Kenneth Arrow


Kenneth Arrow
Kenneth Arrow

Kenneth Joseph Arrow (* 23. August 1921 in New York City) ist ein US-amerikanischer Ökonom. 1972 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften gemeinsam mit John Richard Hicks.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Arrow ist emeritierter Professor an der Stanford University.

1986 erhielt er den John-von-Neumann-Theorie-Preis.

Unmöglichkeitstheorem

1951 veröffentlichte Arrow das nach ihm benannte Arrow-Theorem im Rahmen seiner Doktorarbeit Social Choice and Individual Values. Es zeigt auf, dass es unmöglich ist, ein Regelwerk aufzustellen, nach dem man gesellschaftliche Entscheidungen über eine Anzahl vernünftiger Kriterien fällt.

Das Unmöglichkeitstheorem steht am Anfang der modernen Sozialwahltheorie, die sich mit den Möglichkeiten, Voraussetzungen und Grenzen befasst, wie kollektive Entscheidungen auf der Basis individueller Präferenzen bzw. Wertvorstellungen zu treffen sind.

Arrow versuchte im Gegensatz zu früheren Forschungen nicht, ein konkretes Entscheidungsverfahren auszuarbeiten, sondern postulierte bestimmte Kriterien, die ein akzeptables bzw. sinnvolles Entscheidungsverfahren erfüllen müsste und versuchte, durch diese Axiomatisierung die Anzahl der grundsätzlich in Frage kommenden Verfahren einzugrenzen, auf die sich dann weitergehende Untersuchungen konzentrieren könnten.

Überraschenderweise stellte sich jedoch heraus, dass schon einige wenige, sinnvoll und harmlos erscheinende Bedingungen (wie z. B. das schwache Paretoprinzip und das Verbot einer absoluten Diktatur) nicht miteinander vereinbar waren, also kein derartiges Verfahren existierte – und so natürlich mit Sicherheit auch kein Verfahren, an das weitergehende Anforderungen gestellt würden.

Fortgesetzt wurden die Forschungen auf diesem Gebiet unter anderem von Amartya Sen.

Nobelpreis

Den Nobelpreis erhielt Arrow für seine Analysen zur Möglichkeit wirtschaftlicher Gleichgewichtszustände sowie seine Einführung und erfolgreiche Anwendung komplexer mathematischer Methoden in die Wirtschaftswissenschaft.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Kapitaltheorie als Erweiterung der Werttheorie. Verlag Wirtschaft und Finanzen, Köln 1997, ISBN 3-87881-119-5.
  • Wo Organisation endet.: Management an der Grenze des Machbaren. Gabler, Wiesbaden 1987, ISBN 3-409-96571-8.

Siehe auch

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