Kut


Kut
Lage von Kut

Kut, (arabisch ‏الكوت‎ al-Kūt; auch Kut al-Imara oder Kut al-Amara genannt) ist eine Stadt im Osten des Irak mit 315.167 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005). Sie ist die Hauptstadt der Provinz al-Wasit, die bis in die 1960er Jahre ebenfalls Kut hieß.

Die Stadt liegt in einer Schleife des Tigris auf der linken Flussseite etwa 160 km südöstlich von Bagdad. Die Altstadt wird fast völlig vom Tigris umschlossen und ist so eine natürliche Festung. Die Bevölkerung ist ganz überwiegend imamitisch-schiitischen Glaubens.

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaft

Kut liegt in einem fruchtbaren Gebiet, in dem traditionell Getreide angebaut wird. Außerdem war die Stadt lange ein wichtiges Handelszentrum für Teppiche.

Geschichte

Während des Ersten Weltkrieges war Kut Schauplatz mehrerer Schlachten zwischen britischen und osmanischen Truppen. Das britische Expeditionskorps in Mesopotamien wurde zwischen Dezember 1915 und 1916 hier belagert und musste nach verlustreichen Kämpfen kapitulieren. Anfang 1917 konnten die Briten an gleicher Stelle die Osmanen entscheidend schlagen und die Stadt zurückerobern. Zuvor mussten aber am 29.April 1916 fast 13100 britische Soldaten in osmanisch-türkische Kriegsgefangenschaft gehen. Darunter befanden sich 4 Generäle und 481 Offiziere. Dies war vor dem Waffenstillstandsabkommen von Moudros, die größte militärische Niederlage, die die Briten gegenüber den Osmanischen Türken, nach der Landung in Gallipoli, im Nahen Osten hinnehmen mussten.

Im August 2010 töteten zwei Autobomben 33 Menschen.[1]

Am 15. August 2011 starben im Zuge einer Anschlagsserie bei zwei Sprengstoffanschlägen auf die Al-Batur-Geburtsklinik im Stadtzentrum 40 Menschen.[1]

Siehe auch

Literatur

  • Waldemar Frey: Kût-el-'Amâra - Kriegsfahrten und Erinnerungsbilder aus dem Orient. Brunnen-Verlag - Willi Bischoff, Berlin 1932.

Weblinks

Der türkische Heeresbericht vom 30. April 1916 über die Kapitulation von Kut al-Amara

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Einzelnachweise

  1. a b Viele Todesopfer bei Serie von Anschlägen. In: Frankfurter Rundschau. 15. August 2011, abgerufen am 16. August 2011 (deutsch).

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