Keltische Völker


Keltische Völker

Als Kelten (lateinisch celtae, galli, griechisch keltoi, galatai die Tapferen, die Edlen) bezeichnete man seit der Antike Volksgruppen der Eisenzeit in Europa, die archäologisch durch die materielle Kultur zu bestimmen sind und deren indogermanische Sprache durch charakteristische Merkmale gekennzeichnet ist.[1]Je nach Fachgebiet oder Sichtweise werden mit dem Begriff Kelten entweder Siedlungsgemeinschaften mit einer ähnlichen materiellen Kultur (archäologische Definition) oder eine mittel- und westeuropäische Sprachengemeinschaft (sprachwissenschaftliche Definition) bezeichnet. Es ist dabei überaus strittig, ob die heute so genannten keltischen Sprachen tatsächlich auf die archäologischen Kulturen der Kelten zurückgehen. In der Forschungspraxis werden die beiden Definitionen häufig nicht deutlich getrennt. Als gesichert kann dagegen gelten, dass die Kelten nie eine geschlossene Ethnie, d. h. ein geschlossenes Volk bildeten (siehe auch Ethnogenese), allenfalls kann von zahlreichen unterschiedlichen ethnischen Gruppen mit ähnlicher Kultur gesprochen werden.

Die keltischen Sprachen bilden eine eigene indogermanische Sprachgruppe, während die Archäologie in den keltischen Stämmen in Mitteleuropa (vom Norden Spaniens bis nach Böhmen) kulturelle Gemeinsamkeiten während der mittleren und jüngeren Eisenzeit (zwischen 800 und ca. 50 v. Chr.) sieht. Die von antiken Autoren als keltoi, celtae, galli und galati bezeichneten Stammesgruppen der antiken keltischen Stämme werden dabei zumeist mit der so genannten Hallstatt- und La-Tène-Kultur in Zusammenhang gebracht. Die kontinuierliche Entwicklung aus den ansässigen bronzezeitlichen Kulturen Mitteleuropas, insbesondere der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur ist – entgegen allen älteren Mutmaßungen – heute zweifelsfrei belegt.

Einige Autoren verwenden den Keltenbegriff lediglich für die sogenannte klassische keltische Epoche. Diese wird mit der späten Hallstatt-Kultur (HaD, um 650 bis 475 v. Chr.) und mit der La-Tène-Kultur (ca. 475 bis 50 v. Chr.) gleichgesetzt.

Die Namen der hier genannten archäologischen Kulturen leiten sich von zwei Fundorten, dem Gräberfeld von Hallstatt am Hallstätter See in Österreich und dem Fundort La Tène am Neuenburgersee in der Westschweiz ab. An beiden Fundorten wurden Mitte des 19. Jahrhunderts reiche Funde gemacht, auf deren Basis eine erste Chronologie der Hallstatt- und La-Tène-Kultur vorgenommen wurde.

Mutmaßliches Ursprungsgebiet der Kelten und Verbreitung keltischer Kultur in Europa und Kleinasien von 800 bis 400 v. Chr.
██ Kernbereich nordwestalpine Hallstattkultur (ca. 750–500/450 v. Chr.)
██ Ausbreitung La-Tène-Kultur
██ Ausbreitung der keltischen Sprache (3. Jahrhundert v. Chr.)

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Archäologisch reichte die weiteste Ausbreitung der materiellen keltischen Kultur von Südostengland, Nordspanien und Frankreich im Westen bis nach Westungarn, Slowenien und Nordkroatien im Osten; von Oberitalien im Süden bis zum nördlichen Rand der deutschen Mittelgebirge. Daneben existieren einzelne La-Tène-zeitliche Funde auf dem gesamten Balkan bis nach Anatolien. Diese Funde sind auf die im 4. Jahrhundert v. Chr. einsetzenden keltischen Wanderungen zurückzuführen. Die Einbeziehung Südostenglands in das Verbreitungsgebiet der archäologisch als keltisch bezeichneten Kultur ist stark umstritten. Die dortigen archäologischen Funde der mittleren und späten Eisenzeit (ca. 600 v. Chr. bis ca. 30 v. Chr.) weisen starke regionale und lokale Eigenheiten auf, welche sie stark von den zeitgleichen kontinentalen Funden unterscheiden. Daneben existierte als Folge der keltischen Wanderungen ab dem späten 4. Jahrhundert v. Chr. ein Siedlungsgebiet der Galater in Anatolien (heutige Türkei). Im nordspanischen Galicien fanden sich ebenfalls einige La-Tène-zeitliche-Fibeln, doch kann dort nicht von einem geschlossenen keltischen Kulturhorizont im Sinne der La-Tène-Kultur die Rede sein.

Im Süden des keltisch geprägten Gebietes Mitteleuropas grenzte anfangs noch der etruskische, im Osten und Südosten der griechische, thrakische und skythische Kulturbereich an. Große Teile dieser Gebiete gingen später im römischen Reich und dessen Kultur auf. Nördlich des keltischen Einflussgebietes waren germanische Stämme ansässig. Zu allen genannten Kulturen unterhielten die Kelten intensive kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen.

Sprachwissenschaftlich wird das Verbreitungsgebiet der „keltischen Sprachen“ auf Irland und die gesamten britischen Inseln einerseits, bis nach Südosteuropa und Anatolien andererseits ausgedehnt. Die Belege für diese sprachwissenschaftliche Deutung sind:

  1. Das durch antike Quellen belegte ehemalige größte Verbreitungsgebiet keltischer Stämme (z. B. die durch antike Autoren bezeugte Einwanderung keltischer und thrakischer Stämme nach Anatolien);
  2. Spätantike Belege, wonach in Anatolien ein Dialekt ähnlich wie in der Gegend um Trier gesprochen wurde;
  3. Wenige sprachwissenschaftliche Belege keltischer Wörter in modernen mittel- und osteuropäischen Sprachen. Diese spiegeln sich z. B. in der Benennung einzelner Stämme oder Gebiete als Gallier in Frankreich, Galizien in der westlichen Ukraine, Galicien in Spanien und Galater in Kleinasien wider.

Nach neuerer sprachwissenschaftlicher Deutung erreichten die Britischen Inseln und insbesondere Irland nur indirekte sprachliche Einflüsse der keltischen Festlandkultur in der Spätantike bzw. in frühchristlicher Zeit.

Sprache

Die keltischen Sprachen werden von der Sprachwissenschaft der westlichen Gruppe der indoeuropäischen Sprachen zugerechnet. Keltische Sprachen werden heute noch in Wales (Walisisch oder Kymrisch) sowie in Irland (Irisch, seit 1922 offiziell erste Amtssprache neben dem Englischen), in Schottland (Schottisch-Gälisch in den Highlands und besonders auf den hebridischen Inseln) und in der Bretagne (Bretonisch, von Auswanderern von den britischen Inseln im 5. Jahrhundert auf den Kontinent gebracht) gesprochen. Das Manx auf der Isle of Man starb in den 1970er Jahren aus, das Kornische in Cornwall bereits im 18. Jahrhundert. Es gibt aber in jüngster Zeit Bestrebungen, Manx und das Kornische wieder zu lebendigen Umgangssprachen zu machen. Auf der Iberischen Halbinsel wurde Keltiberisch gesprochen, das im Zuge der Romanisierung unterging.

Sprachliche und ethnische Zuordnung

Eine hypothetische urkeltische Sprache ist aufgrund fehlender Schriftzeugnisse nicht überliefert, letztere setzen im frühesten Falle im 6.Jh. v.u.Z. ein (s. Hauptartikel Keltische Sprachen).

Die Gleichsetzung von keltischer antiker archäologischer Kultur und heutigen Sprechern keltischer Sprachen wird inzwischen aber bezweifelt. Die biologische Abstammung der heutigen keltischsprachigen Bewohner Westeuropas von den in der Antike als Kelten bezeichneten Ethnien gilt nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen als fraglich, ebenso die materiell-kulturelle Überlieferungslinie zwischen der festlandkeltischen Antike und den inselkeltischsprachigen Kulturen.

Geschichte

Der Begriff Kelten geht auf griechische Überlieferungen bei Herodot und anderen Autoren aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. zurück, die als Keltoi bezeichnete Stämme mit einem Verbreitungsgebiet von den Quellen der Donau bis zum im Hinterland von Massilia (Marseille) identifizierten.

Keltenfürst vom Glauberg

Hallstatt-Kultur

Die Nennung der Kelten und deren Lokalisierung fällt mit der eisenzeitlichen Späthallstattkultur in Mitteleuropa zusammen. Diese Kultur hatte sich seit etwa 800/750 v. Chr. in einer Region zwischen Ostfrankreich und Österreich (mit seinen angrenzenden Ländern) aus den ansässigen spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur entwickelt.

Das Verbreitungsgebiet der Hallstattkultur reichte von Slowenien über Österreich, das nordwestlichen Ungarn, die südwestlichen Slowakei, Tschechien, Süddeutschland, die Schweiz bis nach Ostfrankreich. Der gesamte Bereich wurde 1959 von Georg Kossack in einen Ost- und Westhallstattkreis unterschieden. Der Westhallstattkreis reicht von Ostfrankreich, Mittel- und Süddeutschland über die Schweiz bis nach Mittelösterreich. Der Osthallstattkreis umfasst Nordösterreich, Südmähren, die Südwestslowakei, Westungarn, Kroatien und Slowenien. Die wichtigsten Unterschiede zwischen Ost- und Westhallstattkreis findet man in der Siedlungsweise und der Bestattungssitte. Im Westhallstattkreis herrschen große befestigte Höhensiedlungen, die von kleineren, weilerartigen Siedlungen umgeben sind, vor. Im Osthallstattkreis dominieren kleinere befestigte Herrenhöfe. Wurden im Westen wichtige Persönlichkeiten mit Schwert (HaC) oder Dolch (HaD) bestattet, so gab man ihnen im Osten eine Streitaxt mit ins Grab. Im Westen gibt es reiche Wagengräber, während der Krieger im Osten mit seiner kompletten Bewaffnung, inklusive Helm, Brustpanzer, etc. beerdigt wird.

Die späte Hallstattkultur (HaD, ca. 650 bis 475 v. Chr.) ist berühmt für ihre reich ausgestatteten Prunk- oder Fürstengräber aus Süddeutschland und der Bourgogne (z. B. in Hochdorf an der Enz und Vix), sowie für Panzergräber – d. h. Männergräber mit vollen Waffenbeigaben – im Osten (von Ost-Bayern bis Slowenien).

Durch zahlreiche Funde sind Kontakte der hallstattzeitlichen Eliten zur südeuropäischen Antike nachgewiesen. Die Herkunft der Importwaren reicht dabei vom westlichen Mittelmeer bis in den Iran. Besonders beliebt waren griechische und etruskische Import-Waren.

Auffällige Erscheinungen der Hallstatt-Kultur sind befestigte Höhensiedlungen, die von Ostfrankreich nach Osten – vor allem in der Schweiz und in Teilen Süddeutschlands gefunden wurden. Besonders bekannt, da gut erforscht, sind der Mont Lassois bei Vix in Frankreich sowie die Heuneburg bei Hundersingen an der Donau in Baden-Württemberg. Da die Höhenbefestigungen häufig griechische Importe aufweisen und sich in ihrer Umgebung oft sogenannte Fürstengräber fanden, werden sie in der Forschung auch als Fürstensitze bezeichnet. Durch neuere Untersuchungen, z. B. im Vorfeld der Heuneburg und in Hochdorf, wurden allerdings auch unbefestigte Flachsiedlungen aufgedeckt, in denen entsprechende Importe gefunden wurden. Damit wird nun auch in Flachsiedlungen von einer ansässigen Oberschicht ausgegangen. Enge Handelsbeziehungen zum griechischen Kulturkreis – insbesondere zur Kolonie Massilia/Marseille – sind nachgewiesen, wobei die hallstattzeitliche Bevölkerung im heutigen Ostfrankreich, entlang der Rhône und Saone, eine Schlüsselposition für die Entwicklung der mitteleuropäischen Hallstattkultur eingenommen haben dürfte.

In der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts gerieten die Gesellschaften am nördlichen und westlichen Rand der Hallstattkultur zunehmend unter deren Einfluss, übernahmen einen Teil ihrer Sitten und wurden ins hallstättische Beziehungsnetz eingebunden, wobei die Hunsrück-Eifel- und die Champagne-Marne-Region im Westen, sowie die Gegend um den Dürrnberg (Hallein) in Österreich bei dieser Entwicklung eine besondere Rolle einnahmen.

La-Tène-Kultur

Der Hallstattkultur folgt die La-Tène-Kultur (ab ca. 480 v. Chr. bis 40/0 v. Chr., je nach Region), deren Kunststile durch mediterrane und osteuropäische Vorbilder (etruskische, griechische und skythische Einflüsse) geprägt sind. Die La-Tène-Zeit stellt die letzte Blüteperiode keltischer Kultur dar.

Die La Tène-Kultur selbst lässt sich grob in drei Phasen gliedern, die – je nach Region – unterschiedlich deutlich fassbar werden und deren zeitlicher Ansatz regional um etwa ein bis zwei Generationen variieren kann:

1. Frühlatène (ca. 480/ 450 bis ca. 300 v. Chr.)
2. Mittellatène (ca. 300 bis 150 v. Chr.)
3. Spätlatène (ca. 150 bis ca. nach 50 v. Chr. bzw. regional etwa bis zur Zeitenwende)

Frühlatène – Prunkgräberhorizont

Rekonstruktion des Wagengrabs von Bell
Nachbildung der Pfalzfelder Flammensäule

In der Frühlatènezeit setzt sich die Blüte der materiellen Kultur der Hallstattzeit fort, jedoch verschieben sich die kulturellen Zentren aus vielfältigen Gründen aus dem süddeutschen Raum nach Norden, Westen und Osten. Neben kriegerischen Konflikten, für die es keine stichhaltigen Belege gibt, werden Umweltprobleme im Umfeld der hallstattzeitlichen Höhensiedlungen genannt. Eine weitere Theorie geht davon aus, dass die Etrusker – in Konkurrenz zu den griechischen Kolonien in Südfrankreich – alternative Handelsrouten nach Norden und Richtung Atlantik erschlossen und dabei zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in der weiteren Mittelrhein- und Champagne-Marne-Region beitrugen. Der neue Reichtum hätte dann für einige Generationen seinen Niederschlag in den Gräbern gefunden. Hinweis auf einen verstärkten Einfluss aus dem Mittelmeergebiet könnte auch der drastische Stilwandel vom eher geometrisch-abstrakten Stil der Hallstattzeit zum stärker naturalistisch-figürlichen Stil der Frühlatène-Zeit sein.

Aus den Regionen Champagne-Marne, Hunsrück, Eifel und Dürrnberg sind für die Frühlatènezeit zahlreiche sogenannte Prunkgräber bekannt. Auch östlich davon (Franken und Böhmen) existieren reich ausgestattete Bestattungen und große befestigte Siedlungen der frühen La-Tène-Zeit. Die Bestattungen hochgestellter Personen dieser Zeit weisen reiche Grabbeigaben auf, die sich vor allem durch im Latènestil verzierte Wagen, Schmuck (häufig Gold), Waffen sowie Importe aus dem Mittelmeerraum auszeichnen. Die seit der Hallstattzeit bekannte Sitte, Grabhügel oder Grabbezirke mit Steinen oder Stelen zu kennzeichnen, entwickelte sich in der Frühlatènezeit in seltenen Einzelfällen (z. B. am Glauberg) zu fein ausgearbeiteten Statuen mit menschlichen Zügen weiter. Die Statuen vom Glauberg weisen Details auf (Mistelblattkrone und Dolch), welche exakt mit Grabbeigaben von Bestatteten übereinstimmen. Die Statuen können daher als Versuch einer Abbildung des Verstorbenen angesehen werden, deren Funktion über die bloße Kennzeichnung der Grabstätte weit hinausgegangen sein dürfte. Vorbild dieser Statuen könnten griechisch-etruskische Grabmäler sein.

Vor allem in den genannten Frühlatènezentren, aber auch darüber hinaus, wurden auch zahlreiche Gräber aus anderen sozialen Schichten sowie vereinzelte kleinere Siedlungen ergraben. Gold- und Feinschmiede- sowie Steinmetzarbeiten, aber auch die wenigen erhaltenen Holzskulpturen (Fellbach-Schmiden) im Latènestil zeugen von hoher technischer und künstlerischer Fertigkeit.

Gut erforschte Beispiele für Prunkgräber der Frühlatènezeit sind u. a. die Gräber vom Glauberg, Waldalgesheim und Reinheim.

Während am West- und Nordrand des keltischen Kulturraumes die Sitte reich ausgestatteter Prunkgräber blühte, setzten weiter südlich und östlich die sogenannten keltischen Wanderungen ein. Obwohl die Zeit der keltischen Wanderungen meist mit der Mittellatènezeit gleichgesetzt wird, begannen erste Wanderungsbewegungen schon früher. Hierin werden wahrscheinlich regionale Unterschiede deutlich.

Mittellatène – Keltische Wanderungen

Erste Aufenthalte von keltischen Einwanderern im damals vor allem etruskisch geprägten Oberitalien sind ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar. Während der ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. einsetzenden Wanderungswellen wird die keltische Kultur auch in Nordspanien und Portugal fassbar, wobei hier kein Verdrängen ortsansässiger Kulturen nachgewiesen werden kann. Ein allmähliches Annehmen mitteleuropäischer Kulturelemente durch die ansässigen Gesellschaften ist weit wahrscheinlicher. Die in Nordspanien und Portugal lebenden Menschen der späten Eisenzeit werden deshalb auch als Keltiberer bezeichnet. Keltische Gruppen ließen sich daneben in Oberitalien und der Poebene nieder, von wo aus sie zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. u. a. Rom angriffen. Die Belagerung Roms unter dem keltischen Heerführer Brennus (wahrscheinlich 387/386 v. Chr.) hinterließ bei der späteren Weltmacht ein lang anhaltendes Trauma.

Andere Stämme drangen über Südosteuropa und den Balkan nach Griechenland und Kleinasien vor. 279 v. Chr. stießen keltische Gruppen unter der Führung eines ebenfalls Brennus genannten Heerführer (Brennus wird daher eher als Titel denn als Name angesehen) bis nach Delphi vor, wurden aber schließlich zurückgeschlagen. Ein Stammesteil ließ sich schließlich in Zentralanatolien nieder und wurde unter der Bezeichnung Galater noch Jahrhunderte später im Neuen Testament erwähnt.

Gleichzeitig blieben Teile der Stämme aber in ihren angestammten Regionen in Mitteleuropa sesshaft. Archäologische Funde der Mittleren Latènezeit sind in Mitteleuropa insgesamt betrachtet viel seltener als in der vorhergehenden Früh- und nachfolgenden Spät-Latènezeit. Je nach Region schwankt die Funddichte sehr. Während die Mittlere La-Tènezeit in einigen Regionen klar nachgewiesen werden kann, fehlen Funde in anderen Regionen weitestgehend. Vor allem in Süddeutschland und im nördlichen Alpenraum ist – so der momentane Forschungsstand – während der Mittleren La-Tènezeit ein deutlicher Siedlungsrückgang wahrscheinlich.

Die Funde der Mittellatènezeit unterscheiden sich stark von denen der Frühlatènezeit. Fürstengräber und große befestigte Höhensiedlungen verschwinden fast vollständig. An ihre Stelle treten vergleichsweise einfache, fast ärmlich ausgestattete Gräber und kleinere, wenig strukturierte Siedlungen. Dabei ist in Regionen, in denen Gräber vorhanden sind, immer noch eine örtliche oder regionale Oberschicht nachweisbar, die jetzt jedoch nur noch unscheinbare Teile ihres Besitzes mit in die Gräber bekommt (Pars-pro-toto-Sitte.) Gegen Ende der Mittleren La-Tènezeit setzt eine gewisse Rückwanderung von keltisch geprägten Bevölkerungsteilen in die Regionen nördlich der Alpen ein. Wahrscheinliche Ursache hierfür sind vernichtende Siege der zu den Alpen vordringenden Römer über verschiedene keltische Stämme in Oberitalien. In Forscherkreisen gilt es als sehr wahrscheinlich, dass die nachfolgende Kultur der Spätlatènezeit von keltischen Rückwanderern aus Oberitalien entscheidend beeinflusst wurde. Diese hatten mehrere Generationen lang in Oberitalien gelebt und waren dort mit der hochentwickelten Stadtkultur der späten Etrusker, griechischen Einflüssen und der sich auf dieser Basis neu formierenden frührömischen Kultur in Kontakt gekommen. Gleichzeitig sind seit der späten Mittellatènezeit auch keltische Einflüsse auf die römische Kultur, z. B. im Bereich der Waffentechnik und im Wagenbau, nachweisbar.

Spätlatène – Oppidakultur

Ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. wurden vom Osten und Süden ausgehend auch im Bereich des Alpenvorlandes bis hinauf zum nördlichen Rand der deutschen Mittelgebirge wieder große befestigte Siedlungen, sogenannte Oppida gegründet. Die Bezeichnung Oppida geht dabei auf römische Schilderungen (z. B. bei Julius Caesar) zurück und wird zumeist nur auf Siedlungen der Spätlatènezeit angewandt. Ähnlich wie die großen befestigten Siedlungen der späten Hallstatt- und Frühlatènezeit, weisen diese Oppida stadtähnliche Strukturen auf und konnten in Einzelfällen beträchtliche Einwohnerzahlen (5.000 bis 10.000 Einwohner) erreichen. Als Beispiele für diese Siedlungen können z. B. der Staffelberg (Menosgada) in Oberfranken, Manching in Oberbayern, das Heidetränk-Oppidum im Taunus, der Dünsberg bei Gießen, die Heidenmauer bei Bad Dürkheim, der Donnersberg in der Nordpfalz und weitere gelten. Die keltische Oppidakultur erlebte ab Ende des 2. bis ins späte 1. Jahrhundert v. Chr. ihre Blüte, wobei sie aufgrund ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Differenzierung, hochentwickelter Handwerks- und Kunstfertigkeit sowie des Fernhandels die Stufe zur Hochkultur erreichte. Lediglich das Fehlen einer allgemeinen Schriftlichkeit steht dieser Bezeichnung entgegen. Aufgrund antiker Schilderungen in römischen und griechischen Quellen darf man jedoch von einer hochentwickelten Kulturtechnik der exakten Weitergabe mündlichen Wissens im Bereich der keltischen Stämme ausgehen. Wohl aus kultischen Gründen scheinen die Kelten bewusst auf schriftliche Aufzeichnungen weitestgehend verzichtet haben. Aus Funden der Spätlatènezeit kann auch auf eine zunehmende Schriftkundigkeit der keltischen Oberschicht geschlossen werden.

Die größte Ausbreitung erreichten die keltischen Stämme um 200 v. Chr.

Im Nordwesten ihrer Siedlungsgebiete, d. h. im weitesten Sinn im Bereich der nördlichen, rechtsrheinischen Mittelgebirge, verschwand die keltische Kultur nach und nach während des 1. Jahrhunderts v. Chr. wohl als Folge des Vorrückens germanischer Stämme nach Süden.

Kelten und Römer – Gallo-römische und norisch-pannonische Kultur

Völlig anders gestaltet sich die Situation im römischen Einflussbereich. Nach Eroberung des nördlichen Voralpenraums und Galliens durch die Römer unter Caesar (in Gallien) bzw. unter Augustus (in Rätien), lebten zunächst große Teile der keltischen Kultur in Gallien, zu dem das heutige Saarland und die linksrheinischen Gebiete von Rheinland-Pfalz gehörten, und südlich der Donau in den nun römischen Provinzen Rätien, Noricum und Pannonien sowie in einer Übergangszone zwischen römischem und germanischem Einflussbereich, welche vom Taunus und der unteren Lahn über das nördliche Hessen bis ins nördliche Bayern reichte, fort. In den von den Römern eroberten Gebieten verschmolzen nach der Zeitenwende mit zunehmender Romanisierung keltische und römische Kulturelemente zur relativ eigenständigen gallo-römischen Kultur im Westen bzw. der norisch-pannonischen Kultur im Osten. Einzelne Elemente der keltischen Kultur lebten dort bis in die Spätantike fort.

Das Ende der gallo-römischen und norisch-pannonischen Kultur

Mit dem Einsetzen von Einfällen germanischer Stämme in die nordalpinen Provinzen des Römischen Reiches ab Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr. verdrängen östlich des Rheins und südlich der Donau germanische Einflüsse mehr und mehr die gallo-römische und norisch-pannonische Kultur. Durch die nachfolgende weitestgehende Übertragung der Verteidigung der nördlichen Reichsgrenze des Imperiums an germanische Söldner, die schrittweise Evakuierung der norisch-pannonischen Bevölkerung Richtung Italien und Byzanz, sowie die zunehmende Ausbreitung germanischer Stämme bis nach Italien, Spanien und über die Grenzen des oströmischen Reiches hinaus geht noch vor dem Ende des weströmischen Reiches 476 n. Chr. norisch-pannonische Kultur weitgehend in der Kultur der von Norden vorrückenden Germanenstämme auf. Im Bereich der Provinz Pannonien können sich letzte Reste der norisch-pannonischen Kultur noch für wenige Jahre erhalten, verschwinden jedoch spätestens zu Beginn des 5. Jahrhunderts mit der endgültigen Einnahme der römischen Provinz Pannonien durch die Hunnen.

Linksrheinisch kommt es zwar Mitte des 3. Jh. n. Chr. zu ersten Plünderungszügen germanischer Gruppen. Nach Aufgabe des Limes um 260 n. Chr. und der Verlegungen der Grenze an den Rhein können die Provinzen, trotz wiederholter germanischer Überfälle, relativ stabilisiert und noch bis zum Ende des weströmischen Reiches gehalten werden. In der ersten Hälfte des 4. Jh. n. Chr. erleben die linksrheinischen Provinzen und damit die gallo-römische Kultur mit der Etablierung Triers als Kaiserstadt eine letzte Blüte und Stabilität. Ein Bevölkerungsrückgang auf dem Land ist wahrscheinlich, aber in den befestigten Orten südlich einer Linie Köln – Boulogne-sur-Mer bleibt die gallo-römische Bevölkerung ansässig. Seit dem 3. Jh. waren nördlich dieser Linie fränkische Gruppen angesiedelt worden, deren Oberhäupter nach und nach Führungspositionen im spätrömischen Heer einnahmen. Es folgten Einwanderungen fränkischer Familien in die gallo-römischen (jetzt romanisch genannten) Gebiete, die wahrscheinlich mehr und mehr die Oberschicht bildeten, die einheimische Bevölkerung aber nur überlagerten, nicht verdrängten. Nach dem Ende des weströmischen Reiches konnten die fränkischen Könige, die sich in der Nachfolge des Römischen Reiches sahen, am Rhein und in Gallien auf die von Gallo-Römern (Romanen) getragenen lokalen und regionalen Verwaltungsstrukturen, die teilweise noch funktionierten, zurückgreifen. Im Westen wurden die fränkischen Neusiedler nach und nach romanisiert, während im Osten bis zum Rhein die romanische (im Ursprung gallo-römische) Bevölkerung in den folgenden zwei Jahrhunderten zunehmend germanisiert wurde, d. h. die Sitten und Sprache der zugezogenen Franken mehr und mehr übernahm. Das in römischer Zeit eingeführte Christentum überstand in den meisten Regionen südlich der oben genannten Linie den Kulturwandel. Letzte Reste der gallo-römischen Kultur haben sich in der Moselregion durch sprachliche Sonderformen und Sitten bis ins Hochmittelalter gehalten. Zwischen Mittelrhein und Alpen gehen zahlreiche heute noch gebräuchliche Orts-, Gelände- und Gewässernamen auf keltische Bezeichnungen zurück und zeugen von einem gewissen Maß der Übernahme keltischer Kultur- und Sprachelemente durch während und nach der Völkerwanderungszeit neu entstehende Bevölkerungsgruppen. Daraus jedoch auf eine bis heute anhaltende Kontinuität einer keltischen Bevölkerung in diesen Regionen zu schließen wäre wohl zu hoch gegriffen.

Anmerkungen zur antiken Quellenlage

Texte

Die Kelten vermieden es vermutlich sehr bewusst, gesellschaftliche, religiöse oder ihre Tradition betreffende Inhalte schriftlich festzuhalten. Inhalte und Informationen scheinen bei den Kelten bewusst mündlich weitergegeben worden zu sein. Die hohen Fertigkeiten der Kelten in der Kunst Inhalte mündlich zu tradieren, sowie die latente Schriftfeindlichkeit der Kelten sind durch mehrere antike Autoren, so auch durch Caesar belegt. Andererseits gibt es vor allem für die Spätlatènezeit, sowohl eine Reihe von kurzen Inschriften in griechischer Schrift als auch archäologische Nachweise von Schreibgerät aus den spätlatènezeitlichen Oppida. Zumindest für die keltische Oberschicht muss daher ein gewisses Maß an Schriftlichkeit – besonders in wirtschaftlichen Belangen – und eventuelle Fremdsprachenkenntnisse, angenommen werden.

Von der üblichen Schriftlosigkeit der keltischen Sprachen gab es nur wenige Ausnahmen:

Die spätantike bzw. frühmittelalterliche Ogham-Schrift, die z. B. von irischen Grab- und Grenzsteinen des 4. bis 7. Jahrhunderts n. Chr. bekannt ist, scheint nur wenigen Eingeweihten bekannt gewesen zu sein und nur begrenzte Aussagemöglichkeiten gehabt zu haben.

Die Kelten in Noricum verfügten, wie man heute weiß, über eine eigenständige, offensichtlich dem etruskischen nahestehende Schrift (von rechts nach links geschrieben), von der insbesondere in der Ausgrabungsstätte Magdalensberg [2] Funde gemacht wurden. Aber schon vor der römischen Besetzung (15 v. Chr.) ist in Sprache und Schrift das römische Latein als dominierend anzusehen.

Wegen des Mangels an eigenen Schriftdokumenten beruhen die Kenntnisse über die Kelten auf teils sehr problematischen Quellen der Geschichtsschreibung ihrer mediterranen Nachbarn (antikes Griechenland, Römisches Reich) sowie auf archäologischen Funden.

Archäologie

Der Keltenfürst vom Glauberg (Detail)

Zahlreiche archäologische Funde in Mitteleuropa vermitteln uns ein lebendiges Bild der Kultur der antiken Kelten.

Die älteren Informationen über die Kultur und Handelsbeziehungen der Kelten stammen aus den überaus reich ausgestatteten Hügelgräbern der späten Hallstatt- und frühen Latènezeit. Diese so genannten Prunk- oder Fürstengräber sind Grabstätten gesellschaftlich hochgestellter Toter und enthalten meist reiche Grabbeigaben. Häufig wurden die Toten dabei auf Wagen liegend bestattet, deren Überreste wir den größten Teil des heutigen Wissens über den hohen Stand des keltischen Wagenbaus verdanken. Daneben sind auch Bestattungen auf bronzenen Klinen (Hochdorf), eine Art Sofa bekannt. Neben Männerbestattungen existieren vor allem in der späten Hallstatt- und frühen Latènezeit reich ausgestattete Fürsten-Gräber von Frauen. Daneben sind zahlreiche weitere Funde aus weniger reich ausgestatteten Hügel- oder Flachgräberfeldern und kleineren Siedlungen bekannt. Am Glauberg bei Glauburg in Hessen am Ostrand der Wetterau entstand im 5 Jh. v. Chr. ein überregional bedeutendes Zentrum der Kelten. Dort scheint eine europaweit einzigartiger Anlage eines keltischen Kalenderbauwerks nachgewiesen zu sein [3]

Die keltische Kultur gipfelte in den als besonders „typisch“ erscheinenden sogenannte Oppida, d. h. großen, befestigten (Höhen)siedlungen im gesamten keltischen Gebiet. In Süddeutschland sind die Viereckschanzen als Bodendenkmäler der Zeit heute häufig noch im Gelände zu sehen. Letztere hatten nach heutigem Forschungsstand wahrscheinlich mehrere Funktionen (Religion/Kult, Befestigung, Einfriedung für Gehöfte, et.), waren aber in erster Linie umhegte Gehöfte.

Siehe auch:

Gesellschaft

Die Einblicke, welche antike Autoren in den Aufbau der keltischen Gesellschaft geben, sind eher gering.

Aus den Fürstengräbern der späten Hallstattzeit wie auch aus Julius Caesars Schrift De Bello Gallico (Vom gallischen Krieg) ist zumindest für den Westhallstattkreis zu schließen, dass die Gesellschaft in lokale und regionale Einheiten gegliedert war, welche eine mehr oder minder stark strukturierte Hierarchie aufwiesen. An der Spitze der Gesellschaft standen herausragende Persönlichkeiten, sog. Fürsten, welche wohl große Bauvorhaben anordneten und kontrollierten. Daneben pflegten diese Fürsten weitgespannte Kontakte zu anderen Fürsten und kontrollierten den Fernhandel. Aufgrund genetischer Analysen und antiker Quellen aus der Spätlatènezeit ist überliefert, dass Führungspositionen nicht vererbt, sondern zumindest bei manchen Stämmen, wie zum Beispiel bei den Haeduern in Ostfrankreich, Ämter und damit gesellschaftlich hochstehende Positionen durch Wahlen vergeben wurden.

Sowohl für die späte Hallstattzeit, wie auch für die La-Tène-Zeit sind zwar weiträumige Beziehungen, für die Spätlatènezeit durch antike Autoren auch lockere, weit ausgreifende politische Strukturen belegt. Diese bildeten aber zu keiner Zeit die Grundlage für ein gemeinsames Bewusstsein als Ethnie oder ein dauerhaftes, zusammenhängendes politisches Gebilde.

Druiden, Basrelief aus Autun

Druiden

Durch spätantike Autoren sind mehrere geistige und spirituelle Führer belegt, welche den oberen Gesellschaftsschichten entstammten. Diese Personen werden als Druiden bezeichnet und bildeten nach antiken Autoren den keltische Priesterstand. Um das Druidentum ohne moderne (verstellende) Esoterik zu beschreiben, soll hier der Originaltext verwendet werden. Caesar schreibt u. a.: „Den Druiden obliegen die Angelegenheiten des Kultus, sie richten die öffentlichen und privaten Opfer aus und interpretieren die religiösen Vorschriften. Eine große Zahl von jungen Männern sammelt sich bei ihnen zum Unterricht, und sie stehen bei den Galliern in großen Ehren.“ (Caesar: De bello gallico, VI, 13). Überhaupt bescheinigte Caesar den Kelten eine tiefe Religiosität (Caesar, De bello gallico, VI, 16).

Die Druiden bildeten gleichsam eine intellektuell und religiös hochgebildete Oberschicht des keltischen Gesellschaftssystems. Von den antiken Quellen und überlieferten Mythen keltischen Ursprungs wissen wir über deren Machtstellung auch gegenüber der zumeist aus der gleichen Oberschicht stammenden Fürsten. Die Ausbildung zum Druiden dauerte extrem lange, nach Caesar gelegentlich bis zu zwanzig Jahre: „Die Druiden nehmen in der Regel nicht am Krieg teil und zahlen auch nicht wie die Übrigen Steuern. […] Diese großen Vergünstigungen veranlassen viele, sich aus freien Stücken in ihre Lehre einweihen zu lassen, oder ihre Eltern und Verwandte schicken sie zu den Druiden. Wie es heißt, lernen sie dort eine große Zahl von Versen auswendig. Daher bleiben einige 20 Jahre lang im Unterricht.“ (Caesar, De bello gallico, VI, 14)

Neben ihren priesterlichen Funktionen hatten die Druiden aber auch durchaus weltliche Pflichten und Privilegien. Ihnen oblag die Rolle des Lehrers, Mediziners, Naturforschers und Richters. Laut Caesar (VII 33,3) war die Exkommunikation (d. h. der Ausschluss von den Opferbräuchen) die schwerste der denkbaren Strafen. Die Druiden seien für ihre Gerechtigkeit bekannt, rühmte Strabon (IV, 4,4).

In Wales, welches jedoch nur eingeschränkt als keltisch bezeichnet werden kann, soll es auch weibliche Druiden gegeben haben. Diese Angaben stammen aber aus wesentlich jüngeren, spätmittelalterlichen Quellen. (Solin)

Bei Fragen der keltischen Religion ist bei modernen Veröffentlichungen (wenn sie nicht archäologisch ausgerichtet sind) Vorsicht geboten, da moderne esoterische Bewegungen sich gerne mit dem Prädikat keltisch schmücken, ohne dass tatsächlich keltische Bezüge bestehen. Siehe auch Keltische Kirche, Keltische Götter, Keltischer Kalender

Relief von einem Grabmonument: Porträt einer Keltin mit Schmuck und der damals üblichen Kopfbedeckung (Außenwand der Kirche in Lendorf in Klagenfurt, Kärnten, Österreich)
Relief von einem Grabmonument: Porträt einer Keltin mit der einheimischen Kopfbedeckung (Lapidarium des Landesmuseums in Klagenfurt, Kärnten, Österreich)

Rolle der Frau

Obwohl Frauen in hohem Ansehen standen und offensichtlich alle hohen Ränge einnehmen konnten, war die keltische Gesellschaft insgesamt stark patriarchal organisiert. Die bekannteste, von antiken Autoren genannte Keltin war Boudicca, Anführerin der Icener (Britannien), welche den Aufstand gegen die römische Besatzung in den Jahren 60/61 n. Chr. anführte, sowie Cartimandua, „Königin“ der Briganten, die 77 n. Chr. von Agricola besiegt wurden.

Religion

Hauptartikel: Keltische Mythologie

Es sind kaum antike Belege zum Glauben der Kelten bekannt. Überdies glichen antike Autoren nach der üblichen Interpretatio Romana die keltischen Götter und Kulte den eigenen, römischen an. Das heißt, dass den keltischen Göttern, je nach ihrer Zuständigkeit römische Interpretationen und Götternamen gleichgeordnet wurden, und somit Aussagen zur ursprünglichen Funktion, Mythos und Kult der keltischen Götterwelt schwierig sind. Beispiele für Gleichsetzungen: Teutates (u. a.) wurde z. B. Merkur, Cernunnos dem Jupiter, Grannus dem Apollo und Lenus dem Mars gleichgeordnet, usw. Durch die unterschiedlichen religiösen Vorstellungen in verschiedenen Regionen (sowohl bei Römern als auch bei Kelten) konnten diese Re-Interpretationen bei ein und demselben Vorbild mehrere römische Patengöttern aufweisen, wodurch dieselben römischen Götter in unterschiedlichen Regionen mit verschiedenen keltischen Beinamen erscheinen, aber auch dieselben keltischen Götter unterschiedlichen römischen zugeordnet wurden.

Landwirtschaft und Ernährung

Die keltische Wirtschaft basierte auf Ackerbau und Viehzucht. Auf kleinen, umzäunten Äckern wurden Getreide (Emmer, Dinkel, Gerste, Hirse) und Leguminosen (Saubohnen, Erbsen, Linsen) angebaut. Als Gemüse wurden unter anderem Löwenzahn, Brennnessel, Rübe, Rettich, Sellerie, Zwiebel und Kohl verzehrt. Aus archäologischen Funden (Speiseresten) in Hallstatt lässt sich etwa ablesen, dass die Kelten ein noch heute in Österreich übliches Gericht gegessen haben, Ritschert, einen Eintopf aus Rollgerste und Bohnen.

Da das lateinische Wort für Bier (cervisia) ein keltisches Lehnwort ist, wird vermutet, dass die Kelten das Brauen beherrschten. Römische Autoren beschreiben das Getränk allerdings mit deutlichem Abscheu. In Hochdorf und dem Glauberg ist Met archäologisch nachgewiesen (Pollenfunde).

Wichtigstes Haustier war das Rind, welches neben der Lieferung von Fleisch, Milch (Käse) und Leder auch unabdingbar bei der Ackerbestellung war. Daneben wurden Schafe (Wolle) und Schweine gehalten; Hunde kannte man ebenfalls als Nutztiere (Hütehunde und Jagdhunde). Pferde waren ein Statussymbol und bei Kriegszügen wichtig und wurden wahrscheinlich von einigen Stämmen intensiver gezüchtet.

Technik

Von Bedeutung für die keltische Wirtschaft war auch der Bergbau. Bergbau auf Salz ist eindeutig nachgewiesen. Eisengewinnung und -verhüttung ist zu vermuten. Durch spätere Abbautätigkeit fehlen hier aber aus den Abbaugebieten meist die letzten Beweise eines eisenzeitlichen Erzabbaus.

Vorreiter waren die Kelten bei der Weiterentwicklung des Wagens. Sie erfanden Drehschemellenkung und Federung. Auch in der Metallurgie, vor allem bei der Erzeugung von Damaszenerstahl waren sie den Römern anfangs weit überlegen. Vermutlich übernahmen sie auf diesen Feldern verschiedene Fähigkeiten von den Etruskern und Skythen. Lange Zeit bildeten Importe von Waffen, insbesondere Schwertern aus keltischer Produktion einen festen Bestandteil der Bewaffnung römischer Truppen. Daneben übernahmen die Römer im Wagenbau nicht nur technische Details, sondern vermutlich auch einzelne Begriffe des Wagenbaus von ihnen.

Handel

keltische Silbermünze vom Dünsberg, so genanntes Tanzendes Männlein. Replikat

Grabfunde belegen den ausgedehnten Handel der Kelten mit allen Völkern des antiken Europa. Exportiert wurden u. a. Eisen, Zinn, Salz, Holz, Flachs, Wolle, Waffen, Werkzeuge, Prunkwagen, Textilien, Schuhe. Importiert wurden vor allem Glas, Wein und andere Luxusgüter aus dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten.

Die keltischen Stämme auf dem Kontinent übernahmen das Geldwesen von Griechen und Römern, prägten aber ab Ende des 3. Jh. v. Chr. eigene Goldmünzen. Die frühen Goldmünzen dienten zunächst wahrscheinlich lediglich dem Informationsaustausch. Spätestens zu Beginn des 1. Jahrhunderts v. Chr. war zumindest die westliche (gallische) Oppidakultur zur Drei-Metall-Währung übergegangen. Das heißt, es wurden neben Gold- auch Silber- und Potinmünzen geprägt. Silbermünzen scheinen dabei für den überregionalen Austausch genutzt worden zu sein, während Potinmünzen als Kleingeld dem örtlichen und regionalen Handel dienten.

Für weitere Einzelheiten siehe auch den Hauptartikel Keltisches Münzwesen.

Siedlungen

Rekonstruktion eines Keltendorfes bei Steinbach am Donnersberg

Entlang der wichtigsten Handelsstraßen entstanden ab Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. keltische Oppida, das sind befestigte städtische Siedlungen. Durch jahrzehntelange Ausgrabungen in mehreren Ländern sind einige Oppida heute besser erforscht. Dazu gehören unter anderem:

In einigen dieser Oppida dauern die Ausgrabungen weiterhin an. Aus zahlreichen weiteren Stätten dieser Art liegen Ergebnisse aus kleineren Grabungskampagnen vor. Das populäre Bild eines keltischen Oppidums wird jedoch im Wesentlichen durch die Ergebnisse in Tschechien, Manching und Bibracte geprägt.

Kunst und Kultur

Bildende Kunst

Als uneingeschränkt keltisch, d. h. auf die historisch belegten Kelten zurückzuführen, sind die Kunststile der La-Tène-Zeit, deren Erforschung besonders mit den Namen der beiden Archäologen Paul Jacobsthal und Otto-Herman Frey verbunden ist. Sie entwickelten sich ab Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr. aus mediterranen Vorbildern, die von den keltischen Kunstschaffenden relativ frei interpretiert, zerlegt und zu einem ganz eigenen Form- und Kunstausdruck synthetisiert wurden. Ein gewisser Einfluss der Kimmerer und Skythen könnte bestanden haben. Die deutlichsten Vorbilder sind aber in der orientalisierenden Kunst der Griechen und Etrusker zu finden sind, die ihrerseits Vorbilder im Orient, z. B. dem Iran, gehabt zu haben scheinen.

Siehe auch Keltische Kunst

Literatur

Die Literatur und Mythologie der eisenzeitlichen Kelten ist unbekannt. Es wird gelegentlich – nur selten von archäologischer Seite – die These vertreten, dass Reste festlandkeltischer Überlieferungen in die britischen Erzählungen des frühen und hohen Mittelalters eingegangen sein könnten, darunter vielleicht auch Teile der Artussage, die aber vermutlich ihren Kern erst in spätantiker, frühchristlicher Zeit hat, als die Randzonen des Römischen Reiches in Bewegung gerieten.

Von den Inselkelten sind Mythen in verschiedenen Zyklen überliefert: der Fionn-Zyklus (handelt von dem irischen Helden Finn), der Ulster-Zyklus (in erster Linie die Geschichte zweier kämpfender Stiere), die vier Zweige des Mabinogi (von Pryderis Lebensgeschichte) und der mythologische Zyklus.

Musik

Dass die Kelten musizierten, ist zwar durch Texte griechischer Schriftsteller belegt, Art, Harmonie und Klang sind jedoch verloren gegangen. Von archäologischen Funden und von Darstellungen auf römischen Reliefs kennt man das Aussehen der Carnyx, einer Art Trompete. Verschiedene keltische Münzen bilden Saiteninstrumente ab, die den antiken griechischen Instrumenten Lyra und Kithara ähneln. Die Statue eines Mannes mit einem derartigen Saiteninstrument in den Händen wurde 1988 bei Ausgrabungen in der keltischen Festung von Paule-Saint-Symphorien in der Bretagne gefunden. Die heute als keltisch bezeichnete Musik wurde erst ab dem 17. Jahrhundert niedergeschrieben. Es handelt sich um die traditionelle Musik Irlands, Schottlands und der Bretagne, aber auch von Auswanderern aus diesen Gebieten wie z. B. auf Cape Breton (Kanada). Ob es sich dabei allerdings um Überreste der Musik der historischen Kelten handelt muss stark bezweifelt werden.

Keltische Stämme

Aus verschiedenen antiken Quellen sind mehrere keltische Stammesnamen, sowie deren ungefähres Siedlungsgebiet überliefert. Die wichtigste antike Quelle keltischer Stammesnamen stellen die Beschreibungen keltischer Stämme im bello gallico (Gallischer Krieg) Julius Caesars dar. Eine genaue Lokalisierung der Stämme und Eingrenzung des antiken Siedlungsgebietes der Kelten ist jedoch aufgrund der häufig verwirrenden Ortsangaben und meist völlig ungenügenden Sachkenntnisse der (meist aus dem Mittelmeerraum stammenden) antiken Autoren schwierig. So hat sich z. B. die von Caesar durchgeführte Trennung in Germanen (östlich des Rheins) und Kelten bzw. Gallier (westlich des Rheins) aufgrund archäologischer Erkenntnisse als völlig unzutreffend erwiesen. Zahlreiche in der Literatur genannte, angeblich keltische Stammesnamen, welche aufgrund von angeblichen Namensbestanteilen in Orts und Flußnamen mit „keltischen“ Wörtern rekonstruiert wurden, sind jedoch auch Erfindungen des 19. Jahrhunderts, in dem, vor allem in Frankreich eine wahre Gallio-manie ausbrach und jede Stadt plötzlich auf die Gründung durch einen keltischen Stamm zurückgehen wollte.

Die gallischen Stämme, zusammenfassend unter Gallier geführt, besiedelten das heutige Frankreich, Teile der Schweiz, Luxemburg, das südöstliche Belgien, das Saarland und Teile des linksrheinischen Rheinland-Pfalz sowie Teile Hessens. Dabei werden die nördlichen Stämme bei Caesar als Belger bezeichnet, wobei insbesondere Gebiete im heutigen Belgien sowie in der Eifel hier in Frage kommen (z. B. die Leuker).

Im heutigen Frankreich und in den angrenzenden Gebieten Belgiens und Deutschlands waren es insbesondere die Allobroger (Savoyen und Dauphiné), die Ambianer (bei Amiens), die Arverner (Auvergne), die Bituriger (bei Bourges), die Cenomanen (Seine-Loire-Gebiet, sowie teilweise in Norditalien), die Eburonen (Eifel, Ardennen), die Häduer (Bourgogne, um Autun und Mont Beuvray (Bibracte)), die Mediomatriker (Region um Metz, Teile des Saarlandes), die Menapier, die Moriner, die Parisier (Zentralbritannien und Gallien/Paris?), die Senonen (bei Sens, sowie in Norditalien), die Sequaner, die Remer, die Treverer (im Moselraum, ab der Maas über Trier bis zum Rhein), die Veneter (an der Loire-Mündung), die Viromanduer (bei Vermandois), die Santonen in der heutigen Saintonge um die Stadt Saintes, und eine Reihe anderer Stämme, die bei Caesar genannt wurden.

Für die angeblich „keltisch“ sprechenden Bretonen im äußersten Nordwesten Frankreichs, wurde aufgrund einer sprachwissenschaftlichen Fehlzuschreibung des 18. Jahrhunderts (s. Kapitel Sprache) lange angenommen, sie stammten von Inselkelten ab, die im 5. und 6. Jh. vor der angelsächsischen Invasion geflohen seien. Inzwischen ist diese Deutung stark umstritten.

In Bayern, Baden, Württemberg und der heutigen Schweiz fand sich die Gruppe der Helvetier, u. a. mit den Gauen der Tiguriner und Toygener, außerdem der Stamm der Vindeliker im heutigen Oberbayern, Bayrisch Schwaben (Augsburg = Augusta Vindelicorum als römische Stadt: Hauptort der Vindeliker), Oberschwaben und um Manching sowie die Boier in Ober- und Niederbayern. Die Noriker in Österreich und in Oberbayern, südlich des Inns, die Likater um den Lech in Oberbayern und Schwaben.

Im Süden des gallischen Gebietes, in Norditalien, saßen die Insubrer, im Norden die Nervier und Belger, die teilweise auch in Britannien vorzufinden waren.

In Nordspanien die Gallicier und die Asturen, im heutigen Portugal die Lusitaner.

Die auf dem Balkan angesiedelten Kelten werden als Donaukelten zusammengefasst.

Die Galater drangen bis nach Asien vor und siedelten im Gebiet der heutigen Türkei.

Siehe auch: Liste der keltischen Stämme

Rezeptionsgeschichte

Politik

Die Berufung auf die Kelten in Frankreich, aber auch in Irland, Wales, Schottland und der Bretagne zeigt, wie in der Neuzeit versucht wird, die Vergangenheit als traditionsstiftend für moderne Nationen zu nutzen. Dabei wird die historische Realität nicht selten extrem verfälscht.

Briefmarken

Diller überreicht ein „rotes Album“

Das deutsche Sonderpostwertzeichen Keltenfürst vom Glauberg (144 Cent, Auflage: 17 Millionen, Grafiker: Werner Schmidt, Frankfurt am Main) aus der Serie Archäologie in Deutschland wurde am 7. Januar 2005 durch den parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen Karl Diller, (MdB), in Büdingen vorgestellt.

Zwei Briefmarken mit keltischen Exponaten wurden im Rahmen einer archäologischen Serie 1976 herausgegeben. Die Motive waren die goldverzierte Schale aus dem Fürstengrab von Schwarzenbach (Nonnweiler) und der silberne Halsring von Epfendorf-Trichtingen.

Comics: Asterix und Obelix

Hauptartikel: Asterix

Die Asterix-Comicgeschichten handeln überwiegend vom Konflikt der Gallier mit den Römern. Dabei werden eigentlich nicht historische Tatsachen geschildert, vielmehr bilden Erinnerungen aus dem Latein- und Geschichtsunterricht – zuallererst Caesars De bello Gallico und der Freiheitskampf der Gallier unter der Führung des Vercingetorix – ebenso wie (schein-)historische Legenden und Klischees – so die von keltischen Barden und Druiden – lediglich Anknüpfungspunkte für fiktive (sehr umfangreiche) Abenteuer in (deshalb „Comic“:) „komischer“ Absicht, mit alltäglichen (Situationskomik, Klamauk) ebenso wie mit aktuellen oder geschichtlichen etc. Gegenständen, die eben karikiert werden. Das mythisch-keltische Motiv kommt stets im Dorfdruiden Miraculix zum Ausdruck, der seinen Stammesgenossen durch einen Zaubertrank übermenschliche Kräfte für die Dauer einer Prügelei verleiht (eine Karikatur von Superman und dem nordgermanischen mythischen Topos der Berserker, deren abnormer Zustand durch Giftpilze hervorgerufen worden sein könnte), und das letzte Bild einer jeden Episode zeigt ein Festmahl des letzten freien gallischen Dorfs zu Ehren seiner Helden Asterix (vgl. Asterisk) und Obelix (vgl. Obelisk, Spiel mit dem Namen des Vercingetorix gemäß lateinischer Überlieferung)[4], wobei man sich vor der „Kunst“ des Dorfbarden Troubadix schützt, indem man ihn fesselt und knebelt. Bildnisse des Vercingetorix (als „ur-französischem Nationalheld“) bzw. ein römischer Denar von 48 v. Chr., der einen Gallier (vermutlich Vercingetorix) zeigt, sind Vorlage für die Haar- und Barttracht der „komischen“ Gallier.

Siehe auch

Themen    Archäologische Stätten    Museen

Einzelnachweise

  1. Helmut Birkhan: Keltische Religion, In: Handbuch der Religionswissenschaft. S. 222.
  2. Archäologischer Park Magdalensberg
  3. Rekonstruktion eines keltischen Kalenderbauwerks am Glauberg
  4. Die keltische Endsilbe „-rix“ steht laut Artikel Asterix für „König“.

Literatur

  • Dorothee Ade, Andreas Willmy: Die Kelten. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2115-2.
  • Jörg Biel, Sabine Rieckhoff (Hrsg.): Die Kelten in Deutschland. Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1367-4.
  • Helmut Birkhan: Kelten. Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur. 2. Auflage. Wien 1997, ISBN 3-7001-2609-3.
  • Helmut Birkhan: Keltische Religion, in: Handbuch der Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen, (Hrsg.) Johann Figl. Innsbruck – Wien – Göttingen 2003.
  • Jean-Jacques-Henri Boudet: Die Wahre Sprache der Kelten und der Kromleck von Rennes-les-Bains, dt. Übersetzung (Hrsg.) Olaf Jacobskötter, April 2007, ISBN 978-3-00-021219-2
  • Jean-Louis Brunaux: Les religions gauloises. Errance, Paris 2000 (= Nouvelles approches sur les rituels celtiques de la Gaule indépendante).
  • Rheinisches Landesmuseum Trier (Hrsg.): Hundert Meisterwerke keltischer Kunst. Trier 1992, ISBN 3-923319-20-7
  • Barry Cunliffe: Die Kelten und ihre Geschichte. München 2004, ISBN 3-7857-0506-9.
  • Hermann Dannheimer, Rupert Gebhard: Das keltische Jahrtausend. Mainz am Rhein 1993, ISBN 3-8053-1514-7 (teilweise veraltet)
  • Alexander Demandt: Die Kelten. 7. Auflage. C. H. Beck, München 2007, ISBN 3-406-44798-8 (C. H. Beck Wissen).
  • Myles Dillon, Nora Kershaw Chadwick: Die Kelten. Von der Vorgeschichte bis zum Normanneneinfall. Zürich 1966. (veraltet)
  • Janine Fries-Knoblach: Die Kelten. 3000 Jahre europäischer Kultur und Geschichte. Stuttgart 2002, ISBN 3-17-015921-6.
  • Alfred Haffner (Hrsg.): Heiligtümer und Opferkulte der Kelten. Stuttgart 1995, ISBN 3-933203-37-6.
  • Martin Kuckenburg: Die Kelten in Mitteleuropa. Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1593-6.
  • Johannes Lehmann: Teutates & Konsorten. Reise zu den Kelten in Südwestdeutschland. Tübingen 2006, ISBN 978-3-87407-693-7.
  • Bernhard Maier: Die Kelten. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 2000, ISBN 3-406-46094-1.
  • Bernhard Maier: Die Religion der Kelten. Götter, Mythen, Weltbild. München 2001, ISBN 3-406-48234-1.
  • Anne Ross: Pagan Celtic Britain. London 1974, ISBN 0-351-18051-6.
  • Konrad Spindler: Die frühen Kelten. 3. Auflage. Reclam, Stuttgart 1996, ISBN 3-15-010323-1. (teilweise veraltet)
  • Stefan Zimmer (Hrsg.): Die Kelten. Mythos und Wirklichkeit. Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1908-7.

Weblinks

Keltologie

Museen und Grabungen


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