischer Kavallerie

Das Verständnis der Kataphraktier wurde durch Bemerkungen in Texten des 4. Jahrhunderts erschwert, in denen neben dem catafractarius plötzlich auch vom clibanarius die Rede ist. Die Reiter schützten sich vor allem mit Schuppen-, Ketten- oder Lamellenpanzer, wobei einige Teile aus gemischten Segmenten bestanden. Die schwerer gepanzerte Version eines Kataphrakts wurde möglicherweise als Clibanarius bezeichnet – es ist aber bis heute umstritten, worin genau der Unterschied zwischen clibanarii und cataphracti bestand. Wenn auch der persische Ursprung der Bezeichnung Clibanarier als weitgehend gesichert gelten kann, so ist unklar, ob innerhalb der römischen Armee „Kataphrakte und „Clibanarier“ als dieselbe Gattung der schweren Kavallerie galten, oder ob sie sehr wohl voneinander unterschieden wurden.

Wie es scheint, handelt es sich beim älteren Terminus „Kataphrakt“ offenbar zuerst um den Überbegriff dieser Waffengattung und beim späteren „Clibanarier“ nur um eine Spezialtruppe, vielleicht vollständig gepanzerte, hauptsächlich im Osten rekrutierte Truppen. Die älteste bekannte Erwähnung eines Clibanariers stammt von einem um 300 n. Chr. in Bithynien angefertigten, lateinisch beschrifteten, Grabstein des Valerius Fuscianus aus Klaudiopolis (heute Türkei) und bezeichnet den Verstorbenen als catafractarius clibanarius. Da man also mit „Kataphrakt“ wohl den allgemeinen und mit „Clibananarier“ eine spezielle Form von Panzerreiter meinte, nahm man an, dass die letzteren sich anhand ihrer Ausrüstung unterschieden, während es bei den Kataphrakten im Laufe der Zeit in diesem Punkt wohl mehrere Auswahlmöglichkeiten gab.

Das mag auch Häufigkeit und Qualität in puncto Pferdepanzerung betroffen haben. Man muss auch damit rechnen, dass sich die Bezeichnungen Kataphrakt und Clibanarier im Laufe der Zeit von ihrer ursprünglichen Bedeutung entfernt haben können. Die Römer, so scheint es oberflächlich betrachtet, dürften also unter Kataphrakten und Clibanariern nicht dasselbe verstanden haben. Anhand einer im kleinasiatischen Klaudiopolis aufgefundenen Stele nimmt M. P. Speidel sogar an, dass auch die Pferde der Kataphraktier später eine Panzerung getragen haben, wodurch ihre Reiter zu Clibanariern geworden wären.[8]

Dass die Clibanarier im Altertum als eine orientalische Form der schwer gepanzerten Reiterei angesehen wurden, geht aus verschiedenen zeitgenössischen Texten hervor. So heißt es bei Ammianus unter anderem:

„[…] cataphracti equites, quos clibanarios dicticant Persae […]“

Der Autor der um die Wende des 4. zum 5. Jahrhundert entstandenen Historia Augusta legt Kaiser Severus Alexander folgende Worte in den Mund:

„Wir haben die Perser besiegt, […] die Kataphrakten, die jene als Clibanarier bezeichnen.“

Demnach ist die Bezeichnung „clibanarii“ also iranischen Ursprungs. Manche Forscher meinen es rühre vom altgriechischen Wort für „Ofen“ her, das muss aber wohl als eine nachträglich konstruierte Etymologie gelten, wenn auch zugegebenermaßen die in der Hitze des Orients nicht gerade angenehmen Trageeigenschaften für den bedauernswerten Mann unter seiner Rüstung ein großes Handicap gewesen sein muss.

J. C. Coulston war der Ansicht, dass die Clibanarier eine besonders schwer bewaffnete, mit Bogen und langer Lanze bewaffnete kleinasiatische Art der Kataphrakten gewesen seien, während die übrigen Kataphrakten zwar auch eine schwere Panzerung getragen haben, aber im Kampf vor allem die im Westen verbreitete Kombination von leichter Lanze und Schild angewendet hätten. Da Clibanarier mit Pfeil und Bogen und mit einer mit beiden Händen geführten langen Lanze kämpften, konnten sie keinen oder aber nur einen sehr kleinen Schild verwenden. Dieser Umstand machte daher seiner Ansicht nach eine besonders massive Panzerung notwendig. Einschließlich der Waffen wog die volle Rüstung eines Clibanariers geschätzte 40 kg, ein Gewicht, das erst wieder die Ritterrüstungen des 13. Jahrhunderts erreicht haben.

Die schweren Panzerreiter wurden von antiken Autoren oft mit Statuen gleichgesetzt. So schildert uns Ammianus Marcellinus die gepanzerte Kavallerie Kaiser Constantius II. beim ihrem Einzug in Rom 357 n. Chr.:

„Hierauf nun zog mit runden Schilden und flatternden Helmbüschen eine weitere Abteilung Schwerbewaffneter ein, blitzendes Licht von ihren schimmernden Panzern ausstrahlend, und zwischen diesen marschierten die Kataphraktenreiter auf, welche die Perser clibanarii nennen, mit Masken vor dem Gesicht, die Körper schützend gehüllt in die eisernen Schalen ihrer Panzer, dass man glauben könnte, sie seien von des Praxiteles Meisterhand geschaffene Götterstatuen und keinen lebendigen Männern gleich. Die kleinen Schuppen und Ringe schmiegen sich den geschwungenen Konturen des Körpers an, überziehen alle Gliedmaßen, und wo immer ein Gelenk sich bewegt, gibt die fugenlos angemessene Hülle nach.“

Die detaillierteste Beschreibung der Rüstung eines parthisch-persischen clibanarius enthält der im 3. Jahrhundert verfasste Roman Aitiopika des Heliodor. Der Reiterkrieger

„trägt einen genau passenden im Stück getriebenen Helm, der das Gesicht eines Mannes gleich einer Maske nachbildet. Dieser Helm bedeckt den Kopf vom Scheitel bis zum Nacken mit Ausnahme der Augen. In der Rechten hält der Mann eine Stangenwaffe von größerer Länge als eine normale Lanze, mit der Linken führt er den Zügel, an der Seite hängt ein Säbel. Die Panzerung schützt nicht nur die Brust, sondern den ganzen Körper.“

Der Panzer ist folgendermaßen beschaffen:

„Viereckige geschmiedete Platten, etwa eine Handspanne lang, fügt man so aneinander, dass sie sich horizontal und vertikal überlappen, und nestelt sie an den Rändern zusammen. So entsteht eine schuppige Hülle, die sich bequem um den Körper schmiegt, die Gliedmaßen umschließt und sich zusammenzieht und ausdehnt, ohne die Bewegungen zu behindern; sie hat Ärmel und reicht vom Nacken bis auf die Beine, wobei sie nur zwischen den Schenkeln geteilt ist, um den Sitz auf dem Pferderücken zu ermöglichen. […] Die Beinschienen gewähren Schutz von den Fußsohlen bis zu den Knien, wo sie an den großen Panzer anschließen. […] In seiner Rüstung steckend steigt der Reiter nicht auf, indem er selbst aufs Pferd springt, sondern er muss wegen seines Gewichtes von anderen hinaufgehoben werden. Kommt es zum Kampf, lässt er die Zügel schießen, gibt dem Pferd die Sporen und stürmt mit voller Wucht auf den Feind los, wobei er aussieht wie ein in Bewegung gesetztes ehernes Standbild.“

Die Clibinariieinheiten waren den Kataphrakten im Rang übergeordnet (seniores). Eine Einheit war in der schola (der Garde) die übrigen bei den palatini (die Kavallerie der dem direkt dem Kaiser unterstellten Palast- oder Feldarmee). Die Panzerreiter zählten ausnahmslos zu den Comitatenses. Dies führte auch zu der Ansicht, dass die später eingeführten Clibinarii eventuell eine modernere, weiterentwickeltere Panzerung im Gegensatz zu den Kataphrakten hatten. Bemerkenswert ist auch, dass es laut der Notitia Dignitatum (ND) im Römischen Reich vier fabricae gab, die nur für die Erzeugung von clibanaria zuständig waren, vielleicht trugen die clibinarii, wie schon oben erwähnt, eine besondere Form der Panzerung.

Eine dieser Clibinariereinheiten entspricht jedoch nicht den üblichen zeitgenössischen Beschreibungen der Lanzenreiter. Es ist die sogenannte Equites Sagittarii Clibanarii, aufgelistet in der ND als Teil der Feldarmee in Nordafrika. Diese Einheit dürfte ebenfalls nach dem Vorbild persischer berittener Bogenschützen aufgestellt worden sein, die dann im 6. Jahrhundert zum standardmäßigen römischen Kavalleristen geworden sind. Wir wissen aber nicht, ob deren Pferde ebenfalls gepanzert waren. Manche heutigen Autoren sehen die Existenz dieser Einheit auch als Beweis an, dass alle clibinarii mit Bogen bewaffnet und daher leichter gepanzert waren als die cataphractarii, aber die Tatsache, dass diese Einheit noch extra als „Sagitarii“ ausgewiesen wird belegt, dass sie eine Spezialtruppe außerhalb der damals üblichen Norm gewesen sein muss. Andere zeitgenössische Berichte hingegen beschreiben die clibinarrii und cataphractarii immer als Lanzenreiter.

Bei M. Mielczarek unterscheiden sich die beiden Gruppen nicht durch ihre Bewaffnung sondern durch ihre spezielle Kampfweise.[9] Beide seien zwar schwer gepanzert und auch mit dem contus bewaffnet gewesen, die Clibanarier wurden aber zusammen mit berittenen Bogenschützen in gemischten Verbänden eingesetzt während die Kataphrakten in geschlossenen – das heißt unvermischten – Einheiten operierten. Diese unterschiedlichen Vorgangsweisen waren immer exakt auf den jeweiligen Gegner abgestimmt: Kataphraktier wurden gegen Infanterie eingesetzt, Clibanarier gegen die Kavallerie.[10] Es handelt sich also gewissermaßen immer um herkömmliche Kataphrakten die die Spezialausbildung zum Clibanarier befähigte, in der Schlacht Seite an Seite mit den Bogenschützen zu agieren. Damit wäre auch erklärt warum sich in den antiken Bildquellen keine extra ausgewiesenen Clibanarier befinden. Dies lässt sich auch bildlich nicht festhalten, sehr wohl aber in den Inschriften anführen, wie uns die Stele des Valerius Fuscianus aus Klaudiopolis zeigt.

Die Reiterrüstung

Rüstung, Befestigungsschema für Metallschuppen

Die von Ammianus und Heliodor angeführten Maskenhelme konnten für die Zeit nach der Mitte des 3. Jhdts. n. Chr. archäologisch noch nicht bewiesen werden, ganz gewiss waren sie nicht mehr wie noch im 2. Jahrhundert n. Chr. aus einem Stück geschmiedet, sondern vermutlich schon Spangen- oder Kammhelme. Obwohl es hier sicher auch Ausnahmen gab. 2004 wurde beispielsweise im Gemeindegebiet von Biberwier am Fernpass in Tirol/Österreich ein Kammhelm entdeckt, dessen Kalotte aus einem Stück getrieben war. Auch die Wangenklappen waren, wie bei römischen Helmen des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr., mit Scharnieren an der Kalotte befestigt. Die Beschreibung der Panzerteile in Heliodors Werk dürfte für Schuppen- oder Lamellenpanzer gelten, die angegebene Seitenlänge von etwa 20 cm würde aber besser zu einem Segmentpanzer passen.

Eine mit Heliodors Text ungefähr zusammenpassende bildliche Darstellung eines parthisch-persischen (oder römischen?) clibanarius findet man auf einer Ritzzeichnung in der Festungsstadt Dura-Europos. Sie zeigt eine Mischung aus Segmentpanzer, Schuppen- und/oder Kettenpanzer. Während die horizontal geschobenen, reifenartig die Extremitäten umfassenden Schienen den üblichen manicae (Arm- und Beinschutz) entsprechen, wie wir sie auch von anderen Abbildungen kennen, ist die Anordnung von zwei Reihen vertikal aneinandergefügter langer Schienen rund um den Rumpf von der Taille bis zum unteren Teil der Brust eher untypisch. Sie ähnelt einem Mix aus Plattengürtel mit Panzerhemd, die es bei den östlichen Panzertypen bis weit in die Neuzeit hinein gegeben hat. Man hat Parallelen zu ähnlichen Panzern aus Indien gezogen, in denen sich die parthische Art der Clibanarierrüstung bis ins 19. Jahrhundert bewahrt hat. Ortwin Gamber hält ihn für ein Gemisch aus iranischer, altpersischer und griechischer Waffentechnik.

Ausgelöst wurde diese Entwicklung wohl durch die Feldzüge Alexanders des Großen, dessen Kavallerie die Völker des Orients mit der uns aus Xenophons Schilderung bekannten Kataphraktenrüstung vertraut gemacht habe. Das griechische Wort „Bedeckte“, hat ursprünglich nur den westlichen Panzerreiter gemeint, dessen Schutzausrüstung mit einem, wahrscheinlich metallunterfüttertem, Klappenpanzer, Maskenhelm und geschobenem Armschutz sich zusammen mit Teilen der Panzerung des Pferdes auch auf einem Fries im anatolischen Pergamon zu sehen ist. Unter Aufgreifen östlicher Traditionen haben dann die Parther als Antwort auf den hellenistischen Kataphrakten wohl ihren Clibanarier entwickelt, für den die Mischpanzerung aus Ketten-, Schuppen-, Lamellen- und Segmentpanzer auch typisch ist.

Feldzeichen

Der Feldzeichenträger einer Kataphrakten-Einheit führte meist eine Draco-Standarte mit sich und wurde daher Draconarius genannt. Auch diese „Drachen-Standarte“ mit einem oder mehreren Wind-Bändern wurde von sarmatischen Reitervölkern übernommen.

Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. wurden die traditionellen Feldzeichen (vexillum) der römischen Reiterei allmählich von sogenannten Drachenstandarten abgelöst. Der drago besteht aus einem offenen zylindrischen Metallkörper, dessen vorderes Endstück als Drachenkopf gearbeitet ist. Am hinteren Ende war ein langer Luftsack aus leichtem, gefärbten Stoff befestigt, der sich bei Gegenwind aufbläht. Ein gut erhaltener Drachenkopf wurde im Kastell Niederbieber gefunden. Er besteht aus versilbertem und zum Teil auch vergoldetem Kupferblech. Ammianus Marcellinus beschreibt eine Szene, in der Constantius II. von mit Purpurfäden durchwirkten Drachenstandarten umgeben ist, die auf vergoldeten und mit Edelsteinen (wahrscheinlich aber nur Steine aus Glas) dekorierten Lanzenspitzen stecken. Wurden die Drachenköpfe direkt in den Wind gehalten, sollen sie, nach antiken Berichten, auch zischende Geräusche von sich gegeben haben. Diese Geräusche könnten durch Metalllamellen oder Drähte innerhalb des Drachenmauls hervorgerufen worden sein und sollten den Feind einschüchtern.

Die Pferdepanzerung

Die Praxis Pferde zu panzern ist sehr alt. Schon im 2. Jahrtausend v. Chr. wurden die im Kampf besonders exponierten Zugtiere der Streitwagen mit Schutzdecken versehen. In den Armeen der Diadochen gab es Lamellenpanzer zumindest für den vor dem Sattel gelegenen Teil des Pferderumpfes.

In der jüngeren Forschung nahm man oft an, dass erst mit Auftauchen der Cilibanarii des 4. Jahrhunderts gepanzerte Pferde auch bei den Römern aufgetreten seien, doch wäre es unlogisch gewesen, eine neue Bezeichnung für eine Waffengattung zu kreieren, die es ohnehin schon lange in der römischen Armee gab. Der Irrtum kam vor allem dadurch zustande, dass man noch bis vor wenigen Jahren annahm, die auf Soldatengrabsteinen des 1. Jahrhunderts n. Chr. und auf der Trajanssäule abgebildeten Reiter trügen lederne Panzer. Im Bericht des Ammianus Marcellinus über die Schlacht bei Straßburg – 357 – lesen wir, dass der Kataphrakt zwar durch seinen Panzer geschützt ist, aber, wenn er im Kampfgetümmel nicht auf der Hut ist, durch einen Stich in die Seite des Pferdes rasch zu Fall gebracht werden kann.[11][12] Diese Textpassage könnte man auch so auslegen, dass der Reiter eine Rüstung trug, sein Pferd jedoch nicht.[13] In der Regel fehlen die Pferdepanzer auch auf den Grabsteinabbildungen.

Wir dürfen aber mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass auch römische Kataphrakten wie ihre hellenistischen und orientalischen Vorgänger auf gepanzerten Pferden ritten. In diesem Sinne vermeldet auch Arrian in seinem Werk von der Kriegskunst, dass bei den Kataphrakten sowohl Ross als auch Reiter geschützt waren, die Männer mit Kettengeflecht, Leinen oder Horn und Oberschenkelpanzerung, die Pferde mit Stirnblechen und Schutzdecken. Im Gegensatz zu griechischen Rossstirnen und Bugpanzern, die nur die exponiertesten Teile des Pferdes abschirmten, waren die Reittiere der Kataphrakten fast gänzlich mit Metall-, Leder- oder Hornschuppen, lamellen- oder kettenpanzerverstärkten Decken abgeschirmt.

Das aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. stammende, schon oben erwähnte Graffiti aus Dura-Europos, dass einen mit eingelegter Lanze herangaloppierenden Kataphrakten auf einem gepanzertem Pferd zeigt, gilt allgemein als Abbildung eines parthischen bzw. persischen Reiters, es könnte sich aber durchaus auch um einen Römer handeln, zumal in Dura-Europos auch hervorragend erhaltene römische Schutzdecken gefunden wurden (s. u.). Ganz ähnlich sahen die von Nazarius beschriebenen Panzerreiter des Maxentius in der Schlacht von Turin 312 n. Chr. aus:

„Welch ein schrecklicher, furchteinflößender Anblick! Die Pferde wie die Reiter in gleicher Weise mit einer Eisenhülle bedeckt! Clibanarier nennt man sie im Heer.“[14]

Der Text ist jedoch lediglich als panegyrisch zu verstehen und nicht für bare Münze zu nehmen. Bei Nazarius steht dem gutgerüsteten aber tyrannischen Maxentius der gottesfürchtige Konstantin gegenüber. Wenig später nennt er auch die selben Panzerreiter wieder Kataphrakten.[15] Den raren Bild- und Schriftquellen steht jedoch eine beachtliche Menge von ausgegrabenen Exemplaren gegenüber. In Kurganen (Grabhügel) der Skythen fand man zahlreiche Überreste von Pferdepanzern, vor allem Stirnplatten. Auch griechische Rossstirnen und Brustplatten für Pferde aus Bronze haben sich aus archaischer Zeit in großen Mengen erhalten. Der größte Teil stammt aus Griechenland, sowie Süditalien und Sizilien, ein weiterer Beweis dafür, dass Kavalleriekontingente bei den Westgriechen eine größere Rolle spielte als im Stammland selbst. Diese Rossstirnen schützten den Kopf des Pferdes von vorn, nicht aber die Seiten und Augen. Vielleicht kam ihnen nur eine dekorative Rolle zu.

Maßgebliches Vorbild für die Römer waren auch hierbei wieder einmal die Sarmaten. Ihre Pferde waren manchmal gepanzert manchmal nicht. Pferdepanzer werden unter anderem auch in der Literatur erwähnt. Abbildungen auf den Triumphalmonumenten des 1. Jahrhunderts n. Chr. sind aber nur sehr vage:

auf der Trajanssäule werden Sarmaten auf ihren gepanzerten Pferden dargestellt, während spätere Grabstelen Angehörige der

  • Equites Cataphractarii Pictavenses und der
  • Equites Cataphractarii Ambianses

wiederum gepanzerte Reiter auf ungepanzerten Pferden zeigen.

Die Pferdepanzer aus Dura

Eisenschuppen eines römischen Panzers aus Enns (Schlossmuseum Linz)

Da uns römische Bildquellen – im Gegensatz zu sassanidischen – fast völlig im Stich lassen, ist es ein großer Glücksfall, dass in Dura-Europos in Syrien drei fast vollständige Pferdepanzerdecken (einer von einer Schleuderkugel durchlöchert) aus dem frühen 3. Jahrhundert n. Chr. ausgegraben wurden. Sie bestehen aus grobem Leinen, auf denen Bronze- bzw. Eisenschuppen aufgenäht wurden. Diese Schuppen sind verhältnismäßig groß, 25 x 35 mm. Die Schutzdecken werden entlang dem Rückgrat von einem breiten Lederstreifen zusammengehalten. Für den Sattel ist eine ovale Aussparung freigelassen. Da die Panzerung unterhalb der Sattelaussparung sonst ohne Unterbrechung durchläuft, kann der Reiter mit seinen Schenkeln nur schwach spürbar auf die Flanken des Pferdes gedrückt haben. Ziemlich sicher wurde die Decke noch durch einen gepanzerten Hals- und Kopfschutz ergänzt. Viele Kataphrakten werden sich wohl auch mit ähnlichen, einfacheren Leder-, Rohhaut-, Filz- oder Leinenpanzern begnügt haben müssen.

Fundumstände

Ob es sich bei diesen Funden tatsächlich um römische oder nicht doch um persische Ausrüstungsteile handelt wird allerdings von seiten Ortof Harl bestritten.[16] Fundort war Turm 19, der während der Belagerung der Stadt durch die Sassaniden unterminiert und teilweise zum Einsturz gebracht wurde, wobei auch das Dach und die Zwischendecken zerstört wurden. Die gegenständlichen Pferdepanzer wurden mit einem Sammelsurium anderer Schutz- und Angriffswaffen (Teile von anderen Pferdepanzern, drei gefiederte Pfeilschäfte, einige Geschoßspitzen, ein bemalter Schild etc.) aufgefunden.

Turm 19 deswegen zur Waffenkammer einer Kataprakteneinheit zu erklären ist problematisch da er außerhalb des Geländes des Hilfstruppenlagers lag und auch die ihn umgebenden Häuser keiner militärischen Funktion zuzuordnen waren. Hinzu kommt, dass die Fundstücke auffallend heterogen sind und von jeden von ihnen ein wichtiger Teil fehlt. Nach Ansicht der Ausgräber waren die Teile beschädigt und warteten dort auf ihre Reparatur. Der Turm war während der Belagerung offensichtlich heiß umkämpft und es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass die Ausrüstung im Zuge dieser Kampfhandlungen beschädigt wurde. Dadurch wäre auch das Vorhandensein der drei Panzerdecken im Turm erklärbar.

Nach Ansicht Harls verwendeten die Römer überhaupt keine Pferdepanzer da auf den bislang bekannt gewordenen bildlichen Darstellungen (Grabsteine) römischer Kataphrakten keinerlei Hinweise darauf zu erkennen sind. Es scheint, dass sie in Wirklichkeit Beutestücke waren und die Verteidiger sich mit ihnen auf der Turmkrone nur gegen die Geschosse der Angreifer geschützt haben.[17] Als der Turm wegen der akuten Einsturzgefahr – wohl in letzter Minute – geräumt wurde, nahm die Besatzung sicher nur brauchbares Material mit und ließ die „Reparaturstücke“ zurück.

Nachteile einer Pferdepanzerung

Ein derart geschütztes Pferd war natürlich weit weniger durch Waffeneinwirkungen, vor allem dem im Osten häufigen Pfeilbeschuss, verletzlich als ein ungepanzertes. Der Nachteil lag aber in der großen Behinderung der Beweglichkeit des Tieres. Weniger wegen mechanischer Art, da die Panzerung elastisch der Laufbewegung nachgab. Unangenehmer war hier schon das Gewicht, das zu dem des vollarmierten Reiters noch hinzukam.

Legt man alle Abmessungen und Materialien des bronzenen Pferdeschuppenpanzers aus Dura zusammen und ergänzt fehlende Teile für Brust und Hals, kommt man auf ein Gesamtgewicht von immerhin 40 kg, zusammen mit der metallenen Rossstirn sogar auf 45 kg.

Das Schlimmste für das Tier war aber zweifellos der Mangel an Frischluft- und Wasserzufuhr. Bedenkt man zudem, dass Kataphrakten vorwiegend im Orient eingesetzt wurden, müssen ihre Pferde bald nach dem Antrab heftig zu schwitzen begonnen haben. Ein hoher Feuchtigkeitsverlust ist, wenn er nicht sofort kompensiert wird, für ein erschöpftes Pferd jedoch sehr gefährlich.

Der große Nachteil der Kataphraktenreiterei bestand im logistischen Aufwand, Rösser und Reiter überhaupt erst einmal an den Einsatzort zu bringen. Die Perser züchteten deswegen auch besonders kräftige Kampfpferde. Wie ein Ritter im Mittelalter brauchte sein antiker Kollege also sicher mehrere Pferde, um überhaupt kämpfen zu können:

  • ein Reitpferd,
  • mindestens ein Packpferd (oder Maultier) und
  • zwei oder mehr Kampfpferde.

Solche günstigen Bedingungen waren bei weitem nicht immer vor Ort vorhanden, das dürfte auch zum Teil erklären, weshalb die Leistungen der römischen Kataphrakten (und wohl auch die anderer Völker) häufig hinter ihren Erwartungen zurückblieben.

Taktik

Antikes Ritzgraffito eines Clibanariers aus Dura Europos

Einmal aber auf dem Schlachtfeld angekommen und dort auch taktisch richtig eingesetzt, waren sie von verheerender Wirkung. Die vorrangige Aufgabe der Panzerreiter bestand darin, die Kampflinie des Feindes als Schockkavallerie, die nach der Einführung des Steigbügels um 600 n. Chr. noch schlagkräftiger geworden ist, zu durchbrechen. Die Angriffswucht einer heranstürmenden Kataphraktenformation war mächtig genug, jede andere Art von Reiteraufstellungen zu brechen, auf die sie trafen. Heliodor schreibt hierzu:

„[…] Kommt es zum Kampfe, lässt er dem Pferde die Zügel frei, gibt ihm die Sporen und braust wie ein Mann aus Eisen oder eine lebende eherne Statue klirrend gegen den Feind. Die Lanze ragt, waagrecht eingelegt, mit ihrer Spitze weit voraus und wird von einer Schlaufe am Pferdehals gehalten. Das Schaftende hängt in einer Schlinge am Schenkel des Pferdes und gibt dadurch beim Aufprall nicht nach, sondern unterstützt die Hand des Reiters, der den Stoß nur zu lenken braucht. Wenn er sich in die Lanze legt und mit der ganzen Wucht seines Ansturms einstemmt, durchbohrt er alles, was ihm in den Weg kommt und hebt mit einem Stoß bisweilen zwei Leute empor.“

Sie waren mit den damals verwendeten Fernwaffen nur sehr schwer außer Gefecht zu setzen. Man musste sie vorher aber ausreichend mit leichten Truppen, hier insbesondere berittene Bogenschützen und anderen Plänklern (Lanciarii), umgeben. Deren erste Attacke diente dazu, den Angriff der Panzerreiter vorzuarbeiten, wie es Parther und Perser den Römern mehrmals mit Erfolg vorgeführt hatten. Die Attacke wurde ähnlich den mittelalterlichen Rittern im Trott in enger Formation durchgeführt und war oft nur ein Trick, um die feindliche Infanterie in eine enge Verteidigungsformationen zu zwingen, um anschließend den nachrückenden Bogenschützen ein leichtes Ziel zu bieten. Die parthische Taktik bestand darin, den vorrückenden Feind durch die leichten Bogenschützen mit einer Unmenge von Pfeilsalven einzudecken, um ihn so mürbe und verwundbar für eine Attacke der schweren Kavallerie zu machen. Der Gegner hatte also die Wahl, seine Formation entweder zu öffnen, um den Bogenschützen weniger Ziele zu bieten, dafür aber eine leichte Beute der Kataphrakten zu werden oder weiter im Geschoßhagel auszuharren. So geschehen in der Schlacht von Carrhae, 53 v. Chr.:

„Dann ging der Feind ans Werk. Seine leichte Kavallerie ritt in Kreisen die römischen Flanken ab und verschoß ihre Pfeile, während die Panzerreiter im Zentrum die langen Speere gebrauchten und die Römer auf immer dichterem Raum zusammentrieben, nur einige nicht, die beschlossen, dem Tod durch die Pfeilschüsse zu entgehen, indem sie verzweifelt aus der Formation ausbrachen und den Feind angriffen. Sie bewirkten jedoch wenig und fanden nur einen schnelleren Tod durch große, schreckliche Wunden. Die parthische Lanze, die sie in die Pferde stießen, ist ja schwer mit Stahl bekleidet und hatte oft genug die Wucht, um zwei Männer auf einmal glatt zu durchbohren.“

Plutarch: Leben des Crassus, 27

Ein Elitekrieger der Kataphrakten war in der Handhabung von Lanze und Bogen versiert, so wie es z. B. im „Strategikon“ des byzantinischen Kaisers Maurikios beschrieben wird:

„In vollem Galopp soll der Reiter ein oder zwei Pfeile abschießen und dann den bespannten Bogen in die Scheide stecken […] und nun soll er seine Lanze ergreifen, die er auf dem Rücken getragen hat.“

Maurikios: Strategikon, 1.1

Ähnlich auch Julians Bericht über die Schlacht bei Mursa im Jahre 351 n. Chr:

„Unterstützt von den anderen Reitern, die den Pferden die Sporen gaben und zur Attacke ansetzten, begannen die Kataphrakten mit ihrem Pfeilbeschuß dem Feind alsbald schwere Verluste beizubringen.“

Iulianus Imperator: Orationes, 1.30

Aufgrund ihres Gewichts eigneten sich Panzerreiter aber weniger oder kaum für die traditionelle Aufgabe der Kavallerie, fliehende Feinde zu verfolgen und zu vernichten. Berichten, dass diese Panzerreiter trotzdem relativ leicht außer Gefecht zu setzen waren, indem man ihnen einfach auswich, anschließend den schon ermatteten Pferden von unten die ungeschützten Bäuche aufschlitzte und dann die am Boden liegenden hilflosen Reiter mit Keulenschlägen tötete, sind allerdings mit erheblicher Vorsicht zu begegnen. Auch über die Ritter des Mittelalters werden ähnliche Geschichten verbreitet, man habe sie erst mit Kränen auf das Pferd hieven müssen und, seien sie erst einmal am Boden gewesen, hätten sie nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen können, geschweige denn laufen. Solche Anekdoten werden auch durch ständige Wiederholung um nichts glaubwürdiger. Sicher nicht umsonst hat der anerkannte Historiker und Offizier Ammianus Marcellinus von einem formidabile genus armorum, einer furchterregenden Waffe, gesprochen (16.12,7). War die Infanterie gut geführt, so ließ sich eine Kataphraktenattacke dennoch stoppen, so wie es den Römern in der Schlacht am Taurusgebirge 39 v. Chr. gelang. Allerdings benötigte man dafür elf Legionen.[18] Oft bediente man sich auch einer List, um heransstürmende Kataphrakten auszuschalten. In der Schlacht bei Nisibis 217 gelang es der römischen Infanterie, die parthischen Panzerreiter auf ein speziell präpariertes Gelände zu locken:

„Die Barbaren richteten mit der großen Menge ihrer Geschosse und ihren überlangen Speeren der Panzerreiter, die von ihren Kamelen und Pferden herab kämpften großen Schaden in den römischen Linien an. Im Nahkampf waren ihnen jedoch die Römer überlegen; als aber die zahlreiche Reiterei und Kamelreiter sie immer mehr belästigten, täuschten sie einen schnellen Rückzug vor und warfen Fußangeln (Lilien) und andere scharfe Krampen hinter sich. Da sie sofort im lockeren Sand verschwanden konnten sie von den nachrückenden Feinden nicht gesehen werden was ihr Verderben sein sollte. Denn sobald die Pferde und vor allem die Kamele mit ihren empfindlichen Hufen auf diese Stacheln traten, lahmten sie und brachen in die Knie, sodass ihre Reiter abgeworfen wurden.“

Herodian, 4.15. 1-3

Einheitsbezeichnungen

Sarmatische Söldner wurden nach Ableistung ihres Militärdienstes unter anderem in Gallien oder Britannien angesiedelt, die von ihnen gestellten Einheiten der Cataphractarii tragen deshalb gallische oder keltisch klingende Einheitsbezeichnungen:

  • Biturigenses,
  • Ambianenses und
  • Albigenses.

In der römischen Armee war die Anzahl der Kataphrakten- und Clibanariereinheiten allerdings nie besonders hoch. Ähnlich wie bei den berittenen Bogenschützen ist auch bei den schweren Panzerreitern anzunehmen, dass es mehrere kleinere Kompanien gab, die den regulären Kavallerieeinheiten nur für Spezialaufgaben zugeteilt wurden und sich deswegen nicht im Namen ihrer Verbände niederschlug. Bei weitem nicht alle Kataphrakten und Clibanarier kamen auch aus dem Osten. Die Namen ihrer Angehörigen, die man auf Grabsteinen gefunden hat, lassen auf umfangreiche Rekrutierungen im Westteil des Reiches schließen.

Die Kataphrakteneinheiten im spätrömischen Heer

Befehlshabender
Offizier
Garnison
bzw. Kommandantur
Name
(* = Comitatenses und Gardeeinheiten)
Anzahl der
Einheiten
Mannschaftsstärke
(Höchststand)
Comes domesticorum equitum Konstantinopel Schola scutariorum clibanariorum* 1 500
Magister militum praesentialis I Nicea Comites clibanarii*
Equites cataphractarii Biturigenses
Equites I clibanarii Parthi
3 1,500
Magister militum praesentialis II Adrianopel Equites Persae clibanarii*
Equites cataphractarii
Equites cataphractarii Ambianenses
Equites II clibanarii Parthi
4 2,000
Magister militum per Orientem Antiochia (Syrien) Comites cataphractarii Bucellarii iuniores
Equites promoti clibanarii
Equites IV clibanarii Parthi
Cuneus equitum II clibanariorum Palmirenorum
4 1,750
Magister militum per Thracias Marcianopel Equites cataphractarii Albigenses 1 500
Dux Thebaidos Pambane Ala I Iovia cataphractariorum 1 250
Dux Scythiae Arubio Cuneus equitum cataphractariorum 1 250
Ostreich gesamt 15 6,750
Magister equitum praesentalis Mediolanum Comites Alani*
Equites sagitarii clibanarii
2 1,000
Comes Africae Carthago Equites clibanarii 1 500
Comes Britanniarum Londinium Equites cataphractarii iuniores 1 500
Westreich gesamt 4 2,000

Byzanz und Armenien

Chronik des Johannes Skylitzes, Codex Graecus Matritensis, byzantinische Kataphrakten greifen die Bulgaren an (Biblioteca Nacional de España, Madrid)

Kaiser Nikephoros II. Phokas (960–969) versuchte, die schwere Reiterei der Spätantike wieder zu beleben, indem er die Klibanophoroi und die Kataphraktoi auch bei den Tagmata-Regimentern einführte. Diese waren professionelle Soldaten, die direkt in der Hauptstadt Konstantinopel stationiert waren. Nikephoros II. führte während seiner kurzen Regierungszeit viele Kriege und war damit in den östlichen Themen auch besonders erfolgreich, die ihm auch neue Rekrutierungsgebiete für Reiter erschlossen (sie wurden überwiegend in südöstlichem Europa, Kleinasien und im mittleren Osten ausgehoben), Byzanz war hierbei noch bis 1071 sehr aktiv.

In der Schlacht von Manzikert wurden aber möglicherweise die meisten Klibanophoroi vernichtet oder zum guten Teil zerstreut und waren damit für das Reich verloren; die Unkosten für diese Panzerreiter waren vermutlich nach dieser Katastrophe zu groß geworden um von dem nun erheblich geschwächten Byzanz noch getragen werden zu können.

Kaiser Manuel I. Komnenos wird unter anderem die Einführung fränkischer Kavalleriekampfmethoden in der byzantinischen Armee zugeschrieben. Der höhere europäische Sattel wurde ebenfalls, zusammen mit anderen westlichen Kavallerieausrüstungsgegenständen eingeführt, überwog aber nicht vor dem 13. Jahrhundert.

Armenien

Auch im Reich von Hayasdan (Armenien) gab es Kataphrakte. Hier gehörten sie meist dem Adel an, entweder den Nahrharar- oder den weniger mächtigen Azat-Familien. Sie besaßen hohen gesellschaftlichen und politischen Einfluss und wurden bis ins Mittelalter eingesetzt; sassanidische, türkische und byzantinische Herrscher warben sie oft als Elitesöldner an.

Ausrüstung

Im oströmischen/byzantinischen Reich gab es beim Pferdezaumzeug ab dem 5. bis zum 9. Jahrhundert massive Änderungen, die meistens Vorbildern aus Zentralasien folgten, sie brachten neue Sättel, Hufeisen und das wichtigste, den Steigbügel mit sich. Zusätzlich wurden die einheimischen Wehrbauern im Gebrauch des durchschlagskräftigen hunnischen Reflexbogens ausgebildet.

Kataphractos

Dieser mittelschwere Kavallerist war für gewöhnlich wie folgt bewaffnet und ausgestattet:

Er trug Schwert und Dolch, das Standardschwert, das von Kataphraktoi oder anderer byzantinischer Kavallerie im allgemeinen benutzt wurde, war das Spathion. Speere oder Lanzen waren aber die Hauptwaffe der byzantinischen Kavallerie.

Als Körperschutz diente eine Kombination von Ketten-, Schuppen- oder Lamellenpanzerung, ergänzt durch einen kleinen, runden, mit Eisenbändern verstärkten Schild aus Holz, der an den Unterarm gegurtet werden oder von der Taille herabhing. Um das Ganze besser abzurunden, trug man zusätzlich noch einen Unterarmschutz, Panzerhandschuhe und einen Eisenhelm mit Nackenschutz aus Kettengeflecht. Der Eisenhelm war für gewöhnlich dasselbe Modell wie ihn auch die Infanterie trug. Die Lanzenreiter trugen ein 24-Zoll-Rundschild, die Bogenschützen ein nur Zwölf-Zoll-Rundschild.

Die Köpfe und die Brust der Pferde, sowie der Offiziere und Reiter in den vordersten Rängen wurden zusätzlich mit Stirnschilden und Eisenplatten gepanzert. Die Pferde waren aber ansonsten größtenteils ungepanzert. Im Sommer trug man eine Leinentunika, im Winter eine aus Wolle. Über der Tunika wurde ein Kettenhemd und darüber meist noch ein Brustpanzer aus Lamellen angelegt. Als Schutz vor Kälte und Nässe trug man einen bräunlichen Fellmantel.

Klibanophoros

Dieser schwere Kavallerist war ähnlich wie der Kataphractos ausgerüstet, wurde allerdings von den Byzantinern perfektioniert und noch massiver gepanzert.

Seine Rüstung beinhaltete einen Eisenhelm mit Hals-, Gesichts- und Nackenpanzerung aus Kettengeflecht, einen gepolsterten Waffenrock (Leder, Baumwolle oder Filz) der über den Lamellenpanzer getragen wurde (epilorikion), zwei oder drei Schichten Kettenpanzerung mit Schlitz an der Taille, taillierte Beinschienen, Panzerhandschuhe, Unterarmschutz und eiserne Schuhe. Der Klibanophoros trug denselben Schildtypus wie der Kataphractos.

Zusammen mit anderen asiatischen Völkern (vornehmlich den Awaren) waren die Lamellenpanzer bei den Byzantinern sehr populär und werden sehr oft auch auf zeitgenössischen Fresken griechischer Heiliger dargestellt. Die Lamellenrüstung war in ihrem Aufbau allerdings wesentlich komplizierter als das Kettenhemd.

Die Kataphraktoi sollten im Idealfall entweder Helme mit zwei Wangenklappen tragen, oder einen Nacken- und Halsschutz aus Kettengeflecht, die nur die Augen freilassen sollte, die schwergepanzerten Klibaniarier hingegen waren oft komplett an den oberen Extremitäten mit Eisenplatten eingeschient und trugen darüber gepolsterte Waffenröcke. Derartige Rüstungen überlebten mit kleineren Innovationen bis in das zwölfte Jahrhundert. Dieser schwere Reiter war also wirklich im wahrsten Sinne des Worte von Kopf bis Fuß in Eisen gehüllt. Nur sehr wenige dieser Neuerungen wurden vom Westen beeinflusst.

Diese Art von schwerer Panzerung gab es auch für die Pferde. Sie trugen eine extra gehärtete lamellen- oder horngepanzerte Decke die den ganzen Rumpf bis zu den Knien und den Hals bedeckte. Einige Pferde trugen als zusätzlichen Schutz ein Metallchanfron auf dem Kopf.

Solch schwere Kavallerie war vielseitig einsetzbar und viele Einheiten der Klibanophoroi besaßen eine Kombinationsbewaffnung aus Lanze und Bogen. Die Lanze – oder kontarion – war ungefähr zwölf Fuß lang und wurde von der Schlachtkavallerie geführt, die schwerer als diejenigen Reiter ausgerüstet wurden, die nur einen Bogen trugen.

Die letzteren trugen einen Kompositbogen, der 49-58 Zoll lang war. Der Bogen wurde aus Holz-, Horn- und häufig Knochenteilen zusammengeleimt wie ihn auch die Hunnen verwendeten. Er war eine viel leistungsfähigere Waffe als die skythische Version, die vorher verwendet wurde. Außerdem war er von größerer Durchschlagskraft, aber viel kleiner als der Langbogen und konnte vom Pferd aus leichter abgeschossen werden.

Manche Klibanophoroi trugen auch leichte Wurfspeere (acht bis neun Fuß lang), andere trugen kurze, mit Blei beschwerte Wurf-Pfeile, die sogenannten marzobarboulon, dieselben, die von den spätantiken Römern als martiobarbulus bezeichnet wurden. Diese Pfeile wurden direkt am Sattel befestigt.

Alle Panzerreiter trugen die Standardbewaffnung mit Schwert (spathion) und Dolch, Offiziere hatten häufig eine reich verziertere Version die ihn einer ledernen Scheide am Sattel angebracht wurde.

Byzantinische Kavallerietaktiken

Klibanophoroi traten häufig in Keilanformation auf dem Schlachtfeld an, die 20 Reiter im ersten Rang, 24 im zweiten und jeweils mit vier Mann mehr in jedem nachfolgenden Rang zählte.

Der hinterste Rang konnte aus bis zu 64 Reitern bestehen. Das würde eine Gesamtmenge von 504 Reitern pro Einheit ergeben, üblicher waren aber 300–400 Mann starke Einheiten.

Die vorderen vier Reihen trugen eine Kombinationsbewaffnung aus Pfeil und Bogen zusammen mit Schwertern und Lanzen, andere leichter ausgerüstete Reiter trugen einen Kompositbogen.

In einer Einheit von 300 Lanzenträgern konnte es bis zu 80 berittene Bogenschützen geben. Sie waren die Elite der byzantinischen Armee und ihre Aufgabe war es, durch die feindliche schwere Kavallerie oder Infanterie zu brechen, sie massiv zu stören, oder ihre Schlachtordnungen aufzubrechen. Zusätzlich sollten die zu Fall gekommenen Reiter- und Fußsoldaten weitgehend vernichtet werden. Die Milizkataphraktoi wurden durch Einheiten ähnlich bewaffneter regulärer Verbände und Söldnertruppen der schweren germanischen Schlachtkavallerie der Palastarmee des Kaisers unterstützt.

Andere Bedeutungen von Kataphrakt

Literatur

  • Ross Cowan, Angus McBride: Römische Legionäre. Republik (58 v.–69 n. Chr.) und Kaiserreich (161–244 n. Chr.). Siegler, Königswinter 2007, ISBN 978-3-87748-658-0, S. 88.
  • Ortwin Gamber: Kataphrakten, Clibanarier, Normannenreiter. In: Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen in Wien. 64, 1968, ISSN 0075-2312, S. 7–44.
  • Ortolf Harl: Die Kataphraktier im Römischen Heer – Panegyrik und Realität. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. Jg. 43, Teil 2, ISSN 0076-2741, S. 601–627.
  • Ian Heath, Angus McBride: Byzantine Armies, 886–1118. London, Osprey Publishing 2002, ISBN 0-85045-306-2 (Men at Arms 89).
  • Marcus Junkelmann: Die Reiter Roms. Band 3: Zubehör, Reitweise, Bewaffnung. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1992, ISBN 3-8053-1288-1 (Kulturgeschichte der Antiken Welt 53), (4. Auflage. ebenda 2008, ISBN 978-3-8053-1006-2).
  • Taxiarchis G. Kolias: Byzantinische Waffen. Ein Beitrag zur byzantinischen Waffenkunde von den Anfängen bis zur lateinischen Eroberung. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1988, ISBN 3-7001-1471-0 (Byzantina Vindobonensia 17).
  • Mariusz Mielczarek: Cataphracti and Clibanarii. Studies on the heavy armoured cavalry of the ancient world. Oficyna Naukowa MS, Lodz 1993, ISBN 83-85874-00-3 (Studies on the history of ancient and medieval art of warfare 1).
  • Philip Matyszak: Legionär in der römischen Armee. Aus dem Englischen von Jörg Fündling. Primus Verlag, Darmstadt 2010, S. 121 f., ISBN 978-3-89678-822-1.
  • Johannes Preiser-Kapeller: Die Panzer des Kaisers. Schwere gepanzerte Kavallerie im späten Rom und in Byzanz. In: Karfunkel-Combat. Nr. 2, Sonderheft, 2006, ISSN 0944-2677, S. 36–39 (Überblick mit Quellenzitaten und weiterer Literatur).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. H. G. Lidell, R. Scott: A Greek-English Lexicon. Oxford 1930, S. 920.
  2. O. Guevaud: Enteuxeis, Requetes et plaintes adressees au roi d'Egypte au Ille siecle avant. Nr. 32 und 45, Kairo 1931.
  3. Hist.I, 79
  4. CIL XI 5632 = ILS 2735, Ehreninschrift für M. Maenius C. f. Cor. Agrippa L. Tusidius Campester, der zur Zeit des Hadrian diese ala während seines Kommandos über die cohors I Hispanorum equ. und die classis Britannica befehligte.
  5. Script.hist.Augusta, 18, vita Alexander Severus, 56, 5
  6. Hoffmann II 110 Anm.602, F. Rundgren, Orientalia Sucena 6, 1957–1958, S. 31–52, J. Becker, Grabinschrift eines römischen Panzerreiteroffiziers, Neujahrsblätter Ver. Gesch., Frankfurt am Main 1868, S. 23
  7. Junkelmann S. 216
  8. Speidel 1984, S. 15-156, Taf. 15 f.
  9. M. Mielczarek, 193
  10. Milczarek, Anm. 33, S. 48-50
  11. tegminibus ferreis abscondito bellatori
  12. latere forato iumenti incautum rectorem praecipitem agere
  13. O. Harl, S.605
  14. Paneg.Lat. 10,22,4
  15. Paneg.Lat. 10,23,4
  16. O. Harl, 1998, S. 624 ff.
  17. O. Harl, 1998, S.625
  18. Matysak 2009, S. 121 f.

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