Krishak-Sramik-Partei


Krishak-Sramik-Partei

Die Bauern- und Arbeiter-Partei Krishak-Sramik-Partei (KSP), eine politisch linksgerichtete Partei im ehemaligen Ost-Pakistan (Bangladesch), ist eine Wiederbelebung der Krishak-Praja-Partei (KPP). Der Partei wurde mehrfach vorgeworfen häufig ihren Kurs zu wechseln und keine Grundsätze zu haben.
Geführt und gegründet wurde die KSP durch Fazlul Huq (26. Oktober 1873 – 27. April 1962).

Geschichte

Kurz nach der Unabhängigkeit Ost-Pakistans (heute Bangladesch) vom Rest Pakistans wurde Fazlul Huq Generalanwalt der Region Ost-Bengalens (1947 - 1952). Huq zog sich daraufhin für kurze Zeit aus der Politik zurück, wandte sich aber mit Näherrücken der Wahl der Regionalversammlung von Ost-Bengalen wieder aktiv den politischen Entwicklungen in seiner Umgebung zu. Daraufhin gründete er die KSP (Krishak-Shramik-Partei), deren Vorsitzender er für lange Zeit war.

Bei der Wahl konnte er im Bündnis „United Front“ mit der Partei „Awami-Liga“ , die Partei „Muslimliga“ mit großem Abstand schlagen. Dies hatte zur Folge, dass Huq Gouverneur Ost-Bengalens wurde.

Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen der „Awami-Liga“ und der „KSP“ konnte dieses Bündnis kaum Reformen in die Tat umsetzen, da man nur selten auf einen gemeinsamen Nenner kam. Die Zentralregierung hob die Versammlung im Jahre 1956 auf, womit die KSP kurzfristig alle Mandate und den Posten des Gouverneurs verlor.

In folge der Neuwahl der Versammlung löste sich die Allianz der „Awami-Liga“ und der „KSP“ auf. Das Wahlergebnis hatte die beiden Parteien wieder zur Zusammenarbeit gezwungen, die jedoch wieder keine nennenswerten Reformen umsetzte und zu einer skurrilen Führungsart führte: der Gouverneurspostens wechselte mehrfach zwischen Abu Hussain Sarkar von der KSP und Ataur Rahman Khan von der Awami-Liga.

Im Jahre 1958 wurde das Kriegsrecht eingeführt. Im Frühjahr 1962 wurde erneut jegliche Art der Politischen Aktivität in Bangladesch von der der Zentralregierung verboten, woraufhin die KSP nur noch als kleine Unterorganisation weiterexistierte.
Am 27. April 1962 starb Fazlul Huq.

Politisches

Die Partei setzte sich wie auch schon die KPP (Krishak-Praja-Partei) für Bauern ein, die nach der Abschaffung des Zamindarsystems (Steuereintreiber) Land bekommen hatten. Sie trat dafür ein, dass die Wahlen nach einem universellen Erwachsenen Wahlrecht ablaufen sollte. Das alte Wahlkreissystem war ihnen wichtig.

Als Regierung waren sie nur im Bündnis „United Front“ an der Macht. Diese Regierung hatte jedoch aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden linksgerichteten Parteien wenig konstruktiven Ergebnisse.

Quellen

  • Subrata K. Mitra, Siegfried O. Wolf und Jivanta Schöttli - „A Political and Economic Dictionary of South Asia“, Routlege – ISBN I – 85743-210-X
  • Craig Baxter und Syedur Rahman - „Historical Dictionary of Bangladesh“, Scarecrow Press – ISBN 0-8108-4863-5
  • “Banglapedia – National Encyclopedia of Bangladesh“; http://www.banglapedia.org/HT/H_0197.HTM

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