Kaufhaus Renner


Kaufhaus Renner
Kaufhaus Renner 1885
Das Kaufhaus Renner um 1900 am Altmarkt in Dresden

Das Kaufhaus Renner war bis zu seiner Zerstörung im Februar 1945 das größte Kaufhaus Dresdens. Es befand sich an der Südseite des Altmarktes und erstreckte sich über mehrere ehemalige Bürgerhäuser, die im Inneren miteinander verbunden waren.

In dem Warenhaus arbeiteten zeitweise bis zu 1.200 Angestellte. Bekannt war es vor allem für seine sechzig Schaufenster und die erste Rolltreppe in Dresden.

Geschichte

Johann Traugott Adolph Renner eröffnete im Jahr 1854 ein Tuch- und Manufakturgeschäft in der Badergasse. Später wurde die Filiale auf die erste Etage ausgedehnt. Weitere Erweiterungen folgten.

Nachdem das Geschäft an den Altmarkt umgezogen war, wurden nach und nach alle Bürgerhäuser an der Südseite des Altmarktes, mit Ausnahme des Eckhauses an der Seestraße, erworben. Die Innenräume der übernommenen Gebäude wurden völlig umgestaltet; die Fassaden blieben weitestgehend unverändert. Die beiden gegenüberliegenden Häuser an der Schreibergasse wurden durch einen Übergang miteinander verbunden.

Im Jahr 1896 wurden die beiden Söhne des Gründers, Gustav Adolph und Martin, Mitinhaber des Kaufhauses.

Im Jahr 1925 entstanden im Rahmen der Sonderverkaufswochen die Rennerschen Omnibuslinien. So verkehrten drei unterschiedliche Linien von Plauen, Blasewitz und dem Linkschen Bad zum Altmarkt.

Zuletzt bestand das Warenhaus aus insgesamt zwölf Gebäuden. Nach der völligen Zerstörung im Jahr 1945 eröffnete Herbert Renner nochmals ein Geschäft auf der Königsbrücker Straße.

Einrichtung

Im Erdgeschoss waren die Männer-, Frauen- und Kinderbekleidung untergebracht. Außerdem befanden sich dort unter anderem Lese- und Schreibwaren. Im ersten Stock war nochmals Kleidung für Personen zu finden. Die zweite Etage beherbergte vor allem ein umfangreiches Angebot an Frauenbekleidung. Im dritten Stockwerk befanden sich Utensilien für die Wohnungseinrichtung. In der vierten Etage waren Erfrischungsräume zum Entspannen untergebracht. Außerdem konnte man dort Speisen und Getränke zu sich nehmen.

Quellen

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