Kleine Aller


Kleine Aller
Kleine Aller
Verlauf der Kleinen Aller westlich des Vorsfelder Werders, Karte des 18. Jahrhunderts

Verlauf der Kleinen Aller westlich des Vorsfelder Werders, Karte des 18. JahrhundertsVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Deutschland (Niedersachsen)
Flusssystem WeserVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_falsch
Abfluss über Aller → Weser → Nordsee
Quelle nordwestlich von Brome, Ortsteil Wiswedel
52° 37′ 13″ N, 10° 51′ 42″ O52.62027777777810.86166666666778
Quellhöhe 78 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung südlich von Weyhausen in den Allerkanal
52.45083333333310.73027777777855

52° 27′ 3″ N, 10° 43′ 49″ O52.45083333333310.73027777777855
Mündungshöhe 55 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 23 m
Länge 15 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/EINZUGSGEBIET_fehlt

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Linke Nebenflüsse Rhodische Aller
Gemeinden Wiswedel, Voitze, Tülau-Fahrenhorst, Bergfeld, Barwedel, Tiddische, Wolfsburg-Brackstedt, Tappenbeck, Wolfsburg-Warmenau, Weyhausen
Kleine Aller an der Unterquerung der B 188 bei Wolfsburg-Warmenau

Die Kleine Aller ist ein etwa 15 km langer und bis zu 5 m breiter Zufluss der Aller bzw. des Allerkanals in Niedersachsen. Er fließt von Norden nach Süden und führt durch den Landkreis Gifhorn sowie die Stadt Wolfsburg.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Die Kleine Aller entspringt im Bromer Ortsteil Wiswedel auf 78 m über NN. Sie entwässert durch ein in den letzten Jahrhunderten immer weiter ausgebautes Grabensystem das Kiebitzmoor westlich von Tülau und das Vogelmoor nördlich von Barwedel. In diesem Bereich erhält sie auch Zufluss durch die Rhodische Aller. Anschließend fließt die Kleine Aller nach Süden und führt an Bergfeld, Barwedel, Tiddische, Hoitlingen und Jembke vorbei. Ab der Höhe von Jembke bildet sie die Grenze zwischen dem Landkreis Gifhorn und der Stadt Wolfsburg. Der Fluss passiert des Weiteren Wolfsburg-Brackstedt und Wolfsburg-Warmenau, um südlich von Weyhausen in den Allerkanal bei 55,5 m über NN zu münden, der wenige hundert Meter zuvor von der Aller abzweigt.

Renaturierungen fanden in Abschnitten bei Tülau, Bergfeld und Tiddische statt, wo auch streckenweise ein neuer Verlauf angelegt wurde. Die dabei naturnah gestalteten Bereiche wurden mit Erlen bepflanzt. Dies bietet auch einen Schattenschutz, denn der Fluss ist größtenteils der Sonne ausgesetzt. Das führt zu Verkrautungen, was eine Verschlammung des Flussbettes bewirkt.

Entstehung und Geschichte

Der Flusslauf entstand wie die umgebenden Landschaftsformen in der vorletzten Eiszeit, der Saaleeiszeit. Die Eismassen formten das Gebiet vor über 100.000 Jahren mit ihren Grundmoränen. Das Fließgewässer bildete sich als Abfluss der höher gelegenen Geest in das Aller-Urstromtal.

Das Tal der Kleinen Aller stellte im Mittelalter eine natürliche, in Nord-Süd-Richtung verlaufende Grenze zwischen zwei Landstrichen dar. Das waren das Gebiet des Boldecker Landes im Westen und die historische Landschaft des Vorsfelder Werders im Osten.

Die Kleine Aller hat im Laufe ihrer Entstehung in ihrem Mittellauf ein Tal von etwa 10 m Tiefe bei einer Talbreite von etwa 1.000 m entwickeln können, in dem sich Niedermoor ausgebildet hat. Früher war die Niederung wegen häufiger Überschwemmungen nur als Grünland zu nutzen, heute wird in der Flussaue vor allem Ackerbau betrieben. Die ursprünglich mäandrierende Kleine Aller wurde 1865 auf fast gesamter Länge begradigt und kanalisiert. Dazu wurde das Flussbett neu ausgehoben. Durch den Umbau des Flusses mit ausbleibenden Überschwemmungen konnte das Land im Niederungstal der Kleinen Aller als Ackerland genutzt werden.

Gewässergüte

Bei Warmenau befindet sich seit 1967 eine Gütemesstelle, wo die Wasserqualität seit 1976 regelmäßig untersucht wird. Der niedersächsische Gewässergütebericht[1] von 2004 bewertet die chemische Gewässerbelastung der Kleine Aller unterschiedlich. Die Werte lagen bei organischer Belastung, Nitrat-, Ammonium- und Phosphatbelastung zwischen gering belastet bis sehr stark verschmutzt. Vor allem die Ammoniumbelastung zeigt starke Schwankungen und teilweise hohe Werte. Dies wird darauf zurückgeführt, dass das Gewässer fünf Teichkläranlagen als Vorfluter dient und dass der Stickstoffgehalt in diesen Anlagen nicht genügend abgebaut wird.

Einzelnachweise

  1. Gewässergütebericht Kleine Aller des NLWKN

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