Liste der Infanterieregimenter der altpreußischen Armee


Liste der Infanterieregimenter der altpreußischen Armee

Die Infanterie der altpreußischen Armee umfasste bei ihrem Höchststand 60 Regimenter. Hinzu kamen etliche sonstige Formationen und Garnison-Grenadier-Bataillone. Die Aufstellung der ersten Regimenter in einem stehenden Heer erfolgte nach dem Beschluss des brandenburgisch-preußischen Geheimen Rates vom 5. Juni 1644. Die nach und nach zunehmenden Regimenter gingen schließlich 1806 im Vierten Koalitionskrieg gegen das napoléonische Frankreich in ihrer großen Zahl unter. Lediglich acht Regimenter wurden in das neue Heer übernommen, das von Historikern zur Unterscheidung als „neupreußische Armee“ bezeichnet wird.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung der Systematik

Die Nummerierung der preußischen Regimenter erfolgte erst kurz vor dem Zusammenbruch der Armee 1806. Zuvor wurden die Regimenter ausschließlich nach ihren Inhabern benannt. Bei gleichlautenden Namen wurde je nach Lebensalter ein „Alt-“ oder „Jung-“ hinzugefügt. Manche Regimenter führten allgemeine Namen, so „Prinz von Preußen“ (No. 18).[1] Der preußische Heeresreformer Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau führte aber mit seinen „Spezifikationen“ 1729/1737 schon eine erste Stammliste ein, die nach dem Ancienitätsprinzip aufgebaut war[2]. Zur Unterscheidung der neupreußischen Regimenter wird hier die von Hans Bleckwenn genutzte Bezeichnung "No." mit arabischer Zahl (neupreußisch "Nr.") dargestellt. Garnisontruppen werden mit "römischen No." versehen.[3]. Zusätzlich wurde der unten stehenden Liste das Gründungsjahr hinzugefügt. So soll eine Vergleichbarkeit erleichtert werden. Diese Nummerierung folgt konsequent den Aufstellungen von Tessin[4].

Feldinfanterie

Die Regimenter führten stets auch Grenadierkompanien, die in Kriegszeiten in Bataillone zusammen gefasst wurden. Nur Kontingente der Garnison-Grenadiere blieben auch in Friedenszeiten zusammen.

Regiment zu Fuß. „Kurfürstliches Leibregiment“. Kurfürst (Kommandeure: 1657 Gerhard Bernhard von Pölnitz, 1679 von Wrangel, 1684 Hans Adam von Schöning, 1691 Heino Heinrich von Flemming, 1693 Johann Albrecht von Barfus) 1702 Alexander Hermann von Wartensleben, (1709 „Füsiliergarde“), 1723 Caspar Otto von Glasenapp, 1742 Hans Christoph Friedrich von Hacke, 1754 „Vacat-Hacke“, 1756 Hans Carl von Winterfeldt, 1758 Johann Siegmund von Lattorff, 1760 Karl Christoph von Zeuner, 1768 Ernst Julius von Koschembahr, 1776 Christian Friedrich von Bandemer, 1778. Ludwig Gottlob von Kalckreuth, 1778 Hans Ehrentreich von Bornstedt (ab 1786: „Alt-Bornstedt“), 1792 Johann Ernst von Kunheim - Standort: Berlin.
* 1655 Boguslav von Schwerin, 1668 Friedrich von Dönhoff, 1696 Otto Magnus von Dönhoff, 1717 Erhard Ernst von Röder, 1743 Samuel von Schlichting, 1750 Hans Wilhelm von Kanitz, 1768 Joachim Friedrich von Stutterheim (ab 1778: „Alt-Stutterheim“), 1783 Heinrich Wilhelm von Anhalt, 1786 Wilhelm Ludwig Viktor Henckel von Donnersmarck, 1793 Wilhelm Magnus von Brünneck, 1805 Ernst von Rüchel
* Regiment zu Fuß (1665) 1665 Johann von Fargel, 1679 Johann Georg von Anhalt-Dessau, 1693 August Leopold von Anhalt-Dessau, 1747 Leopold Maximilian von Anhalt-Dessau, 1752 Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, 1758 Henning Alexander von Kahlden, 1759 Franz Adolf von Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym, 1784 Heinrich Ernst von Leipziger, 1788 Johann Leopold von Thadden, 1800 Johann Jeremias von Renouard. Standort: Magdeburg, ab 1717 Halle (Saale) (Hzm. Magdeburg).
* Regiment zu Fuß (1672). 1672 Christian Albrecht von Dohna, 1677 Johann Albrecht von Barfus, 1698 Christoph zu Dohna, 1716 Jakob von Bechefer, 1731 Georg Rudolph von Glaubitz, 1740 Konrad Heinrich von der Groeben, 1744 Samuel von Polentz, 1745 Christoph zu Dohna, 1745 Carl Erhard von Kalnein, 1757 Carl Friedrich von Rautter, 1758 Georg Friedrich von Kleist, 1761 Georg Reinhold von Thadden, 1774 Friedrich von Pelkowsky, 1782 Albrecht Dietrich Gottfried von Egloffstein, 1789 Benjamin von Amaudruz, 1797 Wilhelm Heinrich Adolf von Kalckreuth. Standort: Preußisch Holland und Mühlhausen, ab 1773 Elbing (Ostpreußen).
* Regiment zu Fuß (1655), 1655 Jonas Casimir zu Eulenburg, 1667 Bogusław Radziwiłł, 1670 Karl Emil von Brandenburg, 1674 Hans Adam von Schöning, 1707 Georg Abraham von Arnim, 1731 Jakob von Bechefer, 1732 Christoph Heinrich von der Goltz, 1739 Johann Heinrich von Wedell, 1742 Anselm Christoph von Bonin, 1755 Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel („Alt-Braunschweig“), 1766 Friedrich Christoph von Saldern, 1785 Christian August von Lengefeld, 1789 Ludwig Karl von Kalckstein, 1800 Franz Kasimir von Kleist. Standort: Magdeburg.
1675 Kronprinz Friedrich, 1688 Kronprinz Friedrich Wilhelm, ab 1713 König, 1740 Gottfried Emanuel von Einsiedel, 1745 Wolf Friedrich von Retzow, 1760 Friedrich Christoph von Saldern, 1766 Hans Sigismund von Lestwitz, 1779 Friedrich Wilhelm von Rohdich, 1796 Adam Dietrich von Roeder, 1798 Friedrich von Ingersleben, 1801 Karl Ludwig von Le Coq.
1676 Kurfürstin Dorothea, 1688 Carl Philipp von Brandenburg, 1695 Christian Ludwig von Brandenburg, 1734 Friedrich Casimir von Botzheim, 1737 Carl Wilhelm von Bredow, 1741 August Wilhelm von Braunschweig-Bevern, 1781 Carl Ludwig von Winterfeld, 1784 Wilhelm Heinrich von der Goltz, 1790 Carl Eduard von Tiedemann, 1790 Carl Philipp von Owstin
* Regiment zu Fuß (1679). 1679 Johann Anton von Zieten, 1690 Anton Günther von Anhalt-Zerbst, 1714 Christian August von Anhalt-Zerbst, 1747 Johann Otto von Treskow („Alt-Treskow“), 1754 Georg Friedrich von Amstel, 1757 Karl Ferdinand von Hagen genannt „Geist“, 1759 Julius Dietrich von Queis, 1769 Levin Friedrich von Hacke, 1785 Johann Georg Wilhelm von Keller, 1786 Johann Andreas Anton von Scholten, 1791 Franz Otto von Pirch, 1795 Friedrich Leopold von Rüts. Nach der preußischen Heeresreform als Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm IV.“ (1. Pommersches) Nr. 2 in die neupreußische Armee übernommen. Standort: Minden (Westfalen).
* 1646 Johann Ernst von Pöllnitz, 1684 Heinrich de Briquemault, 1692 Siegmund de Boys, 1694 Otto von Schlabrendorf, 1713 Etienne du Trossel, 1714 Johann Sigismund von Heiden, 1719 Jonas Casimir von Auer, 1721 Johannes du Buisson, 1726 Christoph Rudolf von Schliewitz, 1732 Sigismund Rudolf von Waldow, 1735 Otto Friedrich von Leps, 1747 Johann Christian Rölemann Quadt von Wickrath, 1756 Friedrich Ludwig von Kleist, 1758 Jürgen Friedrich von Oldenburg, 1758 Nikolaus von Puttkamer, 1759 Friedrich August von Schenckendorff („Jung-Schenckendorff“), 1763 Karl Friedrich von Wolffersdorff, 1782 Alexander von Budberg, 1792 Wilhelm Dietrich von Manstein, 1796 Christian Ludwig von Winning, 1796 Johann Friedrich von Brehmer, 1802 Johann Friedrich von Schenck
* Regiment zu Fuß (1683). „Regiment Kurland“. 1683 Alexander von Kurland, 1686 Ferdinand (Kettler) von Kurland, 1689 Friedrich von Heiden, 1703 Friedrich von Hessen-Kassel, 1714 Georg von Hessen-Kassel, 1730 Dietrich von Anhalt-Dessau, 1750 Dietrich Erhard von Knobloch, 1757 Gottlob Ernst von Pannwitz, 1759 Friedrich Wilhelm von der Mosel, 1768 Eggert Christian von Petersdorff, 1781 Sylvius Ferdinand von Stwolinsky, 1787 Friedrich Wilhelm Siegmund von der Marwitz, 1788 Friedrich Gisbert Wilhelm von Romberg, 1799 Wilhelm Albrecht von Burghagen, 1799 Gottlieb Ehrenreich von Besser, 1803 Karl Alexander von Wedell. Standorte: ab 1714 Bielefeld und Herford (Westfalen).
* 1721 Friedrich Wilhelm von Holstein-Beck, 1749 Lorenz Ludwig von Below, 1758 Johann Karl von Rebentisch, 1763 Hans von Tettenborn, 1776 Jakob Rüdiger von Zastrow, 1782 Friedrich Alexander von Rothkirch („Jung-Rothkirch“), 1786 Karl von Voß. Traditionsnachfolge Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm I.“ (2. Ostpreußisches) Nr. 3
* Regiment zu Fuß (1685). 1685 Philipp Wilhelm von Brandenburg-Schwedt, 1712 Friedrich Heinrich von Brandenburg-Schwedt, 1741 Wolf Balthasar von Selchow, 1743 Ludwig von Hessen-Darmstadt, 1757 Friedrich August von Finck, 1763 Johann Jakob von Wunsch, 1788 Franz Casimir von Kleist, 1800 Friedrich Wilhelm Herzog von Braunschweig-Oels. Standort: Lebus, ab 1716 Prenzlau (Brandenburg, Uckermark).
* Regiment zu Fuß (1685). 1686 Jacques L‘Aumonier, Marquis de Varenne, 1715 Anton von Pannewitz, 1722 Alexander von Dönhoff, 1740 Friedrich Sebastian Wunibald Truchsess zu Waldburg, 1745 Samuel von Polentz, 1746 Philipp Bogislav von Schwerin, 1750 August Friedrich von Itzenplitz, 1760 Friedrich Wilhelm von Syburg, 1762 Zar Peter III. von Russland, 1763 Friedrich Wilhelm von Wylich und Lottum, 1774 Heinrich Gottlob von Braun, 1794 Alexander Wilhelm von Arnim. Standort: Soest (Westfalen), ab 1724 Berlin.
* Regiment zu Fuß (1687). 1629 Steiff von Lauenstein, 1632 Henning von Goetz, 1634 Adam Valtin von Rhedern, 1653 Otto Wilhelm von Podewils, 1657 Pierre de la Cave, 1679 Wolf Christoph von Waldburg, 1688 Johann Georg von Belling, 1689 Wilhelm von Brandt, 1702 Christoph Albrecht von Canitz, 1736 Andreas Joachim von Kleist, 1738 Johann von Lehwaldt, 1768 Friedrich von Anhalt, 1777 Johann Christian Wilhelm von Steinwehr, 1782 Viktor Amadeus Henckel von Donnersmarck, 1786 Franz Ludolf Ferdinand von Wildau, 1794 Karl Leopold von Larisch, 1795 Georg Prinz von Hohenlohe-Ingelfingen, 1803 Gottlieb Ehrenreich von Besser. Nach der preußischen Heeresreform als Grenadier-Regiment „König Friedrich der Große“ (3. Ostpreußisches) Nr. 4 in die neupreußische Armee übernommen. Standort: Pillau, ab 1719 Bartenstein, Friedland und Schippenbeil (Ostpreußen).
* 1688 Philipp Karl von Wylich und Lottum, 1719 Friedrich Wilhelm von Koenen, 1720 Christoph Heinrich von der Goltz, 1732 Kronprinz Friedrich von Preußen, 1740 König Friedrich II. von Preußen, 1786 Franz Georg von Kunitzky, 1793 Friedrich von Ingersleben, 1798 Karl Ferdinand von Hirschfeld. Nach der preußischen Heeresreform als 1. Garde-Regiment zu Fuß in die neupreußische Armee übernommen. Standort: Wesel (Hzm. Kleve), ab 1733 Neuruppin und Nauen (Brandenburg, Mittelmark).
  • Infanterieregiment No. 16 (1689/4)
* Regiment zu Fuß (1689). 1689 Alexander zu Dohna, 1738 Adam Christoph von Flanß, 1748 Christoph zu Dohna, 1762 Friedrich Wilhelm von Syburg, 1771 Christian Ernst Wilhelm Benedikt von Borck, 1771 Ludwig von Buddenbrock, 1782 Karl Adolf Schott von Schottenstein, 1785 Johann Friedrich Wilhelm Moritz von Romberg, 1789 Ernst Heinrich von Gillern, 1792 Friedrich Wilhelm Heinrich von Hausen, 1799 Otto Friedrich von Diericke. Nach der preußischen Heeresreform als Grenadier-Regiment „König Friedrich der Große“ (3. Ostpreußisches) Nr. 4 in die neupreußische Armee übernommen. Standort: ab 1721 Königsberg, ab 1796 Braunsberg, Mühlhausen (Ostpreußen) und Preußisch Holland (Ostpreußen).
  • Infanterieregiment No. 17 (1695)
* Regiment zu Fuß (1695). 1693 Baltzer Friedrich von Sydow, 1703 Friedrich Wilhelm von Grumbkow, 1739 Ernst August de la Chevallerie von la Motte, 1748 Adam Friedrich von Jeetze, 1756 Gerd Heinrich von Manteuffel, 1764 Carl Gustav von Rosen, 1772 Konstantin von Billerbeck, 1786 Heinrich Gottlieb von Könitz („Jung-Könitz“), 1786 Wilhelm Magnus von Brünneck, 1793 Karl Albrecht Friedrich von Raumer, 1795 Carl Friedrich von Lange, 1802 Carl Peter von Tresckow. Standorte: Köslin und Rügenwalde (Hinterpommern).
  • Infanterieregiment No. 18 (1698), 1742-1786 hieß das Regiment „Prinz von Preußen“
* Regiment zu Fuß (1703). 1698 Novon Anton von Pannewitz, 1703 Daniel von Tettau, 1709 David Gottlob von Gersdorf, 1731 Georg Vollrath von Kröcher, 1738 Christian Reinhold von Derschau, 1742 August Wilhelm von Preußen, 1758 Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, 1786 König Friedrich Wilhelm II. von Preußen, 1790 Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, 1797 König Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Bezeichnung: „Weißes Grenadierbataillon“. Standort: Berlin, ab 1716 Bernau bei Berlin, Strausberg und Köpenick, ab 1763 Potsdam.
  • Infanterieregiment No. 19 (1702/1)
* Regiment zu Fuß (1702). 1702 Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt, 1731 Carl Friedrich Albrecht von Brandenburg-Schwedt, 1763 Hans von Tettenborn, 1763 Friedrich August von Braunschweig-Wolfenbüttel-Oels, 1794 Carl Ludwig Bogislav von Götze, 1806 Wilhelm Friedrich von Oranien-Nassau. Standort: Königsberg in der Neumark, ab 1737 Berlin-Friedrichstadt.
  • Infanterieregiment No. 20 (1704/5)
* Regiment zu Fuß (1689). 1689 Karl von Schomberg, 1698 Johann Heinrich von Börstel, 1711 Ulrich Christoph von Stille, 1728 Wilhelm Chenu de Chalsac l’Aujardiere, 1732 David Jürgen von Grevenitz, 1741 Johann August von Voigt, 1742 Johann Kaspar von Hertzberg, 1746 Franz Andreas von Borcke, 1756 Bernhard Asmus von Zastrow, 1757 August Gottlieb von Bornstedt, 1759 Otto Ludwig von Stutterheim („Jung-Stutterheim“), 1778 Ludwig Karl von Kalckstein, 1784 Matthias Wilhelm von Below, 1786 Dietrich Eugen Philipp von Bornstedt („Jung-Bornstedt“), 1793 Ludwig von Baden, 1795 Louis Ferdinand von Preußen. Standort: Magdeburg.
  • Infanterieregiment No. 21 (1713/2)
* Regiment zu Fuß (1713). 1713 Ernst Wladislaus von Dönhoff, 1724 Heinrich Karl von der Marwitz, 1744 Asmus Ehrenreich von Bredow, 1756 Johann Dietrich von Hülsen, 1767 Carl Magnus von Schwerin, 1773 Carl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig. Standorte: Halberstadt und Quedlinburg (später Provinz Sachsen).
  • Infanterieregiment No. 22 (1713/3)
* Regiment zu Fuß (1713). 1713 Adrian Bernd von Borcke, 1741 Moritz von Anhalt-Dessau, 1760 Baithasar Rudolf von Schenckendorff (bis 1763: „Alt-Schenckendorff“), 1768 Carl Christoph von Ploetz, 1777 Friedrich Carl von Schlieben, 1791 Karl Friedrich von Klinckowström, 1795 Franz Otto von Pirch. Standort: Stettin, ab 1746 Stargard in Pommern.
  • Infanterieregiment No. 23 (1713/4)
* Regiment zu Fuß (1713). 1713 Paul Anton von Kameke, 1716 Johann Quirin von Forcade de Biaix, 1729 Egidius Ehrenreich von Sydow, 1743 Alexander Ernst von Blanckensee, 1745 Christoph zu Dohna, 1748 Friedrich Wilhelm Quirin von Forcade, 1765 Christian Ernst von Puttkamer, 1766 Christoph Friedrich von Rentzel, 1778 August Wilhelm von Thüna, 1786 Stephan von Lichnowski, 1796 Christian Ludwig von Winning. Standort: Berlin (Königsvorstadt und Spandauer Vorstadt).
* Regiment zu Fuß (1715). 1715 Johann Sigismund von Schwendy, 1723 Curt Christoph von Schwerin, 1757 Karl Christoph von der Goltz, 1761 „Vacat Goltz“, 1763 Bernhard Alexander von Diringshofen, 1776 Leopold von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1785 Gottlieb Ludwig von Beville. Standort: Frankfurt (Oder) (Brandenburg, Mittelmark).
  • Infanterieregiment No. 25 (1677/3)
* Regiment zu Fuß (1715). 1715 Otto von Schlabrendorf, 1718 Johann Christoph von Wylich und Lottum, 1727 Martin von Thile, 1728 Friedrich August Rutowski, 1729 Christoph Wilhelm von Kalckstein, 1760 Friedrich Ehrentreich von Ramm, 1782 Wichard Joachim Heinrich von Möllendorff. Standort: Berlin-Friedrichstadt.
* Regiment zu Fuß (1715). 1714 Curt Hildebrand von Löben, 1730 Henning Alexander von Kleist, 1749 Dietrich Richard von Meyerinck, 1758 Carl Heinrich von Wedel, 1760 Christian Bogislav von Linden, 1764 Anton Abraham von Steinkeller, 1778 Hans Christoph von Woldeck (ab 1782: „Alt-Woldeck“), 1789 Philipp Albrecht von Schwerin, 1795 Carl Leopold von Larisch. Standort: Berlin.
* 1715 Leopold Maximilian von Anhalt-Dessau, 1747 Franz Ulrich von Kleist, 1757 Moritz Wilhelm von der Asseburg, 1759 Daniel Georg von Lindstedt, 1764 Peter Heinrich von Stojentin, 1776 Alexander Friedrich von Knobelsdorff, 1800 Friedrich Wilhelm Alexander von Tschammer.
  • Infanterieregiment No. 28 (1723/1)
* Regiment zu Fuß (1723). 1723 Konrad Heinrich von der Mosel, 1733 Friedrich Ludwig zu Dohna, 1742 Heinrich Carl Ludwig Herault de Hautcharmoy, 1758 Lorenz Ernst von Münchow, 1758 Johann Friedrich von Kreytzen, 1759 Friedrich Ehrenreich von Ramin, 1760 Friedrich Wilhelm von Thile, 1770 Michael Konstantin von Zaremba, 1786 Ludwig Karl von Kalckstein, 1789 August von Genzkow, 1792 Friedrich Leopold von Rüts, 1795 Carl Friedrich von Klinckowström, 1799 Johann von Malschitzky.
  • Infanterieregiment No. 29 (1723/2)
* Regiment zu Fuß (1723). Als Füsilierregiment aufgestellt, später in Musketiere umgewandelt. Standort: Wesel (Westfalen), ab 1742 Breslau (Schlesien). 1723 Hans Christoph von Bardeleben, 1736 Georg Heinrich von Borcke, 1747 Kaspar Ernst von Schultze, 1758 Carl Heinrich von Wedel, 1758 Carl Gottfried von Knobloch, 1764 Johann Ferdinand von Stechow, 1778 Heinrich Ludwig von Flemming, 1782 Balthasar Ludwig Christian von Wendessen, 1798 Carl von Treuenfels.
  • Infanterieregiment No. 30 (1717/3)
* Regiment zu Fuß (1728). 1728 Martin von Thile, 1733 Joachim Christoph von Jeetze, 1752 Christian Gottfried von Uchlander, 1755 Berend Sigismund von Blanckensee, 1756 Hans Samuel von Pritz, 1757 Ernst Ludwig von Kannacher, 1759 Joachim Friedrich von Stutterheim („Alt-Stutterheim“), 1768 Karl Franz von Sobeck, 1778 Philipp Wolfgang Teuffel von Birckensee, 1782 Georg August von Schönfeldt, 1792 Georg Friedrich von Wegnern, 1793 Ernst Friedrich Wilhelm von Rüchel, 1798 Friedrich Adrian von Borcke. Als Füsilierregiment aufgestellt. Standort: Anklam (Vorpommern).
  • Infanterieregiment No. 31 (1729)
* Regiment zu Fuß (1729). 1729 Friedrich Wilhelm von Dossow, 1743 Friedrich Wilhelm de Varenne, 1744 Philipp Bogislav von Schwerin, 1746 Johann Georg von Lestwitz, 1763 Friedrich Bogislav von Tauentzien, 1791 Philipp Ernst von Borck, 1792 Philipp Friedrich Lebrecht von Lattorff, 1800 Bernhard Volhad von Oldenburg, 1805 Heinrich von Kropff. Standort: Wesel (Westfalen), ab 1743 Breslau (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 32 (1718/2)
* Regiment zu Fuß (1743). 1743 Friedrich Julius von Schwerin, 1747 Joachim Christian von Tresckow, 1763 Johann Georg von Lestwitz, 1767 vacat Lestwitz, 1770 Hans Christoph von Rothkirch (ab 1782: „Alt-Rothkirch“), 1786 Friedrich Ludwig zu Hohenlohe-Ingelfingen. Standort: Neisse (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 33 (1736/2)
* Regiment zu Fuß (1740). 1740 Andreas Johann de Persod, 1743 Samuel von Schlichting, 1743 Asmus Ehrenreich von Bredow, 1744 Heinrich August de la Motte Fouqué, 1774 Georg Reinhold von Thadden, 1784 Friedrich Wilhelm von Götzen, 1794 Theodor Philipp von Pfau, 1794 Franz Andreas von Favrat, 1804 August Ludwig von Schierstedt, 1804 Ludolf August Friedrich von Alvensleben. Als Füsilierregiment aufgestellt. Standort: Glatz (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 34 (1740/4)
* Regiment zu Fuß (1740). 1740 August Ferdinand von Preußen. Standort: Neuruppin (Brandenburg, Mittelmark).
* Regiment zu Fuß (1740). 1740 Heinrich Ludwig von Preußen, 1802 vacat Prinz Heinrich.
  • Infanterieregiment No. 36 (1740/6)
* Füsilierregiment (1740). 1740 Gustav Bogislav von Münchow, 1766 Henning Alexander von Kleist, 1780 Peter Christoph von Zitzewitz, 1785 Wilhelm Magnus von Brünneck, 1786 Karl Albrecht Friedrich von Raumer, 1793 Georg Henning von Puttkamer. Standort: Brandenburg an der Havel.
  • Infanterieregiment No. 37 (1740/7)
* Füsilierregiment (1740). 1740 Paul Heinrich Tilio de Camas, 1741 Peter Ludwig du Moulin, 1755 Heinrich Adolf von Kurssel, 1758 August Wilhelm von Braun, 1770 Johann Georg Wilhelm von Keller, 1785 Adam Heinrich von Wolframsdorf, 1794 Johann Rudolf Hiller von Gärtringen, 1799 Johann Friedrich Gustav von Stockhausen, 1804 Carl von Tschepe. Standort: Glogau (Schlesien), ab 1795 Fraustadt und Lissa („Südpreußen“).
  • Infanterieregiment No. 38 (1740/8)
* Füsilierregiment (1740). 1740 Wilhelm Alexander von Dohna-Schlodien, 1749 Johann Christoph von Brandes, 1758 Carl Anton Leopold von Zastrow, 1766 Friedrich Gotthelf von Falkenhayn, 1781 Heinrich Wilhelm von Anhalt, 1783 Eberhard von Hager, 1790 August Wilhelm von Vittinghof, 1796 Christian August von der Marwitz, 1800 Carl von Pelchrzim. Standort: Breslau, ab 1782 Frankenstein, ab 1796 Neisse (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 39 (1740/9)
* Füsilierregiment (1740). 1740 Ferdinand von Braunschweig, 1744 Albrecht von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1745 Friedrich Franz von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1758 vacat Braunschweig, 1763 Wilhelm Adolf von Braunschweig-Wolfenbüttel, 1771 Wichard Joachim Heinrich von Möllendorff, 1783 Christian Ludwig von Könitz („Alt-Könitz“), 1793 Daniel Ludwig von Crousaz, 1800 Friedrich Wilhelm Christian von Zastrow. Standort: Königsberg in der Neumark, ab 1795 Posen („Südpreußen“).
  • Infanterieregiment No. 40 (1740/10)
* Füsilierregiment (1740). 1740 Wilhelm Heinrich von Sachsen-Eisenach, 1741 David Jürgen von Grevenitz, 1743 Christoph von Kreytzen, 1750 Johann Friedrich von Kreytzen, 1759 Georg Carl Gottlob von der Gabelentz, 1777 Friedrich August von Erlach, 1791 Carl Ludwig von Phull, 1794 Friedrich Wilhelm von Steinwehr, 1805 Dietrich Leberecht von Schimonsky. Standort: Breslau, ab 1763 Schweidnitz (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 41 (1741/7)
* Füsilierregiment (1741). 1741 August Wilhelm Herzog von Braunschweig-Bevern, 1741 Johann Volprecht von Riedesel zu Eisenach, 1746 Franz Karl Ludwig von Wied zu Neuwied, 1765 Matthias Ludwig von Lossau, 1782 Alexander Friedrich von Woldeck (ab 1786: „Jung-Woldeck“), 1792 Carl Friedrich von Schladen, 1804 Carl Ernst von Lettow. Zuvor württembergisches Regiment „Erbprinz“. Standort: Wesel, ab 1755 Minden (Westfalen).
  • Infanterieregiment No. 42 (1741/8)
* Füsilierregiment (1741). 1741 Friedrich Heinrich von Brandenburg-Schwedt, 1789 Nikolaus Reinhold von Hahnenfeldt, 1794 Caspar Siegmund von Lüttwitz, 1796 Christian Franz Heinrich von Plötz. Standort: Frankenstein (Schlesien), ab 1796 Warschau („Neuostpreußen“.
  • Infanterieregiment No. 43 (1741/9)
* Füsilierregiment (1741). 1741 Maximilian von Rampusch, 1743 Philipp Ernst von Bardeleben, 1744 Joachim Ernst von Zimmernow, 1744 Christian Ludwig von Kalsow, 1757 Samuel Adolph von Kalckreuth, 1758 Joachim Leopold von Bredow, 1760 Christian Wilhelm von Zieten, 1767 Döring Wilhelm von Krockow, 1773 Carl Magnus von Schwerin, 1776 Leopold Ludwig von Anhalt, 1795 Alexander Leopold von Wartensleben, 1803 Ludwig von Strachwitz. Standort: Schweidnitz, ab 1763 Liegnitz (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 44 (1742/1)
* Füsilierregiment (1742). 1742 Friedrich Ludwig zu Dohna, 1749 Martin Eberhard von Jungkenn Müntzer von Mohrenstamm, 1759 Rudolph August von Hoffmann, 1760 Johann von Grant, 1764 Hans Christian von Brietzke, 1779 Friedrich Wilhelm Ernst von Gaudi, 1789 Franz Otto von Pirch, 1791 August zu Dohna, 1793 Franz Georg von Kunitzky, 1799 Ludwig von Strachwitz, 1803 Christian Alexander von Hagken. Standort: Wesel (Westfalen).
  • Infanterieregiment No. 45 (1743/4)
* Füsilierregiment (1743). 1743 Friedrich Wilhelm von Dossow, 1757 Friedrich II. von Hessen-Kassel, 1786 Johann Ludwig von Eckartsberg, 1792 Friedrich August von Grevenitz, 1795 Carl Philipp von Unruh, 1805 Johann Christian von Zweiffel. Standort: Wesel (Westfalen), ab 1792 Bayreuth (Fsm. Brandenburg-Bayreuth, heute Bayern.
  • Infanterieregiment No. 46 (1743/5)
* Füsilierregiment (1743). 1743 Carl Eugen von Württemberg, 1757 Johann Albrecht von Bülow, 1776 Heinrich Wilhelm von Lettow, 1779 Ernst Ludwig von Pfuhl, 1794 Alexander Heinrich von Thile. Standort: Deutsch-Rixdorf und Berlin, Köpenicker Vorstadt, ab 1796 Warschau („Neuostpreußen“).
  • Infanterieregiment No. 47 (1743/6)
* Füsilierregiment (1743). 1743 Georg Wilhelm von Hessen-Darmstadt, 1747 Carl Friedrich von Derschau, 1752 Leopold Friedrich Ludwig von Wietersheim, 1756 Caspar Friedrich von Rohr, 1758 Christoph Heinrich von Grabow, 1764 Johann Adolph von Nassau-Usingen, 1778 Wenzeslaus Christoph von Lehwaldt, 1788 Friedrich Wilhelm von Wangenheim, 1790 Johann Carl von Hertzberg, 1797 Julius August von Grawert. Standort: Burg (Hzm. Magdeburg), ab 1789 Glatz (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 48 (1743/7)
(Garnison) 1743 Alexander von Beaufort, 1743 Joachim Wocislaus von Wobeser, 1746 Johann Leonhard von Wutgenau, 1755,Vakant, Kommandeur: Oberst Salmuth
* Füsilierregiment (1755). 1756 Friedrich von Hessen-Kassel, 1757 Friedrich Wilhelm von Salmuth genannt Beringer, 1763 Carl Friedrich von Beckwith, 1766 Martin Ludwig von Eichmann, 1791 Martin Ernst von Schlieffen, 1792 Georg Bogislav von Köthen, 1797 Wilhelm von Hessen-Kassel. Standort: Wesel (Westfalen).
  • Infanterieregiment No. 49 (1741/2)
* Füsilierregiment (1742). 1742 Gerhard Cornelius von Walrave, 1748 Philipp Loth von Sers, 1758 Christian Friedrich von Diericke, 1770 Carl August von Schwartz, 1788 Otto Heinrich Friedrich von Borch, 1794 Friedrich Wilhelm von Schönfeldt, 1800 Friedrich Wilhelm von Müffling. Standort: Neisse (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 50 (1772/1)
* Bataillon zu Fuß (1773). 1773 Franz Ludwig von Rossieres, 1778 Carl Ludwig Gottlieb von Troschke, 1794 Georg von Steensen, 1799 Carl Wilhelm von Sanitz. Standort: Silberberg, ab 1800 Frankenstein (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 51 1742/2
* Füsilierregiment (1773). 1773 Otto Heinrich von Laxdehnen, 1773 Döring Wilhelm von Krockow, 1789 Ernst Friedrich Carl von Hanstein, 1803 Friedrich August von Kauffberg. Standort: Marienburg (Ostpreußen), ab 1794 Danzig (Westpreußen).
  • Infanterieregiment No. 52 1772/3
* Füsilierregiment (1773). 1772 Christian August von Lengefeld, 1785 Wilhelm Friedrich Karl von Schwerin, 1795 Joachim von Reinhart, 1807 Carl Friedrich von Hamberger. Nach der preußischen Heeresreform als Grenadier-Regiment „Graf Kleist Nollendorf“ (1. Westpreußisches) Nr. 6 in die neupreußische Armee übernommen. Standort: Preußisch Holland, ab 1800 Rastenburg (Ostpreußen).
  • Infanterieregiment No. 53 1772/4
* Füsilierregiment (1773). 1773 Caspar Fabian Gottlieb von Luck, 1780 Wilhelm Heinrich von der Goltz, 1784 Wilhelm Friedrich Karl von Schwerin, 1785 Karl Albrecht Friedrich von Raumer, 1786 Franz Andreas von Favrat, 1794 Albert von Anhalt, 1800 Wilhelm Christoph von Larisch. Standort: Braunsberg (Ostpreußen), ab 1795 Thorn („Südpreußen“).
  • Infanterieregiment No. 54 1772/5
* Füsilierregiment (1773). 1773 Albrecht Ehrentreich von Rohr, 1784 Carl Kuno Ludwig von Klitzing, 1786 Bogislav Ernst von Bonin, 1794 Christian Friedrich von Mosch, 1799 Hans Christoph von Natzmer. Standort: Graudenz (Westpreußen).
  • Infanterieregiment No. 55 1773/2
* Füsilierregiment (1774). 1774 Adolph von Hessen-Philippsthal, 1780 Georg Ewald von Blumenthal, 1784 Melchior Sylvius von Koschenbahr, 1790 Carl Eduard von Thiedemann, 1792 Albert Christian Heinrich von Brühl, 1792 Carl Friedrich von Holwede, 1796 Ernst Johann von Manstein. Standort: Preußisch Stargard (Westpreußen), ab 1796 Bromberg und Gnesen („Südpreußen“).
  • Infanterieregiment No. 56, (1794).
* 1794 Christoph Ludwig Rudolph von Reitzenstein, 1796 Friedrich Gottlieb von Laurens, 1804 Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien. Standort: Ansbach (Fsm. Brandenburg-Ansbach, heute Bayern).
  • Infanterieregiment No. 57, (1795/2).
* 1795 Friedrich August von Grevenitz. Standort: Glogau (Schlesien).
  • Infanterieregiment No. 58, (1797/1)
* 1797 Wilhelm René de l’Homme de Courbière. Nach der preußischen Heeresreform als Grenadier-Regiment „König Wilhelm I.“ (2. Westpreußisches) Nr. 7 in die neupreußische Armee übernommen. Standort: Wartenstein (Hinterpommern).
  • Infanterieregiment No. 59, (1803/2).
* 1803 Leopold Alexander von Wartensleben. Standort: Erfurt.
  • Infanterieregiment No. 60, (1802/2).
* 1802 Christian Wilhelm von Chlebowsky. Nach der preußischen Heeresreform als Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm II.“ (1. Schlesisches) Nr. 10 in die neupreußische Armee übernommen. Standort: Warschau („Neuostpreußen“).

Garnisonregimenter

In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts als Bataillone gegründet und nur funktionsmäßig von den Feldregimentern abgegrenzt, wurden die Garnisonregimenter Einheiten für Soldaten geringer Größe und Strafversetzte. Auch Offiziere waren strafversetzt, zusammen mit Halbinvaliden und Bürgerlichen.

  • Garnisonregiment No. I
*1718 Carl de Brion, 1728 Ludwig de l'Hospital, 1755 Christoph Georg von Luck, 1757 Werner Friedrich von Puttkamer (seit 1766 „Alt-Puttkamer“), 1772 Friedrich Sylvius von Hallmann, 1786 Carl Ernst von Bose - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. II
*1717 Georg Boguslav von Wobeser, 1723 Caspar Dietlof von Winterfeld, 1725 Peter de Sers, 1727 Jean de Natalis, 1742 Georg Werner von der Schulenburg, 1743 Christoph Ernst von Roeder, 1754 Hans Sigismund von Sydow (1759-1763 „Alt-Sydow“), 1773 Georg Wolf von Tümpling, 1777 George Lorenz von Pirch - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. III
*1718 Sigismund von Sack, 1740 Georg Rudolph von Glaubitz, 1740 Vorath Hellermann (ab 1743 von Hellermann), 1756 Georg Arnold von Grolman, 1763 August Friedrich Marschall von Bieberstein, 1767 Ernst Friedrich von der Heyden, 1772 Freiherr Detlof von Vietinghoff - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. IV
*1736 Caspar Jochen von Wachholtz, 1737 Peter d'Arbaud, 1739 Andreas Johann de Persod, 1740 Adam von Weyher, 1744 vacat Weyer, 1746 Jakob Heinrich von Grape, 1759 Martin Eberhard von Jungkenn Müntzer von Mohrenstamm, 1760 Ewald Georg von Lettow, 1763 Friedrich Franz Ernst von Plotho, 1766 Franz Thuro von Groscreutz, 1769 Ludwig von Gohr, 1772 Peter Georg von Puttkamer, 1775 Heinrich Ludwig von Gotter, 1782 Valentin Friedrich von Rüchel, 1784 Otto Casimir von Hülssem - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. V
*1741 Christoph Friedrich von Thümen, 1743 Friedrich Julius von Mützschesahl, 1759 Gustav Adolph von Sydow („Jung-Sydow“), 1763 Christian Friedrich von Berner, 1770 Johann Benjamin von Haßlocher, 1771 Adam Friedrich von Arnstädt, 1778 Paul von Natalis - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. VI
*1740 Caspar Heinrich von Stechow, 1741 Heinrich von Saldern, 1745 Johann Georg von Lehmann, 1750 Heinrich Günther Gottfried von Bosse, 1753 Christian Friedrich von Lattorff, 1762 Gerhard Alexander von Saß - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. VII
*1741 Carl Wilhelm von Bredow, 1746 Joachim Christoph von Jeetze, 1754 Christian Henning von Lange, 1760 Joachim Christian Friedrich von Itzenplitz, 1766 Christoph Friedrich von Rentzel, 1766 Christian Ernst von Puttkamer („Jung-Puttkamer“), 1771 Georg Lorenz von Kowalsky - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. VIII
*1741 Karl von der Reck, 1745 Rudolph Curt Leberecht von Loeben, 1746 Caspar Friedrich von Knobelsdorff, 1748 Georg Ernst von Nettelhorst, 1757 Freiherr Friedrich Wilhelm Quadt zu Wickrath, 1763 Franciscus de Le Noble, 1772 Karl Benedikt von Bremer, 1778 Sigismund August von Berrenhauer, 1782 Ulrich von Heuking - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. IX
*1743 Georg Volrath von Kröcher, 1748 Ernst August de la Chevallerie von la Motte, 1759 Bernd Eckard von Bonin, 1763 Konstantin Nathanael von Salenmon - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. X
*1742 Georg Ewald von Puttkamer, 1744 Arnold Goswin von Rettberg, 1747 Busso Christian von Blanckensee, 1765 Christoph Ludwig von der Mülbe, 1780 Heinrich Gottlieb von Könitz, 1786 Karl Albrecht Friedrich von Raumer, 1786 Friedrich von Oven - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. XI
*1744 Georg Ewald von Puttkamer, 1748 Franz Christoph von Manteuffel, 1760 Henning Christian von Mellin, 1769 Carl Ludwig von Ingersleben, 1782 Sigismund August von Berrenhauer - † 1787/88
  • Garnisonregiment No. XII
*1748 Ernst Georg von Kalckreuth, 1763 Wilhelm René de l’Homme de Courbière, 1787 Philipp Lambert de Bauvrye - † 1787/88
  • Neues Garnisonregiment - eigentlich Invalideneinheit
*1748 - ohne Regimentschef - † 1763

Stehende Grenadier-Bataillone

Grenadier-Bataillone waren kombinierte Einheiten aus Grenadierkompanien der Garnison-, aber auch Feldregimenter, die in Friedenszeiten zusammenblieben.[5]

  • I. Stehendes Grenadier-Bataillon
* 1742: I. „Stehendes“ Grenadier-Bataillon: bestand aus Grenadieren von No. III, No. IV, No. VII (nicht 1756-63 und 1778/79) und Neues Garnisonregiment. Heinrich Wilhelm von Byla, 1749 Henning Alexander von Kahlden, 1758 Friedrich Just von Wangenheim, 1758 Wilhelm Ernst von Buddenbrock, 1759 Georg Carl von Carlowitz, 1771 Hans Ernst Otto Christian von Rohr, 1778 Johann Heinrich von Oldenburg, 1779 Johann Andreas Anton von Scholten, 1786 Constantin Johann von Budritzky - † 1787/88.
  • II. Stehendes Grenadier-Bataillon
* 1744 (de facto), formal 1748: II. „Stehendes“ Grenadier-Bataillon: bestand aus Grenadieren von No. 45, No. IX (1756-60) bzw. No. XIII (1760-63). 1748 Rudolph August von Ingersleben, 1757 Caspar Rudolph von Unruh, 1760 Kriegsgefangenschaft, 1763 Carl Ludwig von Ingersleben, 1765 Joachim Adam von Voß, 1771 Wilhelm Ludwig von Meusel - † 1787 an No. 48.
  • III. Stehendes Grenadier-Bataillon
* 1746 (de facto), formal 1753: IV. „Stehendes“ Grenadier-Bataillon: bestand aus Grenadieren von No. 41 und No. 44. 1748 Eberhard von Gemmingen, 1757 Johann Friedrich von Benkendorf - † 1787
  • IV. Stehendes Grenadier-Bataillon ab 1753 „Königsbergsches Grenadier-Bataillon“
* 1746 (de facto), formal 1753: IV. „Stehendes“ Grenadier-Bataillon: bestand aus Grenadieren von No. I, No. II (1757-60 nicht im Bataillon) bzw. No. XI. 1751 August von Katt, 1753 Heinrich Sigismund von der Heyde, 1760 Matthias Ludwig von Lossau, 1765 Joachim Friedrich von der Hardt - † 1787
  • V. Stehendes Grenadier-Bataillon
* 1753: V. „Stehendes“ Grenadier-Bataillon: bestand aus Grenadieren von No. V, No. X. 1753 Leopold von Rath, 1760 Hans Siegismund von Koschenbahr, 1776 Carl Elias Adolph von Hachenberg, 1780 Georg Ludwig von Lentzke, 1780 Johann Carl Leopold von Larisch - † 1787
  • VI. Stehendes Grenadier-Bataillon
* 1753: VI. „Stehendes“ Grenadier-Bataillon: bestand aus Grenadieren von No. VI, No. VIII. 1753 Johann Ernst von Plötz - † 1787

Landregimenter

  • Berliner Land-Regiment BL
  • Stettiner Land-Regiment SL
  • Königsberger Land-Regiment KL
  • Magdeburger Land-Regiment ML

Ehemals kursächsische Regimenter

Nach der Kapitulation von Pirna 1756 presste Preußen die unterlegenen kursächsischen Regimenter in seine Armee. Die meisten Regimenter lösten sich auf Grund von Desertion frühzeitig auf.[6]

Liste der kursächsischen Regimenter der Frühen Neuzeit

*1756 errichtet, Leopold Wilhelm Ludwig von Wietersheim - † 1757
  • Infanterieregiment S 51 1756/2 < Kursächsisches Infanterieregiment No. 2 (1756) Albert Christian Heinrich von Brühl 1680/2
*1756 errichtet, Friedrich von Wylich - † 1757
  • Infanterieregiment S 52 1756/3 < Kursächsisches Infanterieregiment No. 1 (1756) Garde (Kurfürst Friedrich August II./König August III. von Polen) 1663
*1756 errichtet, Bernd Siegismund Blankensee, 1757 Jürgen Friedrich von Oldenburg - † 1757
  • Infanterieregiment S 53 1756/4 < Kursächsisches Infanterieregiment No. 6 (1756) Johann Christian von Minckwitz 1709/2
*1756 errichtet, Christoph Herrmann von Manstein - † 1757
*1756 errichtet, Wilhelm von Saldern, 1758 Franz Ernst Friedrich von Plotho - † 1763 > Infanterieregiment No. 33 (1806) 1736/2
  • Infanterieregiment S 55 1756/6 < Kursächsisches Infanterieregiment No. 12 (1756) Jacob Alexander von Lubomirski 1742/5
*1756 errichtet, Friedrich Christian von Hauss, 1760 Ludwig Phillip von Röbel - † 1763 > Infanterieregiment No. 36 (1756) 1740/6
*1756 errichtet, Johann Bernhard von Loen - 1758 Samuel Adolph von Kalckreuth - 1758 Leopold Wilhelm Ludwig von Wietersheim - 1759 Horn - † 1763 > Infanterieregiment No. 32 (1806) 1718/2
  • Infanterieregiment S 57 1756/8 < Kursächsisches Infanterieregiment No. 7 (1756) Prinz Carl Maximilian von Sachsen 1711/03
*1756 errichtet, Friedrich Karl Ferdinand von Braunschweig-Bevern „Prinz Friedrich“ - † 1757
*1756 errichtet, Ernst Bogislaus von Flemming - † 1757
  • Infanterieregiment S 59 1756/10 < Kursächsisches Infanterieregiment No. 8 (1756) Prinz Franz Xaver von Sachsen 1723
*1756 errichtet als Friedrich Wilhelm von Preußen - † 1757

Feldjägerregiment

* Feldjäger-Regiment. 1740 Major Egmont von Chasôt, Oberst 1750 Ludwig von der Osten, 1751 Oberst Wilhelm Ludwig von Aweyde, 1756 Major Karl von Hardwig, 1759 Baader, 1759 Friedrich Wilhelm von Gaudi (Flügeladjutant), 1760 Philipp Ludwig Siegmund Bouton des Granges, 1761 Friedrich von Anhalt, 1778 des Granges (ab 1785 Regimentschef), 1790 Oberst Karl Friedrich von Voß, 1805 Johann David Ludwig von York, Es wurde bereits 1744 als „Korps Feldjäger zu Fuß“ aufgestellt. Nach der preußischen Heeresreform als Garde-Jäger-Bataillon in die neupreußische Armee übernommen.

Siehe auch

 Commons: Flaggen der altpreußischen Infanterieregimenter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Hans Bleckwenn: Die friderizianischen Uniformen: 1753 - 1786. In: Die bibliophilen Taschenbücher. Nr. 444, Hardenberg, Dortmund 1984, ISBN 3-88379-444-9 (Lizenz d. Biblio-Verl. Osnabrück als: Das altpreussische Heer; Teil 3, Bd. 3, 4 u. 5). Band I: Infanterie I; Band II: Infanterie II.
  • Philip Haythornthwaite: Die Armee Friedrich des Großen – Infanterie & Kavallerie, Siegler Verlag, Sankt Augustin 2004, ISBN 3-87748-641-x
  • Curt Jany; Eberhard Jany (Hrsg.): Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914. Biblio Verlag, Osnabrück 1967 (Erweitere Auflage der Originalausgabe von 1928). 3 Bände.
  • Adolph Menzel; Franz Skarbina und Curt Jany (Hrsg.): Die Armee Friedrichs des Großen in ihrer Uniformierung:100 Tafeln in farbiger Faksimile-Reproduktion / gezeichn. und erl. von Adolph Menzel. Weltbild, Augsburg 2002, ISBN 3-8289-0523-4 (Reprint des gleichlautenden, wahrscheinlich 1908 bis 1912 im Verl. Oldenbourg, Berlin, erschienenen Taf.-Werks).
  • Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts. 3 Bände, Biblio Verlag, Osnabrück 1986-1995, ISBN 3-7648-1763-1.

Weblinks

  • Preussenweb – unter Anderem Überblick über alle alt- und neupreußischen Infanterie- und Kavallerieregimenter

Einzelnachweise

  1. Vgl. Curt Jany; Eberhard Jany (Hrsg.): Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914. Biblio Verlag, Osnabrück 1967 (Erweitere Auflage der Originalausgabe von 1928). 3 Bände.
  2. Hierbei irrte er sich aber nachweislich, siehe No. 1 und 2.
  3. vgl. Hans Bleckwenn: Die friderizianischen Uniformen: 1753 - 1786. In: Die bibliophilen Taschenbücher. Nr. 444, Hardenberg, Dortmund 1984, ISBN 3-88379-444-9 (Lizenz d. Biblio-Verl. Osnabrück als: Das altpreussische Heer; Teil 3, Bd. 3, 4 u. 5). Band I: Seite 25
  4. Georg Tessin: Die Regimenter der europäischen Staaten im Ancien Régime des XVI. bis XVIII. Jahrhunderts. 3 Bände, Biblio Verlag, Osnabrück 1986-1995, ISBN 3-7648-1763-1.
  5. vgl. Hans Bleckwenn: Die friderizianischen Uniformen: 1753 - 1786. In: Die bibliophilen Taschenbücher. Nr. 444, Hardenberg, Dortmund 1984, ISBN 3-88379-444-9 (Lizenz d. Biblio-Verl. Osnabrück als: Das altpreussische Heer; Teil 3, Bd. 3, 4 u. 5). Band II: S. 101ff und Curt Jany; Eberhard Jany (Hrsg.): Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914. Biblio Verlag, Osnabrück 1967 (Erweitere Auflage der Originalausgabe von 1928). Band II, S. 181ff.
  6. vgl. Hans Bleckwenn: Die friderizianischen Uniformen: 1753 - 1786. In: Die bibliophilen Taschenbücher. Nr. 444, Hardenberg, Dortmund 1984, ISBN 3-88379-444-9 (Lizenz d. Biblio-Verl. Osnabrück als: Das altpreussische Heer; Teil 3, Bd. 3, 4 u. 5). Band IV, S. 71. Vgl. auch Curt Jany; Eberhard Jany (Hrsg.): Geschichte der Preußischen Armee vom 15. Jahrhundert bis 1914. Biblio Verlag, Osnabrück 1967 (Erweitere Auflage der Originalausgabe von 1928). Band II, S. 375ff.

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