Lamb Of God


Lamb Of God
Lamb of God
Sänger Randy Blythe auf dem With Full Force-Festival 2007
Sänger Randy Blythe auf dem With Full Force-Festival 2007
Gründung 1990 als Burn the Priest
Genre Metal
Website http://www.lamb-of-god.com
Gründungsmitglieder
Gitarre Mark Morton (1990–1994, seit 1999)
Bass John Campbell
Schlagzeug Chris Adler
Aktuelle Besetzung
Gesang Randy Blythe (seit 1994)
Gitarre Willie Adler (seit 1999)
Gitarre Mark Morton (1990–1994, seit 1999)
Bass John Campbell
Schlagzeug Chris Adler
Ehemalige Mitglieder
Gitarre Abe Spear (1994–1999)
Bandlogo

Lamb of God (engl. für Lamm Gottes) ist eine US-amerikanische Metal-Band aus Richmond. Die Band gründete sich 1990 unter dem Namen Burn the Priest und trägt seit dem Jahr 2000 den heutigen Namen. Lamb of God haben bislang sechs Studioalben und drei DVDs veröffentlicht und weltweit über drei Millionen Alben verkauft.[1] Im Jahre 2007 wurde die Band für einen Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“ nominiert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründung und Burn the Priest

1990 besuchten die Gitarristen Mark Morton und Chris Adler sowie der Bassist John Campbell die Virginia Commonwealth University in Richmond. Alle drei wohnten auf dem gleichen Flur und beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Der erste Proberaum befindet sich in einem unbeheiztem Schuppen hinter dem Haus von Adlers Eltern. Die Mitglieder versuchten sich an einem kerosinbetriebenen Heizlüfter zu erwärmen und Metalsongs zu schreiben.[2] Die Band nannte sich Burn the Priest und hatte anfangs nur Instrumentale in ihrem Repertoire.

Nachdem Morton seinen Abschluss schaffte, verließ er die Band und zog nach Chicago. Sein Nachfolger wurde Abe Spear. Mit Randy Blyth wurde die Bandbesetzung um einen Sänger ergänzt.[3] Um mit den lokalen Bands mithalten zu können, probten Burn the Priest fünf Mal pro Woche. 1995 veröffentlichte die Band ihr erstes, selbstbetiteltes Demo. Zwei Jahre später veröffentlichten Burn the Priest zwei Splitalben mit den Bands ZED bzw. Agents of Satan, die über Legion Records herausgebracht werden. Morton kehrte aus Chicago zurück und schloss sich der Band wieder an, die zahlreiche Konzerte im US-Bundesstaat Virginia spielte. Über das Internetportal mp3.com wurde 1998 die Kompliation Sevens and More vertrieben.

Gitarrist Mark Morton 2007

Ein Jahr später erschien das selbstbetitelte Debütalbum, welches vom Today is the Day-Sänger Steve Austin produziert wurde. Kurz nach der Veröffentlichung stieg Spear wieder aus. Er wurde durch Chris Adlers Bruder Willie ersetzt. Wegen ihres Bandnamens (Verbrenne den Priester) bekam die Gruppe Probleme. Sie durfte in einigen Clubs nicht auftreten und wurden wurden von der Presse teilweise in die Black-Metal-Ecke gestellt. Nachdem die Band einen Vertrag bei Prosthetic Records unterschrieb benannte sich die Gruppe in Lamb of God um. Auch wenn der neue Name einen religiösen Bezug hat steht der Begriff laut Willie Adler schlicht für den Neuanfang der Band.[4]

New American Gospel und As the Palaces Burn

Im September 2000 erschien mit New American Gospel das zweite Album der Band und das erste unter dem neuen Namen. Das erneut von Steve Austin produzierte Werk wurde von Presse positiv aufgenommen. Teilweise wurden Lamb of God mit Pantera verglichen.[5] Der Text für das Lied „Letter to the Unborn“ wurde nicht im Booklet abgedruckt, da er sich mit dem Tod von Blyths Tochter und Ex-Frau befassen. Zusammen mit Shadows Fall, Scissorfight, Darkest Hour, From Autumn to Ashes und Unearth spielen Lamb of God zahlreiche Konzerte an der US-amerikanischen Ostküste.[6]

Bassist John Campbell

Nachdem Lamb of God über zwei Jahre auf Tour waren nahm die Band im November 2002 ihr drittes Album in Angriff, welches vom Kanadier Devin Townsend produziert wurde. Als Gastmusiker traten neben Steve Austin auch der ehemalige Megadeth-Gitarrist Chris Poland auf. As the Palaces Burn wurde im Mai 2003 veröffentlicht und von den Magazinen Revolver sowie dem britischen Metal Hammer zum Album des Jahres gekürt.[2] Erneut folgten zahlreiche Tourneen. Zunächst spielten Lamb of God im Frühjahr 2003 zusammen mit Chimaira, Eighteen Visions und Atreyu. Im Herbst 2003 folgte die erste „MTV Headbanger's Ball“-Tournee, bei der Killswitch Engage, God Forbid, Shadows Fall und Unearth mit von der Partie waren.[6] Ende 2003 trat Randy Blyth als Gastsänger bei der kanadischen Band Bloodshoteye in Erscheinung, bevor im Januar 2004 mit Terror and Hubris die erste DVD von Lamb of God veröffentlicht wurde. Die DVD enthält Liveaufnahmen, Musikvideos sowie eine Dokumentation. Terror and Hubris stieg auf Platz 32 der Billboard-DVD-Charts ein[2] und Lamb of God wurden vom Major-Label Epic Records unter Vertrag genommen.

Ashes of the Wake und Sacrament

Während der Aufnahmen für das nächste Studioalbum konnte die Gruppe neben Chris Poland auch den Testament-Gitarristen Alex Skolnick als Gastmusiker verpflichten.[6] Ashes of the Wake erschien im August 2004 und verkaufte sich in der ersten Woche in den USA 35.000 Mal. Zum ersten Mal schaffte es ein Lamb-of-God-Album in die Charts, nachdem das Album auf Platz 27 der US-amerikanischen Albumcharts einstieg.[7] Die Gruppe spielte im Sommer 2004 auf der Ozzfest-Tour durch Nordamerika und spielten zusammen mit Bands wie Slipknot, Hatebreed und Lacuna Coil auf der zweiten Bühne. Es folgte eine US-Tour mit Children of Bodom, Fear Factory und Throwdown. Bei einem Konzert in Los Angeles durften Lamb of God nicht spielen, da die Besitzer des Konzertsaals, die Faithful Central Bible Church, wegen des früheren Bandnamens Einspruch erhoben.[6] Willie Adler beschrieb diesen Beschluss der Kirche in einem Interview als Enttäuschung für die Band, zumal Lamb of God in keinster Weise „böse oder satanisch“ sind.[8]

Gitarrist Willie Adler

Im Oktober 2004 schnitt die Band zwei Konzerte in Philadelphia mit, die ein Jahr später unter dem Titel Killadelphia als DVD veröffentlicht wurden. Die DVD wurde 2007 von der Recording Industry Association of America mit Platin ausgezeichnet.[9] Mark Morton trat beim Fear Factory-Album Transgression als Gastmusiker auf. Das Debütalbum Burn the Priest wurde 2005 vom britischen Produzenten Colin Richardson neu gemischt und von Epic Records neu veröffentlicht. Lamb of God tourten mit Bands wie DevilDriver und The Agony Scene durch Europa.

Anfang 2006 begann die Band mit den Arbeiten an ihrem nächsten Studioalbum Sacrament. Die Aufnahmen wurden im Sommer unterbrochen, da Lamb of God zusammen mit Children of Bodom und Mastodon im Rahmen der „Unholy Alliance“-Tour von Slayer durch Nordamerika reisten. In den USA verkaufte sich Sacrament in der ersten Woche 63.000 Mal mal; mehr als doppelt so viel wie sein Vorgänger. Das Album stieg auf Platz acht der US-amerkanischen Albumcharts ein.[10] Im September 2006 nahmen Lamb of God zusammen mit Opeth, Arch Enemy und Overkill an der „GiganTour“ von Megadeth teil, bevor die Band zusammen mit Killswitch Engagen durch Australien tourte. Anfang 2007 folgte eine weitere Tour durch Nordamerika mit Machine Head, Trivium und Gojira.[6]

Für das Lied „Redneck“ wurden Lamb of God für einen Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“ nominiert. Diese wurden am 11. Februar 2007 im Staples Center in Los Angeles ausgetragen. Der Preis ging allerdings an Slayer für das Lied „Eyes of the Insane“. Die weiteren nominierten Künstler waren Ministry und Stone Sour.[11] Zwei Tage zuvor traten Lamb of God in der TV-Show Late Night von Conan O’Brien auf und spielten das Lied „Pathetic“.[12]

Wrath

Blythe und Willie Adler

Im Sommer 2007 nahmen Lamb of God an verschiedenen Festivals teil wie z.B. dem Ozzfest, der „Family Values“-Tour von Korn sowie den deutschen Festivals Rock am Ring und Rock im Park. Ende 2007 trat die Band in Großbritannien zusammen mit Iced Earth im Vorprogramm von Heaven and Hell.[6] Nach der Tournee stellte die Band ihre dritte DVD Walk with Me in Hell zusammen, die im Juni 2008 veröffentlicht wurde. Die DVD enthält neben einer Dokumentation noch diverse Livemitschnitte. Zwischenzeitlich unterschrieb die Band einen Vertrag mit Roadrunner Records, die von nun an die Alben der Band außerhalb Nordamerikas vertreibt.

Ab August 2008 begannen die Aufnahmen für das sechste Studioalbum Wrath, welches von Josh Wilbur produziert wurde. Ende des Jahres spielten Lamb of God einige Konzerte im Vorprogramm von Metallica. Die Einladung dazu erhielt die Band vom Metallica-Gitarristen Kirk Hammett, der ein großer Fan von Lamb of God ist. Wie bereits 2005 durfte die Band jedoch nicht bei den Konzerten in Los Angeles spielen und wurden durch Machine Head ersetzt.[8]

Wrath erschien am 24. Februar 2009, verkaufte sich in der ersten Woche 68.000 Mal und erreichte Platz zwei der US-amerikanischen Albumcharts. In Kanada erreichte das Album sogar die Spitzenposition.[6] Erstmals schaffte die Band auch im deutschsprachigen Raum den Einstieg in die Charts und erreichte Platz 61 in Deutschland, Platz 53 in Österreich und Platz 56 in der Schweiz.[13][14][15]. Im Frühjahr 2009 werden Lamb of God auf eine Headlinertour durch Nordamerika gehen. Dabei werden sie von As I Lay Dying, Children of Bodom, God Forbid und Municipal Waste begleitet werden.

Stil

Musik

Auch wenn sie häufig dem Metalcore zugeordnet wird, verwendet sie in ihren Liedern auch zahlreiche Death- und Thrash-Metal-Elemente, wie etwa Slams. Zudem bauen Lamb of God im Gegensatz zu manch anderen Metalcore-Gruppen nie reine Gesangspassagen ein, die Liedtexte werden von Sänger Randy Blythe entweder geschrien oder gegrowlt. Auch die Rhythmen, meistens ternär, sind eher untypisch für den Metalcore, wie das zum Teil perkussive Schlagzeugspiel des Schlagzeugers Chris Adler.

Die genaue Genrezugehörigkeit ist umstritten. Lamb of God werden dem Metalcore, dem Thrash Metal und der so genannten New Wave of American Heavy Metal zugeordnet. Die Band selber bezeichnet ihren Stil als Pure American Metal.[16] Bassist John Campbell bezeichnete Lamb of God auf der Walk With Me in Hell-DVD als eine „Punkband, die Heavy Metal spielt“.

Texte

Die Band beschäftigte sich zuerst mit religionskritischen Themen, was sich aber mit dem Album As the Palaces Burn zum Teil änderte, in dem sie sich auch mit sozialen Themen befassten (z. B. „The Subtle Arts of Murder and Persuasion“). Der daraus resultierende Umschwung im Album Ashes of the Wake tendiert zu Anti-Kriegs-Liedern (z. B. „Remorse is for the Dead“, „Ashes of the wake“).

Diskografie

[7]

[17] [13] [14] [15]

Alben

  • 1999: Burn the Priest (als Burn the Priest)
  • 2000: New American Gospel (Wiederveröffentlichung 2006)
  • 2003: As the Palaces Burn
  • 2004: Ashes of the Wake (Wiederveröffentlichung 2007)
  • 2006: Sacrament
  • 2009: Wrath

DVDs

  • 2004: Terror and Hubris
  • 2005: Killadelphia
  • 2008: Walk with Me in Hell

Einzelnachweise

  1. roadrunnerrecords.de: Lamb of God
  2. a b c thegauntlet.com: Lamb of God Bio
  3. laut.de: Biographie - Lamb of God
  4. roughedge.com: Pure American Metal - An Interview with Lamb of God
  5. allmusic.com: New American Gospel Review
  6. a b c d e f g musicmight.com: Lamb of God biography
  7. a b c d e billboard.com: Artist Chart History - Lamb of God
  8. a b blabbermouth.net: MACHINE HEAD Replaces LAMB OF GOD At METALLICA's Los Angeles Shows
  9. riaa.com: Gold and Platinum Searchable Database
  10. billboard.com: Danity Kane Sidesteps OutKast To Claim No. 1
  11. blabbermouth.net: SLAYER Wins GRAMMY In 'Best Metal Performance' Category
  12. metalinjection.net: LAMB OF GOD "Pathetic" Live On Late Night With Conan O'Brien Posted Online
  13. a b c musicline.de: Lamb of God in den deutschen Albumcharts
  14. a b c austriancharts.at: Lamb of God in den österreichischen Charts
  15. a b c hitparade.ch: Lamb of God in den schweizer Charts
  16. lamb-of-god.com: The History of Lamb of God
  17. a b chartstats.com: Lamb of God in den britischen Charts

Weblinks


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