Laubsäge

Laubsäge
Eine Laubsäge

Eine Laubsäge ist ein Werkzeug zum Sägen dünner Vollholz- und Sperrholzplatten. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass man mit ihr nicht nur geradlinig, sondern auch enge Kurven sägen kann. Sie dient primär der Herstellung von Laubsägearbeit, also feinen Mustern in Holz.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Eine Laubsäge besteht aus einem U-förmig gebogenem Bügel mit einem Holzgriff. An den beiden Enden des Bügels befindet sich je eine Schraubklemme. Zwischen den beiden Schraubklemmen lässt sich ein Laubsägeblatt einspannen und mit Flügelmuttern festschrauben.

Benutzung

Zum Einlegen des Sägeblattes wird es zunächst an einer Schraubklemme befestigt. Dann muss die Laubsäge etwas zusammengebogen werden, so dass das andere Ende des Sägeblattes bis zur zweiten Schraubklemme reicht. Dann kann auch diese festgedreht werden. Die steile Seite der Sägezähne sollte zum Griff der Laubsäge zeigen. Die U-Form der Laubsäge wirkt als Feder und hält das Sägeblatt auf Spannung. Das Werkstück wird auf einen speziellen Halter (Laubsäge-Tischchen) gelegt, der sich mit einer Zwinge an einer Tischplatte befestigen lässt und vorne eine V-förmige Öffnung hat. Die Laubsäge wird mit der Hand am Griff gehalten, so dass dieser nach unten und der Bügel vom Tisch weg zeigt. Das Werkstück wird mit einer Hand gehalten und in die gewünschte Schnittrichtung gedreht. Mit der anderen (Rechtshänder - rechte Hand, Linkshänder linke Hand) Hand wird die Laubsäge nach oben und unten bewegt.

Ist ein gewünschter Sägeschnitt nicht von außen zu erreichen, muss ein Loch gebohrt werden und das Laubsägeblatt dort eingefädelt werden. Zum Bohren wird häufig ein Drillbohrer verwendet.

Anwendung

Mit einer Laubsäge lassen sich Holzplatten bis zu einer Stärke von etwa 6 mm gut bearbeiten. Dickere Platten oder Werkstücke können auch bearbeitet werden, aber nur mühsam. Mit einem geeigneten Sägeblatt lassen sich auch dünne Bleche und Kunststoffplatten sägen.

Bezeichnung

Bei den Laubsägen handelt es sich um eine italienische Erfindung aus dem Jahr 1562, die zum Aussägen von Intarsien verwendet wurde.[1] Diese Intarsien waren häufig in Laubform gehalten, wodurch der Name ‚Laubsäge‘ zu erklären ist.

Ähnliche Werkzeuge

Das elektrische Äquivalent zur Laubsäge ist die Dekupiersäge. Deren Vorteil liegt vor allem in der mechanisch gewährleisteten Einhaltung des Schnittwinkels.

Ist der benötigte Kurvenradius nicht zu klein, lassen sich ähnliche Arbeiten auch mit einer Stichsäge erledigen.

Einzelnachweise

  1. vgl. Kossatz, G., 1973: Die Kunst der Intarsie. VEB Verlag der Kunst, Dresden

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