LeIG 18


LeIG 18
Leichtes Infanteriegeschütz 18

Das leichte Infanterie-Geschütz 18 oder kurz leIG 18 war ein leichtes Feldgeschütz des Kalibers 7,5 cm der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eine der Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg war, dass Infanteriebataillone stark von eigenen Artilleriegeschützen profitierten. Dies führte zu der Entwicklung leichter Feldgeschütze, die diese Rolle ausführen konnten. So wurde die Divisionsartillerie entlastet. Das Infanteriegeschütz fand Verwendung bei den schweren Kompanien der Infanterie- später Panzergrenadierbataillone.

Die Entwicklung führte 1927 zu Feldgeschützen des Kalibers 7,5 cm durch Rheinmetall-Borsig. 1932 wurde das Geschütz als leichtes Infanterie-Geschütz 18' in Dienst gestellt.

Die ersten Geschütze hatten noch Holzräder, spätere Versionen wurden jedoch mit Metallrädern ausgestattet; um von Kraftfahrzeugen gezogen werden zu können, erhielten diese Geschütze auch Gummireifen.

Das Geschütz wurde ähnlich wie ein Schrotgewehr geladen, indem der Lauf abgewinkelt wurde, um die Munition nachzuladen. Obgleich die Reichweite des Geschützes gering war, erzielte es gute Resultate im Feld und erwies sich als zuverlässig. Trotz des kurzen Laufs konnte es auch gegen gepanzerte Ziele erfolgreich eingesetzt werden, besonders, wenn Hohlladungsgeschosse verfügbar waren. Das änderte sich allerdings schlagartig, als der T-34 in größeren Massen auf dem Schlachtfeld auftauchte. Hier erwies sich die geringe Mündungsgeschwindigkeit der Waffe als untauglich zu Panzerbekämpfung.

Um Stabilität bei Abschuss des Geschützes zu gewährleisten, wurde der Holm mit einem Erdspaten versehen. Dieser grub sich beim Abschuss in die Erde.

Zum Schutz der Besatzung war es mit einem Kanonenschild versehen. Dieser Schild bot indes lediglich Schutz gegen Beschuss aus Handwaffen und gegen Splitterwirkung.

Für die Munitionsversorgung eines Geschützes verwendete die Wehrmacht umgebaute Schützenpanzerwagen, das sogenannte Sd.Kfz. 251/4. Dieses transportierte Munition und Zubehör sowie die Besatzung eines Geschützes.

Insgesamt wurden 2.993 Geschütze gebaut.

Varianten

Ursprünglich wurden zwei in Teillasten zerlegbare Varianten für den Einsatz bei der Gebirgstruppe und den Fallschirmjägern geplant. Lediglich die Variante für die Gebirgstruppe wurde gebaut. Das Geschütz für die Fallschirmjäger erwies sich als unpraktisch und man übernahm wieder rückstoßfreie Geschütze. Bei diesen Varianten wurde hauptsächlich aus Gewichtsgründen auf den Schutzschild verzichtet. Die Teillasten konnten mit Maultieren transportiert werden und wurden am Ort schnell zusammengesetzt.

Technische Daten

  • Kaliber: 75 mm
  • Rohrlänge: 884 mm
  • Höhenrichtbereich: -10° bis +75°
  • Seitenrichtbereich: 12°
  • Mündungsgeschwindigkeit: 210 m/sek
  • Höchstschussweite: 3.375 m

Literatur

  • Ian Hogg: Artillerie des 20.Jahrhunderts. Gondromverlag, Bindlach 2001, ISBN 3-8112-1878-6

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