Liste der Deutz-Motoren


Liste der Deutz-Motoren
Luftgekühlter Deutz-Motor in einem Magirus-Deutz-Lastwagen
Deutz-Motor

Das ist eine Liste der Deutz-Motoren, also der von dem Kölner Unternehmen Deutz gebauten Motoren.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Deutz AG ist seit ihrer Gründung ein bedeutender Hersteller von Verbrennungsmotoren. Sie wurde 1864 unter dem Namen N. A. Otto & Cie in Köln gegründet. Daraus entstand 1872 die Gasmotoren-Fabrik Deutz AG. Weitere Umfirmierungen waren 1930 Humboldt-Deutzmotoren AG, 1938 Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) und schließlich 1997 Deutz AG. Auf dem Motorensektor wurde um 1930 die Motorenfabrik Oberursel übernommen und 1985 die Motorenwerke Mannheim (MWM), wovon allerdings MWM-Brasilien als eigene Firma abgespalten wurde. Oberursel wurde zum Bereich Luftfahrttechnik von KHD, der 1989 von BMW gekauft wurde. Das Mannheimer Werk, in dem Deutz inzwischen die Entwicklung und Herstellung der Gas- und Diesel-Großmotoren konzentriert hatte, wurde 2007 verkauft und firmiert jetzt als Deutz Power Systems GmbH. 2009 hat Deutz Werke in Köln, Ulm und Spanien.

Deutz stellte von 1867 bis 1882 sogenannte atmosphärische Gasmotoren her, eine Erfindung der Firmengründer Nicolaus August Otto und Eugen Langen. 1876 erfand Otto unter wesentlicher Mitarbeit von Wilhelm Maybach einen Viertakt-Gas-Ottomotor. Seitdem werden Gasmotoren nach dem Otto-Prinzip von Deutz ständig weiterentwickelt und gebaut, seit 2007 von Deutz Power Systems. Zusätzlich entwickelte und baute Deutz lange Zeit auch Viertakt-Ottomotoren für flüssige Kraftstoffe. Am wichtigsten wurde für Deutz jedoch der Bau von Viertakt-Dieselmotoren. Deren Entwicklung bei Deutz begann 1898, der Serienbau 1907. Zeitweise wurden auch Zweitakt-Dieselmotoren gebaut. Besonders bekannt wurden die luftgekühlten Viertakt-Dieselmotoren von Deutz, die ab 1942 entwickelt und seit 1944 in Serie hergestellt wurden. Nach dem Krieg wurden sie weiterentwickelt und werden bis heute (2009) in großen Stückzahlen produziert. Seit etwa 1995 stehen bei Deutz allerdings wieder mehr flüssigkeitsgekühlte Viertakt-Dieselmotoren im Vordergrund, darunter auch einige mit Ölkühlung.

Die in den ersten ca. 30 Jahren von Deutz gebauten Motoren waren alle Stationärmotoren. Sie dienten zum Antrieb stationärer Maschinen und zur Stromerzeugung. In den 1890er Jahren kamen Motoren für Lokomotiven und Schiffe hinzu, später auch Motoren für Traktoren, Lastkraftwagen (LKW), Omnibusse, Triebwagen, Baumaschinen, Landmaschinen und ähnliches. Alle diese Einsatzgebiete einschl. Stationärmotoren bedient Deutz im Wesentlichen auch heute (2009) noch. Von 1907 bis 1912 stellte Deutz auch – von Ettore Bugatti (!) entwickelte – Motoren für (Deutz-)Personenkraftwagen (PKW) her, im Zweiten Weltkrieg befasste man sich sogar mit der Entwicklung von Flugmotoren.

Ursprünglich um den Absatz seiner Motoren zu fördern, stellte Deutz seit 1926 Traktoren her (siehe Deutz-Fahr) und übernahm 1936 die LKW- und Omnibus-Firma Magirus in Ulm (siehe Magirus-Deutz). Außerdem baute Deutz von etwa 1955 bis 1970 auch Diesellokomotiven. Die LKW- und Omnibus-Sparte wurde 1975 in die Firma Iveco eingebracht, wo LKW und Busse mit Deutz-Motoren unter dem Namen Iveco Magirus noch eine Zeit lang gebaut wurden. Die Traktoren-Sparte wurde 1995 an die italienische Firma SAME verkauft, die sich bald darauf in SAME Deutz-Fahr umbenannte und weiterhin Traktoren der Marke Deutz-Fahr herstellt. Deutz liefert und lizenziert seit Anfang der 1930er Jahre aber auch Motoren für Traktoren, LKW und Busse an viele Fremdfirmen, heute (2009) zum Beispiel an Fendt und Volvo.

Hinweis: Leider widersprechen sich die Quellen häufig oder geben Daten an, die nicht plausibel erscheinen. Oft ist es dann schwierig oder unmöglich, sich für eine von mehreren widersprüchlichen Alternativen zu entscheiden oder unplausible Angaben durch korrekte zu ersetzen. Deshalb muss man damit rechnen, dass in diesem Artikel etliche Fehler enthalten sind. Im Zweifelsfall sollte man unplausible Angaben besser weglassen. Auf jeden Fall müssen aber alle Angaben durch Quellen belegbar sein. Die für einen Abschnitt relevanten Quellen werden am Ende des Abschnitts aufgelistet, allerdings nur summarisch, weil Einzelnachweise sehr aufwändig wären.

Quellen: Insbesondere [Zacharias: Gas], [Ertl: Deutz]

Überblick und Typbezeichnungen

Atmosphärische Gasmotoren 1866 bis 1882

Bezeichnungen wohl nur nach PS-Zahl (1 bis 3 PS); etwa 5000 Stück gebaut

Quelle: [Matschoss: Deutz-Geschichte] S.23, S.41; [Zacharias: Gas] S.26

Die "Buchstaben-Modellreihen" (A, B, C, ...) der ersten Viertakter ab 1876

Die Modellreihen dieses Zeitabschnitts werden mit Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge bezeichnet, beginnend mit A (Ausnahme DW, siehe unten). Weiterentwickelte Modelle innerhalb einer Modellreihe bekommen einen zweiten Buchstaben oder eine Zahl dazu, zum Beispiel EV und E3. Bei Weiterentwicklungen innerhalb eines Modells wird intern noch eine römische Zahl angehängt, zum Beispiel E3II. Die Typen unterschiedlich großer Motoren eines Modells werden nach ihrer Nennleistung in PS benannt: Beispielsweise ist E3/8 ein Typ des Modells E3 mit 8 PS.

Die ersten Ottomotoren waren alle Gasmotoren. Seit 1886 kamen mit wachsendem Anteil Benzin- und -Petroleummotoren hinzu; ihre Modellbezeichnungen wurden durch ein nachgestelltes B bzw. P gekennzeichnet, zum Beispiel gab es die Modelle E3B und E3P.

Von 1897 bis 1899 baute Deutz seine ersten Dieselmotoren (Modelle V, W und X), damals noch nach originaler Diesel-Lizenz; sie wurden aber nicht in Serie hergestellt.

Die meisten von all diesen Motoren wurden wegen ihres hohen Leistungsgewichts – es betrug beim Modell A (ab 1876) etwa 400 bis 600 kg/PS und beim Modell E12 (ab 1904) immer noch mindestens 150 kg/PS – als Stationärmotoren betrieben und waren zum Antrieb von Fahrzeugen nicht geeignet. Nur die Motoren des Modells HP eigneten sich auch als Schiffsantriebe. Alle Motoren sind wassergekühlt.

Modellreihen:

  • A ab 1876: Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Einzylinder mit Kreuzkopf, anfangs 1 bis 8 PS (darunter auch der erste Ottomotor überhaupt, mit 3 PS), später bis 50 PS; Variante AB ab 1886 für Benzin, 1 bis 12 PS; vom Modell A wurden bis 1892 etwa 8000 Stück gebaut, vom AB bis 1891 etwa 350 Stück
  • Azw ("A-Zwilling") ab 1879: Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Zweizylinder mit Kreuzkopf, 30 bis 100 PS
  • B ab 1883 (Nachfolger von Azw): Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Zweizylinder mit Kreuzkopf
  • C ab 1884: Viertakt-Gas-Ottomotoren, stehende Einzylinder ohne Kreuzkopf, Kurbelwelle oben ("Bockmotoren"), runder Sockel, 0,5 bis 8 PS
  • D ab 1889 (Nachfolger von C), DV ab 1891, DM ab 1893, D2 ab 1892, D3, D4: Viertakt-Gas-Ottomotoren, stehende Einzylinder ohne Kreuzkopf, Kurbelwelle oben, rechteckiger Sockel; von diesen Baureihen gab es auch Varianten für flüssige Treibstoffe
  • E ab 1889, EV ab 1891, E3 ab 1894, ..., E12 ab 1904: Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Ein- und Zweizylinder ohne Kreuzkopf, E als Einzylinder 2 bis 12 PS, E3 als Einzylinder 1 bis 30 PS; Varianten EB, E3B, E4B ab 1898 für Benzin und EP, E3P, E4P ab 1899, ..., E12P ab 1904 für Petroleum, zum Beispiel EP als Einzylinder 1 bis 8 PS, E4P als Einzylinder 1 bis 30 PS, E4B als Einzylinder 1 bis 35 PS, als Zweizylinder 40 bis 70 PS
  • F ab 1889 (Nachfolger von B): Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Zweizylinder
  • G ab 1891, ..., G6 ab 1897, ..., G10 (1908): Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Ein- und Zweizylinder und Vierzylinder-Tandem, anfangs als Einzylinder mit 30 bis 125 PS, ab 1898 auch Vierzylinder-Tandem bis 1000 PS; insgesamt über 500 Stück gebaut
  • HP ab 1892: Viertakt-Petroleum-Ottomotoren, stehende Ein- und Zweizylinder, Kurbelwelle unten, auch als Schiffsmotoren gebaut; Variante H für Gas; bis 1900 wurden vom Modell HP etwa 650 Stück gebaut, vom Modell H wesentlich weniger
  • KV ab 1891 (Nachfolger der kleineren Typen der Baureihe A), K2 ab 1894: Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Einzylinder mit Kreuzkopf, 1 bis 16 PS
  • V ab 1897: Viertakt-Dieselmotoren (Lizenz Diesel), Einspritzung mit Druckluft, stehende Einzylinder mit Kreuzkopf, 20 PS, nur 12 Stück gebaut und nur 2 verkauft
  • W 1899: Viertakt-Dieselmotor (Lizenz Diesel), Einspritzung mit Druckluft, stehender Einzylinder ohne Kreuzkopf, 20 PS, nur 1 Stück gebaut
  • X 1899: Wie W, jedoch 10 PS, auch nur 1 Stück gebaut
  • DW, DWT, DWZ, DWTZ 1904 bis 1908: Doppeltwirkende ("DW") Gas-Ottomotoren (Zündung auf beiden Seiten des Kolbens), liegende Ein- und Zweizylinder und Vierzylinder-Tandem (DW = Einzylinder, DWT = Zweizylinder-Tandem, DWZ = Zwilling = Zweizylinder in Reihe, DWTZ = Tandem-Zwilling = Vierzylinder-Tandem), bis 2000 PS

Quellen: [Schnauffer: Deutz-Otto], [Schnauffer: Deutz-Schweröl], [Bauer: Stationär], [Bauer: Stationär2]

Die "Nummern-Modelle" (1, 2, ...) ab 1902

Diese Modelle werden mit Nummern bezeichnet. Auch hier werden die Typen unterschiedlich großer Motoren eines Modells nach ihrer Nennleistung in PS benannt; zum Beispiel ist 11/30 ein Typ des Modells 11 mit 30 PS.

Charakteristisch für dieses Programm ist Vereinheitlichung: Varianten desselben (Ottomotor-)Modells, die mit verschiedenen Brennstoffen betrieben wurden, unterscheiden sich jetzt im Wesentlichen nur noch durch Zylinderköpfe und Zubehör.

Es gab allerdings auch einige Spezialmodelle: Erstens die Schwerölmotoren nach Lizenz Haselwander (Modell 2), die Deutz als Ersatz für echte Dieselmotoren baute, solange das Diesel-Patent noch bestand; zweitens die nach Ablauf dieses Patents von Deutz gebauten Dieselmotoren eigener Konstruktion (Modell 8); und außerdem Ottomotoren für spezielle Einsatzzwecke (Modelle 6, 10, 16).

Die Motoren der meistgebauten Modelle hatten auch jetzt noch ein hohes Leistungsgewicht – zum Beispiel etwa 150 bis 250 kg/PS beim Modell 11 – und wurden dementsprechend als Stationärmotoren eingesetzt. Es gab jedoch auch schon Motoren, die als Fahrzeugantriebe geeignet waren, insbesondere die des Modells 6. Alle Motoren sind wassergekühlt.

Modelle:

  • 1 ab 1902: Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, liegende Zylinder, bis 45 PS
  • 2 von 1904 bis 1906: Schwerölmotoren Lizenz Haselwander, liegende Zylinder, 4 bis 45 PS, 190 Stück gebaut
  • 6 ab 1904: Viertakt-Benzin-Ottomotoren mit wesentlich höherer Maximal-Drehzahl (800 bis 1200 Umdrehungen pro Minute) als bei den anderen Modellen, stehende Ein-, Zwei- und Vierzylinder, 2 bis 35 PS, als Fahrzeugantriebe geeignet
  • 8 ab 1907 (bald danach umbenannt in Bauart DM, siehe nächsten Abschnitt): Viertakt-Dieselmotoren eigener Konstruktion, Einspritzung mit Druckluft, stehende Zylinder
  • 10 von 1902 bis 1904: Viertakt-Spiritus-Ottomotoren, speziell für Landmaschinen (dafür wurden Spiritusmotoren damals staatlich gefördert), 4 bis 20 PS
  • 11 ab 1905 (ersetzt Modell 1): Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, liegende Zylinder, bis 45 PS
  • 311: Variante von Modell 11 mit erhöhter Maximal-Drehzahl, Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe und für Naphthalin
  • 16 von 1908 bis 1909: Viertakt-Benzin-Ottomotoren mit erhöhter Maximal-Drehzahl (750 Umdrehungen pro Minute), stehende Zylinder, 1 bis 6 PS

Quellen: [Schnauffer: Deutz-Otto], [Schnauffer: Deutz-Schweröl], [Bauer: Stationär], [Bauer: Stationär2]

Die "klassischen" Bauarten (AL/FL, AM/FM, ..., MA, MAH, ...) ab 1907

Das völlig neue Bezeichnungs-Schema der Motoren dieser Bauarten ist komplizierter als seine Vorgänger und wurde mehrfach modifiziert. Aber in jedem Fall enthält eine Typenbezeichnung dieses Schemas eine Bauart-Bezeichnung, die aus zwei oder drei Buchstaben besteht, und eine Baureihen-Nummer, die aus drei oder vier Ziffern besteht. Bauart-Bezeichnung und Baureihen-Nummer bilden zusammen die Baureihen-Bezeichnung (eine Bauart enthält im allgemeinen mehrere Baureihen).

Die Bezeichnungen der Bauarten von Motoren mit liegenden Zylindern beginnen immer mit M. Die einzelnen Bauarten sind unten aufgelistet.

Wenn eine Baureihe nur aus einem einzigen Motortyp besteht, nämlich einem Einzylinder-Motor, ist die Baureihen-Bezeichnung identisch mit der Bezeichnung des Motortyps. Dies ist unter anderem bei den Bauarten MA und MAH der Fall; deren Typenbezeichnungen lauten beispielsweise MA714 oder MAH916.

Andernfalls, wenn eine Baureihe Motortypen mit verschiedenen Zylinderzahlen enthält, wird die Zylinderzahl in die Baureihenbezeichnung eingefügt, um die einzelnen Typen der Baureihe zu bezeichnen. Bei älteren Baureihen geschieht dies in der Weise, dass zwischen Bauart-Bezeichnung und Baureihen-Nummer ein Buchstabe gesetzt wird, der die Zylinderzahl angibt: E für eins, Z für zwei, D für drei, V für vier, S für sechs und A für acht. Beispielsweise ist MIZ336 ein Zweizylinder-Motor der Baureihe MI336 und VMA266 ein Achtzylinder-Motor der Baureihe VM266. Bei manchen Baureihen wird das E beim Einzylinder weggelassen; zum Beispiel ist MI336 der Einzylinder-Motor der Baureihe MI336. Bei neueren Baureihen wird die Zylinderzahl in Ziffern zwischen dem ersten und dem zweiten Buchstaben der Bauart-Bezeichnung eingefügt. Beispiele: A1L514 ist ein Einzylinder der Baureihe AL514, A12L614 ein Zwölfzylinder der Baureihe AL614.

Noch komplizierter werden die Bezeichnungen, wenn darin Varianten eines Motortyps unterschieden werden. Diese Varianten werden durch zusätzliche Buchstaben bezeichnet. Je nach Bedeutung werden diese Buchstaben der Baureihen-Bezeichnung vorangestellt oder an sie angehängt. Insbesondere die vorangestellten Buchstaben und die eingefügte Zylinderzahl erschweren das Herausschälen der Baureihen-Bezeichnung aus einer Variantenbezeichnung. Deshalb sei im folgenden dieses Herausschälen an zwei Beispielen erläutert, nämlich an den Varianten-Bezeichnungen SOMD130 und SBA12M528. Ein S als erster Buchstabe bedeutet immer "Schiffsmotor". SOMD130 bezeichnet also einen Schiffsmotor des Typs OMD130, des Dreizylinders (D) der Baureihe OM130. Ein B als erster oder zweiter Buchstabe bedeutet fast immer "Motor mit Abgasturboaufladung", falls ihm ein weiterer Buchstabe außer M folgt. SBA12M528 ist also ein Schiffsmotor des Typs A12M528 mit Abgasturboaufladung, und dieser Typ ist der Zwölfzylinder der Baureihe AM528.

Weitere Beispiele sind in der folgenden Tabelle angegeben. Die Ziffern in der ersten Zeile verweisen auf die Erläuterungen zu den einzelnen Spalten.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
      C   M   1 14  
      F   M S 1 17  
      M   A   5 08  
S     M   AH   6 16  
      A 6 M   5 17  
      BA 1 M   2 08  
      F 12 L   6 14  
  B   F 6 M   10 13 EC
R B   V 6 M   3 58  
  B ZW V 6 M   3 58  
  • Spalte 1:
    • R: Schiffsantriebsmotor mit direkt umsteuerbarer ("reversibler") Drehrichtung
    • S: Schiffsmotor ohne direkte Umsteuerbarkeit
  • Spalte 2:
    • A: Motor mit mechanischer Aufladung
    • B: Motor mit Abgasturboaufladung
  • Spalte 3:
    • G: Gas-Ottomotor
    • O: Ottomotor
    • W: Wechselbetriebsmotor (arbeitet als Diesel-Gasmotor mit Zündstrahl oder als Dieselmotor)
    • Z: Diesel-Gasmotor (Zündstrahlmotor, d.h. Gasmotor mit Zündung durch Dieseleinspritzung)
    • ZW: Zweistoff-Wechselbetriebsmotor (arbeitet als Diesel-Gasmotor mit Zündstrahl und als Dieselmotor)
  • Spalte 4: Erster Teil der Bezeichnung der Bauart. Bedeutung der Buchstaben in dieser Spalte:
    • A: Bedeutete bis etwa 1965 Motor "für allgemeine Verwendung", d. h. für alle Zwecke außer denen der F-Motoren; später bedeutete es "Mittelmotor" , d. h. Motor mittlerer Größe
    • F: Bis etwa 1965 Motor für "Fahrzeuge", d. h. Antrieb für Straßenfahrzeuge (LKW), Traktoren, Raupenschlepper, Baufahrzeuge und ähnliche (aber nicht für Schiffe und Schienenfahrzeuge, die fielen unter A); später "Kleinmotor"
    • M: Wassergekühlter Motor mit liegenden Zylindern; alle anderen Buchstaben: Motoren mit stehenden Zylindern oder V-Motoren, mit Ausnahme der Typen FL912H und FL913H (siehe H in Spalte 9)
    • sonstige: siehe unten unter "sonstige Bauarten"
  • Spalte 5: Zylinderzahl (in Ziffern) oder leer
  • Spalte 6: Zweiter Teil der Bezeichnung der Baureihen-Familie. Bedeutung der Buchstaben in dieser Spalte:
    • L: Luftgekühlt
    • M: Wassergekühlt
    • sonstige: siehe unten unter "Bauarten von Motoren mit liegenden Zylindern"
  • Spalte 7: Buchstabe, der die Zylinderzahl angibt (E = 1, Z = 2, D = 3, V = 4, S = 6, A = 8), oder leer; wenn sowohl Spalte 4 als auch Spalte 6 leer sind, handelt es sich meist um Einzylinder
  • Spalte 8: Erster Teil der Bezeichnung der Baureihe (innerhalb einer Familie): Folgenummer, z. B. ist CM214 die Nachfolge-Baureihe von CM114
  • Spalte 9: Zweiter Teil der Bezeichnung der Baureihe (innerhalb einer Familie): Zweistellige Zahl, die ungefähr den Kolbenhub in cm angibt
  • Spalte 10:
    • A: Vielstoff-Dieselmotor (kann mit verschiedenen flüssigen Treibstoffen betrieben werden)
    • B: Benzin-Ottomotor (Typ F6M517B) oder Motor für Bagger (Typ BF6L913B)
    • C: Motor mit Ladeluftkühlung (in Kombination mit B in Spalte 2; nicht bei allen Motoren mit Ladeluftkühlung angegeben)
    • D: entweder gedrosselter Motor (FL614D) oder Motor mit Direkteinspritzung
    • E: Motor mit externem Kühlsystem (nur bei wassergekühlten Motoren, die alternativ einen in den Motor integrierten Kühler haben)
    • F: Weiterentwickelter Motor, meist mit vergrößerten Zylindern (innerhalb einer Baureihe)
    • G: Motor für Gabelstapler (nur bei Typ F3L913G)
    • H: Holzgasmotor, Henschel-Kurbelgehäuse (Typ F6M516H) oder liegender ("horizontaler") Reihenmotor (FL912H und FL913H)
    • L: Motor mit verlängertem Kolbenhub (innerhalb einer Baureihe)
    • P: Motor mit gesteigerter Leistung (innerhalb einer Baureihe)
    • R: Reihenmotor (bei Baureihen, in denen es sowohl V-Motoren als auch Reihenmotoren gibt)
    • T: Motor mit leichter Abgasturboaufladung (in Kombination mit B in Spalte 2)
    • V: V-Motor (bei Baureihen, in denen es sowohl V-Motoren als auch Reihenmotoren gibt)
    • W: Wirbelkammer-Motor ("Deutz-Zweistufen-Verbrennung")
    • Z: Motor mit Zentraleinspritzung (Direkteinspritzung mit mittig im Kolben liegenden Brennraum; nur bei Typ F6L413Z, weil die anderen Typen der Baureihe FL413 keine Zentraleinspritzung haben)

Man sieht, dass es sich um ein historisch gewachsenes und nicht immer konsequentes Bezeichnungs-Schema handelt.

Bauarten von Motoren mit liegenden Zylindern:

  • MA von 1918 bis 1954: Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, Einzylinder, 2 bis 16 PS, etwa 165000 Stück gebaut
  • MAH von 1924 bis 1970: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Einzylinder, 5 bis 28 PS, mindestens 280000 Stück gebaut
  • MB von 1908 bis 1910: Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, Einzylinder, 1,5 bis 3 PS
  • MGV von 1912 bis 1924: Viertakt-Dieselmotoren, Ein- (MGV), Zwei- (GDV) und Vierzylinder, 65 bis 125 PS (MGV), 160 bis 250 PS (GDV) und bis 500 PS (Vierzylinder)
  • MI: Viertakt-Gas-Ottomotoren, Ein- (MI) und Zweizylinder (MIZ), 18 bis 45 PS (MI) bzw. 60 bis 90 PS (MIZ)
  • MIH von 1924 bis 1954: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Ein- (MIH) und Zweizylinder (MIHZ), 15 bis 40 PS (MIH) bzw. 60 bis 80 PS (MIHZ)
  • MIR: Viertakt-Dieselmotoren, die aber nach dem Otto-Verfahren mit Benzin gestartet wurden
  • MK ab 1910: Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, Einzylinder, 14 bis 55 PS
  • MKD ab 1910: Viertakt-Dieselmotoren, Einspritzung mit Druckluft, Einzylinder, 12 bis 40 PS
  • MKV von 1912 bis 1924 (ersetzt MKD): Viertakt-Dieselmotoren, Einzylinder, 15 bis 50 PS
  • MKH (ersetzt MKV): Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Einzylinder, Leistungen etwas höher als MKV
  • MO und MOS ab 1910 (ersetzen MB): Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, Einzylinder, 2 bis 12 PS
  • MOR: Viertakt-Dieselmotoren mit Glühkopf zum Starten, Einzylinder
  • MTH von 1927 bis 1935: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Ein- (MTH) und Zweizylinder (MTZ), speziell für die namensgleichen Deutz-Traktoren, 14 bis 40 PS

Alle diese Motoren sind wassergekühlt. Alle liegenden Dieselmotoren außer denen der Bauart MKD haben Einspritzung ohne Druckluft. Das H in den Typenbezeichnungen der Dieselmotoren steht für "Hochdruck", das R für "Rohöl", das V für "Verdränger" (speziell geformte Kolben und Zylinderköpfe).

Einige Bezeichnungen sind anscheinend verkürzt, z. B. GDV ("doppelte MGV", siehe unter MGV) und MTZ (man würde eigentlich MTHZ erwarten, siehe unter MTH).

Sonstige Bauarten dieses Bezeichnungs-Schemas:

  • AL/FL seit 1944: Luftgekühlte Viertakt-Dieselmotoren und davon abgeleitete Gas-Ottomotoren, Zylinder in Reihe stehend oder liegend oder in V-Form, für alle Einsatzzwecke, ca. 5 bis 525 PS; war von 1950 bis etwa 1995 die weitaus wichtigste Bauart von Deutz, bisher über 5 Millionen Stück gebaut
  • AM/FM seit 1927: Viertakt-Dieselmotoren und davon abgeleitete Benzin- und Gas-Ottomotoren sowie Diesel-Gasmotoren, Zylinder in Reihe stehend oder in V-Form, für alle Einsatzzwecke, ca. 5 bis 2700 PS; war von etwa 1935 bis 1950 und dann wieder ab etwa 1995 die wichtigste Bauart
  • BAM um 1935: Viertakt-Benzin-Ottomotoren, stehende Ein- und Zweizylinder unter 10 PS
  • BM ab etwa 1910 (ähnlich Modell 6): Viertakt-Benzin-Ottomotoren, stehende Zylinder, auch als Schiffs- und Landfahrzeugantriebe verwendet, insbesondere ein 40-PS-Vierzylinder in den Deutz-LKW 1914 bis 1918
  • BRM von 1908 bis 1924: Viertakt-Schwerölmotoren Lizenz Brons, stehende Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzylinder, auch für Schiffe geeignet, 6 bis 80 PS
  • CM ab 1909: Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Brennstoffe, stehende Einzylinder, 1 bis 6 PS, 3170 Stück gebaut
  • DM ab 1907 (ex Modell 8): Viertakt-Dieselmotoren, Einspritzung mit Druckluft (Luftkompressor), stehende Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzylinder, 35 bis 240 PS
  • LM um 1925 (vermutlich Nachfolger von BM): Viertakt-Benzin-Ottomotoren, stehende Zylinder, als Fahrzeugantriebe geeignet
  • NM ab etwa 1910 (ähnlich Modell 6): Viertakt-Benzin-Ottomotoren, stehende Zwei- und Vierzylinder, 7 bis 60 PS, auch für Schiffe geeignet
  • OM (Nachfolger von PM): Zweitakt-Dieselmotoren mit Kolben-Spülpumpen, stehende Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzylinder, auch für Schiffe geeignet, 8 bis 145 PS
  • PM ab etwa 1924: Zweitakt-Dieselmotoren mit Kurbelwellenkasten-Spülung, stehende Zylinder
  • RM ab 1910: Zweitakt-Dieselmotoren mit Glühkopf, stehende Ein- und Zweizylinder, 5 bis 30 PS
  • TM von etwa 1940 bis 1966: Zweitakt-Dieselmotoren mit Gebläse-Spülung, Zylinder in Reihe stehend oder in V-Form, bis etwa 2000 PS
  • UM um 1935: Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung, für Schiffe und stationär, 75 bis 125 PS
  • VM von 1925 bis etwa 2000: Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung und davon abgeleitete Gas-Ottomotoren und Diesel-Gasmotoren, Großmotoren für Schiffe und stationär, anfangs etwa 100 bis 1300 PS, am Ende der Bauzeit etwa 1000 bis 9500 PS

Alle diese Motoren außer denen der Bauart AL/FL haben Wasserkühlung.

Motortypen und Baureihen außerhalb des Bezeichnungs-Schemas ab 1907:

  • Motoren der Deutz-PKW von 1907 bis 1910 (konstruiert von Ettore Bugatti): Viertakt-Benzin-Ottomotoren, stehende Vierzylinder, ca. 30 bis 65 PS
  • Typ As III von 1917 bis 1918: In Lizenz gebauter Viertakt-Ottomotor der Firma Argus für Flugzeuge
  • Typ HWA526D von 1937 bis 1940: In Lizenz gebauter Viertakt-Dieselmotor der Firma MAN für den 2,5-Tonner Militär-Einheits-LKW (HWA = Heereswaffenamt)
  • Typ GM145 von 1941 bis 1942: Viertakt-Dieselmotor für den Gemeinschafts-LKW GS145 = S4500 von Magirus
  • Typen DZ7xx von 1937 bis 1945: Zweitakt-Otto- und -Dieselmotoren, für Flugzeuge und Schnellboote, etwa 100 bis 5400 PS, nur Prototypen
  • Bauart PA von etwa 1973 bis 1985: In Lizenz gebaute Viertakt-Dieselmotoren der Firma SEMT-Pielstick, Großmotoren für Schiffe und stationär

Quellen: Alle unter diesem Verweis angegebenen

Bezeichnungs-Schema für neue MWM-Baureihen ab 1992

Die von der nunmehrigen Tochterfirma MWM ab 1992 neu herausgebrachten Baureihen werden wie folgt benannt:

  • Bei Motoren mit Aufladung steht an erster Stelle ein T.
  • Bei Motoren mit Aufladung und Ladeluftkühlung bzw. (bei Gasmotoren) Gemischkühlung folgt ein B.
  • In jedem Fall steht danach bzw. an erster Stelle entweder ein D für Dieselmotor oder ein G für Gas-Ottomotor (mit Fremdzündung).
  • Dann kommt die dreistellige Baureihen-Nummer, deren erste Ziffer bei diesen "Mannheimer" Baureihen immer eine 6 ist und deren letzte zwei Ziffern in etwa den Kolbenhub in Zentimetern angeben.
  • Danach steht entweder ein L für Reihenmotor oder ein V für V-Motor.
  • Es folgt die Zylinderzahl, zum Beispiel 6 für Sechszylinder-Motoren oder 12 für Zwölfzylinder.
  • Am Schluss kann eine Zusatzbezeichnung stehen, zum Beispiel K für Zwei-Kreis-Kühlung.

Beispiele:

  • TBD616V8 ist ein Dieselmotor mit 8 Zylindern in V-Form, 16 cm Hub und Abgasturboaufladung mit Ladeluftkühlung.
  • TBG632L9 ist ein Gas-Ottomotor mit 9 Zylindern in Reihe, 32 cm Hub und Abgasturboaufladung mit Gemischkühlung.

Quellen: Deutz-Motoren-Prospekte

Bezeichnungs-Schema für neue Deutz-Baureihen ab 2007

Die von Deutz (nun ohne MWM) ab 2007 neu herausgebrachten Baureihen werden wie folgt benannt:

  • Bei Motoren mit Aufladung steht an erster Stelle ein T.
  • Bei Motoren mit Aufladung und Ladeluftkühlung folgt ein C.
  • In jedem Fall steht danach bzw. an erster Stelle entweder ein D für Dieselmotor oder ein G für Gas-Ottomotor (mit Fremdzündung).
  • Dann kommt die drei- oder vierstellige Baureihen-Nummer, deren letzte zwei Ziffern in etwa den Kolbenhub in Zentimetern angeben.
  • Danach steht entweder ein L für Reihenmotor oder ein V für V-Motor.
  • Es folgt die Zylinderzahl, zum Beispiel 6 für Sechszylinder-Motoren oder 12 für Zwölfzylinder.
  • Am Schluss kann eine Zusatzbezeichnung stehen, zum Beispiel 4V für 4 Ventile pro Zylinder (bei Baureihen, in denen es auch Motoren mit 2 Ventilen pro Zylinder gibt).

Beispiele:

  • D2008L3 ist ein Dieselmotor mit 3 Zylindern in Reihe und (ungefähr) 8 cm Hub.
  • TD2009L4 ist ein Dieselmotor mit 4 Zylindern in Reihe, 9 cm Hub und Abgasturboaufladung ohne Ladeluftkühlung.
  • TCD2013L6 4V ist ein Dieselmotor mit 6 Zylindern in Reihe, ungefähr 13 cm Hub, Abgasturboaufladung mit Ladeluftkühlung und 4 Ventilen pro Zylinder.

Quellen: Deutz-Motoren-Prospekte

Bezeichnungs-Schema für neue Deutz-Motortypen ab 2010

Wie Schema ab 2007, aber Baureihen-Nummer ersetzt durch Angabe des Hubraums in Liter.

Beispiel:

  • TCD3.6L4 ist ein Dieselmotor mit 4 Zylindern in Reihe, 3,6 Liter Hubraum und Abgasturboaufladung mit Ladeluftkühlung.

Quellen: Deutz-Motoren-Prospekte

Tabellenschema

Die Typentabellen in Kapitel Motorenliste sind wie folgt aufgebaut:

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar

Erläuterungen

  • Typ (Bauart): Siehe Typbezeichnungen.
  • Zylinder: Angabe der Zylinderkonfiguration und -zahl. L bedeutet liegender Reihenmotor, R stehender Reihenmotor, V stehender V-Motor.
  • Hubraum: Wird bei Großmotoren in Liter (l) angegeben, sonst in cm3.
  • Gewicht: Trockengewicht (ohne Öl und Kühlwasser), soweit aus den Quellen ersichtlich. Es wird bei Großmotoren in Tonnen (t) angegeben, sonst in kg.
  • Lader: A bedeutet Abgasturbolader, L Ladeluftkühlung bzw. – bei Gasmotoren – Gemischkühlung, M mechanischer Lader.
  • Bauzeit: Soweit bekannt, werden hier jeweils das erste und das letzte Baujahr angegeben, zum Beispiel "58–65". Um Platz zu sparen, werden die Jahrhundert-Ziffern der Baujahre weggelassen; das Jahrhundert ist dem Kontext zu entnehmen. Wenn erstes und letztes Baujahr nicht bekannt sind, aber zumindest ein Baujahr "in der Mitte", wird das zum Beispiel durch "–63–" ausgedrückt. Weitere Beispiele: "58–63–" (letztes Baujahr unbekannt), "–63–65" (erstes Baujahr unbekannt), "–63–67–" (erstes und letztes Baujahr unbekannt, aber der Motor wurde zumindest von 63 bis 67 gebaut). Geschätzte Jahreszahlen werden kursiv geschrieben.
  • Anm.: Verweise auf Anmerkungen unterhalb der Tabelle. Unter anderem kann hier die Norm angegeben werden, nach der Leistung und Drehmoment gemessen wurden. Für die Zeit vor 1950 sind aus den Quellen allerdings keine solche Normen ersichtlich.
  • Leistung: Maximale Leistung (falls ungleich Nennleistung, wird die maximale Leistung angegeben) in der Einheit (PS oder kW), die während der Bauzeit des Motors in den Quellen üblich war oder ist; bei einer Angabe in PS kann in Klammern die Angabe in kW hinzugefügt werden.
  • Drehmoment: Maximales Drehmoment in der Einheit mkp oder Nm, die während der Bauzeit des Motors üblich war oder ist; bei einer Angabe in mkp kann in Klammern die Angabe in Nm hinzugefügt werden.
  • eff. Druck: Mittlerer effektiver Druck bei maximalem Drehmoment. Immer in der Einheit bar angegeben. Berechnet aus dem maximalen Drehmoment und dem Hubraum.

Von den meisten Motor-Typen gibt es mehrere Varianten, die sich in Leistung und Drehmoment unterscheiden. Deshalb werden in den Tabellen pro Typ oft mehrere solche Leistungsvarianten angegeben, und zwar – soweit bekannt – mit Bauzeit, Anmerkung, Leistung, Drehmoment und eff. Druck. Besonders bei den in sehr großen Stückzahlen hergestellten Baureihen FL912 und FL913 gibt es allerdings unüberschaubar viele Varianten, die natürlich bei weitem nicht alle aufgelistet werden können. Auf Grund der zur Verfügung stehenden Quellen sind in solchen Fällen hauptsächlich die Fahrzeugmotor-Varianten berücksichtigt.

Alternativ gilt folgendes Tabellenschema:

Motorbezeichnung
allgemeine Informationen
Bauart Kraftstoffart Kühlung Zylinder Leistung Hubraum

Verwendung

Motoren

Atmosphärische Gasmotoren 1867 bis 1882

Es handelt sich um die erste Erfindung von Nikolaus Otto, auch bekannt unter dem Namen Flugkolbenmotor. Leistung bis 3 PS.

Baureihe BAM208

Geschichte: Die Motoren dieser Baureihe wurde Anfang der 30er Jahre von Deutz entwickelt. Es waren – im Vergleich zu anderen Deutz-Motoren dieser Zeit – sehr leichte und kompakte Motoren, die hauptsächlich zum Antrieb von Wasserpumpen, u. a. für Feuerspritzen, verwendet wurden, aber auch kleine Boote und Traktoren antrieben, zum Beispiel den kleinen Raupenschlepper der Firma Wurr.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Ottomotoren mit Vergaser. Stehende Reihenmotoren. Wasserumlaufkühlung.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
BA1M208 R1 70 80 308 93     32–36   5,5/2500    
BA2M208 R2 70 80 616                

Quelle: [Bauer:Stationär]

Baureihe FM117

Geschichte: Deutz stellte in der Berliner Automobilausstellung 1928 einen Vier- und einen Sechszylindermotor dieser Baureihe aus. Das waren die ersten für den Einbau in LKW konzipierten Deutz-Dieselmotoren. Sie wurden als optionale Antriebe kleinerer Magirus-LKW angeboten. Der Sechszylinder wurde von der Schweizer LKW-Firma Berna unter der Bezeichnung MSR (Motor – sechs Zylinder – Rohöl) in Lizenz gebaut. – Abweichend von späteren Gepflogenheiten hieß der Sechszylinder nicht F6M117, sondern FMS117 (S = sechs Zylinder). Entsprechend hieß der Vierzylinder vermutlich FMV117.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren, Wasserumlaufkühlung, zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Einspritzpumpe und Einspritzdüsen von Bosch, Einspritzdruck 65–95 bar.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
FMV117(?) R4 115 170 7063       28–??   40         
FMS117 R6 115 170 10595       28–??   60         
Berna MSR R6 115 170 10595       29–36   80/1300    

Anmerkung:

  • [Sahli:Berna] gibt 110 mm Bohrung und 150 mm Hub an, was aber der Baureihenbezeichnung FM117 widerspricht und auch im Vergleich mit zeitgenössischen Dieselmotoren als sehr unwahrscheinlich anzusehen ist.

Quellen: [Gebhardt:LKW2b] (Magirus), [Sahli:Berna] (1929: Der Dieselmotor)

Baureihen FM315 und FM317

Geschichte: Diese Baureihen wurden am Anfang der 1930er Jahre entwickelt. Die Vier-, Sechs- und Achtzylinder der Baureihe FM317 wurden in LKW von FAUN eingebaut. Die Zwei- und Dreizylinder der Baureihen FM315 und FM317 waren geeignet zur Verwendung als tragende Teile rahmenloser Traktoren (Traktoren in Blockbauweise) und wurden in die damaligen großen Traktoren ("Stahlschlepper") von Deutz eingebaut. Es wurden mindestens etwa 12000 Motoren des Typs F2M315 und jeweils mehrere tausend Motoren der Typen F2M317 und F3M317 hergestellt.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Wasserumlaufkühlung. Motorblock aus Grauguss. Bei Zwei- und Dreizylindern verstärktes Kurbelgehäuse mit Grauguss-Ölwanne für selbsttragende Motoren (für Traktoren in Blockbauweise). Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Zwei- und Dreizylinder haben nur zwei Kurbelwellenlager.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F2M315 R2 120 150 3393       34–42   25–28/1200    
F2M317 R2 120 170 3845       36–40   30–35/1300    
F3M317 R3 120 170 5768       35–42   45–50/1300    
F4M317 R4 120 170 7691       34–38
36–38
  65–72/1500
85/1600
   
F6M317 R6 120 170 11536       34–38
36–38
  100–110/1500
125/1600
   
F8M317 R8 120 170 15381       36–38   170/1600    

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Kemna), [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW]

Baureihe FM417

Geschichte: Die Motoren der Baureihe FM417 lösten Anfang der 1940er Jahre die Zwei- und Dreizylinder der Baureihe FM317 mit gleichem Hubraum ab. Wie diese wurden sie in die großen Traktoren von Deutz eingebaut. Es wurden – hauptsächlich von 1947 bis 1953 – jeweils mehrere tausend Motoren der Typen F2M417 und F3M417 hergestellt. Außerdem gab es Ende der 1930er Jahre einen F6M417, der in LKW von FAUN zum Einsatz kam.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Wasserumlaufkühlung. Nasse, auswechselbare Zylinderbüchsen. Leichtmetall-Kolben. Bei Zwei- und Dreizylindern verstärktes Kurbelgehäuse mit Grauguss-Ölwanne für selbsttragende Motoren (für Traktoren in Blockbauweise). Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F2M417 R2 120 170 3845       41–42, 47–53   35/1350    
F3M417 R3 120 170 5768       42, 47–53   50/1300    
F6M417 R6 120 170 11536       38–??   125–130/1600    

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Ritscher, Sulzer), [Gebhardt: FAUN-LKW]

Baureihen AM/FM517 und FM617

Geschichte: Die Motoren der Baureihe FM517 erschienen kurz vor dem Zweiten Weltkrieg als Nachfolger der Vier-, Sechs- und Achtzylinder der Baureihe FM317. Gegenüber diesen hatten sie größeren Hubraum und entsprechend mehr Leistung. Es gab sie vor dem Krieg auch als Ottomotoren F6M517B für Benzin und als Otto-Gasmotoren GFM517 für Holzgas. Alle diese Motoren wurden vor dem Krieg in LKW von FAUN und Magirus eingebaut. Der F6M517 wurde nach dem Krieg noch mindestens bis 1951 weiter hergestellt und dann durch den F6M617 mit gleichem Hubraum ersetzt. Beide wurden in LKW von FAUN eingebaut. Der AA8M517 war ein während des Krieges gebauter Schiffsmotor mit mechanischem Lader. Die AM517-Motoren wurden mindestens bis Mitte der 1960er Jahre gebaut und unter anderem für Schiffe und Kleinlokomotiven verwendet. Mehrere hundert Stück A6M517 wurden in die kleinen Rangierlokomotiven (Köf II) der Deutschen Bundesbahn eingebaut.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, jedoch FM517B Ottomotoren mit Vergaser, GFM517 Otto-Gasmotoren. Stehende Reihenmotoren. Wasserumlaufkühlung. Nasse, auswechselbare Zylinderbüchsen. Einzelzylinderköpfe. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Dieselmotoren hatten zumindest vor dem Krieg Deutz-Einspritzpumpe und Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 100 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch der nicht aufgeladenen Vorkammer-Dieselmotoren vor dem Krieg 200 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F4M517 R4 130 170 9026     22 37–??   95–100/1600    
GF4M517 R4 130 170 9026       38–??   75         
A4M517 R4 130 170 9026 900 137/52/121 22 49–65   83/1500    
F6M517 R6 130 170 13539 990
 
 
  22 37–??
48–??
50–??
  145–150/1600
150/1600
165/1800
78/ 950
78/ 950
 
7,1
7,1
 
F6M517B R6 130 170 13539       37–??   150/1600    
GF6M517 R6 130 170 13539       38–??   110         
A6M517 R6 130 170 13539 1170 173/56/121 22 49–65 Lok 128–135/1500    
F6M617 R6 130 170 13539       51–59 X 175/1800 82/1050 7,5
F8M517 R8 130 170 18052     22 38–??   200/1600 104      7,1
GF8M517 R8 130 170 18052       38–??   150         
A8M517 R8 130 170 18052 1450 214/74/121 22 49–65   170–180/1500    
AA8M517 R8 130 170 18052       M –43–   230         
BA8M517 R8 130 170 18052 1590 238/74/129   A  ??–65   250/1500    

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • Lok: Leistung (unter anderem) für Lokomotiven in den 1950er und 1960er Jahren (Deutz-Lokomotivprogramm).
  • X: Leistung bis 1954 mit 180 PS bei 1800 min−1 angegeben (vermutlich zu hoch), danach mit 175 PS. Vgl. entsprechende Anmerkungen zu FL514/614.

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: LKW2b] (Magirus), [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (FAUN), [Oswald: Militär] (FAUN L900D567), [Oswald: LKW2] (FAUN), [Regenberg: LKW50-2] (FAUN), [Regenberg: Bus50] (FAUN), [Lehmann, Pflug: Bahn] (DB Köf II, DB V11, Typenprogramm für KHD-Diesellokomotiven, Dieseltriebwagen der deutschen Industrie), [Obermayer:Diesellok] (DB Köf II → DB 321–324), [Enderlein: Bahn2] (DB Köf II → DB 321–324, DB V11 → DB 329 → DB 399), [Möller, Brack: Marine] (Deutz: SAA8M517), [Engine-Catalog] 1963 (KHD)

Baureihe FM716

Geschichte: Die Reihenmotoren dieser Baureihe – ab 1959 Drei-, Vier- und Sechszylinder und ab etwa 1964 auch Achtzylinder – waren wohl als Nachfolger der entsprechenden Motoren der Baureihen FM517 und FM617 gedacht (allerdings wurde die Baureihe FM517 noch bis Mitte der 1960er Jahre weitergebaut). Außerdem umfasste die Baureihe Zwölfzylinder- und ab etwa 1966 auch Sechzehnzylinder-V-Motoren, die ungewöhnlich flach waren (V-Winkel 120 Grad). Außer bei Drei- und Vierzylinder gab es alle Typen auch mit Abgasturboaufladung ohne oder mit Ladeluftkühlung. Der Dreizylinder wurde nur bis etwa 1967 angeboten, die übrigen Typen bis etwa 1975. Die Motoren kamen überwiegend als Schiffs- und Generator-Antriebe zum Einsatz. Vier-, Sechs- und Zwölfzylinder motorisierten aber auch LKW und Muldenkipper von FAUN, der aufgeladene Sechszylinder auch die Deutz-Raupe DP2100. Insgesamt wurden vermutlich zwischen 1000 und 2000 Motoren gebaut (siehe Stückzahl-Anmerkung unten).

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren bzw. Zwölf- und Sechzehnzylinder V-Motoren (V-Winkel 120 Grad). Wasserumlaufkühlung mit Wasser-Wasser-Wärmetauscher (Rückkühler) oder mit Ventilator. Druckumlaufschmierung mit wassergekühltem Ölkühler. Zweiteiliges Kurbelgehäuse, bestehend aus Ölwanne und Oberteil (Motorblock). Nasse, in das Kurbelgehäuse-Oberteil eingeschobene Zylinderbuchsen. Je ein Zylinderkopf pro Zylinder. Anzahl Kurbelwellenlager (am Kurbelgehäuse-Oberteil) = Zylinderzahl + 1 bei Reihenmotoren bzw. halbe Zylinderzahl + 1 bei V-Motoren. Muldenkolben. Zwei hängende Ventile pro Zylinder, angetrieben durch eine – bzw. bei V-Motoren durch zwei (links und rechts von der Kurbelwelle) – unten im Kurbelgehäuse-Oberteil liegende Nockenwelle(n) über Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Reiheneinspritzpumpe – bzw. beim Sechzehnzylinder und anfangs auch beim Zwölfzylinder zwei gekoppelte Reiheneinspritzpumpen – von Bosch. Regler von Bosch, beim Sechzehnzylinder auch von Woodward. Einspritzdüsen DN0SD211 (nur bei Betriebsdrehzahl bis 1250 Umdrehungen pro Minute) oder DN0SD174 von Bosch; 170 bar Öffnungsdruck im Betrieb (im Neuzustand 180 bar). Anlassen wahlweise elektrisch, mit Druckluft oder – nur bei Reihenmotoren – mit Schwungrad. Aufladung, falls vorhanden, bei Reihenmotoren durch einen und bei V-Motoren durch zwei Abgasturbolader – je einer pro Zylinderbank – von KKK (Kühnle, Kopp & Kausch). Ladeluftkühlung, falls vorhanden, durch einen bzw. zwei wassergekühlte Ladeluftkühler. Betriebsdrehzahl minimal 1000 Umdrehungen pro Minute, maximal 2000, beim Acht- und Sechzehnzylinder jedoch maximal 1800.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F3M716 R3 135 160 6871 635 96/69/112 19 59–64 B 92/1800    
F3M716 R3 135 160 6871 785   17,5 64–66 A 72/1500    
F3M716 R3 135 160 6871 785   20 66–67
66–67
A
A
75/1500
86/1800
   
F4M716 R4 135 160 9161 760 113/69/112 19 59–64
64
B
F/UK10
123/1800
133/2000
 
51/1400
 
6,9
F4M716 R4 135 160 9161 920   17,5 64–66 A 95/1500    
F4M716 R4 135 160 9161 920   20 66–74
66–74
66–74
66–74
A
A
A
B
100/1500
108/1650
115/1800
140/2000
 
 
 
 
 
 
 
 
F6M716 R6 135 160 13741 1035 152/69/112 19 59–64
59–62
B
F/L8
185/1800
200/2000
 
 
 
 
F6M716 R6 135 160 13741 1240   17,5 64–66
64–66
64–66
A
A
A
145/1500
158/1650
170/1800
 
 
 
 
 
 
F6M716 R6 135 160 13741 1240   20 66–75
66–75
66–75
66–75
A
A
A
B
150/1500
162/1650
172/1800
210/2000
 
 
 
 
 
 
 
 
BF6M716 R6 135 160 13741 1090 171/86/116   AT 59–64
63
B
F/L10
250/1800
275/2000
 
 
 
 
BF6M716 R6 135 160 13741     16,1 AT 64–66
64–66
64–66
A
A
B
195/1500
212/1650
280/2000
 
 
 
 
 
 
 
BF6M716 R6 135 160 13741     17 AT 66–75
69–74
66–75
66–75
A
T/D210
A
A
200/1500
210/1650
218/1650
235/1800
 
 
 
 
 
 
 
 
BF6M716 R6 135 160 13741 1370   16,1 AT+K 64–66
64–66
A
B
240/1500
350/2000
 
 
 
 
BF6M716 R6 135 160 13741 1370   17 AT+K 66–75
66–75
66–75
66–75
A
A
A
B
258/1500
280/1650
300/1800
362/2000
 
 
 
 
 
 
 
 
F8M716 R8 135 160 18322 1650   17,5 64–66 A 190/1500    
F8M716 R8 135 160 18322 1650   20 66–75
66–75
66–75
66–75
A
A
A
B
200/1500
215/1650
225/1800
250/1800
 
 
 
 
 
 
 
 
BF8M716 R8 135 160 18322     17 AT 66–75 A 260/1500    
BF8M716 R8 135 160 18322 1770   17 AT+K 66–75
69–75
66–75
66–75
69–75
66–75
A
A
A
A
A
B
332/1500
345/1500
360/1650
385/1800
405/1800
425/1800
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
F12M716 V12 135 160 27483 1820 188/133/100 19 59–64 B 370/1800    
F12M716 V12 135 160 27483 2030   17,5 64–66
64–66
64–66
A
A
F/K35
290/1500
315/1650
400/1950
 
 
155/1350
 
 
7,0
F12M716 V12 135 160 27483 2030   20 66–75
66–75
66–75
67
66–75
A
A
A
F/Fakir
B
300/1500
325/1650
345/1800
400/2000
420/2000
 
 
 
162/1300
 
 
 
 
7,3
 
BF12M716 V12 135 160 27483 1900 214/133/132   AT 59–64 B 500/1800    
BF12M716 V12 135 160 27483 2170–?   16,1 AT 64–66
64–66
A
A
390/1500
425/1650
 
 
 
 
BF12M716 V12 135 160 27483 2170–?   17 AT 66–75
66–75
68–70
70–75
A
A
F/K40
F/K40
400/1500
470/1800
450/1950
470/1950
 
 
172/1600
183/1600
 
 
7,7
8,2
BF12M716 V12 135 160 27483  ?–2400   16,1 AT+K 64–66
64–66
A
A
480/1500
520/1650
 
 
 
 
BF12M716 V12 135 160 27483  ?–2400   17 AT+K 66–75
66–75
66–75
66–75
A
A
A
B
515/1500
560/1650
600/1800
725/2000
 
 
 
 
 
 
 
 
F16M716 V16 135 160 36644     20 74 A 400/1500    
BF16M716 V16 135 160 36644 2870–3000   17 AT+K 66–75
66–75
69–75
66–75
71–75
72–75
A
A
A
B
 
 
720/1650
770/1800
810/1800
850/1800
930/1800
1025/1800
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Anmerkungen:

  • Anhand der Änderungen der Zylinderköpfe und Kolben dieser Baureihe lässt sich ihre Bauzeit in 3 Phasen einteilen.
    • Phase 1: Die Spitze der Vorkammer steht über die Zylinderkopf-Unterseite vor, und die Kolben haben eine entsprechende Aussparung und fünf Ringe. Verdichtung laut [Engine Catalog] 19:1 (das Werkstatthandbuch bestätigt diese Zahl allerdings nicht).
    • Phase 2: Vorkammer und Aussparung in Kolben wie in Phase 1, aber die Kolben haben nur vier Ringe. Verdichtung der Saugmotoren 17,5:1, der aufgeladenen Motoren 16,1:1.
    • Phase 3 (ab 1966): Hochgezogene, mit der Zylinderkopf-Unterseite bündig abschließende Vorkammer ("H-Verfahren"), und die Kolben haben die Aussparung nicht mehr, aber weiterhin vier Ringe. Verdichtung der Saugmotoren 20:1, der aufgeladenen Motoren 17:1.
  • Außerdem unterscheiden sich in den Phasen 1 und 2 die aufgeladenen Motoren von den Saugmotoren durch Nockenwellen mit höheren Nocken, also durch größeren Ventilhub, und durch (zusätzliche) Aussparungen im Kolben für die Ventilteller. In Phase 3 haben alle Motoren gleichartige Nockenwellen, und die Kolben haben keine Aussparungen mehr.
  • Aus den benutzten Quellen (Liste siehe unten) geht nicht eindeutig hervor, welche der in der Tabellen aufgeführten Motorleistungen zu welcher Phase gehören. Sie geben auch nicht an, welche aufgeladenen Motoren Ladeluftkühlung hatten und welche nicht; aus den Typenbezeichnungen ist das bei dieser Baureihe jedenfalls nicht ersichtlich. Die Aufteilung der Tabelle ist also unsicher.
  • Die von Deutz herausgegebenen Schiffsmotorenlisten, aus denen auch die meisten Leistungsangaben stammen, ermöglichen das Auszählen der Stückzahlen der von 1965 bis 1975 als Schiffsantriebe gebauten Motoren der Baureihe. Ergebnis: 4 F3M716 (also ein ganz rarer Vogel), 20 F4M716, etwa 60 F6M716 (Saugmotoren), etwa 145 BF16M716, etwa 50 F8M716 (Saugmotoren), etwa 75 BF8M716, etwa 90 F12M716 (Saugmotoren), etwa 210 BF12M716, 5 F16M716 (Saugmotoren) und 34 BF16M716, also zusammen etwa 700 Stück.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • Gewicht: Warum bei den Drei-, Vier-, Sechs- und Zwölfzylindern die angegebenen Gewichte innerhalb einer Bauart (z. B. Dreizylinder) so stark voneinander abweichen, ist nicht klar. Vermutlich ist der Umfang des mitgewogenen Zubehörs unterschiedlich (z. B. ohne/mit Anlasser, Lichtmaschine, Öl, Wasser, ...). In den jeweils höheren Gewichtsangaben – sie stammen aus dem Werkstatthandbuch – ist jedenfalls explizit das Gewicht des Schwungrads enthalten.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW u. ä.
  • F/UK10: für FAUN-Untertage-Muldenkipper UK10
  • F/L8: für FAUN-LKW L8
  • F/L10: für FAUN-LKW L10
  • F/Fakir: für FAUN-Muldenkipper Fakir
  • F/K35: für FAUN-Muldenkipper K35 und K40 bis etwa 1967
  • F/K40: für FAUN-Muldenkipper K40 nach 1967
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren u. ä.
  • T/D210: für Deutz-Raupenschlepper DP2100

Quellen: [Deutz: Werkstatthandbuch FM716], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Regenberg: LKW60-1] (FAUN L10), [Vermoesen, Bruse: Deutz2] (Raupe DP2100), [Engine-Catalog] 1963 (KHD), [Inufa-Katalog] 1970 bis 1977 (FAUN), [Auto-Katalog] 1964/65 bis 1970/71 (FAUN), [Lastauto-Omnibus-Katalog] 1971/72 und 1972/73 (FAUN), Deutz-Prospekte 1967 und 1969, Deutz-FM716-Schiffsmotorenlisten 1971 und 1975, Liste der Kolben und Zylinderbuchsen von Kolbenschmidt (Deutz FM716)

Baureihe AM816

Geschichte: Diese Baureihe löste 1974/75 die Baureihe FM716 ab. Die Zylinderbohrung war größer (142 statt 135 mm), ansonsten glich die Baureihe weitgehend ihrem Vorgänger. Sie umfasste Sechs- und Achtzylinder-Reihenmotoren sowie Zwölf- und Sechzehnzylinder-V-Motoren, jeweils als Saugmotoren und als aufgeladene Motoren ohne oder mit Ladeluftkühlung. Sie stand bis 1988 im Programm. Die Motoren kamen wohl nur als Schiffs- und Generator-Antriebe zum Einsatz.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren bzw. Zwölf- und Sechzehnzylinder V-Motoren (V-Winkel 120 Grad). Wasserumlaufkühlung mit Wasser-Wasser-Wärmetauscher (Rückkühler) oder mit Ventilator. Druckumlaufschmierung mit wassergekühltem Ölkühler. Zweiteiliges Kurbelgehäuse, bestehend aus Ölwanne und Oberteil (Motorblock). Nasse, in das Kurbelgehäuse-Oberteil eingeschobene Zylinderbuchsen. Je ein Zylinderkopf pro Zylinder. Anzahl Kurbelwellenlager (am Kurbelgehäuse-Oberteil) = Zylinderzahl + 1 bei Reihenmotoren bzw. halbe Zylinderzahl + 1 bei V-Motoren. Muldenkolben. Zwei hängende Ventile pro Zylinder, angetrieben durch eine – bzw. bei V-Motoren durch zwei (links und rechts von der Kurbelwelle) – unten im Kurbelgehäuse-Oberteil liegende Nockenwelle(n) über Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Reiheneinspritzpumpe – bzw. bei Sechzehnzylindern zwei gekoppelte Reiheneinspritzpumpen – von Bosch. Regler von Bosch oder anderen Herstellern. Einspritzdüsen DN0SD174 von Bosch; bei früheren Motoren 160 bar, bei späteren 180 bar Öffnungsdruck im Betrieb (im Neuzustand 165 bzw. 180 bar). Anlassen elektrisch oder/und mit Druckluft. Aufladung, falls vorhanden, bei Reihenmotoren durch einen und bei V-Motoren durch zwei Abgasturbolader – je einer pro Zylinderbank – von KKK (Kühnle, Kopp & Kausch). Ladeluftkühlung, falls vorhanden, durch einen bzw. zwei wassergekühlte Ladeluftkühler. Betriebsdrehzahl minimal 1000 Umdrehungen pro Minute, maximal 2000.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
A6M816 R6 142 160 15203     16  ??–88   234(172)         
BA6M816 R6 142 160 15203 1415 181/99/166 16 AT 74–75   366(269)         
BA6M816(C) R6 142 160 15203 1490 181/99/166 16 AT+K  ??–88   433(589)         
A8M816 R8 142 160 20271     16  ??–88   313(230)         
BA8M816 R8 142 160 20271 1925 216/96/171 16 AT 74–75   488(359)         
BA8M816C R8 142 160 20271 2000 216/96/171 16 AT+K  ??–88   868(638)         
A12M816 V12 142 160 30407     16 74–75   436(321)         
BA12M816 V12 142 160 30407 2660 196/161/111 16 AT 74–86   766(564)         
BA12M816C V12 142 160 30407 2820 196/161/135 16 AT+K  ??–88   1292(950)         
A16M816 V16 142 160 40542     16 74–75   580(427)         
BA16M816 V16 142 160 40542 3380 247/161/11 16 AT 74–75   1021(751)         
BA16M816(C) V16 142 160 40542 3540 247/161/135 16 AT+K  ??–88   1571(1155)         

Anmerkungen:

  • Gewicht nach VDMA (mit Schwungrad, aber ohne Anlasser, Lichtmaschine, externen Kühler und Flüssigkeiten)
  • Maße mit Schwungrad, aber ohne Rückkühlanlage
  • Leistungsangaben sind ergänzungsbedürftig

Quellen: [Deutz: Werkstatthandbuch AM816], Liste der Kolben und Zylinderbuchsen von Kolbenschmidt (Deutz AM816)

Baureihe GFM115

Geschichte: Den Motor GF2M115 entwickelte Deutz Anfang der 1940er Jahre speziell für Traktoren mit Holzgasantrieb, weil ab Mitte 1942 in Deutschland nur noch solche Traktoren gebaut und verkauft werden durften. Neben Deutz verwendeten auch viele andere deutsche Traktorenhersteller diesen Motor für ihre „Gasschlepper“, u. a. Eicher, Fahr, Fendt, HELA und Kramer. Modifizierte Varianten des Motors gab es von MWM (Typen TG15 und TG115) und Güldner (Typ 2Z).

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Gas-Ottomotor. Stehender Reihenmotor. Wasserumlaufkühlung. Verstärktes Kurbelgehäuse mit Grauguss-Ölwanne für selbsttragende Motoren (für Traktoren in Blockbauweise). Zwei Kurbelwellenlager.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
GF2M115 R2 130 150 3982     8,5 41–44   25/1550    

Quellen: [Bruse,Vermoesen:Eicher1], [Schneider:Fendt1], [Häfner:HELA], [Schoch:HELA], [Sack:Kramer], [Bach:Traktor] (Deutz), [Gebhardt:Traktor] (Deutz, Eicher, Epple & Buxbaum, Fahr, Fendt, HELA, Kramer, Normag, Primus, Ritscher, Stock, Zettelmeyer), [Oldtimer-Traktor] 7–8/2006 (Fahr HG25)

LKW-Motor HWA526D

Geschichte: Dieser Sechszylinder-Motor war eine Entwicklung von MAN und wurde nur für den Ende der 1930er Jahre gebauten 2,5-Tonner Militär-Einheits-LKW verwendet. Magirus hatte diesen LKW mit MAN, Büssing-NAG und Henschel gemeinsam entwickelt und baute etwa 1400 Stück davon. Das HWA in der Typbezeichnung des Motors bedeutet Heereswaffenamt, das D vermutlich Diesel; die Zahl ist nach dem Typenbezeichnungs-Schema von MAN gebildet (die 5 bedeutet Bohrung 105 mm, die 2 Hub 120 mm und die 6 sechs Zylinder).

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotor mit Luftkammer-Direkteinspritzung (MAN-Verfahren). Stehender Reihenmotor. Wasserumlaufkühlung. Nasse, auswechselbare Zylinderbüchsen. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Sieben Kurbelwellenlager. Deckel- oder Bosch-Einspritzpumpe.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
HWA526D R6 105 120 6234     15 37–40   80/2400    

Quellen: [Augustin:Magirus], [Oswald:Militär] (Einheits-LKW)

LKW-Motor GM145

Geschichte: Dieser Sechszylinder-Motor wurde nur für den Anfang der 1940er Jahre herstellten 4,5-Tonner LKW GS145 = S4500 von Magirus verwendet. Magirus hatte diesen LKW mit Henschel und den Österreichischen Saurer Werken gemeinsam entwickelt und baute etwa 600 Stück davon. Modifizierte Varianten des Motors wurden von Henschel und den Österreichischen Saurer Werken hergestellt. Das GM in der Typbezeichnung bedeutet wahrscheinlich Gemeinschafts-Motor.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotor. Stehender Reihenmotor. Wasserumlaufkühlung. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Sieben Kurbelwellenlager. Deutz-Einspritzpumpe und Bosch-Einspritzdüsen.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
GM145 R6 105 140 7268     18 41–42   125/2400 40/1400 6,8

Quellen: [Augustin:Magirus], [Gebhardt:LKW2b] (Magirus)

Baureihen FM313 und FM316

Geschichte: Diese Baureihen wurden am Anfang der 1930er Jahre entwickelt. Die Vier- und Sechszylinder beider Baureihen waren neben denen der Baureihe FM317 die ersten in nennenswerter Stückzahl hergestellten LKW- und Omnibus-Dieselmotoren von Deutz und wurden von FAUN, Magirus und Hansa-Lloyd (Borgward) verwendet. Die in Magirus-LKW eingebauten F6M313 und F6M316 hießen dort übrigens S313D bzw. S316D. Die Ein- und Zweizylinder der Baureihe FM313 waren geeignet zur Verwendung als tragende Teile rahmenloser Traktoren (Traktoren in sogenannter Blockbauweise), so zum Beispiel im Traktor D37 von HELA. Es gab jedoch keinen Deutz-Traktor mit diesen Motoren.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Wasserumlaufkühlung. Bei Ein- und Zweizylindern verstärktes Kurbelgehäuse mit Grauguss-Ölwanne für selbsttragende Motoren (für Traktoren in Blockbauweise). Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Bei Vier- und Sechszylindern Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Deutz-Einspritzpumpe und Deutz- oder Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 100 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch 205 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F1M313 R1 100 130 1021     18 36–38   10–11/1500    
F2M313 R2 100 130 2042     18 36–38   20–22/1500    
F4M313 R4 100 130 4084     18 34–38
36–38
  45–50/2000
60/2000
   
F6M313 R6 100 130 6126     18 34–38
36–38
  70–75/2000
90/2000
32/1500
 
6,4
 
F4M316 R4 100 160 5026     18 36–38   70/2000    
F6M316 R6 100 160 7540     18 34–38
36–38
  90/2000
105–110/2000
36/1500
 
5,9
 

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.

Quellen: [Bruse, Vermoesen: Eicher], [Häfner: HELA], [Schoch: HELA], [Gebhardt: Traktor] (Eicher, HELA, Martin, Sulzer, Zettelmeyer), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: LKW2a] (Hansa-Lloyd), [Gebhardt: LKW2b] (Magirus), [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus)

Baureihe FM414

Geschichte: Die Motoren der Baureihe FM414 lösten die Ein- und Zweizylinder der Baureihe FM313 ab. Gegenüber diesen hatten sie einen größeren Hubraum. Der Einzylinder wurde schon seit 1936 für den „Bauernschlepper“ gebaut, von dem Deutz bis 1951 über 19000 Stück produzierte. Vom Zweizylinder lieferte Deutz von 1938 bis 1955 mehrere tausend Stück an viele deutsche Traktorenhersteller, u. a. Eicher, Fahr, Fendt, HELA und Kramer. Der VEB IFA Schlepperwerk Nordhausen stellte den F2M414 von 1949 bis 1952 als Antrieb des Traktors RS 02/22 "Brockenhexe" in Lizenz her.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Wasserumlaufkühlung. Nasse, auswechselbare Zylinderbüchsen. Verstärktes Kurbelgehäuse mit Grauguss-Ölwanne für selbsttragende Motoren (für Traktoren in Blockbauweise). Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Zwei Kurbelwellenlager (auch beim Zweizylinder). Deutz-Einspritzpumpe und Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 100 bar, ab etwa 1950 vermutlich 125 bar. Der in Nordhausen hergestellte F2M414 hatte zuerst auch die Deutz-Einspritzpumpe, danach eine von l'Orange und zuletzt eine von IFA.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F1M414 R1 100 140 1100     22 36–42, 46–50
50–51
  11/1550
12/1550
   
F2M414 R2 100 140 2199 460   22 38–42, 46–52
50–55
  22/1500
24–25/1600
12,2/1100
 
6,8
 
IFA F2M414 R2 100 140 2199     22 49–52   22/1500    

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern:Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Schneider: Fendt1], [Häfner: HELA], [Schoch: HELA], [Sack: Kramer], [Hintersdorf: DDR-Traktor] (RS 02/22 „Brockenhexe“), [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Betz, BTC, Burzler, Deutz, Eicher, Epple & Buxbaum, Fahr, FAUN, Fendt, Funk, Gutbrod, Hagedorn, Hanno, HELA, Kramer, Krümpel, Kulmus, Martin, Nordtrak, Normag, Primus, Ritscher, Stock, Sulzer, Taunus, Titus, Urus, Wagner, Wotrak, Zettelmeyer), [Oldtimer-Traktor] 5–6/2006 (Deutz F1M414), 7–8/2006 (Zettelmeyer Z2) und 1–2/2009 (Kulmus KDE22)

Baureihen FM513 und FM516

Geschichte: Die Motoren dieser Baureihen erschienen kurz vor dem Zweiten Weltkrieg als Nachfolger der Vier- und Sechszylinder der Baureihen FM313 und FM316. Gegenüber diesen hatten sie mehr Hubraum und entsprechend mehr Leistung. Sie wurden in LKWs und Omnibussen von FAUN, Magirus und Hansa-Lloyd (Borgward) verwendet. Während des Krieges wurden von diesen Baureihen nur noch die Typen F4M513 und F6M516H weiter hergestellt. Den F4M513 gab es auch für Holzgasbetrieb in zwei Varianten, nämlich als Gas-Ottomotor OF4M513H = GF4M513 mit Zündkerze und als Zündstrahlmotor (Diesel-Gasmotor) ZF4M513, bei dem das angesaugte und verdichtete Gas-Luft-Gemisch durch Dieseleinspritzung gezündet wurde. Im Krieg wurden mindestens 18000 Stück des Motors F4M513 und seiner Varianten gebaut, und zwar für die 3-Tonner Magirus-LKW S/A330 = S/A3000 und davon abgeleitete Fahrzeuge. Nach dem Krieg wurde der F4M513 als Dieselmotor und als Gas-Ottomotor für Holzgas noch bis 1949 für den Magirus 3-Tonner weitergebaut. – Der F6M516H wurde speziell für den Militär-LKW 33G1 (33H ab 1940) hergestellt, der von Henschel konstruiert worden war und bei Magirus in Lizenz gebaut wurde. Der F6M516H unterschied sich vom normalen F6M516 dadurch, dass sein Kurbelgehäuse baugleich mit dem des Henschel-Motors war, der den originalen LKW 33G1 antrieb. Das H in der Typenbezeichnung des F6M516H bedeutet wahrscheinlich Henschel, aber auf keinen Fall Holzgas.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren; der OF4M513H = GF4M513 war jedoch ein Gas-Ottomotor und der ZF4M513 ein Diesel-Gasmotor mit direkter Dieseleinspritzung. Stehende Reihenmotoren. Wasserumlaufkühlung. Nasse, auswechselbare Zylinderbüchsen. Einzelzylinderköpfe. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Sechszylinder mit Schwingungsdämpfer. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1, nach anderer Quelle hatten die Sechszylinder 8 Kurbelwellenlager; der F6M516H hatte jedoch nur 4. Deutz-Einspritzpumpe und Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 100 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch der Vorkammer-Dieselmotoren 205 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F4M513 R4 110 130 4942 480   22,0 39–44, 46–49   70/2000–2100
–80/2400–2500
28/1100 7,0
OF4M513H,
GF4M513
R4 110 130 4942     9,0 39–??, 46–48   50–65/2250 –24/1100 –6,0
ZF4M513 R4 110 130 4942     15,0 39–??   70/2000    
F6M513 R6 110 130 7413     22,0 38–40   100–105/2000 43/1100 7,1
F4M516 R4 110 160 6082 520   22,0 37–40   80–85/2000 34/1100 6,9
F6M516 R6 110 160 9123 740   22,0 37–41   120–130/2000 52–54/1100 7,0-7,3
F6M516H R6 110 160 9123 820   22,0 39–41   100/1500 53/ 800 7,2

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: LKW2a] (Hansa-Lloyd), [Gebhardt: LKW2b] (Magirus), [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Oswald: Militär] (Magirus S/A3000, Magirus 33G1 und 33H), [Oswald: LKW2] (Magirus S3000), [Regenberg: LKW50-1] (Magirus S3000)

Baureihe AM514

Geschichte: Diese weitgehend unbekannte Baureihe war bis in die erste Hälfte der 1960er Jahre im Programm. Es war vielleicht die wassergekühlte Parallele zur luftgekühlten Baureihe AL514. Die Motoren wurden vermutlich unter anderem als Schiffsantriebe verwendet, aber nicht als Antrieb für Landfahrzeuge.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Wasserpumpenkühlung.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
A2M514 R2 110 140 2661 385 73/68/92   50–65 B 35/1800    
A3M514 R3 110 140 3991 465 84/66/92   50–65 B 53/1800    
A4M514 R4 110 140 5322 500 105/77/100   50–65 B 68/1800    

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.

Quellen: [Engine-Catalog] 1963 (KHD)

Baureihen AL/FL514 und AL/FL614

Geschichte: Während des Zweiten Weltkrieges entwickelte Deutz auf Betreiben der Wehrmacht, die frostsichere Motoren für ihre Fahrzeuge für den Russlandfeldzug brauchte, ab 1942 den luftgekühlten Wirbelkammer-Dieselmotor F4L514. Er wurde zunächst von 1944 bis 1945 in den „Raupenschlepper Ost“ (RSO) eingebaut; in dieser Zeit baute Deutz 674 Stück dieses Motors. Nach dem Krieg verwendete Magirus diesen Motor 1946 bis 1947 für den „Waldschlepper“ RS1500, von dem 1460 Stück gebaut wurden. Danach wurde der F4L514 weiterentwickelt, und aus ihm gingen ab 1949 nach dem Baukastensystem die Ein- bis Zwölfzylindermotoren der Baureihen AL/FL514 und AL/FL614 hervor. Die FL-Motoren kamen vor allem in den 1950er Jahren in großer Stückzahl in LKW und Omnibussen von Magirus und FAUN sowie in Traktoren und Raupenschleppern von Deutz und anderen Firmen zum Einsatz, die AL-Motoren unter anderem in Lokomotiven, Triebwagen und Schiffen. – Als Nachfolger von F4L514 und F6L514 erschienen 1969 der F4L514F und der F6L514F mit vergrößertem Hubraum (gleiche Zylindergröße wie Baureihe FL814). Sie wurden unter anderem in Deutz-Raupenschlepper eingebaut.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren (AL/FL514) bzw. V-Motoren (AL/FL614, V-Winkel 90 Grad). Luftkühlung durch Axialgebläse, von Keilriemen (AL/FL514) bzw. Zahnrädern (AL/FL614) angetrieben; in LKW und Omnibussen eingebaute Motoren haben zusätzlichen Ölkühler. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Bei Ein-, Zwei- und Dreizylindern der Baureihe FL514 verstärktes Kurbelgehäuse mit Grauguss-Ölwanne für selbsttragende Motoren (für Traktoren in Blockbauweise). Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend bzw. bei den V-Motoren in je einer Reihe pro Zylinderbank, gesteuert über untenliegende – bei den V-Motoren zentrale – Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1 bzw. bei den V-Motoren halbe Zylinderzahl + 1. Zwölfzylinder mit Trockensumpfschmierung. Deutz-Einspritzpumpe für die Ein-, Zwei und Dreizylinder, Bosch-Einspritzpumpe für die anderen Typen, Bosch-Einspritzdüsen für alle Typen, Öffnungsdruck zuerst 110 bar, ab etwa 1950 125 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch der nicht aufgeladenen Motoren 180 bis 190 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
A1L514 R1 110 140 1330 315–330   17,8 51–57
51–57
51–57
A
B
B
12,5/1500
14/1500
16/1800
6,2/1300
 
 
5,7
 
 
F1L514 R1 110 140 1330 315–330   17,8 50–57 T 15/1650 7,0/1200 6,7
A2L514 R2 110 140 2661 390–440  ??/71/94 17,8 51–65
51–65
51–65
A
B
B
25/1500
28/1500
32/1800
 
 
 
 
 
 
F2L514 R2 110 140 2661 390–440  ??/71/94 17,8 50–51
51–62
55–58
T
T
T
28/1550
30/1600
34/1800
 
14,5/1100
 
 
6,7
 
A3L514 R3 110 140 3991 460–500  ??/71/94 17,8 51–65
51–65
51–65
A
B
B
37,5/1500
42/1500
48/1800
 
 
 
 
 
 
F3L514 R3 110 140 3991 460–500  ??/71/94 17,8 51–54
54–58
58–65
T
T
T
42/1450
45/1600
50/1800
 
21,8/1200
 
 
6,7
 
F4L514 (alt) R4 110 140 5322     18,3 44–45, 46–47   65/2100 27/1200 6,3
A4L514 R4 110 140 5322 475–550 108/74/103 17,8 50–65
50–65
50–65
50–65
A
B
B
TW
50/1500
55/1500
65–66/1800
72/2000
24,8/1100
 
 
 
5,7
 
 
 
F4L514 R4 110 140 5322 475–550 108/74/103 17,8 49–50
52–65
57–67
67–69
50–67
L,X1
T
T
T
F,X2
75/2350
60/1650
65/1800
72/2000
85/2300
 
 
 
 
31/1200
 
 
 
 
7,2
F4L514F R4 115 140 5817       69-74 T 80/2000    
A6L514 R6 110 140 7983 730 139/74/103 17,8 50–65
50–65
50–65
50–65
A
B
B
TW
75/1500
82/1500
100/1800
110/2000
37,2/1150
 
 
 
5,7
 
 
 
F6L514 R6 110 140 7983 730 139/74/103 17,8 49–50
59–65
65–67
67–69
65–69
65–69
50–69
L
T
T
T
BS
B
F,X3
105/2100
90/1650
100/1800
110/2000
105/2000
120/2300
125–126/2300
 
 
 
 
 
 
46/1200
 
 
 
 
 
 
7,1
F6L514D R6 110 140 7983 730 139/74/103 17,8 57–59 F 112/2300 37/1200 5,7
BF6L514 R6 110 140 7983     17,8 A 57–65 F 150/2300 50/1600 7,7
F6L514F R6 115 140 8725       69–74
69–72
T
F
120/2000
126/2300
 
 
 
 
A6L614 V6 110 140 7983 700–760 104/120/?? 17,8 51–60
51–60
51–60
51–60
A
B
B
TW
75/1500
82/1500
100/1800
110/2000
37,2/1150
 
 
 
5,7
 
 
 
F6L614 V6 110 140 7983 700–760 104/120/?? 17,8 51–65 F,X3 125/2300 46/1200 7,1
F6L614D V6 110 140 7983 700–760 104/120/?? 17,8 57–59 F 112/2300 37/1200 5,7
A8L614 V8 110 140 10644 850–900   17,8 51–60
51–60
51–60
51–60
A
B
B,Lok
TW
100/1500
110/1500
130–132/1800
145/2000
49,6/1100
 
 
 
5,7
 
 
 
F8L614 V8 110 140 10644 850–900   17,8 51–65 F,X4 170/2300 62/1200 7,2
A12L614 V12 110 140 15966 1270–1300   17,8 54–60
54–60
54–60
54–60
A
B
B,Lok
TW
150/1500
165/1500
200/1800
220/2000
74,4/1150
 
 
 
5,7
 
 
 
F12L614 V12 110 140 15966 1270–1300   17,8 54–65 F 250/2300 92/1200 7,1
BF12L614 V12 110 140 15966     17,8 A 57–65 F 300/2300 103/1400 8,0

Anmerkungen:

  • Mitte der 1960er Jahre verschwanden die AL-Typenbezeichnungen, das heißt es wurden nur noch die FL-Bezeichnungen verwendet.
  • Gewichte: Bei den Ein- und Zweizylindern bezieht sich der jeweils niedrigere Wert auf den Motor ohne elektrischen Anlasser, der höhere auf den Motor mit Anlasser.
  • Es gab für die nicht aufgeladenen Motoren dieser Baureihen auch einen Zylinderkopf mit Verdichtung 19,2.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270.
  • BS: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb (Schnellfahrleistung) von Schiffsantriebsmotoren nach DIN 6270.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW usw.
  • Lok: Leistung für Lokomotiven in den 1950er Jahren (Deutz-Lokomotivprogramm).
  • T: Leistung für Traktoren (Schlepper) und Raupenschlepper.
  • TW: Leistung für Triebwagen in den 1950er Jahren.
  • X1: Leistungsangabe auch 85 PS (vermutlich zu hoch).
  • X2: Leistung bis 1954 mit 90 PS bei 2300 min−1 angegeben (vermutlich zu hoch), danach mit 85 PS.
  • X3: Leistung bis 1954 mit 130 PS bei 2250 oder 2300 min−1 angegeben (vermutlich zu hoch), danach mit 125 PS und ab Mitte der 1960er Jahre mit 126 PS (wegen LKW-Minimalleistung von 6 PS pro Tonne).
  • X4: Leistung bis 1954 mit 175 PS bei 2300 min−1 angegeben (vermutlich zu hoch), danach mit 170 PS.

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher], [Sack: Eicher], [Häfner: HELA], [Schoch: HELA], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Dechentreiter, Deutz, Eicher, Fahr, Gutbrod, HELA, Kramer, Ritscher, Rothenburger Metallwerk, Sulzer), [Oertle: Traktor] (Deutz), [Wagner: Raupe] (Deutz), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (FAUN, Krauss-Maffei, Magirus), [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW50-1] (Magirus), [Regenberg: LKW50-2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: Bus50] (Krauss-Maffei, Magirus), [Inufa-Katalog] 1970 bis 1972 (Ahlmann, FAUN), [Auto-Katalog] 1964/65 bis 1970/71 (FAUN, Magirus), [Oswald: Militär] (FAUN, Magirus), [Gau, Plate, Siegert: Militär] (FAUN, Magirus), [Lehmann, Pflug: Bahn] (DB V29, Typenprogramm für KHD-Diesellokomotiven, Dieseltriebwagen der deutschen Industrie), [Obermayer:Diesellok] (DB V29 → DB 299), [Enderlein: Bahn2] (DB Köf II → DB 321-324, DB V11 → DB 329 → DB 399), [Engine-Catalog] 1963 (KHD), [Bauer: Stationär-Prospekte1] (Prospekt AL/FL514/614), Deutz-Motoren-Prospekte von 1967 und 1969

Baureihen AL/FL714 und FL613

Geschichte: Die Motoren dieser Baureihen ersetzten ab 1959 die der Baureihe FL614. Die Entwicklung der Baureihe FL714 wurde notwendig wegen der Mindestleistung von 6 PS pro Tonne, die ab 1958 für in der Bundesrepublik Deutschland neu zugelassene LKW vorgeschrieben war. Ab 1958 betrug das Höchstgewicht eines vierachsigen LKW-Zuges in der Bundesrepublik nämlich nur noch 24 Tonnen und die Mindestleistung dafür 144 PS – zu viel für den F6L614. Ab 1960 betrug das Höchstgewicht wieder 32 Tonnen und die Mindestleistung dafür 192 PS – zu viel für den F8L614. Mit den im Hubraum vergrößerten Typen F6L714 und F8L714 hatte Deutz dann die passenden Motoren. Dazu kamen nach dem Baukastensystem die Typen F10L714 – für die ab 1965 zulässigen 38-Tonnen-Züge mit 6 PS pro Tonne – und F12L714. Außerdem wurde 1959 der F6L614 durch den F6L613 mit kleinerem Hubraum, aber ungefähr gleicher Leistung ersetzt. Eine wesentliche Verbesserung der Baureihen FL714 und FL613 war das thermostatgeregelte Kühlgebläse gegenüber dem permanent angetriebenen des FL614. Wichtigstes Einsatzgebiet dieser Baureihen waren bis 1967 die LKW und Omnibusse von Magirus, aber sie wurden unter anderem auch für LKW von FAUN sowie für Schiffe verwendet. Ab 1961 gab es für Militär-LKW die Vielstoffmotoren F8L714A und F12L714A. Sie konnten nicht nur mit Diesel, sondern auch mit etlichen anderen Kraftstoffen betrieben werden, arbeiteten aber im Diesel-Verfahren.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende V-Motoren (V-Winkel 90 Grad). Luftkühlung durch thermostatgeregeltes, ölhydraulisch angetriebenes Axialgebläse; in LKW und Omnibussen eingebaute Motoren haben zusätzlichen Ölkühler. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in je einer Reihe pro Zylinderbank hängend, gesteuert über untenliegende zentrale Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = halbe Zylinderzahl + 1. Zwölfzylinder vermutlich mit Trockensumpfschmierung. Bosch-Einspritzpumpe und Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar, bei den Vielstoffmotoren FL714A jedoch nur 110 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch der nicht aufgeladenen Motoren (außer Vielstoffmotoren) 185 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F6L613 V6 110 130 7413       59–67
63–67
F
F
120/2500
126/2500
38/1500
42/1200
6,3
7,0
A6L714 V6 120 140 9500 730–790 105/122/100 19 60–65
60–65
A
B
105/1800
125/2000
 
 
 
 
F6L714 V6 120 140 9500 730–790 105/122/100 19 65–70
65–70
65–70
65–70
59–64
61–70
AS
A
BS
B
F
F
105/1800
115/2000
125/2000
140/2300
145/2300
150/2300
 
 
 
 
52/1200
54/1200
 
 
 
 
6,7
7,0
A8L714 V8 120 140 12667 890–935 122/122/100 19 60–65
60–65
A
B
140/1800
167/2000
 
 
 
 
F8L714 V8 120 140 12667 890–935 122/122/100 19 65–70
65–70
65–70
65–70
60–65
61–67
AS
A
BS
B
F
F
140/1800
154/2000
167/2000
186/2300
195/2300
200/2300
 
 
 
 
70/1200
72/1300
 
 
 
 
6,8
7,0
F8L714A V8 120 140 12667     23 61–71 F 178/2300 65/1200 6,3
F10L714 V10 120 140 15834 1125–????   19 65–70
65–70
65–70
65–70
64–67
65–67
AS
A
BS
B
F
F
175/1800
192/2000
208/2000
233/2300
235/2300
250/2300
 
 
 
 
86/1300
90/1200
 
 
 
 
6,7
7,0
A12L714 V12 120 140 19000 1270–1350 167/122/92 19 60–65
60–65
A
B
210/1800
250/2000
 
 
 
 
F12L714 V12 120 140 19000 1270–1350 167/122/92 19 65–70
65–70
65–70
65–70
60–71
65–71
AS
A
BS
B
F
F
210/1800
230/2000
250/2000
280/2300
290/2300
300/2300
 
 
 
 
105/1200
108/1300
 
 
 
 
6,8
7,0
F12L714A V12 120 140 19000     21,5 61–71 F 265/2300 96/1200 6,2
BA12L714 V12 120 140 19000 –1450 196/127/102 17,6 A 60–65
60–65
A
B
250/1800
285/2000
 
 
 
 
BF12L714 V12 120 140 19000 –1450 196/127/102 17,6 A 65–70
65–70
65–70
65–70
60–72
65–72
AS
A
BS
B
F
F
250/1800
280/2000
285/2000
325/2300
340/2250
350/2300
 
 
 
 
118/1400
 
 
 
 
 
7,7
 

Anmerkungen:

  • Mitte der 1960er Jahre verschwanden die AL-Typenbezeichnungen, das heißt es wurden nur noch die FL-Bezeichnungen verwendet.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • AS: Dauerleistung A für Dauerbetrieb von Schiffsantriebsmotoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270.
  • BS: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb (Schnellfahrleistung) von Schiffsantriebsmotoren nach DIN 6270.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW usw.
  • Die angegebene Leistung der Vielstoffmotoren (F8L714A und F12L714A) gilt für den Betrieb mit Dieselkraftstoff; für andere Kraftstoffarten ist sie geringer.

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW50-2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: Bus50] (Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Inufa-Katalog] 1970 und 1971 (Coles), [Auto-Katalog] 1964/65 bis 1970/71 (FAUN, Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] 1971/72 und 1972/73 (FAUN), [Oswald: Militär] (FAUN, Magirus), [Gau, Plate, Siegert: Militär] (FAUN, Magirus), [Engine-Catalog] 1963 (KHD), Deutz-Motoren-Prospekte von 1967 und 1969

Baureihen FL814 und FL914 (alt)

Geschichte: Nachdem die meisten Konkurrenten ihre LKW-Dieselmotoren wegen des geringeren Kraftstoffverbrauchs schon auf Direkteinspritzung umgestellt hatten, folgte Deutz ab 1965 und löste in LKW schrittweise die Wirbelkammer-Motoren der Baureihe FL714 durch die Direkteinspritzer der Baureihe FL814 ab. Sie waren im Hubraum verkleinert, hatten aber die gleiche oder sogar eine geringfügig höhere Leistung. Der ab 1967 gebaute Direkteinspritzer F8L914 hatte wieder den gleichen Hubraum wie der F8L714, war aber wesentlich stärker, so dass er als Antrieb eines 38-Tonnen-LKW-Zuges mit 6 PS pro Tonne geeignet war. Diese Baureihe FL914 (alt) hat nichts mit der Baureihe FL914 (neu) zu tun, die in den 2000er Jahren erschien! Die Motoren der Baureihen FL814 und FL914 (alt) wurden bis 1969 bzw. 1972 in LKW von Magirus und FAUN verwendet. Der F8L914 bekam 1969 ein verbessertes Einspritzsystem, wodurch sich sein Drehmoment erhöhte.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung. Stehende V-Motoren (V-Winkel 90 Grad). Luftkühlung durch thermostatgeregeltes, ölhydraulisch angetriebenes Axialgebläse; in LKW und Omnibussen eingebaute Motoren haben zusätzlichen Ölkühler. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in je einer Reihe pro Zylinderbank hängend, gesteuert über zentrale – Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = halbe Zylinderzahl + 1. Zwölfzylinder vermutlich mit Trockensumpfschmierung. Bosch-Einspritzpumpe und Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 175 bar.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F6L814 V6 115 140 8725 716   18,5 66–69
67–69
F
F
150/2300
156/2300
53/1300
55/1300
7,5
7,8
F8L814 V8 115 140 11633 874   18,5 65–69 F 210/2300 75/1400 7,9
F8L914 V8 120 140 12667 890   18 67–69
69–72
F
F
230/2300
230/2300
80/1400
82/1400
7,8
8,0
F10L814 V10 115 140 14542 1070   18,5 67–69
67–71
F
F
235/2300
250/2300
86/1300
91/1300
7,3
7,7
F12L814 V12 115 140 17450 1350   18,5 67–71 F 300/2300 108/1200 7,6
BF12L814 V12 115 140 17450       A 67–71 F 365/2300    

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW usw.

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Oswald: LKW3] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Inufa-Katalog] 1970 bis 1972 (FAUN), [Auto-Katalog] 1966/67 bis 1970/71 (FAUN, Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] 1971/72 (FAUN), [Deutz: Daten-1981]

Baureihe FL612

Geschichte: Insbesondere um die Typenpalette seiner luftgekühlten Traktoren im damals sehr wichtigen unteren Leistungsbereich zu erweitern, führte Deutz 1952 die völlig neue Baureihe FL612 ein. Im Vergleich zur ersten luftgekühlten Baureihe FL514 hatten die FL612-Motoren viel kleinere Zylinder (Bohrung 90 mm, Hub 120 mm, Hubraum pro Zylinder 0,76 statt 1,33 Liter). Dadurch waren sie wesentlich leichter und vertrugen höhere Drehzahlen. Wie bei der Baureihe FL514 handelte es sich um Wirbelkammer-Motoren.

  • Zunächst bestand die Baureihe nur aus Ein- und Zweizylindermotoren. Ihre Höchstleistung pro Zylinder betrug 11 PS bei 2100 Umdrehungen pro Minute. Sie wurden in hohen Stückzahlen in Deutz-Traktoren eingebaut, aber auch an einige andere Traktorenhersteller geliefert, z. B. an Eicher und Kramer.
  • 1956 kamen Drei-, Vier- und Sechszylindermotoren hinzu. Sie unterschieden sich nicht nur in der Zylinderzahl von den Ein- und Zweizylindern, sondern hatten auch andersartige Kühlgebläse, Kurbelgehäuse und Einspritzpumpen. Ihre Leistung pro Zylinder betrug für Straßenfahrzeuge bis zu 13,5 PS bei 2800 Umdrehungen pro Minute. Es gab weder Deutz-Traktoren noch Magirus-LKW mit diesen Motoren, sondern sie wurden nur an Fremdfirmen geliefert. – Die Höchstleistung der Zweizylinder betrug nun pro Zylinder 12 PS bei 2300 Umdrehungen pro Minute. Ein- und Zweizylinder wurden weiterhin in steigenden Stückzahlen für Traktoren von Deutz und anderen Firmen verwendet.

Die Motoren der Baureihe FL612 baute Deutz in Köln bis 1957 oder 1958. Nachfolger wurde ab 1957 die Baureihe FL712.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Bei Ein- und Zweizylinder Luftkühlung durch Radialgebläse am Schwungrad (Kühlluft wird von der Seite angesaugt), sonst durch Axialgebläse (saugt Kühlluft von vorne an), von Keilriemen angetrieben. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Um als selbsttragende Bauteile von Traktoren in Blockbauweise verwendbar zu sein, haben die Ein- und Zweizylinder ein Kurbelgehäuse in Tunnelbauweise, die übrigen wahlweise eine Ölwanne aus Grauguss statt aus Stahlblech. Zwei Ventile pro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Ein- und Zweizylinder haben eine bzw. zwei Deutz-Einzeleinspritzpumpen, die übrigen eine Bosch-Reiheneinspritzpumpe. Alle haben Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F1L612 R1 90 120 763 195/225 49/58/77 17,5 52–58 T/x011 11/2100 4/1600 6,5
F2L612 R2 90 120 1527 250/280 63/63/78 17,5 54–57
56–57
56–57
T/x022
T/x018
T/x024
22/2100
18/1850
24/2300
8/1600
 
 
6,5
 
 
F3L612 R3 90 120 2290 300/320 77/69/84 17,5 57–58 T/x033 33/2100 12,5/1800 6,7
F4L612 R4 90 120 3054 315 92/69/84 17,5 57–58 F/x054 54/2800    
F6L612 R6 90 120 4580 410 124/69/85 17,5 57–58        

Anmerkungen:

  • Gewicht: Bei Ein- und Zweizylinder für Motor ohne/mit elektrischem Anlasser, beim Dreizylinder für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss, bei Vier- und Sechszylinder mit Öwanne aus Stahlblech.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/x054: für Kramer-Zugmaschine KA540 bis 1958
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/x011: für Deutz-Traktor F1L612/4, Eicher-Traktor EKL11, Kramer-Traktoren KL11, KA110 und KL12, Lauren-Traktor und Sulzer-Traktor S11L
  • T/x018: für Deutz-Traktor F2L612/6 bis 1957 und Sulzer-Traktor S18L
  • T/x022: für Deutz-Traktor F2L612/4, Eicher-Traktor L22 bis 1958, Gutter-Traktor G22L, Kramer-Traktoren KL22 und KL220 und Sulzer-Traktor S22L
  • T/x024: für Deutz-Traktor F2L612/5 bis 1957
  • T/x033: für Kramer-Traktor KA330

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Kramer, Sulzer), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Eicher, Gutter, Kramer, Lauren, Sulzer), [Regenberg: LKW50-1] (Kramer)

Baureihe FL712

Geschichte: Diese Baureihe ersetzte 1957 die Baureihe FL612. Von ihr unterschied sie sich hauptsächlich durch die vergrößerten Zylinder (Hubraum pro Zylinder 0,85 statt 0,76 Liter durch von 90 auf 95 mm erweiterte Bohrung). Die Höchstleistung pro Zylinder betrug 14 PS bei 2300 oder (wahrscheinlicher) 2400 Umdrehungen pro Minute bei den Ein- und Zweizylindern. Bei den Drei-, Vier- und Sechszylindern betrug sie etwa 13 PS bei einer Drehzahl von 2300/min für Traktoren und 15 PS bei einer Drehzahl von 2800/min für Straßenfahrzeuge. Laut Werkstatthandbuch konnten FL612-Motoren durch Austausch der Zylinder, Kolben und Zylinderköpfe zu FL712-Motoren umgebaut werden. Die Ein- bis Vierzylinder kamen in Traktoren von Deutz und anderen Herstellern zum Einsatz, der Sechszylinder ab 1959 in kleineren Magirus-LKW. In geringer Stückzahl wurde der Vierzylinder auch in die leichten LKW von FAUN eingebaut und die Vier- und Sechszylinder in Straßenzugmaschinen von Kramer. Die FL712-Motoren stellte Deutz in Köln bis 1964 her und ersetzte sie dann durch die Baureihe FL812.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Bei Ein- und Zweizylinder Luftkühlung durch Radialgebläse im Schwungrad (Kühlluft wird von der Seite angesaugt), sonst durch Axialgebläse (saugt Kühlluft von vorne an), von Keilriemen angetrieben. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Um als selbsttragende Bauteile von Traktoren in Blockbauweise verwendbar zu sein, haben die Ein- und Zweizylinder ein Kurbelgehäuse in Tunnelbauweise, die übrigen wahlweise eine Ölwanne aus Grauguss statt aus Stahlblech. Zwei Ventile pro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Ein- und Zweizylinder haben eine bzw. zwei Deutz-Einzeleinspritzpumpen, die übrigen eine Bosch-Reiheneinspritzpumpe. Alle haben Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch etwa 185 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F1L712 R1 95 120 851 195/225 51/51/78 20 58–59
59–64
T/x012
T/x014
12/2150
14/2300–2400
4,4/1700
4,7/1800
6,4
6,8
F2L712 R2 95 120 1701 250/280 62/51/78 20 57–64
58–60
58–64
57–60
60–64
T/x018
T/x020
T/x022
T/x025
T/x028
18/1800
20/2000
22/2100
24–25/2250
28/2300–2400
 
 
8,6/1600
8,8/1700
9,5/1900
 
 
6,2
6,4
6,9
F3L712 R3 95 120 2552 300/320 77/64/84 20 58–61
58–64
57–64
57–64
T/x033
T/x035
T/x040
F
33/2100
35/2150
38–40/2300
45/2800
 
 
13,2/1800
 
 
 
6,4
 
F4L712 R4 95 120 3402 315/??? 89/64/84 20 60–62
62–64
58–64
59–64
T/x046
T/x052
F/x054
F/x060
46/2100
52/2300
54/2800
60/2800
 
17,6/1800
 
17,6/1900
 
6,4
 
6,4
F6L712 R6 95 120 5104 410 122/64/84 20 59–64
59–64
F/x080
F/M090
80/2800
90/2800
 
26,4/1900
 
6,4

Anmerkungen:

  • Gewicht: Bei Ein- und Zweizylinder für Motor ohne/mit elektrischem Anlasser, bei Drei- und Vierzylinder für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss, bei Sechszylinder mit Ölwanne aus Stahlblech.
  • Gerade beim FL712 widersprechen sich die Quellen oft, oder die angegebenen Daten sind nicht plausibel. Beispielsweise wird die Leistung des Deutz-Traktors F1L712 mit 13 PS bei 2100 Umdrehungen pro Minute angegeben. Daraus errechnet sich das Drehmoment von 4,45 mkp bei 2100 Umdrehungen, aber als Höchstdrehmoment wird 4,4 mkp bei 1700 Umdrehungen genannt. Das passt nicht! In den Fällen, wo sich die Quellen widersprechen (am häufigsten bei den Drehzahlen), sind jeweils die plausibleren Werte in die Liste übernommen worden.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/x054: für Kramer-Zugmaschinen KA540 ab 1958 und U540
  • F/x060: für FAUN-LKW F24DL
  • F/x080: für Kramer-Zugmaschinen KA800 und U800
  • F/M090: für Magirus-LKW Sirius 90
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/x012: für Kramer-Traktor KL130 (angegeben ist die Dauerleistung, die Höchstleistung beträgt 13 PS), ähnlich auch für Deutz-Traktor F1L712 (angeblich 13 PS bei 2100 min-1, siehe obige Anmerkung)
  • T/x014: für Deutz-Traktor D15 bis 1964 und Kramer-Traktor Pionier S, ähnlich auch für Kramer-Traktoren KL140 und KL150 bis 1964 (Dauerleistung angeblich 13 PS bei 2150 min-1 und Höchstleistung 14 PS bei 2350 min-1 bei beiden)
  • T/x018: für Deutz-Traktor F2L612/6 ab 1957, Kramer-Traktor KL200 bis 1964 und Sulzer-Traktor S18L
  • T/x020: für Deutz-Traktoren D25 und D25.1 und Sulzer-Traktor S18LD
  • T/x022: für Deutz-Traktor D25.2 von 1960 bis 1964, Eicher-Traktor L22 von 1958 und Kramer-Traktor KL220 von 1958
  • T/x025: für Deutz-Traktoren F2L612/5 ab 1957, D25S und D25.1S und Kramer-Traktor KL250
  • T/x028: für Deutz-Traktor D30(S) bis 1964 und Kramer-Traktor KL300 bis 1964
  • T/x033: für Kramer-Traktoren KA330 und KLD330
  • T/x035: für Deutz-Traktoren D40, D40.1 und D40.2 = D40L
  • T/x040: für Deutz-Traktoren D40S und D40.1S (Prospektangabe 38 PS bis 1962, dann 40 PS) bis 1964, Kramer-Traktor KL400 (38 PS) und Sulzer-Traktor S38L (38 PS)
  • T/x046: für Deutz-Traktor D50
  • T/x052: für Deutz-Traktor D50.1S = D55 bis 1964 und Kramer-Traktor KL550

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Kramer, Sulzer), [Gebhardt: Traktor] (BTG, Deutz, Kramer, Sulzer), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW50-1] (Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Engine-Catalog] 1963 (KHD)

Baureihe FL812

Geschichte: Die Baureihe FL812 ersetzte 1964 die Baureihe FL712. Gegenüber dieser war sie konstruktiv einfacher aufgebaut und deshalb vermutlich kostengünstiger zu produzieren. Bohrung und Hub blieben unverändert (95 und 120 mm, 0,85 Liter Hubraum pro Zylinder).

  • Zunächst umfasste die Baureihe Ein-, Zwei-, Drei-, Vier- und Sechszylindermotoren, wie bisher die Baureihe FL712. Wie schon bei FL612 und FL712 hatten die Ein- und Zweizylinder andere Kühlgebläse, Kurbelgehäuse und Einspritzpumpen als die Drei- bis Sechszylinder. Die Höchstleistungen waren die gleichen wie die der entsprechenden FL712-Motoren.
  • 1965 folgte die Unterbaureihe FL812S, in der es keinen Einzylinder mehr gab. Der Zweizylinder F2L812S hatte nun statt eines Schwungradgebläses ein Axialgebläse, das im Gegensatz zu dem der anderen Motoren auf der linken Seite angeordnet und kleiner war. Der Vierzylinder F4L812S hatte ein Massenausgleichsgetriebe bekommen. Die Wirbelkammer war verändert worden, um die Motoren geräuschärmer zu machen. Die Leistungen blieben gleich.
  • 1967 wurden die Drei- bis Sechszylindermotoren von Wirbelkammer auf Direkteinspritzung umgestellt, um den Kraftstoffverbrauch zu senken; diese Unterbaureihe hieß FL812D. Die Höchstleistung pro Zylinder stieg damit auf etwa 16,5 PS bei 2800 Umdrehungen pro Minute für Straßenfahrzeuge und etwa 14 PS bei 2300 Umdrehungen für Traktoren. Mit der Umstellung auf Direkteinspritzung begann ein Siegeszug der Baureihe FL812 und ihrer Nachfolger FL912, FL913 und FL914 durch den Industriemotorenmarkt, vor allem bei Bau- und Landmaschinen. Linde-Güldner hat zum Beispiel ganz neu entwickelte Motoren (Baureihe L71/L79) vom Markt genommen, weil diese gegenüber den Direkteinspritzern von Deutz nicht mehr wettbewerbsfähig waren.

Alle Typen der gesamten Baureihe FL812 kamen in Traktoren von Deutz und Kramer zum Einsatz, die Vier- und Sechszylinder in kleineren Magirus-LKW, die Vierzylinder allerdings erst ab 1967 mit dem F4L812D. In geringer Stückzahl wurde der Vierzylinder von Anfang an auch in die leichten LKW von FAUN eingebaut und die Vier- und Sechszylinder in Straßenzugmaschinen von Kramer. Die FL812-Motoren stellte Deutz in Köln bis 1968 her und ersetzte sie ab 1967 durch die Baureihe FL912.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren bzw. (FL812D) -Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Bei Ein- und Zweizylinder der ursprünglichen Baureihe Luftkühlung durch Radialgebläse im Schwungrad (Kühlluft wird von der Seite angesaugt), sonst – und generell ab Unterbaureihe FL812S – durch Axialgebläse (saugt Kühlluft von vorne an), von Keilriemen angetrieben. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Um als selbsttragende Bauteile von Traktoren in Blockbauweise verwendbar zu sein, haben die Ein- und Zweizylinder ein Kurbelgehäuse in Tunnelbauweise, die übrigen wahlweise eine Ölwanne aus Grauguss statt aus Stahlblech. Zwei Ventile pro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Ein- und Zweizylinder haben eine bzw. zwei Deutz-Einzeleinspritzpumpen, die übrigen eine Bosch-Reiheneinspritzpumpe. Alle haben Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar, jedoch bei FL812S (und beim F1L812 ab 1965) 115 bar und beim Direkteinspritzer FL812D 175 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch beim Direkteinspritzer etwa 170 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F1L812 R1 95 120 851  ???/200   20 64–67 T/x014 14/2300–2400    
F2L812 R2 95 120 1701  ???/???   20 64–65
64–65
T/x022
T/x028
22/2100
28/2300–2400
 
 
 
 
F2L812S R2 95 120 1701  ???/???   20 65–68
65–68
T/D025
T/D030
22/2100
28/2300–2400
 
 
 
 
F3L812 R3 95 120 2552  ???/300   20 64–65
64–65
T/x035
T/x040
35/2150
38–40/2300
 
13,2/1800
 
6,4
F3L812S R3 95 120 2552  ???/300   20 65–68
65–68
T/D040
T/D045
35/2150
38–40/2300
 
 
 
 
F3L812D R3 95 120 2552  ???/300   17 67–68
67–68
T/DG40
T/x042
40/2150
42/2300
14,5/1600
 
7,0
 
F4L812 R4 95 120 3402  ???/???   20 64–65
64–65
T/x052
F/x060
52/2300
60/2800
17,6/1800
17,6/1900
6,4
6,4
F4L812S R4 95 120 3402  ???/???   20 65–68
65–67
65–67
T/D050
T/D055
F/x060
45/2300
52/2300
60/2800
16,9/1400–1500
18,3     
 
6,1
6,6
 
F4L812D R4 95 120 3402 325/???   17 67–68
67–68
T/D060
F/M070
58/2300
70/2800
20/1600
20/1600
7,2
7,2
F6L812 R6 95 120 5104 380/???   20 64–65
64–65
T/x080
F/M090
75–80/2300
90/2800
26,4/1800
26,4/1900
6,4
6,4
F6L812S R6 95 120 5104 380/???   20 65–67
65–67
T/D080
F/M090
75–80/2300
90/2800
 
 
 
 
F6L812D R6 95 120 5104 380/???   17 67–68
67–68
T/D090
F/M100
85/2300
100/2800
29/1600
29,5/1800
7,0
7,1

Anmerkungen:

  • Gewicht: Bei Ein- und Zweizylinder für Motor ohne/mit elektrischem Anlasser, bei Drei- bis Sechszylinder für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/x060: für FAUN-LKW F24DL und F284DL
  • F/M070: für Magirus-LKW 70D...
  • F/M090: für Magirus-LKW 90D... und Kramer-Zugmaschine UF900
  • F/M100: für Magirus-LKW 100D... und Kramer-Zugmaschine UF1000
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/x014: für Deutz-Traktor D15 von 1964, ähnlich für Kramer-Traktor KL150 von 1964 bis 1967 (Leistung wie in Anmerkung T/x014 bei FL712 angegeben)
  • T/x022: für Deutz-Traktor D25.2 von 1964 und Kramer-Traktor KL200 von 1964 bis 1965
  • T/x028: für Deutz-Traktor D30(S) von 1964 und Kramer-Traktor KL300 von 1964 bis 1965
  • T/x035: für Deutz-Traktor D40.2 = D40L von 1964
  • T/x040: für Deutz-Traktor D40.1S von 1964 und Kramer-Traktor KL400 von 1964 bis 1965
  • T/x042: z. B. für Kramer-Traktor KL450
  • T/x052: für Deutz-Traktor D50.1S = D55 ab 1964
  • T/x080: für Deutz-Traktor D80
  • T/D025: für Deutz-Traktor D2505 und Kramer-Traktor KL200 ab 1965
  • T/D030: für Deutz-Traktor D3005 und Kramer-Traktor KL300 ab 1965
  • T/D040: für Deutz-Traktor D4005
  • T/D045: für Deutz-Traktor D4505 und Kramer-Traktor KL400 ab 1965
  • T/D050: für Deutz-Traktor D5005
  • T/D055: für Deutz-Traktor D5505
  • T/D060: für Deutz-Traktor D6005
  • T/D080: für Deutz-Traktor D8005
  • T/D090: für Deutz-Traktor D9005
  • T/DG40: für Deutz-Geräteträger Unisuper G4001

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Kramer), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Kramer, Pekazett), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Oswald: LKW2] (FAUN, Kramer, Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Kramer, Magirus), [Gebhardt: Bus] (FAUN), [Auto-Katalog] 1964/65 bis 1968/69 (FAUN, Magirus)

Baureihe FL912

Geschichte: Die Baureihe FL912 ersetzte 1968 die Baureihe FL812. Wichtigster Unterschied war der vergrößerte Zylinderinhalt (0,94 statt 0,85 Liter Hubraum pro Zylinder durch Erweiterung der Bohrung von 95 auf 100 mm), aber auch die Ventile waren vergrößert und einige andere Bauteile verstärkt worden.

  • Zunächst umfasste die Baureihe – wie ihr Vorgänger FL812 – Zwei-, Drei-, Vier- und Sechszylindermotoren. Der Zweizylinder F2L912 war nun auch auf Direkteinspritzung umgestellt, unterschied sich aber wie sein Vorgänger F2L812S durch das kleinere, auf der linken Seite angeordnete Axialgebläse, das Kurbelgehäuse in Tunnelbauweise, die Deutz-Einspritzpumpe und die Drehzahlbegrenzung auf 2500 Umdrehungen pro Minute von den Drei- bis Sechszylindern. Die Höchstleistung pro Zylinder betrug 16 PS bei 2500 Umdrehungen pro Minute für Bau- und Landmaschinen und etwa 18,5 PS bei 2800 Umdrehungen für Straßenfahrzeuge. In Traktoren und Magirus-LKW lösten diese Motoren ihre Vorgänger der Baureihe FL812 komplett ab.
  • 1969 erhielten die Motoren – zumindest die Drei- bis Sechszylinder – ein verbessertes Einspritz- und Verbrennungsverfahren ("Super B" wie bei den Baureihen FL914 alt und FL413), um die Maximalleistungen weiter steigern zu können, was allerdings im Hinblick auf die LKW-Konkurrenten auch dringend notwendig war. Die Zylinderleistung betrug nun bis 18 PS bei 2500 Umdrehungen pro Minute für Bau- und Landmaschinen und bis 20 PS bei 2800 Umdrehungen für Straßenfahrzeuge. Die leistungsstärkeren Vier- und Sechszylinder kamen ab 1969 in Magirus-LKW und ab 1970 in Traktoren zum Einsatz.
  • 1970 ergänzten der Fünfzylindermotor F5L912 und der Sechszylinder BF6L912 mit Abgasturboaufladung die Baureihe. Beim letzteren waren einige Bauteile verstärkt, z. B. die Kurbelwellenlager. 1978 wurde der BF6L912 durch den BF6L913 ersetzt.
  • Ab 1970 gab es auch liegende (genauer: um 70 Grad geneigte) Motoren der Unterbaureihe FL912H (H wie horizontal). Zuerst erschien 1970 der F3L912H im Prototyp des Fendt Agrobil und ab 1972 im Deutz INTRAC 2002. Dann kamen ab 1972 der F4L912H im Fendt Agrobil und ab 1974 im INTRAC 2003 und ebenfalls ab 1974 der F5L912H im INTRAC 2005. Die Drei- und Vierzylinder wurden von 1977 bis 1998 in Fendt-Geräteträger eingebaut, der Vierzylinder bis 1989 in den INTRAC 2004. Die Motoren wurden auch für Gabelstapler verwendet.
  • 1982 erhielten auch die Zweizylinder – zumindest die höher belasteten Varianten – eine Bosch-Reiheneinspritzpumpe statt der Deutz-Einspritzpumpe.
  • 1988 wurde die Herstellung der Zweizylinder eingestellt.
  • 1988 bis 1996 wurde der Sechszylinder F6L912F mit weiter verbessertem Einspritzverfahren, höherer Verdichtung (18:1 statt 17:1) und vergrößerten Zylindern gebaut (Bohrung 102 mm und Hub 125 mm, wie bei Baureihe FL913). Es gab in der selben Zeit auch eine liegende Variante F6L912FH für Fendt-Geräteträger.
  • 1996 wurden alle verbliebenen direkteinspritzenden Typen noch einmal in vielen Teilen verbessert und ihre Verdichtung erhöht (von 17:1 auf 18:1).
  • 1998 wurde die Verdichtung der Direkteinspritzer noch einmal erhöht (auf 19:1).
  • Neben den Direkteinspritzern gab und gibt es auch Wirbelkammer-Motoren (Deutz-Zweistufenverbrennung) der Unterbaureihe FL912W, ab etwa 2000 mit vergrößerten Zylindern (Bohrung und Hub wie bei Baureihe FL913). Diese im Vergleich zu den FL912-Direkteinspritzern schadstoffärmeren, aber mehr verbrauchenden Motoren werden speziell für den Untertage-Einsatz auch 2010 noch angeboten.

FL912-Motoren wurden in viele unterschiedliche Bau- und Landmaschinen eingebaut, z. B. bis 1996 in Traktoren von (SAME-)Deutz-Fahr und bis 2003 in Traktoren von Fendt, die Vier- und Sechszylinder bis 1976 auch in Magirus-LKW. FL912-Motoren dienten und dienen aber auch zum Antrieb von Generatoren und von Schiffen. Von der Baureihe FL912 wurden die Baureihen FL911 (mit verkürztem Hub für höhere Drehzahl) und FL913 (mit vergrößerten Zylindern) abgeleitet. Die Baureihe FL912 wurde von Deutz in Köln in sehr großen Stückzahlen hergestellt. Laut Deutz-Prospekten waren 1998 über 2,7 Millionen Motoren im Einsatz (wohl FL912 und FL913 zusammen), 2003 über 3 Millionen und 2007 - zusammen mit dem Nachfolger FL914 – über 4,5 Millionen. Seit 2002 wird die Baureihe FL912 nach und nach durch die Baureihe FL914 (neu) ersetzt, mit Ausnahme der Wirbelkammer-Motoren der Unterbaureihe FL912W, für die es keine FL914-Pendants gibt. Im Gegensatz zu den FL914-Motoren erfüllen die FL912er nicht die Stufe 2 der EU-Nonroad-Abgasrichtlinie 97/68/EC und der entsprechenden USA-EPA-Nonroad-Abgasrichtlinien; diese Stufe 2 ist aber spätestens seit 2004 in der EU, den USA und anderen Staaten in den meisten Einsatzfällen für neue Motoren vorgeschrieben.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren bzw. (FL912W) -Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende bzw. (FL912H) um ca. 70 Grad zur Seite geneigte Reihenmotoren. Luftkühlung durch Axialgebläse, von Keilriemen angetrieben, bei LKW-Motoren und einigen anderen Motorvarianten thermostatgeregelt. Höher belastete Motoren haben Kolbenbodenkühlung durch Ölspritzdüsen. Je nach (Öl-)Kühlbedarf hatten/haben die Motoren keinen Ölkühler, einen Rippenrohr-Ölkühler unter der Ansauglufthaube oder einen "normalen" Block-Ölkühler. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Um als selbsttragende Bauteile von Traktoren in Blockbauweise verwendbar zu sein, haben die Zweizylinder ein Kurbelgehäuse in Tunnelbauweise, die übrigen wahlweise eine Ölwanne aus Grauguss statt aus Stahlblech. Zwei Ventile pro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Zweizylinder hatten bis 1982 zwei Deutz-Einzeleinspritzpumpen, ab 1982 aber wie alle übrigen eine Bosch-Reiheneinspritzpumpe; einige F6L912-Varianten hatten jedoch bis 1978 eine Bosch-Verteilereinspritzpumpe (siehe Anmerkungen). Alle haben Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck beim Direkteinspritzer bis 1996 175–180 bar, aber für FL912F 220 bar; ab 1996 beim Direkteinspritzer 250 bar, ab 1998 255 bar. Einspritzdruck ab 1996 bis 620 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch der Direkteinspritzer ungefähr 160 bis 170 g/PSh, das entspricht etwa 215 bis 230 g/kWh. Niedrigster Kraftstoffverbrauch der Wirbelkammer-Motoren etwa 230 g/kWh.

Typentabelle: FL912 Direkteinspritzer bis 1996
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F2L912 R2 100 120 1885  ???/255   17

68–??
68–??
68–??
68–74
68–82
82–88
82–88

AS
A
T
T/D025
T/D030
T/D028
T/D036

25,5/2150
26,5/2300
32/2500
22–24/2100
28–30/2300
29(21)/2300
34(25)/2300

 
 
 
 
10,2/1900
 
 

 
 
 
 
6,7
 
 

F3L912 R3 100 120 2827  ???/300   17

68–69
68–69
68–69
68–69
68–87
68–90
68–72
72–74
80–84
84–90
74–82
74–87
75–87
87–93
70–96
84–96

AS
A
B
F
T/D040
T/D045
T/D050
T/D050
T/D048
T/x046
T/x035
T/x038
T/x042
T/F240
T/x050
T/x054

39,5/2150
40,5/2300
51/2800
55/2800
35(26)/2150
40(29)/2300
45(33)/2300
48(35)/2300
45(33)/2300
46(34)/2150
35(26)/2000
38(28)/2000
42(31)/2000
40(30)/2000
50–51(37)/2300
54(40)/2500

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
16,7(164)/1450
17,8(175)/1600
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7,3
7,8
 

F3L912H L3 100 120 2827 270   17 70–79
79–84
84–96
T/h050
T/h054
T/h045
50–51(37)/2300
54–55(40)/2500
45(33)/2190
17,5(172)/1600
18,9(185)/1600
17,6(173)/1550
7,6
8,2
7,7
F4L912 R4 100 120 3770 300/???   17

68–69
68–69
68–69
68–69
69–76
68–74
68–74
68–79–
74–77
77–82
82–85
86–96
79–87
70–84
70–73–
72–84
84–96
93–96

AS
A
B
F/M075
F/M080
T/D055
T/D060
T/x064
T/D062
T/D062
T/D065
T/x065
T/x066
T/D068
T/x071
T/D070
T/x070
T/x072

52,5/2150
54/2300
68/2800
73–75/2800
80(59)/2800
52/2300
62/2300
64/2500
58(43)/2300
60(44)/2050
62(46)/2130
65(48)/2300
65(48)/2150
67–68(49–50)/2300
70(51)/2500
70(51)/2300
70(51)/2300
72(53)/2350

 
 
 
22/1400
24(235)/1400
 
 
 
20,4(200)/1600
 
 
 
 
23,5(231)/1600
 
24,2(237)/1600
24,9(244)/1500
 

 
 
 
7,2
7,8
 
 
 
6,7
 
 
 
 
7,7
 
7,9
8,1
 

F4L912H L4 100 120 3770 300   17 72–82
74–78
78–79
76–89
85–96
F/h080
T/h060
h061
T/h070
T/h065
80(59)/2800
60(44)/2300
60(44)/2050
70(51)/2300
65(48)/2300
 
21,5(211)/1700
 
25,0(245)/1600
24,2(237)/1600
 
7,0
 
8,2
7,9
F5L912 R5 100 120 4712  ???/???   17

–81–
70–76–
70–81–
78–82
78–82

F/MI10
T/x080
T/x088
T/DX85
T/DX90

100(74)/2800
80(59)/2500
87–88(64–65)/2500
80(59)/2300
88(65)/2300

 
 
 
 
30/1800

 
 
 
 
7,8

F5L912H L5 100 120 4712  ???   17 74–75 T/h080 80(59)/2500    
F6L912 R6 100 120 5655 410/???   17

68–69
68–69
68–69
68–76
68–72
69–76
74–79
75–79
68–70
68–70
68–73–
70–78
70–78
70–78
86–91
78–95
78–

AS
A
B
F/M110
F/x100
F/M120
T/x106
T/x112
T/D075
T/D090
T/x096
T/D080
T/D100
T/x104
T/x098
T/x102
T/x105

79/2150
81/2300
102/2800
110/2800
100/2800
120/2800
105/2500
112/2500
75(55)/2100
92(68)/2300
96(71)/2500
80(59)/2100
100(74)/2300
104(77)/2500
98(72)/2300
100–102(74–75)/2300
105(77)/2300

 
 
 
32,5/1400
30     
35,5/1400
34/1550
35,5/1600
 
 
 
 
34,5/1600
 
 
 
 

 
 
 
7,1
6,5
7,7
7,4
7,7
 
 
 
 
7,5
 
 
 
 

BF6L912 R6 100 120 5655  ???/???     A 70
71–78
T/x115
T/D120
115/2300
120/2400
41     
41,3/1600
8,9
9,0
F6L912F R6 102 125 6128  ???/???   18 90–93
93–95
T/x100
T/x107
100(74)/2300
107(79)/2300
 
39(383)/1600
 
7,8
F6L912FH L6 102 125 6128 410   18 90–96 T/h100 100(74)/2300 38(373)/1600 7,6

Anmerkungen:

  • Gewicht: Beim Zweizylinder für Motor ohne/mit elektrischem Anlasser, bei Drei- bis Sechszylindern für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss, bei der Unterbaureihe FL912H (Unterflur-Motoren) jedoch nur für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AS: Dauerleistung A für Dauerbetrieb von Schiffsantriebsmotoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb sonstiger Motoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/M075: mit 75 PS für Magirus-LKW 75D... und FAUN-LKW F284DL und F324DL, aber laut Deutz-Motoren-Prospekt nur 73 PS
  • F/M080: für Magirus-LKW 80D...
  • F/M110: für Magirus-LKW 110D...
  • F/M120: für Magirus-LKW 120D...
  • F/MI10: für IVECO-LKW in USA ab 1981
  • F/h080: für Fendt Agrobil S
  • F/x100: für Kramer-Zugmaschine UF 1000
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 oder ECE R24 für Traktoren, Radlader usw.
  • T/D025: für Deutz-Traktor D2506, Deutz-Einspritzpumpe
  • T/D028: für Deutz-Traktor D2807, Bosch-Reiheneinspritzpumpe
  • T/D030: für Deutz-Traktoren D3006, 3006P und DX36V, Deutz-Einspritzpumpe
  • T/D036: für Deutz-Traktor D3607, Bosch-Reiheneinspritzpumpe
  • T/D040: für Deutz-Traktoren D4006, D4006P und D4007
  • T/D045: für Deutz-Traktoren D4506 und D4507 und z. B. Kramer-Radlader 411, für letzteren schon ab 1968
  • T/D048: für Deutz-Traktor D4807
  • T/D050: für Deutz-Traktor D5006
  • T/D055: für Deutz-Traktor D5506
  • T/D060: für Deutz-Traktor D6006
  • T/D062: für Deutz-Traktor D6206 bis 1977 (58 PS) bzw. ab 1977 (60 PS) und D6207
  • T/D065: für Deutz-Traktor D6507
  • T/D068: für Deutz-Traktoren D7006, D6806 und D6807
  • T/D070: für Deutz-Traktoren D7206, D6907, D7007 und D7207 und z. B. Welte-Traktor ES70, für letzteren schon ab 1972
  • T/D075: für Deutz-Traktor D7506, Bosch-Reiheneinspritzpumpe
  • T/D080: für Deutz-Traktor D8006, bis 1972 Bosch-Reiheneinspritzpumpe, ab 1972 Bosch-Verteilereinspritzpumpe
  • T/D090: für Deutz-Traktor D9006, Bosch-Verteilereinspritzpumpe
  • T/D100: für Deutz-Traktor D10006, Bosch-Verteilereinspritzpumpe
  • T/D120: für Deutz-Traktoren D12006 und D13006, Bosch-Reiheneinspritzpumpe
  • T/DX85: für Deutz-Traktor DX85
  • T/DX90: für Deutz-Traktor DX90
  • T/F204: für Fendt-Traktor Farmer 204
  • T/F240: für Fendt-Traktor Farmer 240
  • T/h045: für Fendt-Geräteträger F345GT
  • T/h050: für Fendt Agrobil Prototyp 1970, Deutz INTRAC 2002 von 1972 bis 1974 und Fendt-Geräteträger F255GT von 1977 bis 1979
  • T/h054: für Fendt-Geräteträger F255GT ab 1979
  • T/h065: für Fendt-Geräteträger F365GT
  • T/h060: für Deutz INTRAC 2003 bis 1978
  • T/h061: für Deutz INTRAC 2003 ab 1978
  • T/h070: für Deutz INTRAC 2004 (hat jedoch laut [Inufa-Katalog] 68 PS = 50 kW bei 2190 min-1 und 24 mkp = 235 Nm bei 1700 min-1) und Fendt-Geräteträger F275GT, für letzteren nur bis 1982
  • T/h080: für Deutz INTRAC 2005
  • T/h100: für Fendt-Geräteträger F390GT
  • T/x035: für Fendt-Traktor Farmer 200S bis 1982
  • T/x038: für Fendt-Traktor Farmer 200S ab 1983 und Farmer 200V bis 1982
  • T/x042: für Fendt-Traktoren Farmer 201S bis 1982 und Farmer 200V ab 1983
  • T/x046: für Deutz-Fahr-Traktor DX3.10
  • T/x050: für Deutz-Traktoren D5206, D5207 und D5007P, Fendt-Traktoren Farmer 203 bis 1984 und Farmer 250 bis 1996 und z. B. Blank-Raupe V355 von 1970 bis 1980
  • T/x054: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.30 und DX55V
  • T/x064: z. B. für Kramer-Radlader 611 von 1968 bis 1979, Kramer-Traktor 714 von 1970 bis 1973 und Welte-Traktor ES60 ab 1969
  • T/x065: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.60 und AgroXtra 4.07, für letzteren nur bis 1993
  • T/x070: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.65, DX3.70 und DX4.10 und für Fendt-Traktor Farmer 270 bis 1996, mit ständig laufendem Gebläse
  • T/x071: z. B. für Kramer-Traktor 814 von 1970 bis 1973 und MBU Grader G-5
  • T/x072: für Deutz-Fahr-Traktor AgroXtra 4.07 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x080: z. B. für Welte-Traktor ES80 Junior ab 1976
  • T/x088: z. B. für Kramer-Radlader 811 von 1970 bis 1979 und Welte-Traktor ES80S ab 1981
  • T/x096: z. B. für Kramer-Radlader 911 von 1969 bis 1973
  • T/x098: für Deutz-Fahr-Traktor DX6.05 und Deutz-Fahr IN-trac 6.05, mit Bosch-Reiheneinspritzpumpe und thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x100: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.11, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x102: für Deutz-Fahr-Traktoren DX110, DX6.10, AgroPrima 6.06 und AgroXtra 6.07, mit Bosch-Reiheneinspritzpumpe und thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x104: z. B. für Welte-Traktor ES100 ab 1975
  • T/x105: z. B. für Welte-Traktor ES100L ab 1978
  • T/x106: für Kramer 1014
  • T/x107: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.08, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x112: für Kramer 1014S
  • T/x115: für Kramer 1214
Typentabelle: FL912 Direkteinspritzer ab 1996
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F3L912 R3 100 120 2827 270/285 70/68/80 18

96–98
96–98
96–98

BI
CI, FI
T/F250

52(38)/2500
54(40)/2500
50(37)/2300

 
18,9(185)/1450
 

 
8,2
 

F3L912H L3 100 120 2827 270   18 96–98 T/h050 50(37)/2300 19,1(187)/1550 8,3
F3L912 R3 100 120 2827 270/285 70/68/80 19

98–09–
98–09–
98–09–
98–03

AIS
BIS
TI
T/F250

44(32)/2150
52(38)/2300
52(38)/2350
50(37)/2300

 
 
17,9(176)/1450
 

 
 
7,8
 

F4L912 R4 100 120 3770 300/320 81/68/80 18

96–98
96–98
96–98

BI
CI, FI
T/F270

70(51)/2500
73(54)/2500
70(51)/2300

 
25,2(247)/1450
 

 
8,2
 

F4L912H L4 100 120 3770 300   18 96–98 T/h070 70(51)/2300 25,6(251)/1600 8,4
F4L912 R4 100 120 3770 300/320 81/68/80 19

98–09–
98–09–
98–09–
98–02

AIS
BIS
TI
T/F270

60(44)/2150
69(51)/2300
69(51)/2350
70(51)/2300

 
 
24,3(238)/1450
 

 
 
7,9
 

F5L912 R5 100 120 4712 380/405 96/68/84 18 96–98
96–98
BI
CI, FI
88(65)/2500
92(68)/2500
 
31,4(308)/1450
 
8,2
F5L912 R5 100 120 4712 380/405 96/68/84 19 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
75(55)/2150
88(65)/2300
88(65)/2300
 
 
31,3(307)/1450
 
 
8,2
F6L912 R6 100 120 5655 410/440   18 96–98
96–98
BI
CI, FI
106(78)/2500
111(82)/2500
 
37,7(370)/1450
 
8,2
F6L912 R6 100 120 5655 410/440   19 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
90(66)/2150
106(78)/2300
95(70)/2300
 
 
37,1(364)/1450
 
 
8,1

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AIS: Blockierte Dauerleistung für Schiffsantriebsmotoren bei Auslastung über 80 Prozent nach ISO 3046/7, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • BIS: Blockierte Dauerleistung für Schiffsantriebsmotoren bei Auslastung bis 70 Prozent nach ISO 3046/7, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • BI: Leistung für wechselnden Betrieb von Einbaumotoren nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • CI: Leistung für stark wechselnden Betrieb von Einbaumotoren nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • FI: Fahrzeugleistung nach ISO 1585, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • TI: Fahrzeugleistung nach ISO 3046/1 für Landmaschinen, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 oder ECE R24 für Traktoren.
  • T/F250: für Fendt-Traktor Farmer 250 ab 1996 bzw. 1998
  • T/F270: für Fendt-Traktor Farmer 270 ab 1996 bzw. 1998
  • T/h050: für Fendt-Geräteträger F350GT
  • T/h070: für Fendt-Geräteträger F370GT bis 1998
Typentabelle: FL912W (Wirbelkammer-Motoren)
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F3L912W R3 100 120 2827 270 70/68/80   00 BI 45(33)/2500 14,5(142)/1550 6,3
F3L912W R3 102 125 3064 270 70/68/80 22 00–09– BI 48(35)/2500 15,2(149)/1550 6,1
F4L912W R4 100 120 3770 300 81/68/80   00 BI 60(44)/2500 19,4(190)/1550 6,3
F4L912W R4 102 125 4086 300 81/68/80 22 00–09– BI 62(46)/2500 20,2(198)/1550 6,1
F5L912W R5 100 120 4712 380 96/68/84   00 BI 75(55)/2500 24,3(238)/1550 6,3
F5L912W R5 102 125 5107 380 96/68/84 22 00–09– BI 77(57)/2500 25,4(249)/1550 6,1
F6L912W R6 100 120 5655 410 109/68/81   00 BI 90(66)/2500 29,1(285)/1550 6,3
F6L912W R6 102 125 6128 410 109/68/81 22 00–09– BI 94(69)/2500 30,4(298)/1550 6,1

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • BI: Leistung nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Kremer: Fendt], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Fendt), [Gebhardt: Traktor] (Blank, Bungartz, Deutz, Fendt, Gutbrod, Kramer, Welte), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Oswald: LKW2] (Magirus), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Inufa-Katalog] ab 1970 (Ahlmann, Coles, Demag, FAUN, Fuchs, Krupp, Magirus, MBU, MIAG, Poclain, PPM), [Auto-Katalog] 1968/69 bis 1970/71 (Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] ab 1971/72 (Magirus), Deutz-Motoren-Prospekte von 1967 und 1969 und ab 2000

Baureihe FL911

Geschichte: Diese kaum bekannte Baureihe war eine Variante der Motoren FL912 speziell für Notstromaggregate mit 3000 Umdrehungen pro Minute und wurde zusammen mit diesen eingeführt. Wegen dieser Drehzahlerhöhung wurde der Hub verkürzt (105 statt 120 mm, dadurch Verkleinerung des Hubraums pro Zylinder von 0,94 auf 0,83 Liter). Die Höchstleistung pro Zylinder betrug etwa 17,5 PS. Anfang der 1980er Jahre wurde der FL912 dann auch für 3000 Umdrehungen freigegeben (nur für Notstromaggregate), und der FL911 entfiel.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Luftkühlung durch Axialgebläse. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Zwei Ventile pro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F3L911 R3 100 105 2474       68
68
68
A
B
F
44/3000
50/3000
52/3000
 
 
 
 
 
 
F4L911 R4 100 105 3299       68
68
68
A
B
F
59/3000
67/3000
70/3000
 
 
 
 
 
 
F6L911 R6 100 105 4948       68
68
68
A
B
F
88/3000
100/3000
104/3000
 
 
 
 
 
 

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020.

Quelle: Deutz-Motoren-Prospekt von 1969

Baureihe FL913

Geschichte: Diese Baureihe wurde Anfang der 1970er Jahre aus der Baureihe FL912 abgeleitet und unterscheidet sich von ihr im Wesentlichen durch die vergrößerten Zylinder (Bohrung 102 statt 100 mm, Hub 125 statt 120 mm, Hubraum pro Zylinder 1,02 statt 0,94 Liter) und einige verstärkte Bauteile. Deutz brauchte diese Motoren, weil insbesondere der LKW-Wettbewerb höhere Leistungen verlangte. In der Baureihe FL913 gab es nur Drei-, Vier- und Sechszylindermotoren.

  • Die ersten Motoren erschienen 1971 oder 1972. Es waren Saugmotoren mit einer Höchstleistung pro Zylinder von etwa 21,5 PS bei 2800 Umdrehungen pro Minute für Straßenfahrzeuge. Der F6L913 wurde ab 1972, der F4L913 ab 1975 in Magirus-LKW eingebaut; sie ersetzten dort nach und nach den F6L912 bzw. den F4L912.
  • 1973 wurde die Baureihe um den Sechszylinder BF6L913 mit Abgasturboaufladung erweitert. Später kamen der aufgeladene Vierzylinder BF4L913 hinzu und die ladeluftgekühlten Turbos BF6L913C und BF4L913C; letzterer wurde vermutlich nur Anfang der 1990er Jahre von TAM (Jugoslawien) in Lizenz gebaut und im TAM-LKW T122 verwendet. Der BF6L913 kam ab 1973 in Magirus-LKW zum Einsatz und ab 1978 in Deutz-Traktoren, wo er den BF6L912 ersetzte. Ab 1982 wurde auch der BF4L913 in Deutz-Fahr-Traktoren verwendet.
  • 1975 wurden einige wenige liegende Motoren F6L913H und BF6L913H für die Deutz INTRAC 2006 und 2007 gebaut.
  • Ab 1980 ersetzten die "Soft-Turbos" BF4L913T und BF6L913T in Magirus-LKW die Saugmotoren F4L913 und F6L913. Sie hatten die gleichen Höchstleistungen wie ihre Vorgänger, jedoch bei geringerer Drehzahl (2500 statt 2800 Umdrehungen pro Minute) und höheren Drehmomenten. Andere Varianten des BF4L913T kamen ab 1982, des BF6L913T ab 1989 in Deutz-Fahr-Traktoren zum Einsatz.
  • Ab 1982 wurde der liegende Motor F4L913H, ab 1984 der liegende F3L913H in Fendt-Geräteträger eingebaut.
  • 1984 bis 1989 gab es speziell für den Deutz-Fahr-Traktor DX7.10 eine zusätzliche verstärkte Variante des BF6L913. Sie hatte eine höhere Verdichtung als die normalen BFL913 (17:1 statt 15,5:1) und Einspritzdüsen mit erhöhtem Öffnungsdruck (220 statt 175 bar).
  • 1989/90 wurde der BF6L913 generell verbessert. Alle Varianten außer den BF6L913T hatten jetzt die höhere Verdichtung (17:1) und andere Einspritzdüsen als ihre Vorgänger. In IVECO-Magirus-LKW lösten sie ihre Vorgänger 1989 ab, in Deutz-Fahr-Traktoren 1990. Ab 1989 gab es auch eine liegende Variante F6L913H für Fendt-Geräteträger.
  • Ab 1990 gab es speziell für die vierzylindrigen Deutz-Fahr AgroStar-Traktoren zusätzliche verstärkte Varianten des BF4L913. Auch sie hatten die neuen Einspritzdüsen mit erhöhtem Öffnungsdruck (250 statt 175 bar).
  • 1996 wurden alle Typen wie bei der Baureihe FL912 in vielen Teilen verbessert und die Verdichtung erhöht (bei den Saugmotoren von 17:1 auf 18:1, bei den aufgeladenen Motoren jetzt für alle Varianten von 15,5:1 auf 17:1).
  • 1998 wurde die Verdichtung noch einmal erhöht (bei den Saugmotoren auf 19:1, bei den aufgeladenen Motoren auf 18:1), außer bei den aufgeladenen Motoren BFL913C mit Ladeluftkühlung.

FL913-Motoren wurden in viele unterschiedliche Bau- und Landmaschinen eingebaut, z. B. bis 2004 in Traktoren von (SAME-)Deutz-Fahr und bis 2003 in Traktoren von Fendt, die Vier- und Sechszylinder bis 1988 bzw. 1993 auch in Magirus-LKW. FL913-Motoren dienten und dienen aber auch zum Antrieb von Generatoren und von Schiffen. Die Baureihe FL913 wurde von Deutz in Köln in sehr großen Stückzahlen hergestellt (siehe auch FL912). Seit 2002 wird die Baureihe FL 913 nach und nach durch die Baureihe FL914 (neu) ersetzt. Im Gegensatz zu den FL914-Motoren erfüllen die FL913er nicht die Stufe 2 der EU-Nonroad-Abgasrichtlinie 97/68/EC und der entsprechenden USA-EPA-Nonroad-Abgasrichtlinien; diese Stufe 2 ist aber spätestens seit 2004 in der EU, den USA und anderen Staaten in den meisten Einsatzfällen für neue Motoren vorgeschrieben.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende bzw. (FL913H) um ca. 70 Grad zur Seite geneigte Reihenmotoren. Luftkühlung durch Axialgebläse, von Keilriemen angetrieben, wahlweise thermostatgeregelt. Kolbenbodenkühlung durch Ölspritzdüsen, zum Teil auch Kolbenkanalkühlung durch Ölspritzdüsen. Je nach (Öl-)Kühlbedarf hatten/haben die Motoren keinen Ölkühler, einen Rippenrohr-Ölkühler unter der Ansauglufthaube oder einen „normalen“ Block-Ölkühler. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Um als selbsttragende Bauteile von Traktoren in Blockbauweise verwendbar zu sein, haben die Motoren wahlweise eine Ölwanne aus Grauguss statt aus Stahlblech. Zwei Ventile pro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Bosch-Reiheneinspritzpumpe. Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck bis 1996 175–180 bar, bei einigen Varianten 220 oder 250 bar; ab 1996 beim Direkteinspritzer 250 bar, ab 1998 255 bar. Einspritzdruck ab 1996 bis 620 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch beim Direkteinspritzer ungefähr 160 bis 170 g/PSh, das entspricht etwa 215 bis 230 g/kWh.

Typentabelle: FL913 bis 1996
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F3L913 R3 102 125 3064     17 81–88
84–96
88–96
87–96
T/x057
T/x060
T/F250
T/F260
57(42)/2300
60(44)/2500
50(37)/2000
60(44)/2400
 
 
 
20,7(203)/1550
 
 
 
8,3
F3L913H L3 102 125 3064     17 84–96 T/h060 60(44)/2400 20,8(204)/1550 8,4
F4L913 R4 102 125 4086     17

75–83
83–88
80–96
93-96
88-96

F/M090
T/F205
T/x075
T/x078
T/F280

87(64)/2800
72(53)/2200
75(55)/2300
78(57)/2350
80(59)/2400

26(255)/1400
 
27,4(269)/1600
 
27,7(272)/1600

7,8
 
8,3
 
8,4

F4L913H L4 102 125 4086     17 82–84
84–96
T/h078
T/h080
78/2400
80/2400
26,7(262)/1600
26,5(260)/1550
8,1
8,0
BF4L913T R4 102 125 4086     15,5 A

80–88
82–93
93–95

F/MI09
T/x082
T/x085

87/2500
82(60)/2300
85(63)/2300

28,6(281)/1600
 
29,7(291)/1600

8,6
 
9,0

BF4L913 R4 102 125 4086     15,5 A 82–93
93–95
93–95
T/x090
T/x093
T/x095
90(66)/2300
93(68)/2300
95(70)/2300
 
 
32,2(316)/1600
 
 
9,7
BF4L913 R4 102 125 4086     15,5 A 90–93
93–95
90–93
93–95
T/x088
T/x091
T/x096
T/x100
88(65)/2300
91(67)/2300
95(70)/2300
100(74)/2300
 
 
 
 
 
 
 
 
BF4L913C R4 102 125 4086     15,5 AL 92–95 F/x125 125(92)/2500 42,9(421)/1650 12,9
F6L913 R6 102 125 6128 420/???   17

72-83
75–79
80–83
83–90
92–95
91–95
93–95

F/M130
T/x121
T/D120
T/x115
T/x110
T/x113
T/x116

130/2800
121/2500
110(81)/2300
115(85)/2400
110(81)/2300
113(83)/2400
115(85)/2400

39(383)/1400
38,5/1600
 
 
 
 
 

7,8
7,7
 
 
 
 
 

F6L913H L6 102 125 6128     17 75
89–96
T/h116
T/h115
116(85)/2500
115(85)/2400
 
39,7(389)/1600
 
8,0
BF6L913T R6 102 125 6128     15,5 A

80–89
89–93
90–93
93–95
89–91

F/MI13
FI/MI13
T/x120
T/x125
T/x126

130(96)/2500
135(99)/2500
120(88)/2400
125(92)/2400
126(93)/2400

43(422)/1500
44(432)/1500
 
 
 

8,7
8,9
 
 
 

BF6L913 R6 102 125 6128 485/???   15,5 A

79–83
73–83
82–84
84–89
78–85
86–89
78–80
80–83
78–84
83–90
86–89

F/x145
F/M160
F/MI16
F/MI16
F/M168
F/MI17
T/D140
T/D145
T/D160
T/x137
T/x150

145(107)/2400
160(118)/2650
160(118)/2500
160(118)/2500
168(124)/2650
168(124)/2650
125(92)/2200
132(97)/2300
150(110)/2300
137(101)/2400
150(110)/2300

46(451)/1600
48(471)/1600
50(490)/1600
52(510)/1800
51,8(508)/1600
 
 
 
49,7(487)/1600
 
 

9,3
9,7
10,1
10,5
10,4
 
 
 
10,0
 
 

BF6L913H L6 102 125 6128     15,5 A 75 T/h140 140/2500    
BF6L913 R6 102 125 6128     17 A 84–90 T/x160 160(118)/2400 52,3(513)/1700 10,5
BF6L913 R6 102 125 6128     17 A

89–93
90–95
89–91

FI/MI17
T/x143
T/x150

168(124)/2500
143(105)/2300
150(110)/2300

55,6(545)/1600
47(461)/1600
 

11,2
9,5
 

BF6L913C R6 102 125 6128       AL 90–?? FI/x192 192(141)/2500 63,2(620)/1650 12,7

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss, bei der Unterbaureihe FL913H (Unterflur-Motoren) jedoch nur für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AS: Dauerleistung A für Dauerbetrieb von Schiffsantriebsmotoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb sonstiger Motoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • FI: Fahrzeugleistung nach ISO 1585 für Straßenfahrzeuge, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • F/M090: für Magirus-LKW 90D... (abgewandelte FIAT-Baureihe NC) und 90M... (Magirus-Baureihe MK), letztere 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-9A
  • F/M130: für Magirus-Bus M130... und Magirus-LKW 130D... und 130M... (M: Magirus-Baureihe MK), letztere 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-13A
  • F/M160: für Magirus-LKW 160D... und 160M... (M: Magirus-Baureihe MK), letztere 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-16A
  • F/M168: für Magirus-LKW 168M... (Magirus-Baureihe MK), 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-16AR
  • F/MI09: für Magirus-LKW 90M... Turbo (Magirus-Baureihe MK), 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-9A Turbo
  • F/MI13: für Magirus-LKW 130M... Turbo (Magirus-Baureihe MK), 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-13A Turbo, und IVECO-Magirus ...-13AN bis 1989
  • FI/MI13: für IVECO-Magirus-LKW ...-13A Turbo ab 1989 und ...-13AN ab 1989
  • F/MI16: für Magirus-LKW 160M... Turbo (Magirus-Baureihe MK), 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-16A Turbo, und IVECO-Magirus ...-16AN bis 1989
  • F/MI17: für IVECO-Magirus-LKW ...-17A bis 1989
  • FI/MI17: für IVECO-Magirus-LKW ...-16A Turbo ab 1989 und ...-17A(N) ab 1989
  • F/x125: für TAM-LKW 122T...
  • F/x145: für Magirus-Bus M160... und Magirus-LKW 160M8FA
  • FI/x192: u. a. optional für bestimmte Neoplan-Busse, z. B. NH912
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 oder ECE R24 für Traktoren, Radlader usw.
  • T/D120: für Deutz-Traktor DX120, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/D140: für Deutz-Traktor DX140, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/D145: für Deutz-Traktor DX145, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/D160: für Deutz-Traktor DX160, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/F205: für Fendt-Traktor Farmer 205
  • T/F250: für Fendt-Traktor Farmer 250K (lärmgedämpft, mit Oxi-Kat)
  • T/F260: für Fendt-Traktor Farmer 260 bis 1996
  • T/F280: für Fendt-Traktor Farmer 280 bis 1996
  • T/h060: für Fendt-Geräteträger F360GT
  • T/h078: für Fendt-Geräteträger F275GT II ab 1982, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h080: für Fendt-Geräteträger F380GT/GH bis 1996, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h115: für Fendt-Geräteträger F395GT/GH bis 1996, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h116: für Deutz INTRAC 2006, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h140: für Deutz INTRAC 2007, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x057: für Deutz-Traktor D6007 und Fendt-Traktor Farmer 203 II
  • T/x060: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.50 und AgroXtra 3.57
  • T/x075: für Deutz-Traktor D7807, Deutz-Fahr-Traktoren DX80, DX3.80, DX3.90, DX4.30, AgroPrima 4.31 und AgroXtra 4.17 und Fendt-Traktor Farmer 275, mit ständig laufendem Gebläse
  • T/x078: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.75, AgroPrima 4.31 ab 1993 und AgroXtra 4.17 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x082: für Deutz-Fahr-Traktoren DX86, DX4.50, AgroPrima 4.51 bis 1993 und AgroXtra 4.47 bis 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x085: für Deutz-Fahr-Traktoren AgroPrima 4.51 ab 1993 und AgroXtra 4.47 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x088: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 4.61, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x090: für Deutz-Fahr-Traktoren DX92, DX4.70, AgroPrima 4.56 bis 1993 und AgroXtra 4.57 bis 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x091: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 4.68, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x093: für Deutz-Fahr-Traktor AgroPrima 4.56 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x095: für Deutz-Fahr-Traktor AgroXtra 4.57 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x096: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 4.71, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x100: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 4.78, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x110: für Deutz-Fahr-Traktor AgroPrima 6.16, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x113: für Deutz-Fahr-Traktoren AgroXtra 6.17 und AgroStar 6.21, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x115: für Deutz-Fahr-Traktor DX6.30 und Deutz-Fahr IN-trac 6.30, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x116: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.28, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x120: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.31, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x121: für Kramer 1014TS
  • T/x125: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.38, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x126: für Deutz-Fahr IN-trac 6.30 turbo, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x137: für Deutz-Fahr-Traktor DX6.50, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x143: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.61, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x150: für Deutz-Fahr IN-trac 6.60, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x160: für Deutz-Fahr-Traktor DX7.10, mit thermostatgeregeltem Gebläse
Typentabelle: FL913 ab 1996
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F3L913 R3 102 125 3064 277/290 70/68/80 18

96–98
96–98
96–98

BI
CI, FI
T/x060

57(42)/2500
60(44)/2500
60(44)/2400

 
20,6(202)/1450
20,4(200)/1400

 
8,3
8,2

F3L913 R3 102 125 3064 277/290 70/68/80 19

98–09–
98–09–
98–09–
98–04

AIS
BIS
TI
T/x060

48(35)/2150
56(41)/2300
60(44)/2400
60(44)/2400

 
 
20,5(201)/1450
20,4(200)/1400

 
 
8,2
8,2

F4L913 R4 102 125 4086 307/330 81/68/80 18

96–98
96–98
97–98
96–98

BI
CI, FI
T/D070
T/F280

76(56)/2500
80(59)/2500
70(51)/2300
80(59)/2400

 
27,5(270)/1450
 
 

 
8,3
 
 

F4L913H L4 102 125 4086     18 96–98 T/h080 80(59)/2400 27,7(272)/1550 8,4
F4L913 R4 102 125 4086 307/330 81/68/80 19

98–09–
98–09–
98–09–
98–04
00–04
98–03

AIS
BIS
TI
T/D070
T/D080
T/F280

65(48)/2150
76(56)/2300
76(56)/2350
70(51)/2300
77(57)/2350
80(59)/2400

 
 
26,9(264)/1450
 
27(265)/1300–1600
 

 
 
8,1
 
8,1
 

F4L913H L4 102 125 4086     19 98–04 T/h075 75(55)/2400 26,8(263)/1500 8,1
BF4L913T R4 102 125 4086     18 A 00–04 T/D090 87(64)/2350 31,5(309)/1400 9,5
BF4L913 R4 102 125 4086 350/370 82/70/86 17 A 96–98
96–98
BI
CI, FI
98(72)/2500
106(78)/2500
 
36,2(355)/1600
 
10,9
BF4L913 R4 102 125 4086 350/370 82/70/86 18 A 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
87(64)/2150
100(74)/2300
88(65)/2300
 
 
34,5(338)/1600
 
 
10,4
BF4L913H L4 102 125 4086       A 98–04 T/h095 95(70)/2400 35,5(348)/1500 10,7
F6L913 R6 102 125 6128 430/460 109/68/81 18 96–98
96–98
BI
CI, FI
116(85)/2500
121(89)/2500
 
40,3(395)/1450
 
8,1
F6L913H L6 102 125 6128 410   18 96–00 T/h120 120(88)/2400 41,3(405)/1600 8,3
F6L913 R6 102 125 6128 430/460 109/68/81 19 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
98(72)/2150
114(84)/2300
103(76)/2300
 
 
40,2(394)/1450
 
 
8,1
BF6L913T R6 102 125 6128       A 98–04
98–04
98–04
T/D100
T/D120
T/D140
100(74)/2200
120(88)/2250
140(103)/2250
 
 
 
 
 
 
BF6L913 R6 102 125 6128 485/515 111/72/88 17 A 96–98
96–98
BI
CI, FI
148(109)/2500
160(118)/2500
 
56,1(550)/1600
 
11,3
BF6L913 R6 102 125 6128 485/515 111/72/88 18 A 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
131(96)/2150
152(112)/2300
129(95)/2300
 
 
54,2(532)/1600
 
 
10,9
BF6L913C R6 102 125 6128 510/540 114/72/88 17 AL 96–98
96–98
96–98
BI
CI
FI
178(131)/2500
185(136)/2500
192(141)/2500
 
 
70,3(690)/1600
 
 
14,1
BF6L913C R6 102 125 6128 510/540 114/72/88 17 AL 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
152(112)/2150
180(132)/2300
174(128)/2300
 
 
73,1(717)/1600
 
 
14,7

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • Verdichtung der Motoren ohne Aufladung ab 1996: 18 bis 1998, danach 19.
  • Verdichtung der Motoren mit Aufladung ohne Ladeluftkühlung ab 1996: 17 bis 1998, danach 18.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AIS: Blockierte Dauerleistung für Schiffsantriebsmotoren bei Auslastung über 80 Prozent nach ISO 3046/7, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • BIS: Blockierte Dauerleistung für Schiffsantriebsmotoren bei Auslastung bis 70 Prozent nach ISO 3046/7, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • BI: Leistung für wechselnden Betrieb von Einbaumotoren nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • CI: Leistung für stark wechselnden Betrieb von Einbaumotoren nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • FI: Fahrzeugleistung nach ISO 1585, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • TI: Fahrzeugleistung nach ISO 3046/1 für Landmaschinen, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 oder ECE R24 für Traktoren.
  • T/D070: für Deutz-Fahr-Traktoren Agroplus 70 und Agrolux 70 bis 2004
  • T/D080: für Deutz-Fahr-Traktoren Agroplus 80 und Agrolux 80 bis 2004
  • T/D090: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 90 bis 2004
  • T/D100: für Deutz-Fahr-Traktor Agrosun 100
  • T/D120: für Deutz-Fahr-Traktor Agrosun 120
  • T/D140: für Deutz-Fahr-Traktor Agrosun 140
  • T/x060: für Deutz-Fahr-Traktoren Agroplus 60 und Agrolux 60 bis 2004; und für Fendt-Traktor Farmer 260 ab 1996 bzw. 1998 bis 2003
  • T/F280: für Fendt-Traktor Farmer 280 ab 1996 bzw. 1998 bis 2003
  • T/h075: für Fendt-Geräteträger F370GT ab 1998
  • T/h080: für Fendt-Geräteträger F380GT/GH bis 1998, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h095: für Fendt-Geräteträger F380GT Turbo ab 1998, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h120: für Fendt-Geräteträger F395GT/GH ab 1996, mit thermostatgeregeltem Gebläse

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Kremer: Fendt], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Fendt), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Fendt), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Oswald: LKW2] (Magirus), [Gebhardt: Bus] (Magirus, Neoplan), [Inufa-Katalog] ab 1976 (Krupp, Magirus, PPM, TAM), [Lastauto-Omnibus-Katalog] ab 1974 (Magirus, Neoplan), Deutz-Motoren-Prospekte ab 2000

Baureihe FL914 (neu) / D914

Geschichte: Die 2002 erschienene Baureihe FL914 (neu) wurde aus der Baureihe FL913 entwickelt, von der sie sich durch den verlängerten Hub (132 statt 125 mm, Hubraum pro Zylinder 1,08 Liter) und ein verbessertes Einspritz- und Verbrennungssystem unterscheidet.

  • Ursprünglich, also ab 2002, umfasst die Baureihe FL914 Drei-, Vier-, Fünf- und Sechszylinder-Saugmotoren sowie Drei-, Vier- und Sechszylinder mit Abgasturboaufladung; von dem aufgeladenen Sechszylinder gibt es auch eine Variante mit Ladeluftkühlung. Alle diese Motoren erfüllen Stufe 2 der EU-Nonroad-Abgasrichtlinie 97/68/EC und der entsprechenden USA-EPA-Nonroad-Abgasrichtlinien; diese Stufe 2 ist spätestens seit 2004 in der EU, den USA und anderen Staaten in den meisten Einsatzfällen für neue Motoren vorgeschrieben. Drei- und Vierzylinder wurden ab 2002 bis 2009 in Traktoren von Fendt und Valtra eingebaut (beide gehören zum AGCO-Konzern) und von 2004 bis 2005 auch in Traktoren von (SAME-)Deutz-Fahr.
  • 2007 wurde die gesamte Baureihe überarbeitet. Einspritz- und Verbrennungssystem sind weiter verbessert worden. Die neue Version heißt nun D914 (nach dem neuen Bezeichnungsschema). Sie umfasst nach wie vor Drei-, Vier-, Fünf- und Sechszylinder-Saugmotoren, aber ansonsten nur noch den aufgeladenen Sechszylinder mit Ladeluftkühlung. Die Motoren erfüllen nun Stufe 3A der EU-Nonroad-Abgasrichtlinie 97/68/EC und Stufe 3 der entsprechenden USA-EPA-Nonroad-Abgasrichtlinien; diese Stufe 3A bzw. 3 ist spätestens seit 2008 in der EU, den USA und anderen Staaten in den meisten Einsatzfällen für neue Motoren vorgeschrieben.

Die Baureihe löst nach und nach ihre Vorgänger FL912 und FL913 ab. Sie wird in Köln hergestellt. Zu den Stückzahlen siehe FL912.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Luftkühlung durch Axialgebläse. Kolbenbodenkühlung durch Ölspritzdüsen. Ölkühler. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Um als selbsttragende Bauteile von Traktoren in Blockbauweise verwendbar zu sein, haben die Motoren wahlweise eine Ölwanne aus Grauguss statt aus Stahlblech. Zwei Ventile pro Zylinder, in einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Reiheneinspritzpumpe und Bosch-Fünfloch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck zumindest in der ursprünglichen Baureihe 210 bar; Einspritzdruck bis 1000 bar. Wahlweise elektronische Motorregelung.

Typentabelle: FL914
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F3L914 R3 102 132 3236 277/296 71/70/80 20

02–09–
02–09–
04–05
05–09

BI
CI, FI
T/D060
T/V330

60(44)/2500
63(46)/2500
56(41)/2200
58(43)/2200

 
20,6(202)/1500
20,3(199)/1450
20,7(203)/1500

 
7,8
7,7
7,9

BF3L914 R3 102 132 3236 312/331 71/70/88 18 A

02–09–
02–09–
02–09
02–09

CI, FI
FI
T/F206
T/F207

73(53)/2300
76(56)/2500
65(48)/2100
73(53)/2100

26,2(257)/1600
26,2(257)/1600
24,4(239)/1500
26,9(264)/1500

10,0
10,0
9,3
10,2

F4L914 R4 102 132 4314 307/363 82/70/80 20

02–09–
02–09–
04–05
04–05
05–09
05–09

BI
CI, FI
T/D070
T/D080
T/V340
T/V350

80(59)/2500
83(61)/2500
70(51)/2200
77(57)/2200
72(53)/2200
79(58)/2200

 
27,5(270)/1500
 
27(265)/1500
27,2(267)/1500
27,8(273)/1500

 
7,9
 
7,7
7,8
7,9

BF4L914 R4 102 132 4314 350/406 82/70/88 18 A

02–09–
02–09
02–09
04–05
07–09
07–09

CI, FI
T/F208
T/F209
T/D090
T/V360
T/V370

102(75)/2500
86(63)/2100
94(69)/2100
87(64)/2200
85(62)/2150
95(70)/2150

36,2(355)/1600
32,3(317)/1500
34,6(339)/1500
31,5(310)/1450
33,1(325)/1500
36,2(355)/1500

10,3
9,2
9,9
9,0
9,5
10,3

F5L914 R5 102 132 5393 380/408 96/70/84 20 02–09–
02–09–
BI
CI, FI
100(73)/2500
102(75)/2500
 
33,9(333)/1500
 
7,8
F6L914 R6 102 132 6472 430/468 109/68/89 20 02–09–
02–09–
BI
CI, FI
120(85)/2500
125(92)/2500
 
40,8(400)/1500
 
7,8
BF6L914 R6 102 132 6472 485/523 114/72/92 18 A 02–09– CI, FI 157(116)/2500 55,0(540)/1600 10,5
BF6L914C R6 102 132 6472 510/548 127/72/99 18 AL 02–09–
02–09–
BI
CI, FI
188(139)/2500
202(149)/2500
 
71,4(700)/1600
 
13,6

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • BI: Leistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm) für wechselnden Betrieb von Einbaumotoren, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • CI: Leistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm) für stark wechselnden Betrieb von Einbaumotoren, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • FI: Fahrzeugleistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm), ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • T: Fahrzeugleistung nach ECE R24 für Traktoren.
  • T/D060: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 60
  • T/D070: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 70
  • T/D080: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 80
  • T/D090: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 90
  • T/F206: für Fendt-Traktor Farmer 206 (angegeben ist die Maximalleistung; die Nennleistung beträgt 44 kW = 60 PS bei 2300 min-1)
  • T/F207: für Fendt-Traktor Farmer 207 (angegeben ist die Maximalleistung; die Nennleistung beträgt 51 kW = 70 PS bei 2300 min-1)
  • T/F208: für Fendt-Traktor Farmer 208 (angegeben ist die Maximalleistung; die Nennleistung beträgt 59 kW = 80 PS bei 2300 min-1)
  • T/F209: für Fendt-Traktor Farmer 209 (angegeben ist die Maximalleistung; die Nennleistung beträgt 66 kW = 90 PS bei 2300 min-1)
  • T/V330: für Valtra-Traktor 3300
  • T/V340: für Valtra-Traktor 3400
  • T/V350: für Valtra-Traktor 3500
  • T/V360: für Valtra-Traktor 3600
  • T/V370: für Valtra-Traktor 3700
Typentabelle: D914
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
D914L3 R3 102 132 3236 284/??? 71/70/80 21 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
56(41)/2300
58(43)/2300
 
20,6(202)/1500
 
7,8
D914L4 R4 102 132 4314 315/??? 82/70/80 21 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
75(55)/2300
79(58)/2300
 
27,5(270)/1500
 
7,9
D914L5 R5 102 132 5393 390/??? 96/70/84 21 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
93(69)/2300
99(73)/2300
 
33,9(333)/1500
 
7,8
D914L6 R6 102 132 6472 440/??? 109/68/89 21 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
102(75)/2150
118(87)/2300
38,2(375)/1500
 
7,3
 
TCD914L6 R6 102 132 6472 510/??? 127/72/99 19 AL 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
171(126)/2300
177(130)/2300
 
63,2(620)/1600
 
12,0

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • BI: Leistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm) für wechselnden Betrieb von Einbaumotoren, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • CI: Leistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm) für stark wechselnden Betrieb von Einbaumotoren, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • FI: Fahrzeugleistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm), ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.

Quellen: [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Kremer:Fendt], Fendt-Prospekte, Valtra-Prospekte, Deutz-Motoren-Prospekte ab 2002

Baureihe FL310

Geschichte: Diese Baureihe erschien Ende der 1950er Jahre und ergänzte das Programm der luftgekühlten Deutz-Motoren nach unten (Bohrung 85 mm, Hub 100 mm, Hubraum pro Zylinder 0,57 Liter). Sie umfasste Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzylindermotoren. Ihre Höchstleistung pro Zylinder betrug 10,5 PS bei 3000 Umdrehungen pro Minute. Mitte der 1960er Jahre wurde sie durch die Baureihe FL410 ersetzt.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Luftkühlung, zumindest bei Zwei-, Drei- und Vierzylinder durch Axialgebläse. Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F1L310 R1 85 100 567 110 46/51/65 21,5 –60–67 F 10,5/3000    
F2L310 R2 85 100 1135 150 69/53/69 21,5 –63–67 F/x021 21/3000    
F3L310 R3 85 100 1702 220 69/53/69 21,5 –63– F 31,5/3000    
F4L310 R4 85 100 2270 240 82/53/69 21,5 –63– F 42/3000    

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020.
  • F/x021: z. B. für Schneider-Geräteträger GT21

Quellen: [Sack: Kramer], [Gebhardt: Traktor] (Kramer, Schneider), [Engine-Catalog] 1963 (KHD)

Baureihe FL410

Geschichte: Diese Baureihe löste Mitte der 1960er Jahre die Baureihe FL310 ab. Von ihr unterschied sie sich durch die vergrößerte Bohrung (90 statt 85 mm, Hubraum pro Zylinder 0,64 statt 0,57 Liter). Sie umfasste nur noch Ein- und Zweizylinder-Motoren. Vermutlich um 1970 wurde sie von Wirbelkammer auf Direkteinspritzung umgestellt und hieß dann FL410D. Ihre Höchstleistung pro Zylinder betrug 12,5 PS bei 3000 Umdrehungen pro Minute für die Wirbelkammer-Motoren und 13,5 PS bei 3000 Umdrehungen für die Direkteinspritzer. Sie wurde vor 1976 durch die Baureihe FL411 ersetzt.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer- bzw. (FL410D) Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Luftkühlung mit Axialgebläse.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F1L410 R1 90 100 636       67–70
67–70
67–70
67–70
AS
A
B
F
9/2500
10,5/3000
11,5/3000
12,5/3000
 
 
 
 
 
 
 
 
F1L410D R1 90 100 636       70        
F2L410 R2 90 100 1272       67–70
67–70
67–70
67–70
AS
A
B
F/x025
18/2500
21/3000
23/3000
25/3000
 
 
 
 
 
 
 
 
F2L410D R2 90 100 1272       70 F/x027 27/3000    

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AS: Dauerleistung A für Dauerbetrieb von Schiffsantriebsmotoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb sonstiger Motoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020.
  • F/x025: z. B. für Schneider-Geräteträger GT25
  • F/x027: z. B. für Schneider-Geräteträger GT27

Quelle: [Gebhardt: Traktor] (Hummel, Schneider), Deutz-Prospekte 1967 und 1969

Baureihe FL411

Geschichte: Diese Baureihe löste die Baureihe FL410 ab. Sie wurde auch als FL411D bezeichnet. Wie beim FL410 gab es nur Ein- und Zweizylinder. Sie wurde Ende der 1970er Jahre durch die Baureihe FL511 ersetzt.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Luftkühlung mit Axialgebläse, Bohrung 92mm Kolbenhub 105mm.

Baureihe FL511

Geschichte: Diese Baureihe ersetzte Ende der 1970er Jahre die Baureihe FL411. Der FL511 war wesentlich größer und fertigungstechnisch stark an den viel erfolgreicheren FL912 angelehnt. Auch vom FL511 gab es nur Ein- und Zweizylinder.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Luftkühlung mit Axialgebläse, Bohrung 100mm, Kolbenhub 105mm.

Baureihe FL312

Geschichte: Diese völlig neue Baureihe schnelllaufender Direkteinspritzer-Dieselmotoren erschien 1965 gleichzeitig mit der Baureihe FL814. Die Baureihe FL312 ist eine völlige Neukonstruktion, viele Bauteile wie Anlasser, Lichtmaschine und Luftpresser wanderten auf die gegenüberliegende Seite (gegenüber FL614 bis FL914), und die Einspritzpumpe verschwand erstmals bei einem luftgekühltem Deutz-V-Motor unter der Verkleidung.Die Sechs- und Achtzylinder der Baureihe FL312 wurden bis 1969 bzw. 1971 in LKW von Magirus eingebaut. Ausschließlich für Magirus-Busse gab es spezielle Versionen mit erhöhter Nenndrehzahl (2800 statt 2600 min-1) und Leistung. Der Typ F10L312 fand keine Verwendung als Fahrzeugmotor bei Magirus-Deutz.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung. Stehende V-Motoren. Luftkühlung durch Axialgebläse. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe. Kolben aus Leichtmetall. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in je einer Reihe pro Zylinderbank hängend, gesteuert über zentrale Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = halbe Zylinderzahl + 1. Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 175 bar.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F6L312 V6 115 120 7479 555   18 66–69
65–69
67–69
T/D125
F/M135
F/M150
115/2300
135/2600
150/2800
 
 
45/1400
 
 
7,4
F8L312 V8 115 120 9971     18 65–67
67–71
67–69
F/M180
F/M186
F/M200
180/2600
186/2600
200/2800
57/1400
59/1400
60/1400
7,0
7,3
7,4
F10L312 V10 115 120 12464     18 65–73 F 225/2600

Anmerkungen:

  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/M135: für Magirus-LKW 135D...
  • F/M150: für Magirus-Bus M150...
  • F/M180: für Magirus-LKW 180D...
  • F/M186: für Magirus-LKW 186D...
  • F/M200: für Magirus-Bus M200... (bis 1969)
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/D125: für Deutz-Raupe DL1250P

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Oswald: LKW2] (Magirus), [Oswald: LKW3] (Magirus), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Inufa-Katalog] 1970 bis 1972 (Magirus), [Auto-Katalog] 1965/66 bis 1969/70 (Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] 1971/72 (Magirus), [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [BOSCH:ESI2005]

Baureihe FL413

Geschichte: Die Baureihe FL413 ersetzte nach und nach die Baureihen FL312, FL814 und FL914 (alt). Die Sechs-, Acht-, Zehn- und Zwölfzylinder-V-Motoren der Baureihe wurden ab Oktober 1968 in dem eigens für sie errichteten Motorenwerk in Ulm hergestellt, also in der Nähe des Standorts von Magirus. Die Baureihe FL413 ist eine direkte Weiterentwicklung aus der Baureihe FL312. Die Motoren wurden hauptsächlich in LKW von Magirus eingebaut, aber auch in LKW, Muldenkipper, Kranwagen usw. von FAUN und diversen anderen Firmen. Außerdem wurden die Sechs- und Achtzylinder von der Firma TAM in Maribor (Jugoslawien, jetzt Slowenien) bis etwa 1995 in Lizenz produziert und in TAM-LKW und -Busse eingebaut. – Die 290 PS des ursprünglichen Zehnzylinders reichten ab 1972 nicht mehr für den 38-Tonnen-Zug in Deutschland aus, weil ab da die Mindestleistung für LKW von 6 auf 8 PS pro Tonne heraufgesetzt wurde, also 304 PS für den 38-Tonnen-Zug nötig waren. Deshalb kam 1971 der F10L413L mit verlängertem Hub (130 mm statt 125 mm) und 305 PS hinzu, da der nächstgrößere Motor, der F12L413 mit 340PS im Vergleich zu Motoren der Wettbewerber zu schwer war. 1977 erschien die weiterentwickelte Unterbaureihe FL413F mit weiter vergrößertem Hubraum (Bohrung 125 mm statt 120 mm, Hub 130 mm). In dieser Unterbaureihe gab es auch Vier-, Fünf- und Sechszylinder-Reihenmotoren, die aber nur von TAM produziert wurden; der Vierzylinder wurde auch in TAM-LKW eingebaut. Der – gegenüber dem entsprechenden TAM-Motor modifizierte – Sechszylinder-Reihenmotor F6L413FR und seine aufgeladene Variante BF6L413FR wurden ab 1980 auch bei Deutz in Köln hergestellt, letzterer unter anderem für die größten Deutz-Traktoren. In Ulm hergestellte Motoren der ursprünglichen Baureihe FL413 wurden bis 1983, die der Unterbaureihe FL413F bis 1989 in Magirus-LKW eingebaut. Die FL413F-Motoren standen noch mindestens bis zum Jahr 2000 im Lieferprogramm von Deutz. Sowohl in der ursprünglichen Baureihe FL413 als auch bei der Weiterentwicklung FL413F gab es neben Direkteinspritzer-Motoren auch schadstoffärmere, aber mehr Kraftstoff verbrauchende Wirbelkammer-Motoren (Deutz-Zweistufenverbrennung) der Unterbaureihen FL413W und FL413FW. Die FL413FW werden sogar noch 2009 als Untertage-Motoren angeboten.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung bzw. (FL4123W und FL413FW) Wirbelkammer. Stehende V-Motoren (V-Winkel 90 Grad) bzw. (FL413FR) Reihenmotoren. Luftkühlung durch thermostatgeregeltes, ölhydraulisch angetriebenes Axialgebläse. Ölkühler. Kolbenbodenkühlung durch Ölspritzdüsen. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Ölwanne aus Leichtmetall. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend bzw. bei den V-Motoren in je einer Reihe pro Zylinderbank, gesteuert über untenliegende – bei den V-Motoren zentrale – Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1 bzw. bei den V-Motoren halbe Zylinderzahl + 1. Bosch-Reiheneinspritzpumpe und Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck beim Direkteinspritzer 175 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch der Direkteinspritzer bei der ursprünglichen Baureihe 160 bis 170 g/PSh, bei der Unterbaureihe FL413F knapp 160 g/PSh.

Typentabelle: Ursprüngliche FL413 Direkteinspritzer
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F6L413(V) V6 120 125 8482 630   18 68–??
68–??
69–74
68–76
69–90
A
B
T/D130
F/M135
F/M170
124/2300
153/2650
130/2300
135/2400
170–176(129)/2650
 
 
 
47/1300
53,5(525)/1600
 
 
 
6,8
7,8
F8L413 V8 120 125 11310 790   18 68–??
68–??
72–74
72–75
77–79
69–78
77–79
69–83
A
B
T/D150
T/D160
F/M200
F/M230
F/M232
165/2300
204/2650
150/2000
160/2300
200/2500
192/2150
230–232(171)/2650
 
 
 
 
66/1500
70/1400
71/1600
 
 
 
 
7,2
7,6
7,7
F10L413 V10 120 125 14137 935   18 68–??
68–??
70–77
A
B
F/M290
206/2300
255/2650
285–290/2650
 
 
89/1600
 
 
7,8
F10L413L V10 120 130 14703 935   18 71–76
76–80
71–76
76–83
F/M270
F/M270
F/M310
F/M310
270/2650
270(199)/2500
305/2650
305(224)/2650
84/1300
86,5(850)/1400
92/1300
95(930)/1300
7,0
7,3
7,7
8,0
F12L413 V12 120 125 16965 1155   18 68–??
68–??
71–77
A
B
F/M340
248/2300
306/2650
340/2650
 
 
107/1600
 
 
7,8
BF12L413 V12 120 125 16965       A 72–73
73–77
75–77
F/x390
F/x425
F/x450
390/2500
425/2500
450/2650
121/1600
130/1700
134/1800
8,8
9,4
9,7

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/M135: für Magirus-LKW 135D...
  • F/M170: u. a. für Magirus-LKW 170D..., 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-18A (bis 1983), Magirus-Bus M170... (bis 1980), TAM-LKW 170T... und TAM-Bus 170A... (Motor bei TAM in Lizenz gebaut); ab 1971 Leistungsangabe 176 PS für LKW und Busse (wegen LKW-Minimalleistung von 8 PS pro Tonne ab 1972), für andere Fahrzeuge weiter 170 PS
  • F/M200: für Magirus-Bus M200... (1969 bis 1978)
  • F/M230: für Magirus-Bus M230... (schadstoffarme Variante, 1977 bis 1979)
  • F/M232: u. a. für Magirus-LKW 232D..., 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-23A (bis 1983), und Magirus-Bus M230... (bis 1981); Leistungsangabe 232 PS nur für Magirus-LKW, sonst 230 PS
  • F/M270: u. a. für Magirus-LKW 270D...
  • F/M290: u. a. für Magirus-LKW 290D...; Leistungsangabe 290 PS nur für Magirus-LKW, sonst 285 PS
  • F/M310: u. a. für Magirus-LKW 310D..., 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-31A (bis 1983)
  • F/M340: u. a. für Magirus-LKW 340D...
  • F/x390: z. B. für FAUN-Zugmaschine L1212Z
  • F/x425: z. B. für FAUN-Zugmaschine HZ36.40 (bis 1977)
  • F/x450: z. B. für FAUN-Muldenkipper K35
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/D130: für Deutz-Raupe DL/DP1300
  • T/D150: für Deutz-Raupe DP/DM1500
  • T/D160: für Deutz-Traktor D16006
Typentabelle: Ursprüngliche FL413W (Wirbelkammer-Motoren)
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F8L413W V8 120 125 11310       71–78 F/M200 180/2150 62/1300 6,8

Anmerkungen:

  • Es gab vielleicht auch Sechs-, Zehn- und Zwölfzylinder dieser Unterbaureihe FL413W.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020.
  • F/M200: für Magirus-Bus M200...U (1971 bis 1978)
Typentabelle: FL413F Direkteinspritzer
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F4L413FR R4 125 130 6381     18 79–92
79–95
F/x110
F/x130
115(84)/2500
128(94)/2500
38,5(379)/1400
41,5(408)/1500
7,5
8,0
F5L413FR R5 125 130 7977   115/79/103 18 79–95 F 160(118)/2500 52(510)/1500 8,0
F6L413FR R6 125 130 9572   131/79/103 18 79–95 F 192(141)/2500 62,5(613)/1500 8,0
BF6L413FR R6 125 130 9572     16,5 A 80–82
82–85
80–85
81-82
T/D230
T/D250
F/x241
F/M240
200(147)/2200
220(162)/2200
240(177)/2300
242(178)/2200
 
83,6(820)/1800
88,5(870)/1650
 
 
10,8
11,4
 
F6L413F(V) V6 125 130 9572 675 92/104/86 18 77–82
79–95
77–95
F/x192
F/x176
F/MI19
192(141)/2650
176(129)/2300
192(141)/2500
 
62,5(613)/1500
62,5(613)/1500
 
8,0
8,0
F8L413F V8 125 130 12763 850 108/104/86 18 77–82
77–82
79–82
82–85
83–89
85–95
77–95
F/MI25
F/x256
F/M260
F/MI25
F/MI23
F/x240
F/MI25
220(162)/2200
256(188)/2650
210(154)/2150
220(162)/2200
228(168)/2200
240(177)/2300
256(188)/2500
78(765)/1100
80(785)/1600
74(725)/1400
80(785)/1100
83(817)/1200
83(817)/1500
83(817)/1500
7,5
7,7
7,1
7,7
8,0
8,0
8,0
BF8L413F V8 125 130 12763 950   16,5 A 77–82
82–87
81–85
F/x321
F/MI32
F/MI29
320(235)/2650
320(235)/2500
288(212)/2100
100,3(985)/1750
110(1080)/1400
115(1130)/1500
9,7
10,6
11,1
F10L413F V10 125 130 15953 1020 129/104/100 18 77–82
77–95
F/x320
F/MI32
320(235)/2650
320(235)/2500
 
104(1020)/1500
 
8,0
BF10L413F V10 125 130 15953 1100   16,5 A 81–85 F/MI36 360(265)/2050 145(1420)/1550 11,2
F12L413F V12 125 130 19144   145/104/101 18 77–82
77–95
F/x384
F
384(282)/2650
384(282)/2500
 
 
 
 
BF12L413F V12 125 130 19144   138/120/113 16,5 A 77–80
77–80
80–85
80–85
F/x455
F/x480
F/x456
F/x481
455(335)/2500
480(353)/2650
455(335)/2300
480(353)/2500
145,5(1425)/1750
150,5(1475)/1700
153(1500)/1800
 
9,4
9,7
9,9
 
BF12L413FC V12 125 130 19144     16,5 AL 77–87 F/x525 525(386)/2650 167(1640)/1900 10,8

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/M240: für Magirus-Bus M240...
  • F/M260: für Magirus-Bus M260... (schadstoffarme Variante)
  • F/MI19: u. a. für Magirus-LKW 192M..., 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-19A (bis 1983), und TAM-Bus 190A... (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/MI23: für IVECO-Magirus-LKW ...-23A (bis 1989)
  • F/MI25: u. a. für Magirus-LKW 256M..., 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-25A (bis 1986), Magirus-Bus M260..., TAM-LKW 260T... (1992 bis 1995) und TAM-Bus 260A... (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/MI29: für Magirus-LKW 290M..., 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-25A (bis 1985)
  • F/MI32: u. a. für Magirus-LKW 320M..., 1982 umbenannt in IVECO-Magirus ...-32A (F10L413F bis 1985, BF8L413F bis 1987)
  • F/x110: für TAM-LKW 110T... (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/x130: für TAM-LKW 130T... (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/x176: für TAM-LKW 190T... (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/x192: z. B. für DEMAG-Kranwagen HC75 und Krupp-Kranwagen 30GMT
  • F/x240: für TAM-LKW 260T... (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/x241: z. B. für Coles-Kranwagen Ranger 530
  • F/x256: z. B. für Bundeswehr-LKW 5t KAT I, DEMAG-Kranwagen HC170 und Krupp-Kranwagen 40GMT
  • F/x320: z. B. für DEMAG-Kranwagen HC240 und Krupp-Kranwagen 60GMT
  • F/x321: z. B. für Bundeswehr-LKW 7t KAT I
  • F/x384: z. B. für DEMAG-Kranwagen HC400 und Krupp-Kranwagen 120GMT
  • F/x390: z. B. für FAUN-Zugmaschine L1212Z
  • F/x425: z. B. für FAUN-Zugmaschine HZ36.40 (bis 1977)
  • F/x450: z. B. für FAUN-Muldenkipper K35
  • F/x455: z. B. für FAUN-Zugmaschine HZ36.40 (ab 1977)
  • F/x456: z. B. für Coles-Kranwagen OCTAG 8130
  • F/x480: z. B. für FAUN-Muldenkipper K40
  • F/x481: z. B. für Krupp-Kranwagen 160GMT
  • F/x525: z. B. für FAUN-Sattelschlepper FS42.75
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/D230: für Deutz-Traktor DX230
  • T/D250: für Deutz-Traktoren DX250 und DX8.30 (bis 1985)
Typentabelle: FL413FW (Wirbelkammer-Motoren)
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
F6L413FW V6 125 130 9572   92/104/86 19,5 77–09– BI 139(102)/2300 51(500)/1500 6,6
F8L413FW V8 125 130 12763   108/104/86 19,5 77–09– BI 185(136)/2300 68(665)/1500 6,6
F10L413FW V10 125 130 15953   129/104/100 19,5 77–09– BI 231(170)/2300 84,5(830)/1500 6,5
F12L413FW V12 125 130 19144   145/104/101 19,5 77–09– BI 277(204)/2300 101,5(995)/1500 6,5
BF12L413FW V12 125 130 19144   138/120/113 19,5 A 77–09– BI 326(240)/2300 127,5(1250)/1500 8,2

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • BI: Leistung nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus, Neoplan), [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Oswald: LKW3] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Dünnebier: LKW] (TAM), [Inufa-Katalog] ab 1970 (Coles, DEMAG, FAUN, Krupp, Magirus, O&K, Pettibone, Poclain, PPM, Saturn), [Auto-Katalog] 1968/69 bis 1970/71 (FAUN, Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] ab 1971/72 (FAUN, Magirus), [Lastauto-Omnibus] 7/1970 (Magirus-LKW 232D...), [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz2], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Fritz: Deutz], [Gebhardt: Traktor] (Deutz), Deutz-Prospekte 1969 und ab 2000

Baureihe FL513

Geschichte: Diese Baureihe wurde aus Baureihe FL413 weiterentwickelt. Die Acht-, Zehn- und Zwölfzylinder-V-Motoren der Baureihe wurden ab 1985 in Ulm hergestellt. Sie wurden bis ca. 2001 in LKW von IVECO-Magirus, bis etwa 1995 in LKW und Busse der Firma TAM und bis 1999 unter anderem in Bundeswehr-Spezialfahrzeuge eingebaut und werden auch 2011 noch im Werk Ulm für den Export produziert. Neben den V-Motoren gab es auch einen Sechszylinder-Reihenmotor, der unter anderem bis 1995 im größten Deutz-Traktor eingebaut wurde. – Die nicht aufgeladenen Motoren der Baureihe hatten einen etwas größeren Hubraum pro Zylinder als die aufgeladenen (128 mm Bohrung statt 125 mm). Vom Achtzylinder existierte auch eine Variante (B)F8L513L mit verlängertem Hub (140 mm statt 130 mm). Trotz etlicher Verbesserungen gegenüber der Baureihe FL413(F) – insbesondere wurde der Brennraum optimiert, der Einspritzdruck erhöht und das Drehzahlniveau gesenkt – gerieten die FL513-Motoren hinsichtlich des Verbrauchs und des Drehmoments im Vergleich zu entsprechenden wassergekühlten Motoren der Konkurrenz immer mehr ins Hintertreffen.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung. Stehende V-Motoren (V-Winkel 90 Grad) bzw. (FL513R) Reihenmotoren. Luftkühlung durch thermostatgeregeltes, ölhydraulisch angetriebenes Axialgebläse. Ölkühler. Kolbenbodenkühlung durch Ölspritzdüsen. Einzelzylinder und Einzelzylinderköpfe, letztere aus Leichtmetall. Kolben aus Leichtmetall. Zwei Ventile pro Zylinder, senkrecht in einer Reihe hängend bzw. bei den V-Motoren in je einer Reihe pro Zylinderbank, gesteuert über untenliegende – bei den V-Motoren zentrale – Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1 bzw. bei den V-Motoren halbe Zylinderzahl + 1. Bosch-Reiheneinspritzpumpe und Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck bei nicht aufgeladenen Motoren 235 bar, bei aufgeladenen 270 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch 150 bis 160 g/PSh.


Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm3 kg cm       PS(kW)/min-1 mkp(Nm)/min-1 bar
BF6L513R R6 125 130 9572     15,8 A 85–88
90–95
T/x220
T/x230
220(162)/2200
230(169)/2300
 
 
 
 
F8L513 V8 128 130 13383 835 107/104/88 16,7 89–93
89–94
85–89
89–99
FI/IM23
F/x204
F/IM25
FI/IM25
237(174)/2300
204(150)/2000
256(188)/2300
264(194)/2300
82,5(810)/1400
87,5(860)/1400
91(890)/1400
92(900)/1400
7,6
8,1
8,4
8,5
F8L513L V8 128 140 14412     18,5 92–95 FI/x245 245(180)/2150 94(920)/1000 8,0
BF8L513 V8 125 130 12763 920   15,8 A 85–89
89–93
85–97
89–93
F/MI30
FI/MI32
F/x330
FI/MI34
306(225)/2300
316(232)/2300
330(243)/2300
340(250)/2300
114(1120)/1400
115(1130)/1500
119(1170)/1500
120(1180)/1500
11,0
11,1
11,5
11,6
BF8L513C V8 125 130 12763     15,8 AL 86–93 F/x360 360(265)/2300 133,5(1310)/1400 12,9
BF8L513L V8 125 140 13744 970 133/111/114 17 A 92–99 F 330(243)/2300 140,5(1380)/1300 12,6
BF8L513LC V8 125 140 13744     17 AL 92–99 FI/x343 343(252)/2100 142,5–146(1395–1430)/1300 12,8–13,1
F10L513 V10 128 130 16728 995 123/104/101 16,7 85–89
89–99
F/x320
FI/x329
320(235)/2300
329(242)/2300
113(1110)/1400
114(1120)/1400
8,4
8,5
BF10L513 V10 125 130 15953 1140 123/115/103 15,8 A 85–99 F/x400 400(294)/2300 149(1460)/1500 11,5
F12L513 V12 128 130 20074 1130 139/104/104 16,7 85–99 F/x384 384(282)/2300 136(1335)/1400 8,4
BF12L513 V12 125 130 19144 1250 139/119/109 15,8 A 85–99 F/x480 480(353)/2300 179(1755)/1500 11,5
BF12L513C V12 125 130 19144 1300 139/119/112 15,8 AL 85–99 F/x525 525(386)/2300 193,5(1900)/1500 12,5

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • FI: Fahrzeugleistung nach ISO 1585, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung. Die "FI"-Leistung eines Motors ist höher als seine "F"-Leistung.
  • FI/MI23: für IVECO-Magirus-LKW ...-23A (1989 bis 1993)
  • F/MI25: u. a. für IVECO-Magirus-LKW ...-25A (1985 bis 1989), Bundeswehr-LKW 5t KAT I A1 (1986 bis 1993) und optional für einige Neoplan-Busse (1989 bis 1993)
  • FI/MI25: u. a. für IVECO-Magirus-LKW ...-25A (1989 bis 1993) und Liebherr-Kranwagen FKL der Bundeswehr (1991 bis 1994)
  • F/MI30: u. a. für IVECO-Magirus-LKW ...-30A (1985 bis 1990) und optional für einige Neoplan-Busse (1989 bis 1997)
  • FI/MI32: u. a. für IVECO-Magirus-LKW ...-32A (1989 bis 1993)
  • FI/MI34: u. a. für IVECO-Magirus-LKW ...-34A (1989 bis 1993)
  • F/x204: optional für einige Neoplan-Busse (1987 bis 1994)
  • FI/x245: für TAM-Busse 260A... (ab 1992) und B2
  • F/x320: z. B. für FAUN-Zugmaschine Herkules (ab 1987)
  • FI/x329: z. B. für Liebherr-Kranwagen FKM der Bundeswehr (1991 bis 1994)
  • F/x330: z. B. für TAM-LKW 331T... (1992 bis 1995), FAUN-Kranwagen RTF50 und RTF60 (ab 1989) und optional für einige Neoplan-Busse (1989 bis 1997)
  • FI/x343: u. a. für TAM-Busse 331A... (ab 1992) und B3 und für Schwimmschnellbrücke M3 der Bundeswehr (1996 bis 1999)
  • F/x360: z. B. für Bundeswehr-LKW 7t KAT I A1 (1986 bis 1993)
  • F/x384: z. B. für FAUN-Zugmaschine Herkules S (ab 1987)
  • F/x400: z. B. optional für einige Neoplan-Busse (1985 bis 1993)
  • F/x480: z. B. für FAUN-Zugmaschine Koloss (ab 1987)
  • F/x525: z. B. für FAUN-Zugmaschinen Koloss S und Goliath (ab 1987)
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/x220: für Deutz-Traktor DX8.30 (1985 bis 1988)
  • T/x230: für Deutz-Traktor AgroStar 8.31 (1993 bis 1995)

Quellen: [Augustin: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Neoplan), [Oswald: LKW3] (FAUN, Magirus), [Inufa-Katalog] ab 1986 (FAUN, IVECO-Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] ab 1986 (IVECO-Magirus), [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz2], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Gebhardt: Traktor] (Deutz), Deutz-Prospekt 2000


F1L208/D

Der Motor wurde als fertige Konstruktion von MAG übernommen und sollte das Programm nach unten abrunden. Insbesondere anfangs gab es viele Probleme, so dass er am Markte eher unbeliebt war. Gegenüber seinen Wettbewerbsprodukten konnte er sich nur schlecht behaupten. Bohrung 80mm , Hub 80mm, Radialgebläse im Schwungrad mit Kühlluftansaugung neben dem Kurbelgehäuse.
Viertakt-Direkteinspritzer-Motor Diesel Luft 1 8–9 PS 412 cm³

?

F1L210/D

Der Motor wurde als fertige Konstruktion von MAG übernommen und sollte das Programm nach unten abrunden. Insbesondere anfangs gab es viele Probleme, so dass er am Markte eher unbeliebt war. Gegenüber seinen Wettbewerbsprodukten konnte er sich nur schlecht behaupten.
Viertakt-Direkteinspritzer-Motor Diesel Luft 1 15 PS 673 cm³

?

F1L909 und F2L910

Die Motoren waren wiederum vom FL912 abgeleitete 1- und 2-Zylinder- Reihenmotoren als Nachfolger der FL511.

  • F1L909, Bohrung 95 mm, Hub 100 mm, 11 kW bei 3000 1/min
  • F2L910, Bohrung 100 mm, Hub 105 mm, 25 kW bei 3000 1/min

FM1008/1009

In der jüngeren Vergangenheit sind kleine wassergekühlte Motoren auch zugekauft worden. Die Baureihe FM1008/1009 waren Lombardini FOCS.

2008/D2008/D2009/D2010

Nachfolger der Baureihe 1008/1009, teilweise auch 2011. Baureihe 2008/2009 Neuentwicklungen, die DEUTZ durch den Kauf von Teilen der Firma Lister-Petter erworben hat, Motorenbaureihe 2010 zurzeit in der Entwicklung.

FL1011/FL1011F/L2011/D2011

Chronologisch die ersten Motoren mit Flüssigkeitskühlung (besser Mischkühlung Öl/Luft) waren die 1011er. Es waren Reihenmotoren mit 2, 3 oder 4 Zylindern. Die Motoren wurden später auch mit reiner Flüssigkeitskühlung angeboten (siehe unten). Auf 1011 folgte 1011F, dann FL2011 und D2011. Der 2007 wird als 4-Zylinder bei „externer Kühlung“ mit Wasser-, statt Ölkühlung angeboten. Jeweils die 4-Zylinder, seit 2011 auch die 3-Zylinder, gab/gibt es auch mit Turboaufladung.

FM2011/M2011/D2011

FM2011/M2011 sind im Prinzip die gleichen Motoren wie FL2011/L2011, jedoch mit reiner Ölkühlung (KHD: „externe Ölkühlung“), ebenso der D2011 als 2- und 3-Zylinder. Der 4-Zylindern ist auf Wasserkühlung umgestellt, den wassergekühlten 4-Zylinder gibt es auch mit Turboaufladung oder auch zusätzlich mit Ladeluftkühlung.

FM1012/1013/2012/2013/D2012/D2013

Als Nachfolger für die 912/913 wurden die Baureihen FM1012 und FM1013 vorgestellt (noch vor FL914). Das Hubvolumen der 1012er war etwas kleiner, das der 1013er etwas größer als bei FL912/913, es gab nur noch 4- und 6-Zylinder, Turboaufladung und Ladeluftkühlung erhielten eine viel höhere Bedeutung. Um den Kunden den Umstieg zu erleichtern (vermutlich auch um sich vom etablierten Wettbewerb abzusetzen), erhielten die Motoren auf Wunsch ein „motornahes Kühlsystem“, das heißt der Wasser-Luft-Wärmetauscher wurde seitlich neben dem Motor weitgehend in der Motorsilouette am Motor angebaut. Die Motoren sind inzwischen durch 2012 und 2013 ersetzt.

FM1015/FM2015/D2015

Als Nachfolger für die FL413/513 (luftgekühlt) wurden die BFM1015 (wassergekühlt) vorgestellt und inzwischen durch 2015 ersetzt. Die V-Motoren haben 6 oder 8 Zylinder und Turboaufladung mit Ladeluftkühlung.

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Schiffsmotoren

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Schiffsmotoren

MWM-Motoren

Diter-Motoren (Spanien), Brasilien-Lizenzbauten,

DEUTZ Natural Fuel Engine

Erster serienmäßiger Industriemotor für den Betrieb mit kaltgepresstem Rapsöl nach DIN 51605 und Biodiesel nach EN 14214.

Prämiert durch die DLG für die herausragende Innovation mit einer Silbermedaille auf der Agritechnica 2007. Die Rapsölmotoren sind seit Mitte 2008 in den Traktoren der Firmen AGCO Fendt (FENDT 820 Vario Greentec) und DEUTZ-Fahr (Agrotron Natural Power) verfügbar.

Die DEUTZ Natural Fuel Engine ist eine Weiterentwicklung auf Basis der bewährten flüssigkeitsgekühlten DEUTZ Motorbaureihen TCD2012 und TCD2013 und besteht im Wesentlichen aus einem DEUTZ Common Rail-System DCR für eine optimale Zerstäubung und Verbrennung des Rapsölkraftstoffs, einem 2-Tank-System mit automatischer Umschaltung von Diesel auf Rapsöl sowie dem patentierten DEUTZ Fuel Management DFM. Die 4- und 6-Zylinder-Reihenmotoren arbeiten mit 2- und 4-Ventiltechnik und haben einen Hubraum von 1,01 Liter pro Zylinder bei der Baureihe TCD2012 sowie 1,2 Liter pro Zylinder bei der Baureihe TCD2013.[1]

Literatur

Deutz-Motoren:

  • [Schnauffer: Deutz-Otto] Kurt Schnauffer: Die Entwicklung der Ottomotoren in Deutz 1876–1914. Typoskript von 1954 in der Bibliothek des Deutschen Museums München, Signatur 2001B5031
  • [Schnauffer: Deutz-Schweröl] Kurt Schnauffer: Die Entwicklung der Schwerölmotoren in Deutz 1897–1914. Typoskript von 1954 in der Bibliothek des Deutschen Museums München, Signatur 2001B5032
  • [Matschoss: Deutz-Geschichte] Conrad Matschoss: Geschichte der Gasmotoren-Fabrik Deutz. Verlag des Vereins deutscher Ingenieure, Berlin 1921
  • [Zacharias: Gas] Friedemann Zacharias: Gasmotoren. 1. Auflage. Vogel, Würzburg 2001, ISBN 3-8023-1796-3 (darin Geschichte des Gasmotors und Typenprogramm der Deutz-MWM-Gasmotoren im Jahr 2000)
  • [Bauer: Stationär] Armin Bauer: Deutsche Stationär-Motoren. 2. Auflage. Landwirtschaftsverlag, Münster-Hiltrup 1998, ISBN 3-7843-2803-2 (darin Beschreibungen etlicher stationärer Deutz-Motoren)
  • [Bauer: Stationär2] Armin Bauer: Deutsche Stationär-Motoren II. Schwungrad-Verlag, Obershagen 2007, ISBN 978-3-933426-18-5 (darin Beschreibungen weiterer stationärer Deutz-Motoren)
  • [Bauer: Stationär-Prospekte1] Armin Bauer: Deutsche Stationär-Motoren – Prospekte I. Schwungrad-Verlag, Obershagen 2006, ISBN 3-933426-15-4 (darin Prospekte stationärer Deutz-Motoren und der Baureihen AL/FL514/614)
  • [Mayr: Diesel] F. Mayr: Ortsfeste Dieselmotoren und Schiffsdieselmotoren. (Band 12 von: Hans List: Die Verbrennungskraftmaschine). 3. Auflage. Springer, Wien 1960 (darin Deutz)
  • [Gilles: Flug] J. A. Gilles: Flugmotoren 1914–1918. Bearbeitet von Karl Köhler. E. S. Mittler & Sohn, Frankfurt/Main 1971 (darin Oberursel-Flugmotoren und von Deutz in Lizenz gebauter Flugmotor As III)
  • [Giger: Flug] Hans Giger: Kolben-Flugmotoren – Geschichte und Entwicklung in Wort und Bild. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1986, ISBN 3-613-01089-5 (darin Oberursel-Flugmotoren)
  • [von Gersdorff, Grasmann: Flug] Kyrill von Gersdorff, Kurt Grasmann: Die deutsche Luftfahrt – Flugmotoren und Strahltriebwerke. 2. ergänzte und erweiterte Auflage. Bernard & Graefe, Koblenz 1985, ISBN 3-7637-5283-8 (darin Oberursel-Flugmotoren, Deutz-Flugmotor DZ710, Deutz-Turbinen)
  • [Engine-Catalog] Jährliches Periodikum Diesel and Gas Engine Catalog ab etwa 1935. Diesel Progress, North Hollywood (California, USA)
  • [Deutz: Daten-1981] Werkstatt-Datenbuch Technische Daten 3/1981 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Art.Nr. 291 1851
  • [BOSCH:ESI2005] Bosch elektronisches Informationssystem ESI 2005
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FM716] Werkstatthandbuch für Deutz Dieselmotoren FM716, BFM716. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 1979, Art.Nr. 291 1836
  • [Deutz: Werkstatthandbuch AM816] Werkstatthandbuch für Deutz Dieselmotoren B/AM816. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 1981, Art.Nr. 291 1898

Traktoren und Raupenschlepper mit Deutz-Motoren:

  • [Ertl: Deutz] Bernd Ertl: Die Deutz Traktoren. Heel, Königswinter 2000, ISBN 3-89365-863-7 (darin Geschichte der Deutz AG und Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen FL514, FL612, FL712, FL812)
  • [Vermoesen, Bruse: Deutz1] Karel Vermoesen, Michael Bruse: Alle Traktoren von Deutz, Band 1. Neuauflage. Rabe, Willich 2009, ISBN 978-3-926071-38-5
  • [Vermoesen, Bruse: Deutz2] Karel Vermoesen, Michael Bruse: Alle Traktoren von Deutz, Band 2. Neuauflage. Rabe, Willich 2009, ISBN 978-3-926071-38-5 (darin Beschreibung vieler Deutz-Motoren)
  • [Vermoesen: Deutz-Prospekte] Karel Vermoesen: Deutz Prospekte 1927–1967. Rabe, Köln 1997, ISBN 3-926071-20-6
  • [Mößmer: Deutz] Albert Mößmer: Deutz – Das Typenbuch. GeraMond, München 2007, ISBN 978-3-7654-7705-8
  • [Hummel, Oertle: Deutz1] Jürgen Hummel, Alexander Oertle: Typenkompass Deutz Traktoren 1927–1981. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02385-7
  • [Hummel, Oertle: Deutz2] Jürgen Hummel, Alexander Oertle: Typenkompass Deutz Traktoren seit 1978. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2005, ISBN 3-613-02486-1
  • [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost] Peter Conze, Ulrich Mattern: Deutz-Geschichten aus 25 Jahren Schlepperpost. 1. Auflage. DLG-Verlag, Frankfurt 2002, ISBN 3-7690-0597-X (darin auch Liste der Deutz-Traktoren)
  • [Fritz: Deutz] Lothar Fritz: INTRAC und die Unbekannten von Deutz. Rabe, Willich 2008, ISBN 3-926071-31-1
  • [Bruse, Vermoesen: Eicher1] Michael Bruse, Karel Vermoesen: Alle Traktoren von Eicher, Band 1. 2. Auflage. Rabe, Willich 2002, ISBN 3-926071-15-X (darin Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen FM313, FM414, GFM115, FL514, FL612, FL712)
  • [Sack: Eicher] Walter Sack: Eicher Traktoren & Landmaschinen. Podszun, Brilon 1996, ISBN 3-86133-152-7
  • [Tietgens: Fendt] Klaus Tietgens: Die Fendt Geräteträger Chronik. Podszun, Brilon 2007, ISBN 978-3-86133-418-7 (darin Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen FL912 und FL913)
  • [Kremer: Fendt] Gilbert Kremer: Alle Traktoren von Fendt. Rabe, Willich 2005, ISBN 3-926071-33-8
  • [Kremer: Fendt-Prospekte3] Gilbert Kremer: Fendt Schlepper-Prospekte von 1979 bis 1999. Herausgegeben von Kurt Häfner. Franckh Kosmos, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08116-8 (darin Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen FL912, FL913, FM1012, FM2013)
  • [Mößmer: Fendt] Albert Mößmer: Fendt – Das Typenbuch 1928 bis heute. 2. Auflage. GeraMond, München 2008, ISBN 978-3-7654-7701-0
  • [Schneider: Fendt1] Peter Schneider: Typenkompass Fendt Schlepper und Traktoren 1928–1975. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02051-3
  • [Schneider: Fendt2] Peter Schneider: Typenkompass Fendt Schlepper und Traktoren seit 1975. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02051-3
  • [Häfner: HELA] Kurt Häfner: Typenbuch HELA-Schlepper. Frankh Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09782-X
  • [Schoch: HELA] Thomas und Franz Schoch: HELA-Traktoren – Alle Typen und Prospekte. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2009, ISBN 978-3-8001-5790-7
  • [Sack: Kramer] Walter Sack: Alle Traktoren von Kramer. Rabe, Köln 1994, ISBN 3-926071-08-7 (darin Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen MAH914, GFM115, FM414, FL310, FL514, FL612, FL712, FL812, FL912, FL913)
  • [Wagner: Kramer-Prospekte] Wolfgang Wagner: Kramer Traktoren-Prospekte. Podszun, Brilon 2001, ISBN 3-86133-261-2
  • [Hintersdorf: DDR-Traktor] Horst Hintersdorf: Typenkompass DDR-Landmaschinen und -Traktoren 1945–1990. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02251-6
  • [Gebhardt: Traktor] Wolfgang H. Gebhardt: Deutsche Traktoren seit 1907. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02346-6
  • [Bach: Traktor] Michael Bach: Die berühmtesten deutschen Traktoren aller Zeiten. Podszun, Brilon 1994, ISBN 3-86133-115-2
  • [Oertle: Traktor] Alexander Oertle: Das Traktor-Baureihen Handbuch 1946–1968. Heel, Königswinter 2004, ISBN 3-89880-212-4
  • [Wagner: Raupe] Wolfgang Wagner: Raupen-Schlepper – Prospekte, Grafiken, Bilder. Podszun, Brilon 2001, ISBN 3-86133-278-7
  • [Oldtimer-Traktor] Zeitschrift OLDTIMER Traktor. VF Verlagsgesellschaft, Mainz, ISSN 1862-1716

LKW und Omnibusse mit Deutz-Motoren:

  • [Augustin: Magirus] Dieter Augustin: Iveco-Magirus – Alle Lastwagen aus dem Werk Ulm seit 1917. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-613-02600-1 oder ISBN 3-613-02600-7 (darin Beschreibungen aller Deutz-Motoren in Magirus-LKW)
  • [Regenberg: Magirus] Bernd Regenberg: Das Lastwagen-Album Magirus. Podszun, Brilon 2005, ISBN 3-86133-388-0
  • [Paulitz: Magirus-Feuerwehr-Eckhauber] Udo Paulitz: Typenhandbuch Magirus-Deutz Feuerwehr-Eckhauber 1958–1976. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2001, ISBN 3-613-02107-2
  • [Sahli: Berna] Kurt Sahli: Berna Nutzfahrzeuge 1902–1979. Stämpfli, Bern 1997, ISBN 3-7272-9628-3 (darin Beschreibung des Deutz-Motors FMS117 und des daraus entwickelten Berna-Motors MSR)
  • [Gebhardt: FAUN] Wolfgang H. Gebhardt: FAUN – Giganten der Landstraße. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02040-8
  • [Gebhardt: FAUN-LKW] Wolfgang H. Gebhardt: Typenkompass FAUN Lastwagen 1916–1988. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02685-6 und ISBN 978-3-613-02685-8
  • [Gebhardt: LKW2a] Wolfgang H. Gebhardt: Taschenbuch Deutscher LKW-Bau 1918–1945 A–Ha. Frankh, Stuttgart 1989, ISBN 3-440-06046-2 (darin Hansa-Lloyd)
  • [Gebhardt: LKW2b] Wolfgang H. Gebhardt: Taschenbuch Deutscher LKW-Bau 1918–1945 He–Z. Frankh, Stuttgart 1989, ISBN 3-440-06047-0 (darin Magirus)
  • [Gebhardt: Bus] Wolfgang H. Gebhardt: Deutsche Omnibusse seit 1898. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02140-4
  • [Oswald: LKW2] Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen, Band 2 1945–1969. 3. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-01197-2
  • [Oswald: LKW3] Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen, Band 3 1970–1989. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02446-2
  • [Regenberg: LKW50-1] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der Wirtschaftswunderzeit, Band 1: Vom Dreiradlieferwagen zum Viereinhalbtonner. 2. überarbeitete Auflage. Podszun, Brilon 1986, ISBN 3-923448-18-X
  • [Regenberg: LKW50-2] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der Wirtschaftswunderzeit, Band 2: Mittlere und schwere Fahrzeuge. Podszun, Brilon 1986, ISBN 3-923448-28-7
  • [Regenberg: Bus50] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der Wirtschaftswunderzeit, Band 3: Omnibusse. Podszun, Brilon 1988, ISBN 3-923448-51-1
  • [Regenberg: LKW60-1] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der sechziger Jahre, Band 1: Büssing, Faun, Hanomag, Henschel. Podszun, Brilon 1991, ISBN 3-923448-68-6
  • [Regenberg: LKW60-2] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der sechziger Jahre, Band 2: Kaelble, Krupp, Magirus, MAN, Mercedes, Opel. Podszun, Brilon 1991, ISBN 3-923448-80-5
  • [Dünnebier: LKW] Michael Dünnebier: Lastwagen und Busse – Nutzfahrzeuge sozialistischer Länder. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1988 (darin TAM und die TAM-Deutz-Motoren)
  • [Oswald: Militär] Werner Oswald: Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr. 17., erweiterte und aktualisierte Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02370-9
  • [Gau, Plate, Siegert: Militär] Lutz-Reiner Gau, Jürgen Plate, Jörg Siegert: Deutsche Militärfahrzeuge – Bundeswehr und NVA. 2. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02152-8
  • [Inufa-Katalog] Jährliches Periodikum Inufa Internationaler Nutzfahrzeug-Katalog ab 1958. Vogt-Schild/Habegger, Solothurn
  • [Auto-Katalog] Jährliches Periodikum Die Auto-Modelle bis 1968/69; auto modelle Katalog 1969/70 und 1970/71. Vereinigte Motor-Verlage, Stuttgart
  • [Lastauto-Omnibus-Katalog] Jährliches Periodikum lastauto omnibus Katalog ab 1971/72. Vereinigte Motor-Verlage bzw. EuroTransportMedia, Stuttgart
  • [Lastauto-Omnibus] Zeitschrift lastauto omnibus. Vereinigte Motor-Verlage bzw. EuroTransportMedia, Stuttgart

Lokomotiven und Triebwagen mit Deutz-Motoren:

  • [Lehmann, Pflug: Bahn] Heinrich Lehmann, Erhard Pflug: Der Fahrzeugpark der Deutschen Bundesbahn und neue, von der Industrie entwickelte Schienenfahrzeuge. Georg Siemens, Berlin und Bielefeld 1956 (darin Deutz-Motoren der Baureihen AM517, AL614, TM625, VM436)
  • [Koschinski: BR218] Konrad Koschinski: Baureihe 218. Eisenbahn Journal Sonder-Ausgabe 6/2005. Verlagsgruppe Bahn, B10533F, ISBN 3-89610-148-X (darin von Deutz in Lizenz gebauter Pielstick-Motor)
  • [Obermayer: Diesellok] Horst J. Obermayer: Taschenbuch Deutsche Diesellokomotiven mit Kleinlokomotiven. 2. Auflage. Frankh, Stuttgart 1973, ISBN 3-440-03932-3
  • [Enderlein: Bahn2] Axel Enderlein u. a.: Eisenbahn-Fahrzeug-Katalog, Band 2: Deutsche Bundesbahn. Bahn-Extra Sonderheft 2. GeraNova, München, B12126F, ISSN 0937-7174
  • [Estler: Lok] Thomas Estler: Das große Loktypenbuch. 1. Auflage. Transpress, Stuttgart 2001, ISBN 3-613-71159-1
  • [Knipping, Hahn: Lok] Andreas Knipping, Clemens Hahn: Das große Lokomotiven-Album. Sconto bei GeraNova, München 2004

PKW mit Deutz-Motoren:

  • [Tragatsch: Bugatti] Erwin Tragatsch: Das große Bugatti Buch. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1967
  • [von Fersen: Auto1] Hans-Heinrich von Fersen: Autos in Deutschland 1885–1920. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1965
  • [von Fersen: Sportwagen] Hans-Heinrich von Fersen: Sportwagen in Deutschland – Eine Typen-Geschichte der deutschen, österreichischen und tschechischen Sportwagen 1885–1940. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1968
  • [Schrader: Auto1] Halwart Schrader: Deutsche Autos, Band 1 1885–1920. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02211-7

Schiffe mit Deutz-Motoren:

  • [Möller, Brack: Marine] Eberhard Möller, Werner Brack: Einhundert Jahre Dieselmotoren für fünf deutsche Marinen. F. S. Mittler & Sohn, Hamburg, Berlin, Bonn 1998, ISBN 3-8132-0566-5 (darin Deutz)

Weblinks

 Commons: Deutz-Motoren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Referenzen

  1. http://www.biokraftstoff-portal.de/nrw/index.php?tpl=aktn&id=3402&kr=&bk=&bs=&hl=DEutz&sr=1&red=aktlistn

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