Lug (Pfalz)


Lug (Pfalz)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lug
Lug (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lug hervorgehoben
49.1819444444447.8969444444444211
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südwestpfalz
Verbandsgemeinde: Hauenstein
Höhe: 211 m ü. NN
Fläche: 2,32 km²
Einwohner:

609 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 263 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76848
Vorwahl: 06392
Kfz-Kennzeichen: PS
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 030
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 4
76846 Hauenstein
Webpräsenz: www.lug-pfalz.de
Ortsbürgermeister: Winfried Schäfer
Lage der Ortsgemeinde Lug im Landkreis Südwestpfalz
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Über dieses Bild

Lug ist eine Ortsgemeinde der im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hauenstein an. Vor der Gebietsreform (1969) gehörte Lug zum Landkreis Bergzabern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Lug liegt im südlichen Teil des Pfälzerwaldes, im sogenannten Wasgau, einer Mittelgebirgslandschaft im Südwesten Deutschlands. Die Entfernung zur französischen Grenze und ins Elsass beträgt etwa 15 km (Luftlinie).

Der Ort liegt im Tal des Rimbaches, der bei Annweiler in die Queich fließt. Die Siedlung befindet sich in einer Senke zwischen Heischberg, Nesselberg und Höllenberg. Der Ortsmittelpunkt mit der Kirche liegt auf etwa 210 m ü. NN, der höchste Punkt der Gemarkung Lug, der Gipfel des Höllenberges, hat eine Höhe von 450 m ü. NN.

Die Umgebung von Lug ist geprägt durch die bizarren, verwitterten Buntsandsteinfelsen, die teilweise zu den touristischen Zielen des Dahner Felsenlandes zählen. Die Böden sind hingegen sandig und ertragsarm.

Wichtigste Gipfel im Luger Gebiet sind der Friedrichsfels (auch Luger Friedrich) mit einer markanten Abseilstelle in Form einer weit hervorragenden Felsnase (Gesamthöhe 59 m), und die maximal 45 m hohen Luger Geiersteine, die aus einem Massiv mit einer ebenso markanten Felsnase (Geierschnabel) und dem freistehenden Geierturm bestehen. Der Geierturm trägt eine eiserne Wetterfahne.

Geschichte

Lug wird in einer Urkunde Kaiser Heinrichs III., ausgestellt am 7. September 1046 in Augsburg, erstmals urkundlich erwähnt. Zusammen mit dem Dorf Pillungisbach schenkte Heinrich den Weiler Lug, in der Urkunde Luoch genannt, dem Hochstift Speyer. Der Name Pillungisbach konnte bisher keinem der heutigen Dörfer der Region zugeordnet werden.

Dafür, dass Lug wesentlich älter ist, gibt es mehrere Indizien: Einerseits schreibt Heinrich III. in der Urkunde, dass er die beiden Dörfer bereits von seiner Großmutter Adelheid von Metz geerbt hätte, andererseits existierte in Lug zur Zeit der Schenkung bereits eine funktionierende Mühle.

Religionen

2007 waren 74,6 Prozent der Einwohner katholisch und 11,9 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Lug besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Von Grün und Silber mit Scharte geteilt, oben ein goldener Reichsapfel mit rotem Reif und goldenem Kleeblattkreuz, unten zwei gleichschenklige schwebende rote Tatzenkreuze“.

Es wurde 1984 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt.[4]

Söhne und Töchter der Gemeinde

Literatur

  • Günther Steigner: Lug im Wandel der Geschichte. Eigenverlag der Gemeinde Lug, 2001.
  • Günther Steigner: 950 Jahre Lug. In: Heimatkalender des Pirmasenser und Zweibrücker Landes – 1996. S. 94–96
  • Günther Steigner: Das Wasgaudorf Lug. Heimatgeschichtliches. Stock, Annweiler am Trifels 1982
  • Philipp O. Abel: Der Kirchenbau in Lug. Lug 1929
  • August Becker: Die Pfalz und die Pfälzer. Plöger, Annweiler 2005, ISBN 3-89857-193-9 (Erstauflage 1857)
  • Udo Daigger, Hans-Jürgen Cron: Südpfalz. Klettern im Buntsandstein. 4. Auflage. Wissembourg, Erlangen 2005, ISBN 3-00-015457-4

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Lug (Pfalz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2007
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3

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