Klimawandel-Skeptiker


Klimawandel-Skeptiker

Dieser Artikel gibt einen Abriss zur wissenschaftlichen, politischen und öffentlichen Kontroverse um die globale Erwärmung. Diese Kontroverse wird über die Ursachen der globalen Erwärmung, ihr Ausmaß, ihre Folgen sowie um die Möglichkeiten und die Dringlichkeit einer Gegensteuerung geführt.

Der wissenschaftliche Sachstand zu den Ursachen der Erderwärmung wird exemplarisch in den Berichten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) wiedergegeben. Dieser Sachstand wird von fast allen relevanten wissenschaftlichen Fachorganisationen mit getragen und von nur wenigen Fachwissenschaftlern abgelehnt. Die Folgen des Klimawandels werden dem gegenüber kontroverser diskutiert. Noch kontroverser gestaltet sich die Diskussion über mögliche oder als notwendig betrachtete Gegenmaßnahmen („Klimaschutz“).

Inhaltsverzeichnis

Beteiligte Akteure

Klimaforschung / IPCC

Die Berichte des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) repräsentieren die Hauptlinien des aktuellen Forschungsstands und weisen auf politische Ansätze zum Klimaschutz hin. Der im IPCC erarbeitete Konsens[1] und dessen Methodik wird von wenigstens 30 wissenschaftlichen Gesellschaften und den wichtigsten nationalen Wissenschaftsakademien unter anderem aller G8-Länder ausdrücklich unterstützt.[2][3][4][5][6]

Naomi Oreskes nennt in einem Essay in der Zeitschrift Science als Beleg dafür Stellungnahmen von facheinschlägigen Wissenschaftsorganisationen und ihre Untersuchung einer Sammlung von Zusammenfassungen (Abstracts) aus Fachzeitschriften. Sie fand 928 Abstracts, die die Stichworte „global climate change“ enthielten. Keiner der Artikel widersprach ihren Angaben zufolge dem in den Berichten des IPCC dargestellten „wissenschaftlichen Konsens“.[1] Von Skeptikern wie Benny Peiser und Richard Lindzen wird der oft zitierte Konsens methodisch wie inhaltlich bestritten.[7]

Auch in wissenschaftlichen Organisationen findet sich eine sehr breite Unterstützung der grundlegenden Schlussfolgerungen des IPCC. Hierzu zählen unter anderem die Nationalen Wissenschaftsakademien aller G8-Länder sowie zahlreicher Schwellen- und Entwicklungsländer, die 2001[2], 2005[3], 2007[4] und 2008[5] entsprechende Konsens-Papiere herausgegeben haben. Wenigstens weitere 30 nationale und internationale wissenschaftliche Gesellschaften teilen ebenfalls prinzipiell die IPCC-Positionen, darunter die European Science Foundation[8] und die European Geosciences Union[9], die Weltmeteorologieorganisation (WMO)[10], die American[11] und die britische Royal Meteorological Society[12], die Australian[13] und die Canadian Meteorological and Oceanographic Society[14], die American Physical Society[15] und das Network of African Science Academies.[16]

Skeptiker wie auch einige Klimaforscher[17] sehen es allerdings als falsch an, den Eindruck zu erwecken, als seien die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimaproblems im Wesentlichen gelöst. Statt Zweifel öffentlich zu machen und methodische Kritik offen anzunehmen, werde aber „ein solides Wissensgebäude vorgegaukelt, das nur noch an den Rändern zu vervollständigen sei“. Es müsse weiterhin „Dissens als Motor der Fortentwicklung“ angesehen und offen angegangen werden. Unabhängig davon konstatieren auch von Storch und Stehr: „Die Mehrheit der Forscher ist in der Tat der Meinung, dass derzeit ein vom Menschen gemachter globaler Klimawandel stattfindet, dass er sich in Zukunft beschleunigen und dabei klarer hervortreten wird.“[17]

Umfragen zum Konsens

Einer online veröffentlichten internationalen Umfrage aus dem Jahr 2007 zufolge teilen 45-50 % der Klimaforscher die Positionen des IPCC, während jeweils 15-20 % die IPCC-Berichte für unter- oder übertrieben halten. Wenigstens 97 % der teilnehmenden Wissenschaftler bestätigen darin die Aussage, wonach die menschlichen Emissionen von Kohlendioxid einen wichtigen Bestandteil des Klimasystems darstellen und wenigstens teilweise für die Erwärmung der letzten Jahrzehnte verantwortlich seien.[18] Dieser Wert wurde auch in einer nachfolgend durchgeführten unabhängigen Umfrage von 2008 bestätigt. Demnach stimmen 97 % der an der Umfrage teilgenommenen Klimaforscher, die auch aktiv in ihrem Fachgebiet publizieren, der Aussage zu: „Menschliche Aktivität ist ein siginifkant beitragender Faktor bei der Veränderung der mittleren globalen Temperatur“.[19]

Bei einer Umfrage im Sommer 2006 unter deutschen Klimaforschern gaben 38 % der Befragten an, die These der anthropogenen Ursachen der Temperaturerhöhung im 20. Jahrhundert gelte als bewiesen, 56 % gaben an, diese These werde hier und dort noch angezweifelt und 5 % zufolge werde diese These noch heftig angezweifelt.[20] Allerdings besteht in der Frage der Handlungsoptionen angesichts des Klimawandels ein erheblicher Unterschied zwischen den abgeleiteten Forderungen und den Aktivitäten der Politik. Nach Hans Mathias Kepplinger, der die Umfrage durchführte, könne aber aus dem Konsens der Wissenschaft keine wissenschaftlich zweifelsfrei fundierte Klimapolitik abgeleitet werden.[20]

Die „unausgewogene Balance“

Maxwell T. Boykoff und Jules M. Boykoff prägten das Wortspiel Balance as bias (Wortspiel, auf deutsch etwa: „Balance als Unausgewogenheit“) und sehen eine deutliche höhere Präsenz von Kritikern der IPCC-Berichte in der öffentlichen und politischen Diskussion als im fachwissenschaftlichen Bereich. In der Mehrzahl einer Auswahl untersuchter Zeitungsartikel der US-Qualitätspresse werde von den verantwortlichen Journalisten versucht, beide „Seiten“ der Klimaforschung darzustellen und daher den Argumenten von Klimaforschung und Klimaskepsis gleich viel Platz einzuräumen. Diese vermeintliche Ausgewogenheit führe dazu, dass in den Medien der falsche Eindruck grundlegender Dispute in der Klimaforschung erweckt werde, während in der wissenschaftlichen Gemeinschaft die Skeptiker nur eine geringe Rolle spielten.[21] Ein vergleichbares Ungleichgewicht wurde auch in der US-amerikanischen TV-Berichterstattung gefunden.[22]

Bezahlte Skepsis

Hinterfragt wurde auch die Motivation der Kritiker. So wurden bis in die 1990er Jahre und zum Teil noch heute klimakritische Studien von Unternehmen aus dem Kohlebereich unterstützt. Mit ExxonMobil beteiligte sich ein Ölunternehmen aktiv an der Verbreitung von Skeptiker-Positionen.[23] Die Union of Concerned Scientists kam in einer Untersuchung zu dem Schluss, dass ExxonMobil mit einer langfristigen Strategie, die auch Irreführung und Fälschungen beinhaltet, dafür gesorgt hat, dass „wissenschaftliche Erkenntnisse verschleiert, Politiker, Medien und die Öffentlichkeit manipuliert und Maßnahmen zur Eindämmung von Emissionen verhindert wurden“, wie die Financial Times Deutschland berichtet.[24] ExxonMobil hat zu diesem Zweck mit ca. 16 Mio. US-Dollar zwischen 1998 und 2005 ein Netzwerk von 43 scheinbar unabhängigen Organisationen unterstützt, welche in der Öffentlichkeit den Konzerninteressen dienende Verwirrung über den Stand der Klimaforschung stifteten. In der Methodik wurde dies mit der langjährigen Verschleierung der Gefahren des Rauchens durch die Tabakindustrie verglichen.[25]

Hans von Storch und Nico Stehr haben es demgegenüber als unredlich kritisiert, beim Umgang mit methodischer Kritik Skeptiker als Ausgeburt von „konservativen Think Tanks und Desinformanten der Erdöl- und Kohlelobby“ darzustellen und gleichzeitig eine Dramatisierung des Klimawandels als gesellschaftspädagogisch sinnvoll zu verteidigen.[17] Bei einem solchen Umgang mit dem Klimawandel werde eine Selbstzensur im Namen einer 'Guten Sache' und eine Taubheit gegenüber neuen, überraschenden Einsichten unterstellt, die in Konkurrenz oder gar Widerspruch zu herkömmlichen Erklärungsmustern stehen. Wissenschaft verkomme so zu einem Reparaturbetrieb politisch opportuner Wissensansprüche und verliere dabei die essentielle Fähigkeit, die Öffentlichkeit objektiv zu beraten.[17]

Wirtschaft und Politik

Größer in der Zahl der Beteiligten und homogener stellen sich diejenigen Kritiker des IPCC dar, die den Bereichen Wirtschaft und Politik angehören und die mit den aus den IPCC-Forschungsberichten resultierenden politisch-ökonomischen Folgerungen nicht einverstanden sind. Da in diesen Bereichen einerseits materielle Interessen dominieren, andererseits Rücksichten auf Wählermentalität und Wahlklientel nahe liegen, wird hier tendenziell gleich auf das ganze Spektrum kritischer Einwände zugegriffen oder eine den eigenen Interessen am meisten entsprechende Auswahl vorgenommen. Einem Minderheitenbericht des US Senate Committee on Environment and Public Works zufolge (das dem mehrheitlichen Trend der Klimaforschung folgt) haben über 400 Personen aus über 24 Ländern, darunter zahlreiche Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen, Kritik gegen das IPCC und die populärwissenschaftlichen Darstellungen von Al Gore geäußert.[26]

Die Bedeutung der Kontroverse um die globale Erwärmung ergibt sich vor allem aus den politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen, die aus den unterschiedlichen Positionen abgeleitet werden und die für die Zukunft insbesondere des menschlichen Lebens und Zusammenlebens auf der Erde wichtige Weichen stellen. Auf der Grundlage der IPCC-Berichte ergibt sich dringender Handlungsbedarf bezüglich der Rückführung von Treibhausgasemissionen, der weltweit sowohl weite Bereiche der Wirtschaft als auch die Privathaushalte einschließt. Hier wie dort müsste eine Abkehr von alten Gewohnheiten vollzogen werden, um den Klimawandel zu begrenzen. Der Widerstand dagegen artikuliert sich je nach Handlungsebene und persönlicher oder gruppenspezifischer wie auch nationaler Interessenlage unterschiedlich intensiv: Je weniger theoretisch die vorgeschlagene Konsequenz und je größer die praktische Herausforderung, desto massiver der Widerstand. Damit lässt sich auch die weitgehende Einigkeit der Klimaforscher und der weit weniger ausgeprägte Konsens von Bürgern und Politikern hinsichtlich der Folgerungen teilweise erklären.

Den Schlussfolgerungen des IPCC entgegengehalten werden Auffassungen, wonach Klimaschutzmaßnahmen unwirksam, unpraktikabel oder unverhältnismäßig teuer[27] wären und stattdessen sinnvolle Anpassungsmaßnahmen mit Blick auf den unabwendbaren Klimawandel zu bevorzugen seien. Dabei werden zum Beispiel die Niederlande und deren Anpassung an die Nordsee als geeignetes Vorbild genannt. Eine stärkere Einbeziehung von Anpassungsmaßnahmen wird kontrovers diskutiert.[28] Nico Stehr und Hans von Storch gingen soweit, eine nahezu singuläre Konzentration auf Vermeidungsstrategien in der bisherigen Klimawissenschaft wie auch der Politik zu konstatieren. Dabei halten sie eine Beendigung der globalen Erwärmung im Sinne der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen als fast gänzlich unmöglich und betrachten den Minderungsansatz beim Kyoto-Abkommen als gescheitert. Sie fordern dazu auf, den Klimawandel als real und nicht kurzfristig vermeidbar anzusehen und sich stärker Anpassungs und Mitigationstrategien zuzuwenden.

Wichtigste Streitpunkte natur- und geowissenschaftlicher Art

Existenz einer globalen Erwärmung

Interpretation der Messungen

Globale Jahresmitteltemperaturen der letzten 125 Jahre auf der Erdoberfläche relativ zum Mittelwert im Zeitraum 1951–1980, basierend auf Messungen der Boden-Lufttemperatur durch Wetterstationen sowie Messungen der Meeresoberflächentemperatur durch Schiffe und Satelliten. Quelle: NASA Research News: 2006 Was Earth's Fifth Warmest Year, vom 8. Februar 2007

Bis in die 1990er Jahre hinein waren Zweifel am Phänomen der globalen Erwärmung noch relativ weit verbreitet. Denn zwischen 1945 und 1975 hatten sich die globalen Temperaturen nicht erhöht, sondern leicht abgekühlt. Zudem waren die Unsicherheiten in den klimatologischen Theorien noch beträchtlich. Im Laufe der 1990er Jahre verbesserte sich das wissenschaftliche Verständnis des Klimasystems erheblich, und gleichzeitig konnte ein deutlich erkennbarer Erwärmungstrend gemessen werden. Spätestens seit der Veröffentlichung des Dritten IPCC-Sachstandsberichts im Jahr 2001 ist das Vorhandensein einer globalen Erwärmung deshalb kaum noch auf wissenschaftlicher Grundlage angezweifelt worden. In seinem Vierten Sachstandsbericht von 2007 gibt das IPCC für den gemessenen Temperaturtrend in den einhundert Jahren zwischen 1906 und 2005 eine Steigerung um 0,74 °C an, wobei aufgrund von Messungenauigkeiten eine Fehlerbreite von ± 0,18 °C besteht.

Einige Wissenschaftler um den Meteorologen Roger A. Pielke weisen auf Probleme in Zusammenhang mit der bodengestützten Messung der Lufttemperaturen hin. Die gemessenen Lufttemperaturen seien einerseits mit signifikanten Fehlern behaftet, anderseits sollen sie grundsätzlich kein sehr zuverlässiges Instrument zur Messung der globalen Erwärmung sein.[29][30] Eine andere These betrifft den so genannten Wärmeinseleffekt (urban heat island effect). Demnach wird die zunehmend warme Umgebungsluft in den wachsenden Städten für den dort gemessenen Trend der Erwärmung verantwortlich gemacht. Die These wurde durch die statistische Berücksichtigung eben dieses Effektes in der Auswahl der verwendeten, mehrheitlich ländlichen Stationen sowie durch einzelne Satellitendaten konterkariert. Andere Studien sehen keinen durchschlagenden Einfluss des Wärmeinseleffektes beim festgestellten globalen Anstieg der Durchschnittstemperatur.[31][32][33]

Verwendete Messverfahren

Vergleich von Boden- und Satellitenmessungen der Erdtemperatur seit 1979
Netzwerk der meteorologischen Bodenstationen von denen unter anderem die von Klimatologen verwendeten Messreihen der Lufttemperaturen entstammen

Lange Zeit waren vor allem die Daten aus Satellitenmessungen der Kernpunkt der Behauptung, es gebe keine globale Erwärmung. Die Satelliten zeigten eine gleich bleibende oder sogar eine zurückgehende Temperatur auf der Erde an. Bis Anfang der 2000er Jahre bestand diesen Daten zufolge nur ein Erwärmungstrend über 0,04 °C pro Jahrzehnt gegenüber 0,17 °C aus den Bodenmessungen. Messungen mit an Ballons befestigten Radiosonden schienen den Satellitentrend zu bestätigen, was die Bodenmessungen in den Augen der Skeptiker unglaubwürdig erscheinen ließ. Umfassende Analysen der Satellitendaten brachten im August 2005 dann zum Ergebnis, dass diese falsch verstanden worden waren.[34][35] Bei der Auswertung der Satellitendaten war man davon ausgegangen, dass sich die Satelliten in einem so genannten „sonnensynchronen" Orbit befänden. In einem solchen Orbit passiert ein Satellit jeden Tag zur gleichen Zeit und immer am selben Ort den Äquator. Es geschieht leicht, dass dieser Orbit nicht perfekt eingehalten wird, was eine Korrektur der Messdaten notwendig macht. Genau diese Korrektur war in den älteren Analysen nicht vorgenommen worden. Nachdem die verfälschten Messwerte bereinigt waren, zeigten sie eine deutlich besser im Einklang mit den Bodenmessungen stehende Erwärmung an. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass aus einem völlig anderen Grund auch die Messungen der ballongestützten Radiosonden falsch waren. Deren Thermometer sind während des Aufstiegs oft der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt. Daher müssen die Messwerte regelmäßig nach unten korrigiert werden. Eine ebenfalls 2005 veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass die Werte in der Vergangenheit überkorrigiert worden waren.[36] Nach der Berichtigung um diesen Fehler bestätigten nun auch die Wetterballons den aus den Bodenmessungen bereits bekannten Trend.[37]

Neben diesen drei voneinander unabhängigen Messungen am Boden, in der Luft und aus dem Weltall existieren darüber hinaus weitere unabhängige Belege für steigende Erdtemperaturen. Hierzu gehören Messungen der Meeresoberflächentemperatur, die ebenso wie die in größeren Wassertiefen ermittelten Temperaturwerte in den vergangenen Dekaden einen deutlichen Anstieg verzeichneten. Ein weiteres gewichtiges Indiz für die globale Erwärmung sind direkte Naturbeobachtungen,[38] darunter ein immer früheres Auftreten der Frühlingsblüte, ein später einsetzendes Welkwerden des Laubes im Herbst, später einfrierende und früher auftauende Flüsse im Winter, weltweit bis auf wenige Ausnahmen überall zurückgehende Gletscher sowie ein drastischer Rückgang des arktischen Meereises.

Historische Einzigartigkeit des Phänomens

Die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur während der letzten 1.000 Jahre, nach verschiedenen Quellen rekonstruiert und seit dem 19. Jahrhundert direkt gemessen
Rekonstruktion des Temperaturverlaufs von acht verschiedenen Orten der Erde während der letzten 12.000 Jahre. Die dicke schwarze Linie repräsentiert deren Durchschnitt, der jedoch nicht gleichbedeutend mit der globalen Durchschnittstemperatur ist.

Eine weitere Kontroverse hat die historische Entwicklung der Temperaturen zum Thema. Zentraler Punkt ist, ob der Anstieg der globalen Temperatur der letzten 100 Jahre historisch einzigartig ist oder sich im normalen Rahmen der jüngeren Klimageschichte bewegt. Das könnte Hinweise auf mögliche natürliche Ursachen für die aktuelle Erwärmung bieten. Daran wird von Skeptikern die Frage geknüpft, ob überhaupt schwerwiegende oder unerwartete Folgen drohen könnten.

Andere Klimaforscher weisen darauf hin, dass hohe Temperaturen oder ein schneller Anstieg in der Vergangenheit nicht die gleiche Ursache haben müssen wie die Veränderungen heute. Auch kann daraus nicht auf den zukünftigen Verlauf geschlossen werden.[39] Die Schlussfolgerung des IPCC, dass der Mensch heute auf das Klima Einfluss nimmt, ist nicht mittels der Rekonstruktion von Temperaturen des vergangenen Jahrtausends ermittelt worden.

Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass es vom 15. bis 18. Jahrhundert eine Kleine Eiszeit gegeben hat und dass sich die Erde seither wieder um ca. 1 °C erwärmt hat. Kontroverser wird über das Ausmaß der so genannten Mittelalterlichen Warmzeit diskutiert, die vom 9. bis ins 14. Jahrhundert andauerte. Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Temperaturen vor 700 bis 900 Jahren regional durchaus mit den aktuellen Temperaturen vergleichbar, wahrscheinlich sogar wärmer waren.[40] So bekam zu dieser Zeit beispielsweise Grönland seinen Namen „Grünland“. Diese Bezeichnung wird aber auch als Werbesprache zur Ansiedlung von Siedlern an der auch heute eisfreien Südküste interpretiert.[41]

Bislang hat jedoch keine der verfügbaren Rekonstruktionen des vergangenen Jahrtausends ergeben, dass die globalen Temperaturen mit denen der Gegenwart vergleichbar gewesen wären. Das IPCC schätzt deshalb in seiner im Februar 2007 erschienenen Kurzfassung für Entscheidungsträger zum Vierten Sachstandsbericht, dass es „wahrscheinlich" sei, dass die Temperaturen der letzten 50 Jahre im globalen Mittel wärmer waren als jemals in einem vergleichbaren Zeitraum während der vergangenen 1300 Jahre.[42] Dies lässt klimageschichtlich die Möglichkeit von lokal wärmeren Regionen offen.[43][44] Da die vorhandenen Proxydaten die Erde nicht flächendeckend, gleichmäßig und gleichartig abdecken, kann auch die historische globale Mitteltemperatur nur grob geschätzt werden. Die Proxydaten sind wesentlich ungenauer als die Messungen ab 1850.

Historisch betrachtet hat es in der Vergangenheit viele kleinere und natürliche Warm- und Kaltphasen gegeben. Geologisch gesehen können mindestens 7 große Eiszeitalter mit einer Dauer von jeweils etwa 15-20 Millionen Jahren und dazwischen liegende Warmzeiten unterschieden werden. Innerhalb der Eiszeitalter kam es jeweils zu so genannten Stadialen und Interstadialen, also viele Jahrtausende andauernden Zeiträumen mit großflächigen Vergletscherungen, unterbrochen von Perioden, die mit der heutigen Zeit eher vergleichbare Eismassen beherbergten. Während der letzten Warmphase, dem Eem-Interglazial, lagen die Temperaturen in Europa über den heutigen.[45]

Siehe auch: Hockeyschläger-Diagramm

Ursachen des Phänomens

Ausmaß und Folgewirkung des menschlichen Einflusses

Die physikalischen Antreiber und ihr Anteil an der globalen Erwärmung
Darstellung verschiedener möglicher Antreiber des Klimas und Vergleich mit den vorhandenen Messdaten der Lufttemperatur. Ausschließlich die theoretische Wirkung der Treibhausgase passt problemlos zu den beobachteten aktuellen Veränderungen
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Der direkte Zusammenhang zwischen klimaaktiven Faktoren, insbesondere Kohlendioxid, mit der Lufttemperatur wird mit der sogenannten Klimasensitivität ausgedrückt. Ein geringer Zusammenhang läge bei deutlich unter 1 °C, bei den im IPCC anerkannten Studien werden Werte zwischen 1,5 und 4,5 °C angegeben, mit einem besten Schätzwert um 3 °C.[42][46][47]

Bei gemessenen Trend einer Erderwärmung stellt sich die Frage, auf welche Faktoren diese zurückzuführen ist. Bislang wird für die aktuelle Erwärmung nur ein Erklärungsmodell als zufriedenstellender Ansatz angesehen, welches Treibhausgase als hauptsächlichen Faktor ansieht.[48][49]

Ein Teil der fachlichen Kritiker vertritt die Meinung, die Menschheit verursache zwar zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre, diese hätten jedoch keine oder eine zu vernachlässigende Wirkung gegenüber natürlichen Faktoren. Die Kritik und die zugehörigen Studien werden dabei innerhalb wie außerhalb des offiziellen IPCC Meinungsbildungsprozesses geäußert und diskutiert.

Solarer Einfluss und kosmische Höhenstrahlung

Schwankungen der Sonnenfleckenzahl über der Zeit
Atmosphärisches Kohlendioxid im Phanerozoikum. Mit Spiralarmdurchgängen verbundene globale Warmzeiten sind nach Scherer et. al. nicht durch den Treibhauseffekt zu erklären
Klimawandel im Phanerozoikum

Einige Wissenschaftler betonen eine besondere Bedeutung der Sonnenaktivität für die globale Erwärmung. Damit zweifeln sie im Umkehrschluss an, dass anthropogene Quellen wesentlichen Einfluss auf den gegenwärtigen Klimawandel haben. Diese Position vertreten unter anderem der emeritierte Atmosphärenphysiker William M. Gray,[50] der Astrophysiker Willie Soon,[51] die Astrophysikerin Sallie Baliunas,[52] der Anfang 2008 verstorbene Pionier der Festkörperphysik Frederick Seitz,[53] der Astrophysiker Nir Shaviv,[54] der emiritierte Professor für Umweltwissenschaften Fred Singer, [55] der Geologe, Marinegeologe und Paläontologe Robert M. Carter,[56] der Paläoklimatologe Tim Patterson,[57] Marcel Leroux, emeritierter Professor für Klimatologie,[58] sowie Henrik Svensmark, Direktor des Centre for Sun-Climate Research des Danish National Space Center (DNSC) und Ko-Autor des Buches 'The Chilling Stars - A New Theory of Climate Change'.

In Deutschland wird die These unter anderem von Ulrich Berner und Hansjörg Streif vertreten.[59] Ein sehr hoher Wert in der wissenschaftlichen Literatur findet sich bei Stott et al. (2003), welche den solaren Anteil an der beobachteten globalen Erwärmung zwischen 1950 und 1999 auf einen Bereich zwischen 16 % und maximal 36 % schätzen.[60] Einer Studie von Scafetta und West (2007) zu Folge könnte die Sonne sogar zwischen 8% und 42% zur globalen Erwärmung seit 1950 beigetragen haben.[61]

In der im IPCC tonangebenden, vor allem modellbasierten Klimaforschung wird der Anteil der Sonne an der globalen Erwärmung einbezogen aber nicht als auschlaggebend eingeschätzt. Trotz eines derzeitigen Aktivitätsmaximum der Sonne [62] sei Sami Solanki, Direktor am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung zufolge [63] liege der Anteil der Sonne an der Erwärmung seit 1970 nur bei maximal 30%[64]. Ähnlich auch Natalie Krivova[65]. Solankis Analyse der Sonnenaktivität wurde auch methodisch kritisiert[66]. Zudem seien insbesondere die seit 1978 direkt aus dem Orbit gemessenen Veränderungen der Sonnenaktivität zu gering, um die Ursache für die sich beschleunigende Erwärmung der letzten 30 Jahre gewesen zu sein.[67][68] Auch wurden bei Temperaturmessungen von Troposphäre und Stratosphäre unterschiedliche Trends festgestellt, die mit dem postulierten Wirkmechanismus energetisch nicht übereinstimmen[69] Dieses Muster wird als Bestätigung der vom IPCC preferierten vorherrschenden Rolle von Treibhausgasen in der Troposphäre[70] angesehen.

Der Physiker Svensmark sieht eine signifikante negative Korrelation zwischen Wolkenbildung, Erderwärmung und kosmischen Strahlen als gegeben an[71]. Eine Überblicksstudie, welche die These Svenmarks anhand von paläoklimatischen Rekonstruktionen und astrophysikalischen Daten und Berechnungen bestätigt sieht, wurde von Scherer et al 2006 veröffentlicht. [72]. Dabei fielen bedeutende globale Warmzeiten mit Spiralarmdurchgängen der Heliosphäre zusammen,was auf einen bedeutenden Einfluss der globalen Höhenstrahlung hinweise. Dies sei auch für die Jetztzeit ein signifikanter Effekt. Für die letzten 20 Jahre wurde ein solcher Zusammenhang von Lockwood und Fröhlich[73] in Frage gestellt. Svensmark und Friis-Christensen bleiben bei ihrer Einschätzung[74]. Der von Svensmark angenommene Zusammenhang wurde als wissenschaftliches Artefakt attackiert[75][76] und bei einigen aktuellen Messungen nicht bestätigt[77].

Eine Aufnahme des CRF Mechanismus in den Wirkungsmechanismus des 'Klimacocktails' wird auch von Forschern akzeptiert, die dem IPCC Konsens näherstehen als Svensmark[78]. Untersuchungen finden unter anderem im Rahmen eines 2006 bei CERN gestarteten Beschleunigerprojekts [79] namens CLOUD (Cosmics Leaving OUtdoor Droplets)[80] statt. Es gibt verschiedene Thesen über den Wirkungszusammenhang, ein 'harter Mechanismus' ist aber noch nicht gefunden oder anerkannt[81].

Aussagekraft und Korrektheit der Szenarien des IPCC

Ein Beispiel von modellierten und gemessenen globalen Durchschnittstemperaturen zwischen 1900 und 2000

Der IPCC Prozess ´stützt sich in großem Umfang auf rechnergestützte Klimamodelle und Simulationen, die derzeit vor allem die globale, in geringerem Ausmaß die regionale Klimaentwicklung modellieren und voraussagen. Einzelne Kritiker stellen deren Aussagekraft für politische Entscheidungen und Folgerungen in Frage[82] Zur Begründung werden folgende Faktoren angeführt:

  • Unmöglichkeit korrekter mathematischer Modellbildung des nichtlinearen dynamischen Systems „Erd-Klima" (Chaostheorie).[83]
  • unzureichendes Datenmaterial besonders bei historischen Messungen
  • zu geringe Rechenleistung
  • unvollständiges Verständnis wesentlicher Prozesse im Klimageschehen (z. B. Wolkenbildung, Einfluss der Sonne etc.)

Dem wird entgegengehalten[84], dass die vorhandenen Modelle alle bekannten Zusammenhänge enthalten und das aktuelle und (soweit nachprüfbar) historische Klima weitgehend korrekt wiedergeben.

Schlußfolgerungen aus den Ergebnissen

Kritik bezieht sich auch auf die postulierten möglichen Folgen des Klimawandels. Dabei wird unter anderem das thermodynamisch abgeleitete Prinzip vom kleinsten Zwang herangezogen. Demnach begünstigt ein höheres Angebot an Kohlendioxid, unabhängig von der Quelle, reduzierende chemische und biochemische Reaktionen. Allerdings kommt es durch die zusätzliche CO2-Aufnahme in den Ozeanen, neben Wäldern die wichtigsten Kohlenstoffsenken, zu anderen negativen Folgewirkungen wie fortschreitender Versauerung des Wassers. Weitere Trigger- und Rückkopplungseffekte verkomplizieren die Situation. So können aus ehemaligen Permafrostböden klimaaktive Gase freigesetzt werden, oder Schneefall in ehemals niederschlagsfreien Gebieten eine Abkühlung verrusachen. Einige Studien sehen Wälder entgegen deren Ausweisung als 'Kohlendioxidsenken' als nicht oder nur in geringem Umfang in der Lage, zusätzliches CO2 zu speichern[85][86], was mögliche Folgewirkungen verstärkte.

Wirtschaftswissenschaftliche und technische Kontroversen

Kontroverse um die Verhaltensanpassung oder Minderung der Klimagase

Das IPCC spricht auch Maßnahmenempfehlungen aus.

Dabei wird von Skeptikern auch anhand der als gering erachteten Auswirkungen des Kyoto-Protokolls, die praktische Möglichkeit effizienter Klimaschutzmaßnahmen bezweifelt bzw. deren Sinn in Frage gestellt. Alternativ zu Vorbeugungsmaßnahmen wie Emissionsreduktion wird vorgeschlagen, die Folgen der globalen Erwärmung durch Anpassung an die veränderten klimatischen Bedingungen aufzufangen.

So galt die Herstellung von Agrokraftstoffen auch aufgrund einer früheren Empfehlung des IPCC als eine wichtige Möglichkeit zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes besonders im Verkehrssektor. Agrokraftstoffe sind aktuell Gegenstand der politischen Auseinandersetzung, und neben veränderten Ernährungsgewohnheiten in Schwellenländern sowie Finanzspekulation werden sie als eine Ursache der aktuellen Preissteigerungen von Nahrungsmitteln kritisiert.[87]

Wissenschaftlern, die dem Copenhagen Consensus nahestehen, halten die Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung, auch durch Zugang zu moderner Agrartechnologie, den Wegfall von Exportbeschränkungen neben der Bekämpfung von Infektionskrankheiten für dringlicher als den Klimaschutz. An den Beratungen über den Copenhagen Consensus nahmen mehrere Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften teil. Kritisiert wurde der Consensus-Prozess unter anderem, weil er hoch komplexe Vorgänge mit den vergleichsweise einfachen Mitteln der Kosten-Nutzen-Rechnung angeht, er sich nur wenig über dem ungefähren Niveau der gegenwärtigen Entwicklungshilfe bewegt und damit vor allen den Mangel verwalten helfen will[88], und weil er eine Konkurrenz zwischen verschiedenen Hilfsmaßnahmen aufbaut, jedoch andere Kostenträger wie Militärausgaben oder Subventionen für fossile Energiesysteme ausspart.

Unter ökonomischen Gesichtspunkten werden die angenommenen Folgekosten in einer Barwertbetrachtung der globalen Erwärmung durch Kosten-Nutzen-Analyse mit den jetzigen Vermeidungskosten verglichen. Dabei ermitteln Kritiker, dass die Folgekosten unter den Vermeidungskosten lägen. Dagegen kommt der ehemalige Chefökonom der Weltbank, Nicholas Stern, in dem nach ihm benannten Stern-Report zu dem Schluss, dass die Vermeidung von Emissionen die eindeutig günstigere Alternative sei. Unter anderem Ottmar Edenhofer stimmte dem Report zu und sprach zustimmend vom Klimawandel als moralischem und ökonomischen Problem.[89][90] Von Skeptikern wurde Sterns Methodik und die Folgekosten erheblich kritisiert und in Frage gestellt.[91][92] Eine moderatere Kritik zweifelt nicht an der Bedeutung des Klimawandels, unterstellt dem Sternreport wie auch generell den bisherigen Maßnahmenempfehlungen des IPCC eine einseitige Ausrichtung auf Vermeidung statt Anpassung.[28][93]

Bewertung der Folgen für die Menschheit

Manche Wissenschaftler halten die Folgen der globalen Erwärmung für überschätzt oder als zu negativ bewertet und weisen der möglichen Erwärmung auch für die Menschheit insgesamt eher nützliche Auswirkungen zu. Zu diesen Forschern zählt zum Beispiel Sherwood Idso, der von vermehrten CO2-Einträgen in die Atmosphäre positive Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion und auf deren gesundheitlichen Wert erwartet.[94] Freilandversuche mit der FACE-Technologie (Free Air Carbon dioxide Enrichment) zeigen an, dass durch den Düngeeffekt des Kohlendioxids Steigerungen beim Pflanzenwachstum zu erwarten sind.[95] Die zusätzlich mögliche Ernte wird auf bis zu 13% geschätzt, bei einer Zunahme des Wachstums der gesamten Biomasse um 17%. Frühere Berechnungen waren noch von einer Steigerung der Erntemenge um bis zu 36% ausgegangen.[96] Kombiniert mit weiteren Effekten der globalen Erwärmung wie veränderten Niederschlagsmustern gilt es als unklar, wie der Nettoeffekt in einzelnen Regionen ausfallen wird.

Mit zahlreichen anderen Folgen der Erderwärmung, darunter dem Meeresspiegelanstieg, der Gletscherschmelze, oder der möglichen Versauerung der Meere werden derzeit meist keine positive Erwartungen verbunden. Für große Teile der Erde befürchten Forscher bedeutsame negative Konsequenzen: Ökosysteme, Nahrungsmittelproduktion, Wasserverfügbarkeit und soziale Gemeinschaften werden desto größeren Risiken ausgesetzt sein, je stärker der Klimawandel ausfällt, so William Hare vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.[97]

Gegen die Prognose, die Erwärmung führe zu einer Ausbreitung so genannter Tropenkrankheiten, spricht sich der medizinische Entomologe Paul Reiter aus, der den Ausdruck „Tropenkrankheiten“ für irreführend hält.[98]

Politische Aspekte der Kontroverse und mediale Rezeption der Debatte

Da das Phänomen der globalen Erwärmung und die unterschiedlichen Anpassungsreaktionen darauf in vielerlei Hinsicht wirtschaftliche und soziale Interessen berühren, darüber hinaus aber auch Forschungs- und Bildungspolitik beeinflussen sowie Auswirkungen auf gesellschaftliche Normen sowie ethische und weltanschauliche Orientierung zeitigen können, ist die politische Auseinandersetzung darüber vielfältig und in vollem Gange. Auch in den Medien wird sie unterdessen häufig aufgegriffen.

Die an unterschiedlichen Aspekten ansetzende Kritik richtet sich einerseits gegen die IPCC-These, die besagt, dass zumindest ein bedeutender Anteil des beobachteten Erwärmungsprozesses menschengemacht (anthropogen) sei. Stattdessen werden dafür natürliche Ursachen angenommen. Kritiker wenden sich auch gegen bereits in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen, wie das Kyoto-Protokoll. Die beschlossenen Maßnahmen und ihre Kosten seien im Hinblick auf die angenommen Wirkung unverhältnismäßig.

Weitere Einwände beziehen sich auf die Relevanz und Dringlichkeit der gesamten Klimaschutzpolitik im Verhältnis zu anderen Politikfeldern oder auf die Eignung und Effizienz vorgeschlagener Lösungsansätze im Vergleich zu anderen Menschheitsproblemen wie Hunger und Nahrungsmittelversorgung, Wasserversorgung und Infektionskrankheiten, Korruption und Handelsbarrieren und insbesondere lokalen Konflikten. Unter anderem von Josef Joffe wurden deswegen auch Vorwürfe eines „neo-“ bzw. „postreligiösen“ oder auch irrationalen Umgangs mit der Klimabeobachtung und -simulation, deren Interpretation und möglichen oder gebotenen Handlungsalternativen geäußert.

Protagonisten der Kontroverse sind besonders Politiker, Lobbyisten und nichtstaatliche Organisationen. „Klimaskeptische“ Wissenschaftler, Ökonomen und Politiker haben sich in eigenen Organisationen zusammengeschlossen; auf internationaler Ebene ist dies z.B. die International Climate Science Coalition.

Ökonomische Gesichtspunkte

Wirtschafts- und industriepolitische Konfliktaspekte ergeben sich unter anderem in der Auseinandersetzung um einen weiteren Ausbau der Atomkraft, so in Skandinavien und Frankreich, im Umgang mit der klassischen Montanindustrie oder in der Erschließung von Kohle und Erdölvorkommen in Deutschland, Kanada und Großbritannien wie auch bei technologischen Vorgaben für die unterschiedliche strukturierten Autoindustrien in den Ländern der europäischen Union.

Darüber hinaus wird der Emissionsrechtehandel als möglicherweise wegweisendes und bedeutendes wirtschaftspolitisches Steuerungsinstrument neben anderen diskutiert.[99][100] Einzelfallregelungen und Ausnahmen für unterschiedliche Industriesektoren, Marktsegmente (etwa Hersteller von Kleinwagen gegenüber Luxusfahrzeugen und LKWs) und Länder sind Gegenstand von Interessenkonflikten und Einflussnahmen verschiedener Seiten.

Forschungspolitische Aspekte

Die öffentlichen Ausgaben für Klimaforschung sind in den letzten 15 Jahren stark angestiegen. Dies wurde von Richard Lindzen in einem Zeitungsartikel auf der Meinungsseite des Wall Street Journal vor allem den „alarmierenden Szenarien“ der Klimaforschung zugeschrieben. Wissenschaftlern, die allzu kritische Positionen vertreten hätten, seien die Fördermittel gestrichen worden.[101] Die Veröffentlichungspolitik der beiden bedeutenden internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften Science und Nature gegenüber IPCC-kritischen Artikeln wurde zeitweise, etwa im Zusammenhang mit der Diskussion um das Hockeyschläger-Diagramm wie um den wissenschaftlichen Konsens unter anderen von Lindzen und Benny Peiser als parteiisch gegenüber Skeptikern kritisiert. Lindzen verglich in einem wissenschaftshistorischen Buchbeitrag die Beziehung von Wissenschaft und Politik beim Thema Klimawandel mit anderen 'Wissenschaftshypes' der Vergangenheit, so der öffentlich intensiv diskutierten und propagierten Eugenik vor und nach 1900[102]

Demgegenüber legte die Redaktion der Zeitschrift Nature ihren Standpunkt zur Kontroverse um die globale Erwärmung in einem langen Editorial vom 12. Juli 2001 dar. Darin unterstützt die Redaktion den in den Berichten des IPCC zum Ausdruck kommenden Konsens. Kritik an den Erkenntnissen der Klimaforschung sei demnach primär von der US-Kohle- und Ölindustrie initiiert. So genannte climate-change dissidents riefen mittlerweile einen ähnlichen Eindruck hervor wie Aids dissidents oder tobacco-industry dissidents. Durch sie werde die Öffentlichkeit hinsichtlich der Tatsachen über die globale Erwärmung getäuscht und verwirrt.[103]

Der Journalist und Umweltaktivist George Monbiot konstatiert eine Einflussnahme der Politik im Sinne einer gezielten Verharmlosung des Klimawandels in Forschungsberichten und der direkten Bearbeitung wissenschaftlicher Dokumente.[104]

Dem Kampf gegen die globale Erwärmung ist die Auslobung des bislang höchstdotierten Wissenschaftspreises gewidmet: Der Unternehmer Sir Richard Branson verspricht demjenigen Wissenschaftler 25 Millionen US$, der einen umweltverträglichen Weg findet, die Atmosphäre von Treibhausgasen zu befreien.[105]

Ergebnisse der Klimaforschung im politischen Verwertungsprozess

Politische Einflussnahme zu Verharmlosungszwecken ließ sich bei den Verhandlungen um den Vierten Sachstandsbericht des IPCC beobachten. Der Veröffentlichung der drei so genannten Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger ging jeweils eine mehrtägige Konferenz voraus, in welcher der Entwurf der am Bericht beteiligten Klimaforscher durch Vertreter von Regierungen abgesegnet werden musste. Nach Darstellung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel haben anscheinend sowohl beim Bericht der Arbeitsgruppe I über die physikalischen Grundlagen[106] als auch beim Bericht der Arbeitsgruppe II über die Folgen des Klimawandels[107] die Regierungen der USA, Russlands, Chinas und Saudi-Arabiens erfolgreich eine Verwässerung der ursprünglich vorgesehenen Schärfe und Eindeutigkeit des Berichts erwirkt. Die Washington Post benennt explizit einen auf Druck der USA und Chinas gestrichenen Absatz über die notwendige Reduktion der Treibhausgasemissionen als ein Beispiel für die direkte abschwächende Bearbeitung in der Zusammenfassung des jüngsten IPCC-Berichtes.[108]

Dieses Verfahren kommt jedoch nur bei den Zusammenfassungen für politische Entscheidungsträger zur Anwendung. Auf die wissenschaftlichen Berichte des IPCC, die den Zusammenfassungen zugrunde liegen, haben die Regierungen keinen Einfluss. Die Vorgehensweise zur Erstellung der Berichte war jedoch auch bereits vor der Veröffentlichung der Zusammenfassung für Entscheidungsträger Gegenstand von Kritik, weil die Zusammenfassung für Entscheidungsträger vor dem eigentlichen wissenschaftlichen Bericht veröffentlicht worden ist, um den Inhalt des Berichtes an die Zusammenfassung anzupassen.[109]

Klimapolitische Sonderrolle der USA

Da die USA bislang mit Abstand der weltweit größte Emittent des Treibhausgases Kohlendioxid sind, ist ihre Klimapolitik auch im globalen Maßstab von erstrangiger Bedeutung.

Als Beispiel für die Ausrichtung der amerikanischen Administration in klimapolitischer Hinsicht erregte der Fall von James Hansen besonderes Aufsehen. Hansen ist Direktor des NASA-eigenen Goddard Institute for Space Studies und seit Jahrzehnten mit klimawissenschaftlichen Fragen beschäftigt. In den Jahren 2005 und 2006 sagte Hansen in Interviews mit der Washington Post[110] und der New York Times, dass NASA-Beamte aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit versucht hätten, seine öffentlichen Stellungnahmen über die Ursachen der globalen Erwärmung zu beeinflussen. Der Konflikt wurde insbesondere an der Person Philip Cooneys festgemacht, mittlerweile Manager bei Exxon Mobile, früher Angestellter American Petroleum Institute und während der Regierung George W. Bush Vorgesetzter Hansens. Dort hätte er aus zahlreichen Studien Hinweise auf den menschlichen Anteil am Klimawandel entfernt und verwässert. Hansen wurde in dem Zuge der Affäre weltweit bekannt und regelmäßig in den Medien präsent, einzelne Aussagen und Vergleiche, etwa Kohlegüterwagen als 'Todeszüge' zu bezeichnen (He likes to compare carbon to the Holocaust: "those coal trains will be death trains - no less gruesome than if they were boxcars headed to crematoria.", zitiert nach [111]) auch kritisiert.

Eine politische Beeinflussung wissenschaftlicher Studien durch Regierungsbeamte in den USA beschäftigte von 2006 bis 2007 unter anderem das United States House Committee on Oversight and Government Reform, eine Art ständiger Ausschuss des Repräsentantenhauses. In seinem Abschlussbericht vom Dezember 2007 beschreibt das Komitee eine fortwährende Einflussnahme der Regierung Bush auf die US-Klimaforschung. Die Schlussfolgerung daraus lautet:

„Die 16-monatige Untersuchung des Komitees enthüllt systematische Bemühungen des Weißen Hauses, Klimawissenschaftler zu zensieren indem ihr Zugang zur Presse kontrolliert wurde und durch die Bearbeitung ihrer Aussagen gegenüber dem Kongress. Das Weiße Haus war besonders darum bemüht, Diskussionen über die Verbindung zwischen zunehmender Hurrikanintensität und der globalen Erwärmung zu ersticken. Das Weiße Haus versuchte auch die Bedeutung und die Sicherheit des Klimawandels zu minimieren, indem es ausführlich Regierungsberichte über den Klimawandel bearbeitete. Andere Tätigkeiten des Weißen Hauses beinhalteten das Editieren von Rechtsgutachten der EPA und op-eds über den Klimawandel.“[112]

Neben der NASA sind auch noch andere US-Einrichtungen von vergleichbarer Einflussnahme betroffen gewesen, darunter die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die Environmental Protection Agency (EPA), das Climate Change Science Program (CCSP) oder das US Geological Survey (USGS).[113]

Mediale Aufbereitung

Der globalen Erwärmung wird medial mittlerweile eine große Aufmerksamkeit geschenkt, so zum Beispiel nach der Veröffentlichung des Stern-Reports über die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Damit ist das Thema nicht mehr vorrangig eines der wissenschaftlichen Diskussion. In journalistischen Darstellungen kommt es neben seriösen Bemühungen um eine dem Forschungsstand entsprechende Aufbereitung des Problemkomplexes oft zu Ungenauigkeiten, indem die den jeweiligen Modellrechnungen zugrundeliegenden Annahmen nur ungenügend berücksichtigt werden. Daraus ergeben sich Verzerrungen der Forschungsergebnisse in beide Richtungen: So sind einerseits aufmerksamkeitsheischende Übertreibungen zu finden, etwa wenn wiederholt vor einer unmittelbar bevorstehenden Klimakatastrophe gewarnt wird; und andererseits werden aus wirtschaftlichen und politischen Motiven unsachgemäße Verharmlosungen verbreitet.

Die amerikanische Kulturhistorikerin Camille Paglia sieht die heraufbeschworenen Gefahren der globalen Erwärmung vornehmlich als Ausdruck eines Hungers nach Gläubigkeit und Apokalypse, nachdem die gewöhnliche Kirche in eine richtungslose feel-good-Therapie verwandelt worden sei.[114] Der Klimaforscher Christian-Dietrich Schönwiese hingegen kritisiert, dass hinter den Versuchen der „Skeptiker“, die anthropogenen Ursachen des Klimawandels zu widerlegen, hauptsächlich nichtwissenschaftliche Motivationen steckten wie Angst um den eigenen Lebensstandard oder Sorge um die Interessen der Wirtschaft.[115] Der Sozialpsychologe Harald Welzer fürchtet eine Unterschätzung der realen Gefahren des Klimawandels im Bewusstsein der Allgemeinheit. Welzer bezieht sich dabei auf das Phänomen der shifting baselines[116], das Menschen auch dramatische Änderungen ihres eigenen Lebensraumes nicht wahrnehmen lässt, da Veränderungen vom eigenen Beobachterstandpunkt aus wahrgenommen werden, der durch die eigene Lebens- und Erfahrungszeit begrenzt ist.[117]

Die globale Erwärmung wird auch mit cineastischen Mitteln bearbeitet, so zum Beispiel in den Katastrophenfilmen Waterworld, The Day After Tomorrow oder in dem Dokumentarfilm Eine unbequeme Wahrheit von Al Gore. Eine Gegenposition nimmt der britische Film The Great Global Warming Swindle ein, der mittlerweile vom Sender Channel 4, der ihn gesendet hat, als „Polemik“ bezeichnet wurde. All diesen Produktionen werden jeweils von Vertretern anderer Sichtweisen Einseitigkeiten vorgeworfen (siehe die jeweiligen Artikel).

Literatur

  • Ross Gelbspan: Boiling Point. How Politicians, Big Oil and Coal, Journalists, and Activists Have Fueled the Climate Crisis - and What We Can Do to Avert Disaster. ISBN 0-465-02762-8 (Exzerpt) (englisch)
  • Grassl et al.(2005): Wetterkatastrophen und Klimawandel. Sind wir noch zu retten? Pg Verlag, ISBN 3-937624-80-5
  • Intergovernmental Panel on Climate Change (2007): Fourth Assessment Report, siehe online (englisch)
  • Mojib Latif: Herausforderung Klimawandel - Was wir jetzt tun müssen. Heyne, ISBN 3-453-61503-4
  • Stefan Rahmstorf, Hans Joachim Schellnhuber: Der Klimawandel. Beck, ISBN 3-406-50866-9

Skeptische Literatur

  • Ulrich Berner, Hansjörg Streif: Klimafakten. Der Rückblick, ein Schlüssel für die Zukunft. Schweizerbart, Stuttgart 2004, ISBN 3-510-95913-2
  • Wolfgang Thüne: Freispruch für CO2!. Wie ein Molekül die Phantasien von Experten gleichschaltet. edition steinherz, Wiesbaden 2002, ISBN 3-9807378-1-0
  • Christopher C. Horner: The Politically Incorrect Guide to Global Warming and Environmentalism. Regnery Publishing, Washington 2007, ISBN 1-59698-501-1
  • Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Klimas. Von der Eiszeit bis zur globalen Erwärmung. Verlag C.H.Beck, München, ISBN 978-3-406-52866-8
  • Nils-Axel Mörner: The Greatest Lie Ever Told. 2007. ISBN 978-91-977047-0-0

Weblinks

Klimaskeptiker

Stellungnahmen zur Klimaskepsis von Seiten der Klimatologie

Medienberichte

Einzelnachweise

  1. a b Oreskes, Naomi: The Scientific Consensus on Climate Change. In: Science Vol. 306, 4. Dezember 2004 (PDF)
  2. a b Royal Society (2001): The Science of Climate Change (PDF)
  3. a b The Royal Society (Hrsg.) (2005): Joint science academies’ statement: Global response to climate change, Ref 08/05 (PDF)
  4. a b The National Academies (2007): Joint science academies’ statement on growth and responsibility: sustainability, energy efficiency and climate protection (PDF)
  5. a b The National Academies (2008): Joint Science Academies’ Statement: Climate Change Adaptation and the Transition to a Low Carbon Society (PDF)
  6. Siehe hierzu auch den englischen Wikipedia-Artikel Scientific opinion on climate change
  7. Siehe 'Leading scientific journals are censoring debate on global warming', Robert Matthews, 01 Mai 2005, [1]
  8. European Science Foundation Position Paper Impacts of Climate Change on the European Marine and Coastal Environment - Ecosystems Approach pp. 7-10
  9. Position Statement of the Division of Atmospheric and Climate Sciences of the European Geosciences Union on Climate Change.
  10. WMO’s Statement at the Twelfth Session of the Conference of the Parties to the U.N. Framework Convention on Climate Change.
  11. Climate Change Research: Issues for the Atmospheric and Related Sciences from www.ametsoc.org
  12. Royal Meteorological Society’s statement on the IPCC’s Fourth Assessment Report.
  13. AMOS Statement on Climate Change
  14. Position Statement on Global Warming - Canadian Meteorological and Oceanographic Society (Updated, 2007)
  15. American Physical Society: National Policy - 07.1: CLIMATE CHANGE
  16. Network of African Science Academies (2007): Joint statement by the Network of African Science Academies (NASAC) to the G8 on sustainability, energy efficiency and climate change (PDF)
  17. a b c d DER SPIEGEL 4/2005 vom 24.01.2005, Seite 160, Hans von Storch und Nico Stehr, Klima inszenierter Angst online
  18. Brown, Fergus W.M., Roger A. Pielke, Sr., und James D. Annan (2007): Is there agreement amongst climate scientists on the IPCC AR4 WG1? Unveröffentlichte Studie (PDF)
  19. Im Original: „Human activity is a significant contributing factor in changing mean global temperatures.“ Quelle: Doran, Peter T.; Kendall Zimmerman, Maggie (2009): Examining the Scientific Consensus on Climate Change. In: Eos, Vol. 90, No. 3, 20. Januar 2009 (PDF)
  20. a b Hans M. Kepplinger und S. Post (2008): Klimakatastrophe oder Katastrophenklima? Die Berichterstattung über den Klimawandel aus Sicht der Klimaforscher, Verlag R. Fischer Bericht der Welt dazu
  21. Boykoff, Maxwell T. und Jules M. Boykoff (2004): Balance as bias: global warming and the US prestige press, in: Global Environmental Change 14, 125-136, doi:10.1016/j.gloenvcha.2003.10.001 In ihrer Studie über die Berichterstattung über den Klimawandel in der US-Qualitätspresse schreiben die Autoren, dass knapp 6 % der untersuchten Zeitungsartikel von klimatologischen, wissenschaftlichen Argumenten dominiert waren. Über 35 % boten eine „überwiegende“ Darstellung dieser Argumente, während knapp 53 % eine gemischte und vermeintlich „ausgewogene“ Darstellung wählten. Weitere 6 % verwendeten ausschließlich die Argumentation der Skeptiker.
  22. Boykoff, Maxwell T. (2008): Lost in translation? United States television news coverage of anthropogenic climate change, 1995–2004, in: Climatic Change, Vol. 86, Nr. 1-2, Januar, doi:10.1007/s10584-007-9299-3
  23. Gelbspan, Ross (2004): Boiling Point. How Politicians, Big Oil and Coal, Journalists, and Activists Have Fueled the Climate Crisis - and What We Can Do to Avert Disaster. ISBN 0-465-02762-8. (Exzerpt (englisch))
  24. Zimprich, Stephan (2007): Wie Exxon die Welt verdunkelt. In: Financial Times Deutschland, 11. Januar
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  26. U.S. Senate Environment and Public Works Committee U.S. Senate Report: Over 400 Prominent Scientists Disputed Man-Made Global Warming Claims in 2007 Senate Report Debunks "Consensus"
  27. 29.06.2008 "Klima-Planwirtschaft" Hayek-Gesellschaft diskutiert über Umwelt und Freiheit ppl. FREIBURG, 29. Juni. Der Versuch der Politik, mit langfristigen Mengenzielen für Kohlendioxid (CO2) und mit Quoten für bestimmte Energieformen den Klimawandel zu beeinflussen, stößt auf große Skepsis bei den Ökonomen der liberalen Hayek-Gesellschaft. F.A.Z. vom 30.06.2008
  28. a b Nico Stehr und Hans von Storch, 2008: Anpassung und Vermeidung oder von der Illusion der Differenz. Reaktion auf H. Ziegler. 2008. Adaptation versus mitigation – Zur Begriffspolitik in der Klimadebatte. GAIA 17/1: 19 – 24 online (PDF)
  29. Pielke Sr. R. A, et al. (2006): Documentation of bias associated with surface temperature measurement sites. Bull. Amer. Meteor. Soc., submitted, (PDF)
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  32. Peterson, T. C. (2003): Assessment of urban versus rural in situ surface temperatures in the contiguous United States: No difference found, in: Journal of Climate, Vol. 16, S. 2941-2959, (PDF, 6,5 MB)
  33. David E. Parker (2006): A Demonstration That Large-Scale Warming Is Not Urban, in: Journal of Climate, Vol. 16, S. 2882–2895, online
  34. Schmidt, Gavin (2005): Et Tu LT? In: RealClimate.org
  35. C. A. Maers und F. J. Wentz (2005): The Effect of Diurnal Correction on Satellite-Derived Lower Tropospheric Temperature, in: Science, 11. August, doi:10.1126/science.1114772
  36. Sherwood, Steven, John Lanzante und Cathryn Meyer (2005): Radiosonde Daytime Biases and Late-20th Century Warming, in: Science, 11. August doi:10.1126/science.1115640
  37. Carbon Dioxide Information Analysis Center: Trends Online: Global, hemispheric, and zonal temperature deviations derived from radiosonde records
  38. Parmesan, Camille und Gary Yohe (2003): A globally coherent fingerprint of climate change impacts across natural systems, in: Nature, Vol. 421, 2. Januar, S. 37-42 (PDF)
  39. Stefan Rahmstorf (2005): What If … the “Hockey Stick” Were Wrong? Beitrag bei RealClimate.org
  40. J.N. Richey et al. (2006): A 1400-year multi-proxy record of climate variability from the Northern Gulf of Mexico AGU Fall Meeting 2006 [2]
  41. Jared Diamond: Collapse. How Societies Choose to Fail or Succeed. Viking, New York 2005, ISBN 0-670-03337-5. S. 211 (dt.: Kollaps. Warum Gesellschaften überleben oder untergehen. S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main 2005, ISBN 3-10-013904-6 - Rezension, Rezension, Rezension).
  42. a b IPCC Fourth Assessment Report: Summary for Policymakers (PDF) (englisch)
  43. Millar, Constance I., John C. King, Robert D. Westfall, Harry A. Alden und Diane L. Delany (2005): Late Holocene Forest Dynamics, Volcanism, and Climate Change at Whitewing Mountain and San Joaquin Ridge, Mono County, Sierra Nevada, CA, USA (PDF)
  44. Naurzbaev, Mukhtar, Malcolm K. Hughes und Eugene A. Vaganov (2004): Tree-ring Growth Curves as Sources of Climatic Information, in: Quaternary Research, 62, S. 126–133 (PDF)
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  48. Meehl, Gerald A., Warren M. Washington, Caspar M Ammann, Julie M. Arblaster, T. M. L. Wigleiy und Claudia Tebaldi (2004): Combinations of Natural and Anthropogenic Forcings in Twentieth-Century Climate, in: Journal of Climate, Vol. 17, 1. Oktober, S. 3721-3727 (PDF)
  49. Hansen, James et al. (2007): Dangerous human-made interference with climate: a GISS modelE study, Atmos. Chem. Phys, Vol. 7, S. 2287-2312 (PDF, 6,0 MB)
  50. „This small warming is likely a result of the natural alterations in global ocean currents which are driven by ocean salinity variations. Ocean circulation variations are as yet little understood. Human kind has little or nothing to do with the recent temperature changes. We are not that influential." Mr. Gray, who has worked in the field for 50 years, has labeled global warming „one of the greatest hoaxes ever perpetrated on the American people." [3] [4]
  51. „[T]here's increasingly strong evidence that previous research conclusions, including those of the United Nations and the United States government concerning 20th century warming, may have been biased by underestimation of natural climate variations. The bottom line is that if these variations are indeed proven true, then, yes, natural climate fluctuations could be a dominant factor in the recent warming. In other words, natural factors could be more important than previously assumed." In: Harvard University Gazette, 24. April 2003, online)
  52. „[T]he recent warming trend in the surface temperature record cannot be caused by the increase of human-made greenhouse gases in the air". [5] In 2003 Baliunas and Soon wrote that „there is no reliable evidence for increased severity or frequency of storms, droughts, or floods that can be related to the air’s increased greenhouse gas content." (PDF)
  53. „So we see that the scientific facts indicate that all the temperature changes observed in the last 100 years were largely natural changes and were not caused by carbon dioxide produced in human activities." Aus: Do people cause global warming? In: Environment News, 2001, online)
  54. „[T]he truth is probably somewhere in between [the common view and that of skeptics], with natural causes probably being more important over the past century, whereas anthropogenic causes will probably be more dominant over the next century. […] [A]bout 2/3's (give or take a third or so) of the warming [over the past century] should be attributed to increased solar activity and the remaining to anthropogenic causes." His opinion is based on some proxies of solar activity over the past few centuries. [6]
  55. „The greenhouse effect is real. However, the effect is minute, insignificant, and very difficult to detect." In: Christian Science Monitor, 22. April 2005, online. „The Earth currently is experiencing a warming trend, but there is scientific evidence that human activities have little to do with it." In: NCPA Study Nr. 279, September 2005, (PDF)
  56. „The essence of the issue is this. Climate changes naturally all the time, partly in predictable cycles, and partly in unpredictable shorter rhythms and rapid episodic shifts, some of the causes of which remain unknown." [7]
  57. „There is no meaningful correlation between CO2 levels and Earth's temperature over this [geologic] time frame. In fact, when CO2 levels were over ten times higher than they are now, about 450 million years ago, the planet was in the depths of the absolute coldest period in the last half billion years. On the basis of this evidence, how could anyone still believe that the recent relatively small increase in CO2 levels would be the major cause of the past century's modest warming?" [8]
  58. „The possible causes, then, of climate change are: well-established orbital parameters on the palaeoclimatic scale, […] solar activity, […]; volcanism […]; and far at the rear, the greenhouse effect, and in particular that caused by water vapor, the extent of its influence being unknown. These factors are working together all the time, and it seems difficult to unravel the relative importance of their respective influences upon climatic evolution. Equally, it is tendentious to highlight the anthropic factor, which is, clearly, the least credible among all those previously mentioned." (M. Leroux: Global Warming - Myth or Reality?, S. 120. 2005, ISBN 3-540-23909-X)
  59. Ulrich Berner, Hansjörg Streif Klimafakten. Der Rückblick, ein Schlüssel für die Zukunft. Schweizerbart, Stuttgart 2004, ISBN 3-510-95913-2
  60. Stott, Peter A., Gareth S. Jones und John F.B. Mitchell (2003): Do Models Underestimate the Solar Contribution to Recent Climate Change? In: Journal of Climate, Volume 16, Dezember, S. 4079–4093 (PDF)
  61. Scafetta, N., and B. J. West (2007), Phenomenological reconstructions of the solar signature in the Northern Hemisphere surface temperature records since 1600, In: Journal of Geophysical Research, 112, D24S03, doi:10.1029/2007JD008437
  62. Solanki, Sami, I.G. Usoskin, B. kromer, M. Schüssler und J. Beer (2004): Unusual activity of the Sun during recent decades compared to the previous 11,000 years, in: Nature, Vol. 431, 28 Oktober, S. 1084-1087 (PDF)
  63. Max Planck Society (2004): How Strongly Does the Sun Influence the Global Climate? Press Release, 2. August, siehe online
  64. Solanki, S. K. und N. A. Krivova (2003): Can solar variability explain global warming since 1970?, in: Journal of Geophysical Research, Vol. 108, No. A5, 1200, doi:10.1029/2002JA009753
  65. Natalie Krivova auf einer Webseite des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung: The Sun and Earth's Climate - Some Results. Zitat im Original: „It is highly likely, however, that after 1980 the Sun has not contributed in any significant way to global warming.“
  66. (PDF)Muscheler, Raimund, Fortunat Joos, Simon A. Müller und Ian Snowball (2005): How unusual is today’s solar activity?, in: Nature, Vol. 436, 28. Juli, S. E3-E4
  67. Foukal, P., C. Fröhlich, H. Spruit und T. M. L. Wigley (2006): Variations in solar luminosity and their effect on the Earth's climate, in: Nature, 443, S. 161-166, 14. September, doi:10.1038/nature05072
  68. Schmitt, D. and M. Schüssler (2003): Klimaveräanderung – Treibhauseffekt oder Sonnenaktivität? Max-Planck-Institut für Aeronomie (PDF)
  69. Q. Fu, C. M. Johanson, S. G. Warren, D. J. Seidel (2004): Contribution of stratospheric cooling to satellite-inferred tropospheric temperature trends, in: Nature, Vol. 429, S. 55-58, online (PDF)
  70. U.S. Climate Change Science Program (2006): Temperature Trends in the Lower Atmosphere. Steps for Understanding and Reconciling Differences (PDF, 9,4 MB)
  71. Svensmark, Henrik (1998): Influence of Cosmic Rays on Earth's Climate, in: Physical Review Letters, Vol. 81, S. 5027-5030, doi:10.1103/PhysRevLett.81.5027 (PDF)
  72. Scherer K., Fichtner H., Borrmann T., Beer J., Desorgher L., Flükiger E., Fahr H., Ferreira S.E., Langner U.W.,Potgieter M.S. (2006) Interstellar-Terrestrial Relations: Variable Cosmic Environments, The Dynamic Heliosphere, and Their Imprints on Terrestrial Archives and Climate. Space Science Reviews 127(1-4): 327. 2006
  73. M. Lockwood und C. Fröhlich (2007): Recent oppositely directed trends in solar climate forcings and the global mean surface air temperature, in: Proceedings of the Royal Society A, online (PDF)
  74. H. Svensmark & E. Friis-Christensen: Reply to Lockwood and Fröhlich - The persistent role of the Sun in climate forcing
  75. Laut, Peter (2003): Solar activity and terrestrial climate: an analysis of some purported correlations, in: Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, Vol. 65, S. 801– 812, doi:10.1016/S1364-6826(03)00041-5 (PDF)
  76. Evan, Amato T., Andrew K. Heidinger und Daniel J. Vimont: Arguments against a physical long-term trend in global ISCCP cloud amounts, in: Geophysical Research Letters, Vol. 34, 2007, L04701, doi:10.1029/2006GL028083
  77. Sloan, T. und A.W. Wolfendale (2008): Testing the proposed causal link between cosmic rays and cloud cover, in: Environ. Res. Lett., Vol. 3, 024001, doi:10.1088/1748-9326/3/2/024001 (PDF, preprint)
  78. [9] Klimawandel: Kommt die Lösung aus dem All? Forscher der europäischen Organisation für die Kernforschung (CERN) in Genf untersuchen, wie die kosmische Strahlung die Umwelt beeinflussen kann, swissinfo, Scott Capper, Genf 14. November 2006
  79. Lawrence Solomon. „The sun moves climate change “, National Post, 2. Februar 2007. The Deniers, Part VI. Zugriff am 19. September 2007. 
  80. CLOUD Project Documents. Abgerufen am 25. November 2008.
  81. Kirkby, J. 2008. Cosmic rays and climate. Surveys in Geophysics 28: 333-375, Beschreibung bei [10]
  82. [11] Stellungnahme von Richard Lindzen vor dem US-Senat 2001
  83. So kommentiert beispielsweise Heinz-Otto Peitgen (Universität Bremen/Florida) in Technology Review auf die Frage Lässt sich das Klima modellieren? „Jetzt reden wir von Glaubenssachen. Es gibt Leute, die glauben – und viele von denen sitzen in hoch bezahlten Positionen in sehr bedeutenden Forschungszentren –, dass man das Klima modellieren kann. Ich zähle zu denen, die das nicht glauben. Ich halte es für möglich, dass sich die mittlere Erwärmung der Ozeane in 50 Jahren mit einem bestimmten Fehler vorausberechnen lässt. Aber welche Wirkungen das auf das Klima hat, das ist eine ganz andere Geschichte."
  84. Umweltbundesamt: Antworten des UBA auf populäre skeptische Argumente http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/klimaaenderungen/faq/antworten_des_uba.htm#4
  85. A. S. Allen, J. A. Andrews, A. C. Finzi, R. Matamala, D. D. Richter und W. H. Schlesinger (1999): Effects of Free Air CO2-Enrichment (FACE) on Belowground Processes in a PINUS TAEDA Forest, in: Ecological Applications, Vol. 10, No. 2, S. 437–448, Abstract online
  86. Christian Körner et. al. 2005: Carbon Flux and Growth in Mature Deciduous Forest Trees Exposed to Elevated CO2. Science, Vol. 309. no. 5739, S. 1360 - 1362, Abstract online
  87. Ernährungskrise Stiller Tsunami, Zielkonflikte sind in der Politik nichts Ungewöhnliches. Aber nicht immer sind sie so scharf und existentiell wie der aktuelle Konflikt: Nahrungsmittelsicherheit kontra Klimaschutz. FAZ, Klaus-Dieter Frankenberger 22. April 2008
  88. Jeffrey D. Sachs: Seeking a global solution. In: Nature, Vol. 430, 2004, S. 725-726, doi:10.1038/430725a
  89. Ottmar Edenhofer: Die Kopernikanische Wende
  90. The Economics of Climate Change positive Rezensionen und Pressestimmen beim Herausgeber des Reports
  91. Robert M. Carter, C. R. de Freitas, Indur M. Goklany, David Holland, Richard S. Lindzen, Ian Byatt, Ian Castles, Indur M. Goklany, David Henderson, Nigel Lawson, Ross McKitrick, Julian Morris, Alan Peacock, Colin Robinson, Robert Skidelsky (2006): The Stern Review: A Dual Critique. WORLD ECONOMICS, Vol. 7, No. 4, Oktober–Dezember 2006 (PDF)
  92. [12] THE STERN REVIEW OF THE ECONOMICS OF CLIMATE CHANGE: A COMMENT, Richard Tol, Economic and Social Research Institute Hamburg, Vrije and Carnegie Mellon Universities, 2. November, 2006
  93. frühere Forderungen nach Anpassung statt Vermeidung finden sich bereits im Jahr 2000[13] Juli 2000, Daniel Sarewitz und Roger A. Pielke in The Atlantic Monthly
  94. „[W]arming has been shown to positively impact human health, while atmospheric CO2 enrichment has been shown to enhance the health-promoting properties of the food we eat, as well as stimulate the production of more of it. […] [W]e have nothing to fear from increasing concentrations of atmospheric CO2 and global warming." (Enhanced or Impaired? Human Health in a CO2-Enriched Warmer World, co2science.org, Nov, 2003.
  95. Schimmel, David (2006): Climate Change and Crop Yields: Beyond Cassandra, in: Science, Vol. 312, No. 5782, S. 1889 - 1890, doi:10.1126/science.1129913
  96. Long, Stephen P., Elizabeth A. Ainsworth, Andrew D. B. Leakey, Josef Nösberger und Donald R. Ort (2006): Food for Thought: Lower-Than-Expected Crop Yield Stimulation with Rising CO2 Concentrations, in: Science, Vol. 312, No. 5782, S. 1918 - 1921, doi:10.1126/science.1114722, siehe auch die Meldung hier
  97. Hare, William (2003): Assessment of Knowledge on Impacts of Climate Change – Contribution to the Specification of Art. 2 of the UNFCCC. Externe Expertise für das WBGU-Sondergutachten „Welt im Wandel: Über Kioto hinausdenken. Klimaschutzstrategien für das 21. Jahrhundert“ (PDF)
  98. Paul Reiter: Global Warming And Vector-Borne Disease: Is Warmer Sicker?. In: CEI. 28. Juli 1998. Abgerufen am 21. Dezember 2008. (engl.)
  99. Hans Werner Sinn Public Policies against Global Warming, CESIFO WORKING PAPER NO. 2087, CATEGORY 8: RESOURCES AND ENVIRONMENT, AUGUST 2007
  100. Hans-Werner Sinn: Das grüne Paradoxon. Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik, Econ München, 17. Oktober 2008, ISBN 3-430-20062-8
  101. R. Lindzen: Climate of Fear, in: Opinion Journal 2006-04-12 [14]
  102. [15] Science and Politics: Global Warming and Eugenics, von Richard S. Lindzen, Sloan Professor of Meteorology, M.I.T. 31. August 1995, in From Risks, Costs, and Lives Saved, R.W. Hahn, editor, Oxford University Press, New York, 1996.
  103. Nature editorial, 12. Juli 2001, in: Nature, Vol. 412, Nr. 6843, S. 103, doi:10.1038/35084333. Frei übersetzt:

    „[…] Wissenschaft kann nur durch ihre starke Tradition der Debatte und Meinungsverschiedenheit fortschreiten. Aber diese spezielle Debatte diskreditiert den Begriff der wissenschaftlichen Meinungsverschiedenheit. Einige der Klimaskeptiker rufen Erinnerungen an die AIDS-Dissidenten hervor, die in den 1990er Jahren mit Hilfe von Begriffen behaupteten, dass HIV nicht AIDS verursachen würde, und dass es keine AIDS-Pandemie in Afrika gäbe. Andere ähneln den Tabakindustrie-Dissidenten, die der Regulierung dieser Industrie bis zum Letzten widerstanden - auf der Grundlage dessen, was später als die falsche Darstellung der von den Zigarettenherstellern geförderten Wissenschaft entlarvt wurde.“

  104. George Monbiot (2007): There is climate change censorship - and it's the deniers who dish it out, in: The Guardian, 10. April, siehe online
  105. Steve Connor: Branson defends space trips at eco-prize launch. In: The Independent, 10. Februar 2007
  106. Der Spiegel: Wie die Politik den Klimabericht beeinflusst hat vom 2. Februar 2007
  107. Der Spiegel: Bush lässt Uno-Klimabericht entschärfen vom 6. April 2007, und Grabenkämpfe um bunte Landkarten vom 4. April 2007
  108. Washington Post: U.S., China Got Climate Warnings Toned Down vom 7. April 2007
  109. Principles Governing IPCC Work, Appendix A, S.4 (PDF)
  110. Washington Post: Putting Some Heat on Bush vom 19. Januar 2005
  111. [16] The Wallstreet Journal, REVIEW & OUTLOOK DECEMBER 5, 2008 Some Carbon Candor A climate guru rebukes his mates on cap and trade.
  112. United States House Committee on Oversight and Government Reform, Administration Oversight, Environment, Politics and Science: Committee Report: White House Engaged in Systematic Effort to Manipulate Climate Change Science, 12. Dezember 2007. Das Zitat im Original: „The Committee’s 16-month investigation reveals a systematic White House effort to censor climate scientists by controlling their access to the press and editing testimony to Congress. The White House was particularly active in stifling discussions of the link between increased hurricane intensity and global warming. The White House also sought to minimize the significance and certainty of climate change by extensively editing government climate change reports. Other actions taken by the White House involved editing EPA legal opinions and op-eds on climate change.“
  113. Maassarani, Tarek (2007): Redacting the Science of Climate Change: An Investigative and Synthesis Report, veröffentlicht vom Government Accountability Project (PDF, 1,4 MB)
  114. Camille Paglia: Real inconvenient truths. Auf Salon.com, 11. April 2007
  115. Der Spiegel: Außenseiter befeuern die Leugnungsmaschine vom 5. September 2007
  116. Artikel zu shifting baseline in engl. Wikipedia
  117. Harald Welzer: Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. Bonn, Bundeszentrale für Politische Bildung, 2008.

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