Magrè

Magrè
Margreid a.d.W.
(ital.: Magrè sulla Strada Del Vino)
Wappen von Margreid a.d.W. Lage von Margreid a.d.W.
Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland
Provinz: Bozen (Südtirol)
Region: Trentino-Südtirol
Staat: Italien
Einwohner (VZ 2001 / 31.12.2004): 1.181 / 1.188
Sprachgruppen
laut Volkszählung 2001:
83,49 % deutsch
15,96 % italienisch
0,56 % ladinisch
Koordinaten 46° 17′ N, 11° 12′ O46.28333333333311.27Koordinaten: 46° 17′ N, 11° 12′ O
Meereshöhe: 207 - 1.260 m (Zentrum 241 m)
Fläche /
Dauersiedlungsraum:
13,86 / 5,7 km²
Fraktionen: Margreid, Unterfennberg
Nachbargemeinden: Neumarkt, Kurtatsch, Kurtinig, Roverè della Luna (Eichholz, TN), Salurn
Partnerschaft mit: Ottobrunn bei München
Postleitzahl: 39040
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021045
Steuernummer: 80010550210
Politik
Bürgermeister (2005): Theresia Degasperi Gozzi (SVP)

Margreid an der Weinstraße (ital. Magrè sulla Strada Del Vino) ist eine der südlichsten Gemeinden Südtirols und liegt am rechten Ufer der Etsch im Südtiroler Unterland.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Margreid an der Weinstraße

Das alte Weindorf liegt inmitten von Obst- und Weingärten, dicht an die Felswände des Fennberges geschmiegt auf dem flachen Schwemmkegel des Fenner Baches.

In der Nähe der Sprachgrenze zum Trentino gelegen, ist der südliche Stileinfluss in der Architektur unverkennbar - malerische Gassen, Torbögen und Bauten sowie gotische Erker, sieben steinerne Dorfbrunnen und steingerahmte Rundbogenfenster mit schmiedeeisernen Gittern machen den Einfluss des Südens unverkennbar. Die älteste datierte Weinrebe Europas (1601) beim Augustin-Haus in der Grafengasse trägt noch immer Früchte.

Die Struktur ist hauptsächlich geprägt von der bäuerlichen Gesellschaft. Obst- und Weinbau ist der wohl stärkste Wirtschaftszweig der Gemeinde.

Geschichte

Margreid wurde 1181 erstmals urkundlich unter dem Namen "Margredum" erwähnt. 1215 tauchte schon der heutige italienische Name "Magrè" in den Urkunden auf. Namen, von denen die heutige, deutsche Ortsbezeichnung wohl stammt ("Margrid" und "Margreit"), wurden 1292 erstmals erwähnt. Der erste schriftliche Eintrag zur Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1343, 1370 wird dieselbe erweitert. 1513/14 wurde der Turm der Pfarrkirche um zwei Stockwerke erhöht, 1526/30 wurden die reich verzierten "Löffler"-Glocken gegossen. Zu Beginn des 16. Jhd. werden Stilformen der deutschen Gotik erkennbar, später beeinflusste die Renaissance aus dem Süden den bisherigen Baustil. Die heutige Pfarrkirche von Margreid wurde 1618 gebaut, da die alten Pfarrkirche der Gemeinde zu wenig Platz bot (die gotische Kirche wurde abgerissen, die Pfarrkirche der Hl. Gertraud geweiht). Bis 1640 gehörte Margreid zur Pfarrei St. Florian, jenseits des Etsch (heute Neumarkt). 1774 wurde unter Leitung von Ing. v. Zallinger der Talboden entsumpft und fruchtbar gemacht. 1779 wurden Margreid und Kurtatsch mit Tramin vereinigt und den Grafen Zenobio zum Lehen gegeben. Im Jahr 1895 wird in Margreid Karl Felderer, der Komponist des Südtiroler Heimatliedes, geboren. 1968 wurde der Gemeinde ihr Wappen verliehen: die Schildfarben entsprechen dem Wappen des einstmals ansässigen Geschlechtes "Ob der Platten", das Horn scheint bereits im Gemeindesiegel von 1780 auf. Die Schutzpatronin von Margreid ist die Hl. Gertraud, dementsprechend ist der Kirchtag der 17. März.

Sehenswürdigkeiten

Margreider Urrebe
Die älteste Weinrebe Europas, datiert mit 1601, befindet sich an einer Hausmauer unweit vom Ortszentrum und trägt immer noch Trauben.
Pfarrkirche Margreid
Der Kirchturm und das Kirchenschiff sind durch die Johann-Steck-Straße voneinander getrennt, man kann also zwischen Turm und Schiff durchfahren.

Persönlichkeiten

Bevölkerungsentwicklung von 1921 bis 2004

Weblinks


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