Lumirovci


Lumirovci

Lumírovci war eine Literatengruppe der neuen Generation vor dem ersten Weltkrieg in Tschechien. Sie unterschieden sich von ihren Konkurrenten Ruchovci vor allem durch Einbindung fremdsprachiger Literatur. In späteren Jahren fanden gab es zwischen beiden Gruppen Synergien.

Die Gruppe bestand aus Schriftstellern, Dichtern und Denkern um die Zeitschrift Lumír, der 1851 erstmals erschien. Der Zirkel strebte eine Steigerung der Qualität in tschechischen Literatur und Anhebung an europäisches Niveau. Gleichzeitig sollte Weltliteratur an das eigene Volk herangeführt werden und es folgten Übersetzungen namhafter Werke vor allem französischer und italienischer Autoren.

Sie interessierten sich nicht für die Geschichte, außer im Kontext mit der eigenen Volksgeschichte. Grundgedanke war vielmehr, dass sich die Menschheit stets Richtung Humanität entwickelt. Literarisch wurde viel experimentiert, es tauchen ungewöhnliche Gedichte und Sonetten auf. Deren Werke gehörten zu den meist gelesenen ihrer Zeit und gehörten auch qualitativ zu den hochwertigen Werken Tschechischer Literatur.

Zu den einzelnen Charakteristiken gehören der Anspruch "zur Weltliteratur zu gehören", die Verweigerung des Anspruches, dass Literatur der Nation gehöre. Neben zahlreiche Übersetzungen gehörte auch der Anspruch auf Vollkommenheit zu deren Grundsätzen. Ihre Lyrik war liebevoll bis subjektiv intim.

Berühmte Vertreter der Lumírovci:


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