Mach's nochmal, Columbus


Mach's nochmal, Columbus
Filmdaten
Deutscher Titel: Mach's nochmal, Columbus
Originaltitel: Carry On Columbus
Produktionsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1992
Länge: 91 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Gerald Thomas
Drehbuch: Dave Freeman
Produktion: Peter Rogers (executive producer), John Goldstone
Musik: John Du Prez
Kamera: Alan Hume
Schnitt: Chris Blunden
Besetzung

Mach’s nochmal, Columbus ist der dreißigste und letzte Film aus der Reihe der Carry-on…-Filme.

Der Kartenzeichner Christopher Columbus will einen Seeweg nach Indien finden. Unterstützung findet er bei König und Königin von Spanien. Jedoch missfällt das Projekt dem türkischen Sultan, der einen Saboteur an Bord von Columbus’ Schiff schmuggelt, da er bei Gelingen der Fahrt nicht mehr die Handelswege von Asien nach Europa kontrollieren würde und so keine hohen Zölle mehr verlangen könnte. Trotz allem erreichen die Entdecker ihr Ziel – müssen jedoch feststellen, dass sie weder allein noch am gewünschten Ziel sind.

Würdigung

14 Jahre nach dem bis dato letzten Carry on kam mit Mach’s nochmal, Columbus ein später Nachzügler in die Kinos, der versuchen sollte die Serie neu zu beleben, jedoch floppte. Gedacht war er als satirische Antwort auf die beiden Großproduktionen 1492 – Die Eroberung des Paradieses und Christopher Columbus – Der Entdecker, die ebenfalls 1992 zum 500-jährigen Jubiläum der Wiederentdeckung Amerikas in die Kinos kamen.

Abgesehen von Jim Dale in einer Hauptrolle sowie Leslie Phillips und Jack Douglas in Nebenrollen, haben keine der bekannten Carry-on…-Gesichter der ersten Reihe einen Auftritt in diesem Film, was nicht zuletzt daran liegt, dass in der Zwischenzeit viele von ihnen verstorben sind (Kenneth Williams, Charles Hawtrey, Kenneth Connor). Mit June Whitfield, Peter Gilmore, Jon Pertwee und Bernard Cribbins treten zumindest noch ein paar Semi-Regulars auf. Anderen noch lebenden Mitgliedern der Truppe wurden auch Angebote gemacht, jedoch lehnten diese wie Barbara Windsor wegen des vermeintlich schlechten Drehbuches ab. Dafür traten ein paar andere Komiker der britischen Insel auf, etwa Rik Mayall, Julian Clary und der Rosarote-Panther-Star Burt Kwouk. Die Titelrolle sollte zuerst nicht einmal Stammdarsteller Jim Dale, dessen Sohn Toby (der auch eine kleine Rolle übernahm) während der Dreharbeiten Hauptdarstellerin Sara Crowe heiratete, sondern Robbie Coltrane übernehmen, der jedoch absagte.

Da der Versuch die Serie wiederzubeleben an der schlechten Resonanz der Zuschauer scheiterte, sind Planungen für nachfolgende Filme bisher nicht weiter gediehen. Allerdings wird von vielen Seiten gesagt, dass die Zeit für eine Filmreihe wie Carry on… heute auch vorbei ist. Geschmack und Sehgewohnheiten der Kinogänger haben sich stark gewandelt. Zudem verstarb 1993 auch Regisseur Gerald Thomas und ein Weiterleben der Serie rückte in immer weitere Ferne und liegt heute allein in den Händen des Produzenten Peter Rogers, der jedoch wohl zu alt ist, um noch einmal eine solche Anstrengung zu meistern.

Kritiken

„Mit zweideutigen Witzen garnierte Burleske; die Inszenierung ist hausbacken, die Darsteller überziehen ihre Rollen allzuoft.“

Lexikon des internationalen Films (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997

„Filmisch biedere und durch die deutsche Synchronisation um den letzten Rest englischen Witzes gebrachte bescheidene Verulkung der Entdeckungsfahrten des Genueser Kaufmanns Columbus. Die 30. Produktion der seit 1958 entstandenen „Carry On“-Serie (...) ist so reizlos, daß selbst türkische Bauchtänzerinnen und Skelette an Bord, „gezinktes“ Gold und die Inquisition den Film nicht retten.“

– Walter Schobert, Horst Schäfer (Hgg.): Fischer Film Almanach 1994. Fischer, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-596-12229-5, S. 224-225

Weblinks


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