Kleveländisch

Kleveländisch

Das Klevisch-Weselische, ist ebenso wie die niederländischen Mundarten ein niederfränkischer Dialekt, der am unteren Niederrhein gesprochen wird. Niederländisch war bis ins 19. Jh. im Klevischen offizielle Schriftsprache.

Die Uerdinger Linie (ich/ik-Grenze) trennt das "Klevisch-Weselische" vom südlich gelegenen Limburgischen. Gemeinsam mit den Mundarten des heutigen westlichen (Rheinischen) Ruhrgebiets (Duisburg, Mülheim an der Ruhr (Mölmsch), Oberhausen, Werden) und den ostbergischen Dialekten zählt das "Klevisch-Weselische" zu den kleverländischen (=nordrhein-maasfränkischen) Mundarten.

Heute ist der Dialekt vom Aussterben bedroht, da er hauptsächlich nur noch im ländlichen Bereich, und dort hauptsächlich nur noch von älteren Generationen gesprochen wird. Besonders in landwirtschaftlichen Berufen ist die Beherrschung des Dialektes jedoch nach wie vor von Vorteil. Es existieren Bestrebungen zum Erhalt gerade auch der regionalen Färbungen des Dialektes in Mundartzirkeln und lokalen Radiosendungen.

Literatur

  • Arnold Knüfermann: Grafschafter Mundartlexikon. Leben und Arbeiten in der alten Grafschaft Moers. Rheinland-Verlag, Köln. 1993. ISBN 3-7927-1056-0
  • Georg Cornelissen, Peter Honnen, Fritz Langensiepen (Hrsg.): Das rheinische Platt. Eine Bestandsaufnahme. Handbuch der rheinischen Mundarten Teil 1: Texte. Rheinland-Verlag, Köln. 1989. ISBN 3-7927-0689-X

Weblinks


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