Kirch Kogel


Kirch Kogel
53.65023212.159147
Kirch Kogel (Mecklenburg-Vorpommern)
Kirch Kogel
Kirch Kogel

Kirch Kogel ist ein Ortsteil der Gemeinde Reimershagen im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern und liegt am Rande des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide. Das Amt Güstrow-Land mit Sitz in Güstrow regelt die Verwaltung.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Kirch Kogel liegt in der Mecklenburgischen Seenplatte inmitten eines waldigen Gebietes, unmittelbar am Nordrand des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide. Vom westlichen Ortsrand führt ein Landweg über Kleesten zum Kloster Dobbertin. Das dünn besiedelte Großschutzgebiet liegt zwischen den Kleinstädten Goldberg, Krakow am See, Malchow und der Müritz. Die größeren Seen, ausgedehnte Sanderflächen, Moore, Heide und die Quellgebiete der Nebel und Mildenitz sind Merkmale dieser Landschaft.

Geschichte

Kopfsteingepflasterte Straße in Kirch Kogel

Mit Kirch Kogel wurde auch das Nachbardorf Rum Kogel erstmals am 31. März 1303 urkundlich erwähnt.[1] Der Ritter Bernhard von Bellin, dessen Vorfahren die Lokatoren dieser Region waren, erhielt die Gerichtsbarkeit und Bede aus den Dörfern zu Reimershagen, Jellen, Suckwitz mit fünf Hufen, Kirch Kogel, Groß- (Rum) Kogel, Groß- und Klein Breesen sowie die Cowale Mühle. Auf dem Situations-Plan von 1792 ist die Mühle mit 65 Fuß Länge und die Scheune mit 45 Fuß Länge am Mühlenteich verzeichnet.[2] Diese spätere Suckwitzer Mühle stand noch 1842 auf halbem Wege zwischen beiden Orten an einem Graben, der den Brummelviz, einen kleinen See, nach Norden entwässerte. 1846 stand an dieser Stelle schon eine Schmiede mit Wohnhaus und Scheune, die nach 1945 abgebrannt ist.

Der Name wurde zu verschiedenen Zeiten Kerccowalk, Kowalek, Kerk Kowalk bzw. Deutsch Kogel geschrieben. kovalĭ wird als altslawisches Wort für Schmiede gedeutet.[3] Kirch Kogel war aber Pertinenz von Suckwitz. Um 1407 gehörtenen neben den von Bellin für kurze Zeit noch weiteren Adelsfamilien Anteile in Kirch Kogel.[4] Vikko Wusten verkaufte 1435 für 600 Lübsche Mark seinen Hof mit drei Katen in Kirch (Kerk) Kogel und die Dorfbede in Rum Kogel an Propst Mathias Weltzin, Priorin Abele Grabow und den Konvent des Klosters Dobbertin.[5] Als der damals regierende Herzog von Mecklenburg-Schwerin, Heinrich IV. dem Propst Nicolaus Behringer des Klosters Dobbertin 1440 das Patronat von Kirch Kogel verleiht, wird ausdrücklich von der Kirche zu Kerk-Kowal, belegen in der Vogtei zu Cracow, gesprochen. 1445 gehörten zur Pfarre Kirch Kogel neben dem als wüst bezeichneten Wendisch Kogel (Rum Kogel) noch die eingepfarrten Ortschaften Reimershagen, Suckwitz, und die Heidedörfer Kleesten und Jellen.

Dorf

Das südliche Territorium von Kirch Kogel reichte mit einem dreieckigen Stück in das Waldgebiet der Schwinzer Heide, noch über den Weg von Jellen nach Alt Sammit bis kurz an die Mann-Soll-Schneise. Das Waldstück wird als Kirch Kogeler Holzung bezeichnet, im Nordwesten Altes Schmiedeholz und südlich die Swinskuhle. In östlicher Richtung stand einst eine Pumpe, sie diente zum Viehtränken. Denn mitten durch die Kirch Kogeler Hölzung verlief der Milchweg für den Milchwagen zum Abfahren der Milch von den Melkplätzen auf den Waldweiden.

Aber noch immer besaßen andere Adlige Befugnisse oder Anteile in Kirch Kogel. In der Liste für die Kaiserbede von 1496 waren 24 Familien mit 53 steuerpflichtigen Personen verzeichnet. 1508 löste das Kloster Dobbertin die Passowschen Anrechte ab. Ab 1589 war der Schneider Jacob Jacobs auch Küster der Kogeler Kirche.

Vor dem Dreißigjährigen Krieg hatte das Kloster Kirch Kogel wieder veräußert. Pächter Peter Peterßen erhielt 1676 nach Mitnahme seines Viehs durch Kaiserliche Reiter diesen Raub als Kriegskosten erstattet. Schon vor 1700 war es längere Zeit ein Vorwerk von Suckwitz mit einem Vogt. Im Dorf waren Handwerker, wie der Schmied, der Weber, ein Küster, die Kuh- und Schweinehirten und ein Hüfner vorhanden. Nach dem Beichtkinderverzeichnis von 1704 waren sechs Hüfner und ein Kossate in Kogel und der Pastor bewirtschaftete ebenfalls eine Hufe. 1767 schloss Herr von Grabow auf Suckwitz einen Erbpachtvertrag über die Kirch Kogeler Pfarrländereien ab. 1777 verkauften die Gläubiger des Herren von Grabow die Ortschaft Suckwitz mit fünf Bauern und den Hof Kogel an Hans Ernst von Hardenberg zu Hannover. Für den Bau des neuen Schafstalls wurden 1784 aus der klostereigenen Ziegelei Lähnwitz 12.600 Mauerziegel angefahren. 1792 befanden sich ein Schaf- und ein Viehstall als Außenstelle von Suckwitz dort.[2] 1796 verkaufte der Geheime Legations- und Landrat Graf von Hardenberg das Lehngut Suckwitz mit Klein Breesen und Kogel an Otto von Hahn.

Alte Dorfstraße, Pfarrhaus und Scheune

Gut

Inzwischen war Kirch Kogel ein Lehngut geworden.

Besitzer des Gutes waren:

  • 1734 Levin Christoff Drews
  • 1753 Vollrath Jochim Christoph Drews
  • 1796 Kammerrath Otto Conrad von Hahn auf Charlottenthal
  • 1805 die Neffen Conrad Gottfried von Hahn aus Bremen und Heinrich Hermann von Hahn aus Hannover

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Verbindungen zwischen Suckwitz und Kirch Kogel aufgehoben, so dass ein eigenständiges Gut entstand. Die Fläche betrug etwa 700 Hektar.

  • 1806 Major Carl Wilhelm Hans von Meding kaufte das Gut in Suckwitz mit der Pertinenz Kirch Kogel von den Charlottenthaler Erben von Hahn, danach dessen Sohn
  • 1851 Georg Heinrich Blohm
  • 1856 Ludwig Fick

Da das Umsiedeln der Bauern nicht mehr möglich war, wurden in seiner Zeit die letzten drei Bauernstellen einfach auf den schlechtesten Ackerboden, die Außenschläge der Gutsfeldmark verlegt.

  • 1856 Gebrüder Fick
  • 1862 Helmut Lagemann
  • 1877 kaufte das Kloster Dobbertin das Dorf mit dem Gut zurück und die Hauswirtschaftsstellen wurden in Erbpacht gegeben.

Pächter des Klosters waren in der Folge:

  • 1878 Ernst Flint aus Glashagen, er war auch Standesbeamter, wechselte 1894 zum Klostergut nach Mühlenhof.
  • 1894 Albert Zöllner, war ebenfalls Standesbeamter, nach seinem Tode 1901 wurden seine Erben Pächter.
  • 1903 Ernst Beese zu Wilsen und seine Erben. Beese starb 1913 in Kirch Kogel.
  • 1915 Paul Buchardt, noch 1938.

Sein Vater Oeconomierat Paul Burchardt pachtete als Verwalter des Klosterguts Roez für seinen Sohn das Gut in Kirch Kogel mit 416 Hektar. Paul (der Jüngere) war verehelicht, hatte zwei Kinder und noch zwei Kinder mit dem bei ihm angestellten Kindermädchen. Auch als Dorfschulze (Bürgermeister) mit einem losen Mundwerk wurde er wegen politischer Äußerungen 1933 eingesperrt, kam aber durch weitläufige Verwandtschaft mit Göring wieder frei. Als letzter Pächter wurde er 1945 durch Angehörige der Roten Armee am Gutshaus erschossen, weil er sich schützend vor seine Frau stellte. Einige Tage später sollte er Landrat in Güstrow werden.

1945 war das Ende Kirch Kogels als Domäne und das Gut wurde aufgesiedelt. Wie auch bei Rum Kogel und Suckwitz ging die weitere Entwicklung über die LPG Typ I und die Vereinigung mit Reimershagen zur Groß-LPG Lohmen bzw. Gerdshagen.

Die ehemals recht große Gutsanlage ist in ihren groben Umrissen noch erkennbar. Südlich des Gutshauses befindet sich ein aus hellen Klinkern errichtetes Gebäude mit Flachdach, das früher ein Schafstall war. Es wurde später zur Hälfte als Wohnung umgebaut. Südöstlich steht der 1884 erbaute Speicher mit Pferdestall. In diesem Gebäude aus roten Klinkern mit einem Krüppelwalmdach befinden sich heute Wohnungen. Neben diesen ehemaligen Wirtschaftsbauten steht noch eine Scheune an der südwestlichen Seite des Gutshauses. Auf dem Hof wurde 1884 ein Brunnen mit einer eisernen Pumpe und ein Stall- und Scheunengebäude gebaut. 1885 folgte der Viehstall und 1893 wurde das baufällige Schweinehaus erneuert. 1914 ließ das Klosteramt Dobbertin noch eine neue Scheune und einen Schafstall errichten.

Gutshaus

Gutshaus

Eine Inschrift am Gutshaus weist auf das Baujahr 1840 und den Bauherrn C. W. H. v. M (eding) hin. Es steht auf einem aus Feldsteinen gemauerten hohen Kellergeschoss. Eine Freitreppe führt zur Tür des Mittelrisaliten, der zentral in den elf Achsen des Hauses liegt. Die zweiflügelige Tür wird beiderseits von je einem Fenster gerahmt. Im Unterschied zum eingeschossigen Wohnteil besitzt der Risalit ein Obergeschoss mit zweiachsiger Fenstergruppe. Erd- und Obergeschoss werden durch einen als „laufender Hund“ bezeichneten Fries und ein Lilienmotiv unterbrochen. Der Dreiecksgiebel enthält ein halbkreisförmiges Fenster und das Gesims ist mit einem Zahnschnitt verziert. Die Außenachsen des Gebäudes sind ebenfalls wie ein Risalit betont. Ein Krüppelwalmdach bildet den oberen Abschluss.

Nachdem im Haus Anfang der 1960er Jahre eine Konsum-Verkaufsstelle und 1972 ein Kindergarten untergebracht war, danach als Jugendumwelt-Bildungsstätte und Landschulheim genutzt wurde, ist es heute in Privatbesitz.

Gebäude im Dorf

Das Dorf wird von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Kirche überragt. Nördlich des Gutshauses befinden sich an der Dorfstraße noch Gutskaten mit Stallungen im Originalzustand und lassen das einstige lang gestreckte Angerdorf in seinen Umrissen noch erkennen. An einigen Giebeln sind im oberen Dreieck kleine Sandsteintafeln mit den Initialen, wie KlAD 1881 zu sehen. Das bedeutet: Klosteramt Dobbertin, erbaut 1881.

Ein schwerer Brand wütete 1874 im Dorf, einige Katen und zwei Bauernstellen wurden dabei in Asche gelegt.[2] Erst 1884 wurde auf Veranlassung des Klosteramtes das Spritzenhaus gebaut. 1894 gab es durch einen schweren Sturm starke Zerstörungen an einigen Gebäuden, die Schule mit Lehrer Popp blieben verschont. Das Dorf hatte 113 Einwohner, 1935 waren es schon 145. Erst 1905 erfolgte der An- und Umbau der Dorfschule.

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1950 wurden Rum Kogel und Suckwitz eingemeindet.[6] Am 1. Januar 1963 wurde Kirch Kogel mit Ortsteilen in die Gemeinde Groß Tessin eingegliedert, die wiederum am 2. Juli 1965 in der Stadt Krakow am See aufging. Die einstige Gemeinde wurde am 1. Januar 1982 wieder ausgegliedert, erhielt dabei jedoch den Namen Reimershagen. Kirch Kogel ist seither Ortsteil dieser Gemeinde.

Sehenswürdigkeiten

Kirche

Kirche

Die Kirche bildet das Zentrum des Dorfes und wird mit ihrem Friedhof durch eine erneuerte Feldsteinmauer geschützt. Der quadratische Feldsteinchor wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Das flachgedeckte, aber auf Wölbung angelegte Langhaus wurde mit dem im westlichen Schiffdach eingebauten Turm in der ersten Hälfte des 14. Jahrhundert errichtet. Die Kirche besaß mehrere Anbauten, von denen nur der südliche erhalten blieb. Der östliche Blendgiebel mit einer Dreifenstergruppe hat über dem Deutschen Band ein aus Backstein errichtetes Lateinisches Kreuz und 16 schlanke Spitzbögen. Nachrtäglich angefügte Strebepfeiler weisen bereits auf frühzeitig aufgetretene Bauschäden im Gewölbe des Chores hin. Die an der südlichen Vorhalle eingeritzte Sonnenuhr mit römischen Zahlen stammt aus dem 14. Jahrhundert. 1528 bauten Jürgen und Ernst von Grabow auf Suckwitz eine Grabkapelle an der Kirche. Überliefert sind starke Beschädigungen der Kirche während des Dreißigjährigen Krieges, ein Gewölbe war eingestürzt, so dass noch 1653 der Gottesdienst mit Pastor Georg Schwartz unter der mächtigen Linde stattfand.

Ostgiebel der Kirche

Im Jahr 1654 setzte sich die Dobbertiner Priorin Anna Sophia von Scharffenberg, die schon mit 12 Jahren ins Kloster kam, für die Reparierung der Kirche ein, wie es das Collekten-Buch für milde Gaben von 1663 bezeugt. Nach einer Sammlung in allen Partonatskirchen des Klosteramtes Dobbertin ab 1663 wurden noch während der Amtszeit des Pastors Joachim Rossow 1703 die Reparaturarbeiten an der Kirche weitergeführt. Die Mauerziegel und der Kalk kamen aus der naheliegenden klostereigenen Ziegelei Lähnwitz.

Der Chor hat ein achtteiliges, kuppliges Rippengewölbe, dessen Kappen mit dekorativen Pflanzenmalereien und Engelfragmenten des 15. Jahrhunderts verziert sind. Das älteste Ausstattungsstück in der Kirche ist der aus dem 13. Jahrhundert stammende Taufstein aus Granit. Der spätgotische Schnitzaltar mit den Zwölf Aposteln und der apokalyptischen Strahlenkranz-Madonna stammt aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts und im Auftrag des Dobbertiner Klosterhauptmanns Christoph Friedrich von Jasmund 1685 restauriert. Die hölzerne Kanzel wurde schon 1671 gefertigt.

Zur Verbesserung des Gottesdienstes bat 1852 Pastor Ebeling die Klostervorsteher um Anschaffung einer Orgel. Trotz Kontaktaufnahme zu einer Orgelfabrik in Paris wurde wegen hoher Kosten und fehlender Spenden auf eine Orgel verzichtet.[7] 1857 und 1858 führte der Dobbertiner Kloster-Amtsmaurermeister Retzloff Reparaturarbeiten an der Kirche, im Kircheninnern und am Pfarr- und Küsterhaus durch.

Erst 20 Jahre später konnte nach einem Vertrag mit dem Klosterhauptmann Christian Joachim Hugo Karl Graf von Bernstorff 1872 durch den Wittstocker Orgelbaumeister Friedrich Hermann Lütkemüller die Schleifladenorgel gebaut werden. Diese wurde 1996 durch den Orgelbauer Friedel Kampherm aus Verl restauriert.

Im Kirchturm befindet sich noch eine 1612 gegossene Bronzeglocke.

In den Jahren 1993-1994 erfolgte durch das Schweriner Architektenbüro Brenncke eine denkmalgerechte Sanierung der Kirche mit Chor, Langhaus und Turm.

Pfarrhof

Pfarrhaus

Der nördlich der Kirche gelegene Pfarrhof ist ähnlich wie ein Guts- oder Bauernhof angelegt, da die Pfarrstelle meist mit einer Landwirtschaft gekoppelt war. Das restaurierte Pfarrhaus, von 1754 bis 1755 in Fachwerk erbaut, ist in seiner ursprünglichen Bausubstanz weitgehend unverändert geblieben. Die Mauerziegel kamen von der klostereigenen Ziegelei aus Lähnwitz. Nach dem Rechnungsbuch des Klosteramts wurden für den Bau des Kogeler Pfarr- und Witwenhauses die letzten Handwerkerrechnungen 1757 bezahlt. Zum Pfarrhof mit der kleinen mit Schilfrohr gedeckten Fachwerkscheune gehört noch der ehemalige Pfarrgarten mit altem Obstbaumbestand. Bei der Predigerwahl von Gustav Ebeling, dem Sohn des Golberger Gewürzhändlers am 30. April 1831 in Kirch Kogel waren auch alle Gemeindemitglieder von Suckwitz, der Ziegelei und Mühle, aus Jellen, Schwinz, Kleesten und Rum Kogel anwesend. 1884 übernahm Rektor Hense aus Grabow die Pastorenstelle.

Heute gehört der Pfarrhof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und wird als „Selbstversorgerheim“ von Frühjahr bis Herbst für Rüstzeiten und von Freizeitgruppen genutzt.

Seit Ende der 1970er Jahre treffen sich Jugendliche und junge Erwachsene mit kirchlichem Hintergrund, um ein gemeinsames Wochenende mit Musik und Workshops verschiedener thematischer Bereiche zu erleben. In den Jahren um 2002/03 zog das zu einer Art Festival gewordene Treffen mehr als 1000 Teilnehmer an.

Baudenkmale

Grabkreuz Kliefoth

Unter Denkmalschutz stehen:

  • Gutsanlage mit Gutshaus, Scheune, Pferdestall und Schafstall
  • Bauernhaus Dorfstr. 16
  • Landarbeiterhäuser mit Ställen, Dorfstr. 17, 18, 19, 29, 21 und 23
  • Landarbeiterhaus, Dorfstr. 24
  • Kirche, Leichenhalle und Friedhof mit Grabmälern: I. M. Zickermann, F. H. S. Zickermann, M. D. Utermark, L. M. S. Utermark und I. F. Kliefoth
  • Pfarrhaus mit Wirtschaftsgebäude
  • Alte Dorfstraße mit Pflaster

Kornspeicher Kirch Kogel

Der Verein Kornspeicher Kirch Kogel e.V. wurde im April 2005 gegründet um das kulturelle Leben im Dorf und auch in der Gemeinde wieder zu beleben. Ein weiteres Ziel waren die Jugendlichen der Gemeinde. Von der Gemeinde konnte ein altes Gebäude, ehemals Pferdestall und Kornspeicher des Gutes, gepachtet werden und wird seitdem zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Durch Spenden einiger Sponsoren sind die Umbauarbeiten in der unteren Etage mit Jugendraum, Mehrzweckraum und Toiletten fast abgeschlossen. Seit 2009 treffen sich hier regelmäßig die Jugendlichen, die Senioren oder auch eine Frauensportgruppe zu Veranstaltungen.

Literatur

  • Horst Alsleben: Mittelpunkt des Dorfes-eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert. In: Mecklenburg, Band 36 (1994), 7/8 S. 9.
  • Horst Alsleben: Die Kirche in Kirch Kogel. In: Heimathefte für Mecklenburg-Vorpommern, Band 4 (1994), 1/2 S.41.
  • Jürgen Brandt: Kirch Kogel, Kreis Güstrow. In: Bodendenkmalpflege in Mecklenburg, Band 36 /b 1988 (1989) S. 268.
  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. München, Berlin 2000. S. 274.
  • Franz Engel: Deutsche und slawische Einflüsse in der Dobbertiner Kulturlandschaft. Würzburg 1934. VII, 174 S. (Schriften des Geographischen Instituts der Universität Kiel; Band II, Heft 3)
  • Franz Engel: Das Mecklenburgische Dorf Kirch- und Rum Kogel. In: Niederdeutscher Beobachter (1936), 222.
  • Jürgen Hamel: In: Inventar historischer Sonnenuhren in Mecklenburg-Vorpommern. (2007), S. 80-81.
  • Georg Christian Friedrich Lisch: Die Grenzen des Bisthums Schwerin gegen Kammin. In: Jahrbücher für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, 68 (1903) S. 252-253.
  • Georg Christian Friedrich Lisch: Siedlungsgeographische und wirtschaftsgeschichtliche Probleme in der Kieler Dissertation von Franz Engel über deutsche und slawische Einflüsse in der Dobbertiner Kulturlandschaft. In: Jahrbücher für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, 99 (1935) S. 232.
  • Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB), Band V. Schwerin 1869 und Urkunden-Regesten.
  • Georg Christian Friedrich Lisch: Kirch Kogel In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, 46 (1881). S. 92.
  • Horst Alsleben, Fred Beckendorff: In: Die Dorf-, Stadt- und Klosterkirchen im Naturpark und seinem Umfeld, 5.11 Kirch Kogel. Hrsg.: Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Karow, 2003. (Aus Kultur und Wissenschaft; Heft 3). S. 40-41.
  • Horst Alsleben, Fred Beckendorff: In: Die Gutsdörfer, Gutsanlagen und Parks im Naturpark und seinem Umfeld, 6.23 Kirch Kogel. Hrsg.: Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Karow, 2007. (Aus Kultur und Wissenschaft; Heft 5). S. 90-91.
  • Wilhelm Mastaler: Die Wassermühlen des Kreises Güstrow. Güstrow 1990. S. 351.
  • Dieter Pocher: Herrenhäuser und Gutsanlagen des Klassizismus im ehemaligen Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin im Zeitraum von 1800-1850. Greifswald, 19990, S. 109
  • Bernd Ruchhöft: Die Entwicklung der Kulturlandschaft im Raum Goldberg-Plau im Mittelalter. Hrsg.: Kersten Krüger/Stefan Kroll: Rostocker Studien zur Regionalgeschichte, Band V., Rostock 2001. S. 84, 150, 192, 285, 310.
  • Friedrich Schlie: Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Großherzogthums Mecklenburg-Schwerin. Band 4. Schwerin 1901. S. 388-391.
  • Klaus Weidermann: In: Zur Wald-, Forst- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Karow, 1999. (Aus Kultur und Wissenschaft; Heft 1). S. 6-55.

Karten

  • Direktorial-Vermessungskarte Von dem Hochadelichen Dobbertinschen Klosteramts 1759
  • Topographisch oekonomisch und militaerische Charte des Herzgthums Mecklenburg-Schwerin und das Fürstenthum Ratzeburg 1788, Klosteramt Dobbertin mit Sandpropsteien vom Grafen Schmettau
  • Wiebekingsche Karte von Mecklenburg, 1786.
  • Bertram Christian von Hoinckhusen:Mecklenburg Atlas mit Beschreibung der Aemter um 1700. Blatt 61, Beschreibung des Klosteramtes Dobbertin.
  • Charte von den Besitzungen des Klosters Dobbertin, enthält Kirch Kogel, angefertigt nach vorhandenen Gutskarten Anno 1822 durch I. H. Zebuhr.
  • Offizielle Rad- und Wanderkarte des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide, 2010.

Weblinks

 Commons: Kirch Kogel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  • Landeshauptarchiv Schwerin
    • LHAS 1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin
    • LHAS 2.12-3/5 Kirchenvisitationen
    • LHAS 3.2-3/1 Landeskloster/Klosteramt Dobbertin
    • LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherung
    • LHAS 5.11-2 Landtagsverhandlungen, Landtagsversammlungen, Landtagsprotokolle, Landtagsausschuß
    • LHAS 5.12-4/2 Mecklenburgisches Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Abt. Siedlungsamt
  • Landeskirchliches Archiv Schwerin
    • Spezialia, Ortsakten Kirch Kogel und Kirchenbücher

Einzelnachweise

  1. MUB 2861 und MUB 9989
  2. a b c Landeshauptarchiv Schwerin: LHAS 3.2-4 Ritterschaftliche Brandversicherung, Akte Kirch Kogel Nr. 673, 806, 807
  3. Paul Kühnel: Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg in: Verein für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. - Band 46, 1881, S. 34
  4. Urkunden-Regesten Nr. 97
  5. Urkunden-Regesten Nr. 114
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  7. LHAS 5.11-2 Landtagsprotokolle, 1852 Nr. 32, 1853 Nr. 13.

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