Main gauche


Main gauche
Mit Rapier und Parierdolch fechtende adlige Studenten um 1590

Der Parierdolch (Langmesser, Linkshanddolch, französisch „Main gauche“) bezeichnet eine meist mit der linken Hand geführte Blankwaffe, die zum Parieren sowie Blockieren der Klinge des Gegners verwendet wurde, um diesen mit dem eigenen Rapier treffen zu können.

Der im 16. Jahrhundert hauptsächlich in italienischen und französischen Fechtschulen gebräuchliche Parierdolch hat zu diesem Zweck oft verschiedene Vorkehrungen. In seiner einfachsten Form besitzt der Parierdolch Einschnitte in seiner Klinge, um so die Klinge des Gegners zu fassen. Bei den komplizierteren Ausführungen des Parierdolchs löst sich per Knopfdruck eine Arretierung, so dass zwei Stahlfedern die Seitenstücke der dreiteiligen Klinge auseinanderdrücken; darin fängt sich die gegnerische Klinge. Durch die halbmondförmig gebogene Form der Parierstangen war das seitliche Auseinanderklaffen begrenzt. In der spanischen Fechtschule hatte der Linkshanddolch einen spitz zulaufenden Handschutz.

Manchmal wurden Parierdolche „Degenbrecher“ oder „Klingenbrecher“ genannt, da es in seltenen Fällen gelang, die Klinge eines Gegners zu zerbrechen.

Parierdolche konnten Gesamtlängen von 30 bis zu 60 cm haben, gebräuchlich war der Mittelwert zwischen 40 und 50 cm.


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