Lothringer13

Lothringer13

Die Lothringer13 ist eine Kultureinrichtung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. Sie wurde 1980 in der Lothringer Straße 13 unter dem damaligen Namen „Künstlerwerkstatt“ gegründet.

Sie gliedert sich derzeit in drei Teile: Die Städtische Kunsthalle München, den lothringer13/laden und den lothringer13/spiegel.

Inhaltsverzeichnis

Halle für Internationale Gegenwartskunst München

Die Lothringer13, Halle für Internationale Gegenwartskunst München, ist eine Kultureinrichtung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. Sie verfolgt das Konzept, jungen Künstlern ein Produktions- und Präsentationsumfeld bieten, um ihre Positionen im nationalen und internationalen Kunstbetrieb zu etablieren, sowie mit der Münchner Kunstszene und ihren zahlreichen Institutionen für zeitgenössische Kunst in Diskurs zu treten. Als Teil eines künstlerischen Netzwerks möchte die Lothringer13 die Produktionsbedingungen und Interessensgebiete junger Künstler durch Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen widerspiegeln und verbessern. Die Lothringer13 ist 100% Non-Profit und der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Die Finanzierung erfolgt durch Zuschüsse der Landeshauptstadt München sowie durch projektgebundene Mittel und Spenden. Seit 2011 wird die Städtische Kunsthalle München kuratiert von Felix Ruhöfer. Heute besteht die Lothringer13 aus einer großen Haupthalle, welche rund 800 Quadratmeter an Ausstellungsfläche plus zusätzliche ca.80 Quadratmeter in ihrem Keller, sowie 2 Räume im ersten Stock beinhaltet.

Spiegel

Ein weiterer Teil des Hauptgebäudes der Lothringer13 beinhaltet ein Video- und Kunst-Archiv mit dem Namen Spiegel, das 1997 in den Ostflügel der Ausstellungshalle eingebaut wurde und welches zum einen Künstlervideos von 1960 bis heute beherbergt, zum anderen die Förderpreisträger der Stadt München archiviert. Temporär zeigt der Spiegel Präsentationen der archivierten Künstlerinnen und Künstler und lädt zu Abendveranstaltungen mit dem Themenschwerpunkt "Neue Medien". Das Medienarchiv wird organisiert von Mattias von Tesmar.

laden

Zur Straßenseite hin gelegen befindet sich der laden, eine Galerie, die seit der Umstrukturierung im Jahr 2000 als Raum für mediale Experimente genutzt wird. Ein mehrköpfiges, interdisziplinäres Team organisiert den laden als eine Plattform für junge Kunst, interdisziplinäre Kunstprojekte und mediale Experimente. In etwa 4 Ausstellungen und 30 Veranstaltungen pro Jahr soll der Raum mit seinem Programm Menschen, Szenen und Ideen aus den unterschiedlichsten Bereichen vernetzen.

Zur Geschichte der Institution Lothringer13

1980 wurde die Lothringer13 in einer früheren Maschinenfabrik in der Lothringer Straße 13 unter dem Namen „Künstlerwerkstatt“ gegründet. Während der letzten 24 Jahre hat dieser Ort eine Rolle in München als Zentrum für junge zeitgenössische Kunst aller Gattungen gespielt. Bis zum heutigen Datum war der Ort Schauplatz für mehr als 200 Ausstellungen (z.B.: Rundschau Deutschland, 1981) von über 1000 Künstlern, von denen viele auch in Fachkreisen internationale Anerkennung errungen haben, (darunter Louise Lawler, Fischli/Weiss, Albert Oehlen, Erwin Wurm, Per Kirkeby, Gregor Schneider, Manfred Pernice, Bjørn Melhus, Annika Larsson, Lara Schnitger, Fritz Fortuna, Claudia Wieser und Lucy Orta). Von 1980–1998 wurden Ausstellungen von zeitgenössischer Kunst in allen Gattungen von Künstlern, Gast-Kuratoren und Mitgliedern des Kulturreferats der Landeshauptstadt München organisiert. 1998 beschloss die Landeshauptstadt München ein Programmkonzept mit wechselnden, unabhängigen Kuratoren, die Ausstellungen in der Städtischen Kunsthalle für einen Zeitrahmen von jeweils zwei Jahren entwickeln sollten.

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