Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft


Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft
Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft
General Reinsurance Corporation-Logo
Unternehmensform Aktiengesellschaft
ISIN DE0008422007
Gründung 1846
Unternehmenssitz Köln
Unternehmensleitung

Peter Lütke-Bornefeld (Vorstandsvorsitzender)
Joseph P. Brandon (Aufsichtsratsvorsitzender)

Mitarbeiter 1.000 (2006)[1]
Umsatz 2,9096 Mrd. Euro (Gebuchte Beiträge brutto, 2006)
Branche Rückversicherungen
Website

www.koelnischerueck.de

Die Kölnische Rück, genauer Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG, ist eine Rückversicherungsgesellschaft mit Unternehmenssitz in Köln.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1846 gegründet und nahm 1852 mit Abschluss des ersten Rückversicherungsvertrages den Geschäftsbetrieb auf.[2] Nach eigenen Aussagen ist die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft damit das älteste international tätige Rückversicherungsunternehmen der Welt.

Den Anstoß zur Schaffung einer Rückversicherung gaben die Erfahrungen aus dem Großen Hamburger Brand im Mai 1842.[3] Alle Hamburger Gebäudeeigentümer hatten eine Pflichtversicherung bei der Hamburger Feuerkasse, welche zuvor (1833) eine Neuwertversicherung eingeführt hatte.[4] Die gleichzeitige Schadensregulierung für rund 20 % des gesamten Hamburger Gebäudebestands überforderte jedoch die Zahlungsfähigkeit der Versicherung. Sie gelang nur durch die Aufnahme von Staatsanleihen, welche erst 40 Jahre später zurückgezahlt waren.[5]

Aktien

Die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG hat Aktien zweier Aktiengattungen im Umlauf: Zum 31. Dezember 2006 waren 16,875 Millionen Namensaktien (WKN 842200, ISIN DE0008422007) sowie 4,050 Millionen Inhaberaktien ausgegeben. Die Aktienmehrheit wird indirekt von Berkshire Hathaway gehalten. Am 19. September 2006 wurde mitgeteilt, dass ein Squeeze-out-Verfahren zur Übernahme der restlichen Anteile gestartet wurde.[6] Die Marktkapitalisierung zum 31. Dezember 2006 betrug 3,532 Mrd. €.

Die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG wird über folgende Beteiligungsschachtel von der Berkshire Hathaway kontrolliert, die von Warren Buffett geleitet wird:[7]

  • 95,2 % der Anteile der Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG hält die General Reinsurance Corporation
  • Die General Reinsurance Corporation wird kontrolliert von der General Re Corporation
  • Die General Re Corporation ist wiederum ein Tochterunternehmen der Berkshire Hathaway Inc.

Beteiligungen

Die wesentlichen Beteiligungen der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft AG, wie sie auch im Konzernabschluss 2006 konsolidiert wurden, sind:

Inländische Beteiligungen

  • Europa Rückversicherung Aktiengesellschaft, Köln
  • Gen Re Capital GmbH, Köln
  • Der Gen Re Rehabilitations-Dienst GmbH, Köln

Ausländische Beteiligungen

  • Cologne Holding Company of America Inc., Connecticut/USA
  • Cologne Re Managers Corporation, Delaware/USA
  • Cologne Reinsurance Company of America, Connecticut/USA
  • Cologne Reinsurance Company (Dublin) Limited, Dublin/Irland
  • Cologne Reinsurance Finance Holdings B.V., Amsterdam/Niederlande
  • Faraday Reinsurance Co. Limited, London/Großbritannien
  • General&Cologne Re (Barbados) Ltd., Bridgetown/Barbados
  • General Reinsurance Life Australia Ltd., Sydney/Australien
  • General Reinsurance Life UK Ltd., London/Großbritannien
  • GeneralCologne Re (Bermuda) Ltd., Hamilton/Bermuda
  • General Reinsurance Africa Limited, Kapstadt/Südafrika
  • General Re Life Corporation, Stamford/USA
  • Idealife Insurance Company, Stamford/USA
  • John Hewitt Associates, Maine/USA

Aktuelles

Im Jahr 2006 beschäftigte die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG selbst 683 Mitarbeiter; zusammen mit den konsolidierten Tochterunternehmen sind es 1.000 Mitarbeiter. Die gebuchten Bruttobeiträge von 2,91 Mrd. € (2006) wurden zu zwei Dritteln in der Personenrückversicherung (Leben/Kranken), zu einem Drittel in der Schaden- / Unfallrückversicherung vereinnahmt. Die Bilanzsumme belief sich 2006 auf etwa 12,2 Mrd. €, das Eigenkapital betrug 1,84 Mrd. €.

Einzelnachweise

  1. Geschäftsbericht 2006
  2. Artikel bei genre.com
  3. Michael Lewis, The New York Times, 26. August 2007 , abgerufen am 01.04.2009
  4. Geschichte der Hamburger Feuerkasse abgerufen am 01.04.2009
  5. Geschichte der Hamburger Feuerkasse, abgerufen am 01.04.2009
  6. Siehe Geschäftsbericht 2006, S. 5.
  7. Geschäftsbericht 2005, S. 95.

Weblinks


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