Koga-Miyata


Koga-Miyata

Koga-Miyata ist ein niederländischer Hersteller von Fahrrädern der oberen Preisklasse. Sitz des Unternehmens ist Heerenveen.

Die Firma Koga wurde 1974 von Andries Gaastra, dem Sohn des Gründers der Traditionsmarke Batavus, gegründet; der Name ist ein Kofferwort aus seinem Familiennamen und dem Geburtsnamen seiner Frau, Kowallik. Die Firma produzierte zunächst Komponenten, ab 1976 fertigte man Kompletträder mit Rahmen des renommierten japanischen Fahrradbauers Miyata Kōgyō K.K. (der Büchsenmacher Eisuke Miyata hatte 1892 das erste japanische Fahrrad mit Diamantrahmen hergestellt). Mittlerweile werden Renn- und Tourenräder, Trekking- und Mountainbikes, Stadt- und Klappräder sowie Tandems gebaut. Als Rahmenmaterial werden Chrom-Molybdän-Stahl, Aluminium und Carbon verwendet.

Koga-Miyata versteht sich als Fahrradhersteller höchster Qualität. So werden die verwendeten Teile exakt an den Zweck angepasst. Üblich ist beispielsweise, die Rahmenrohrstärke nach den Anforderungen zu variieren. Die Preise für die jeweiligen Spitzenmodelle in den verschiedenen Bauarten liegen nicht selten bei über 3.000 Euro. Das aktuelle Spitzenmodell unter den Mountainbikes beispielsweise kostet 4.500 Euro.

Koga verkauft die Fahrräder nicht nur über den Vertragshändler, sondern unterhält eigene Läden, sogenannten Koga Quality Stores, von denen es in Deutschland drei gibt. Zudem gibt es – wie bei Herstellern in dieser Preis- und Qualitätsklasse durchaus üblich – einen Online-Konfigurator, mit dem die gewünschten Bauteile des Fahrrads selbst zusammengestellt werden können, von der Schaltung bis zum Lenkerband. Die Fahrräder werden überwiegend in den Niederlanden, Deutschland und Frankreich verkauft.

Der Hersteller unterhält mehrere Radsport-Teams in den Niederlanden und Deutschland.

Die Koga B.V. gehört – wie auch die Hersteller Hercules, Batavus und Sparta und weitere – zur börsennotierten niederländischen Accell Group. Der Gesamtumsatz von Accell betrug 2008 538 Mio. Euro und wächst beständig.

Zeitlinie

  • 1974 – Gründung des Unternehmens
  • 1976 – Markteinführung handgefertigter Räder
  • 1984 – Erweiterung des Sortiments auf Reiseräder
  • 1986 – Herstellung von Mountainbikes
  • 1993 – Bau von Hybridfahrrädern (Fahrrad mit Elektromotorunterstützung)
  • 1998 – Börsengang von Koga-Accell
  • 2009 – Übernahme des fahrradähnlichen Sportgerätes Bergmönch[1]

Einzelnachweise

  1. News Aktuell, Schweiz: Koga übernimmt den Bergmönch exklusiv

Weblinks


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