Mademoiselle Clairon


Mademoiselle Clairon
Clarie Clarion um 1799

Claire Josèphe Hippolyte Leris de LaTude, auch Claire Clairon (* 25. Januar 1723 in der Nähe von Condé-sur-l’Escaut, Département Nord; † 18. Januar 1803 in Paris) war eine französische Schauspielerin.

Trotz ihrer vernachlässigten Erziehung trat Claire Clairon schon im 12. Jahr in der Italienischen Komödie als Soubrette auf, war dann vier Jahre Mitglied der Bühne in Rouen, hierauf an den Bühnen zu Lille, Dünkirchen und Gent engagiert, bis sie als Sängerin 1743 in der Grossen Oper angestellt wurde.

Trotz eines entschiedenen Erfolgs ging sie schon nach fünf Monaten von der Oper zur Comédie-Française über. Sie begann ihr Debüt mit der Phädra, feierte einen glänzenden Triumph und wurde bald zu einer bedeutenden Nebenbuhlerin der Marie Dumesnil. Voltaire lobte Clairon mit den Worten: Sie hat im Ton der Stimme, was die Dumesnil im Herzen.

Nachdem sie 22 Jahre lang der Liebling des Publikums gewesen ist, wurde sie, weil sie sich aus Ärger über einen Taugenichts unter den Schauspielern geweigert hatte, aufzutreten, 1765 ins Gefängnis gebracht und betrat seitdem die Bühne nicht wieder.

Auf eine Einladung Markgraf Karl Alexanders begab sie sich, bereits 50 Jahre alt, an dessen Hof nach Ansbach, wo sie bis 1791 blieb, kehrte dann nach Paris zurück und starb dort am 18. Januar 1803.

Inhaltsverzeichnis

Rollen (Auswahl)

Werke (Auswahl)

  • Mémoires d'Hippolyte Clairon et réflexions sur la déclamation théâtrale. Paris 1799.

Literatur

  • François Andrieux: Mémoires de Mlle Clairon, actrice du théatre français. Ponthieu, Paris 1847.

Weblinks


Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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