Kibo (Berg)


Kibo (Berg)

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Kibo
Der Kibo im Kilimandscharo-Massiv

Der Kibo im Kilimandscharo-Massiv

Höhe 5.895 m
Lage Tansania, Ostafrika
Gebirge Kilimandscharo-Massiv
Dominanz 5.509,7 km → Kuh-e Shashgal[1]
Schartenhöhe 5.885 m ↓ Suezkanal[1]
Geographische Lage 3° 3′ 54″ S, 37° 21′ 33″ O-3.065052777777837.3590305555565895Koordinaten: 3° 3′ 54″ S, 37° 21′ 33″ O
Kibo (Berg) (Tansania)
Kibo (Berg)
Typ Schichtvulkan
Besonderheiten Höchster Berg Afrikas,
Weltnaturerbe (UNESCO - 1987)

Der Kibo (Swahili, deutsch: „Der Helle“) ist mit 5.895 m der höchste Berg Afrikas und zählt somit zu den Seven Summits. Er befindet sich im Kilimandscharo-Massiv, dem höchsten Bergmassiv des Kontinents. Oft wird als Bezeichnung für den höchsten Berg Afrikas der Name Kilimandscharo verwendet, was aber topografisch nicht korrekt ist, da dies der Name des gesamten Hochgebirges ist.

Der Kibo ist ein Teil des Weltnaturerbes, zu dem das Kilimandscharo-Massiv 1987 von der UNESCO erklärt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Kibo befindet sich etwa 340 Kilometer südlich des Äquators im Nordosten von Tansania. Er ist der höchste der drei ruhenden Vulkane (nur mit fumarolischer Aktivität) des Kilimandscharo-Massivs, das sich am Rand des östlichen Asts (Eastern Rift) des Ostafrikanischen Grabens im Kilimandscharo Nationalpark befindet. Sein höchster Gipfel wird Uhuru Peak genannt (Uhuru (Swahili), deutsch: „Freiheit“).[2]

Der Kibo befindet sich rund 10 Kilometer westlich des Mawenzi (5.148 m), mit dem er durch einen durchschnittlich etwa 4.300 m hohen Sattel verbunden ist. Über diesen weit ausgedehnten Sattel, auf dem meist eine öde Frostschuttwüste vorherrscht, ragt sein Gipfel 1.598 m empor. In Richtung Westen fällt das Gelände zum plateauartigen Shira (3.962 m) ab, der ungefähr 15 Kilometer vom Kibo entfernt ist.

Landschaftsbild

Der Kibo (zwischen 1906 und 1918)

Die Gipfelregionen am Kibo sind noch teilweise vergletschert, wobei die Reste der Eiskappe aufgrund der weiterhin fortschreitenden globalen Erwärmung immer kleiner werden (siehe hierzu auch Landschaftsbild am Kilimandscharo). Es wurde prognostiziert, dass das Eis am Kilimandscharo in den kommenden Jahrzehnten abschmelzen wird.[3]

Auf dem weitläufigen Gipfel befindet sich der 1,9 mal 2,4 Kilometer große Kibo-Krater, in dem sich auch die Frostschuttwüste eingegraben hat und teils von Eis- und Firnbereichen erfüllt ist. Innerhalb dieses Kraters liegt die Inner Cone, der bis 5.835 m hohe Kraterrand des Reusch Kraters, der etwa 800 Meter Durchmesser aufweist und rund 200 Meter tief ist.

Bergsteigen

Die Besteigung des Kibo bzw. des Uhuru Peak bietet dem Bergsteiger nur geringe technische Schwierigkeiten. Üblicherweise werden für Auf- und Abstieg fünf Tage gerechnet. Es ist empfehlenswert, um eine minimale Höhenanpassung zu erreichen, ein bis zwei weitere Tage einzuplanen. Der Aufstieg ist gebührenpflichtig; zudem ist die Beauftragung eines Dschagga-Führers sowie die Beschäftigung einheimischer Träger vorgeschrieben. Der Weg zum Gipfel führt meistens über die Marangu-Route (siehe hierzu auch Bergsteigen am Kilimandscharo).

Gipfel

Satellitenbild des Kilimandscharo-Massivs mit dem weißen Eis- und Schneefleck des Kibo in der Bildmitte
Schildkombination 1 am Uhuru Peak

Die höchste Stelle auf dem Kibo ist der am südwestlichen Kraterrand gelegene Uhuru Peak, der zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft Kaiser-Wilhelm-Spitze hieß und der höchste Berg des Deutschen Reiches war.

Auf dem Uhuru Peak stehen Holzschilder, auf denen in gelben Großbuchstaben zu lesen ist:

Schildkombination 1:

CONGRATULATIONS
YOU ARE NOW AT
UHURU PEAK, TANZANIA, 5895 M. AMSL¹
AFRICA’S HIGHEST POINT
WORLD’S HIGHEST FREE-STANDING MOUNTAIN
ONE OF THE WORLD’S LARGEST VOLCANOES
WELCOME

Schild 2:

HERE YOU ARE AT THE UHURU PEAK
THE HIGHEST POINT IN AFRICA
ALTITUDE 5.895 M AMSL¹

¹ AMSL = above mean sea level = Höhe über dem Meeresspiegel

Quellen

  1. a b Kibo bei Peakbagger.com (englisch)
  2. Monographie: Kilimanjaro, Tanzania
  3. Brian Vastag: The melting snows of Kilimanjaro. In: Nature. 2. November 2009, doi:10.1038/news.2009.1055.

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