Makassar


Makassar
Stadt Makassar
Kota Makassar
Makassar
Makassar (Sulawesi)
Makassar
Makassar
Symbole
Wappen
Wappen
Wahlspruch
„Sekali layar terkembang, pantang biduk surut ke pantai“
Sobald das Segel gehisst wird, kehrt man zuerst nicht zum Strand
Basisdaten
Staat Indonesien
Gemeinde Makassar
Geographische Einheit Sulawesi
Provinz Sulawesi Selatan
Höhe 15 m
Fläche 175,8 km²
Metropolregion 2.462 km²
Einwohner 1.350.000 (2010)
Metropolregion 2.750.000 (2010)
Dichte 7.680,5 Ew./km²
Metropolregion 1.117 Ew./km²
Gründung 9. November 1607Vorlage:Infobox Ort/Wartung/Datum
ISO 3166-2 ID-SN
Webauftritt Kota Makassar (indonesisch)
Politik
Bürgermeister Ilham Arief Sirajuddin (2011)
Kultur
Partnerstädte
Wirtschaft
Wachstum des BIP 8,9 %
Makassar in der Nacht mit Blick auf der Halbinsel Tanjung Bunga
Makassar in der Nacht mit Blick auf der Halbinsel Tanjung Bunga
-5.1347222222222119.4125

Makassar (auch auf makassarisch als Mangkasara bekannt) ist die Hauptstadt der Provinz Süd-Sulawesi und liegt an der südwestlichen Seite der indonesischen Insel Sulawesi. Im Zuge deren Flächenerweiterung hieß die Stadt zwischen 1971 und 1999 Ujung Pandang, dann erhielt sie wieder ihren früheren Namen. Die beiden Namen werden oft synonym verwendet und zugleich Namen von zwei Stadtteilen (Kecamatan) Makassars. Die Hafenstadt ist auch bekannt als Kota Daeng (Stadt voller Daengs), weil die Erwachsenen einen Zusatznamen "Daeng X" bekommen oder als Kota Anging Mamiri (Stadt der Brise) wegen der sanft wehenden Brise aus der gegenüberliegenden Straße von Makassar.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Mit 175,77 km² ist Makassar nach Jakarta, Surabaya und Medan die flächenmäßig viertgrößte Stadt Indonesiens und die größte in Ostindonesien. Die Stadt ist das Handelszentrum und Haupteingang für den See- sowie Luftverkehr zum östlichen Teil Indonesiens sowie zum südlichen Teil Sulawesis. Die maritime Lebensphilosophie spiegelt sich im Motto des Stadtwappens: „Sekali layar terkembang, pantang biduk surut ke pantai“ (Sobald das Segel gehisst wird, kehrt man zuerst nicht zum Strand).

Mit rund 1,4 Millionen Einwohner ist Makassar die größte Stadt in Ostindonesien. Sie ist Teil des seit 2003 gegründeten Ballungsraums (Metropolregion) Mamminasata, die die Gemeinden Makassar, Maros, Gowa und Takalar mit etwa 2,75 Millionen Einwohnern umfasst.

Als Handelszentrum und verkehrsreichste Stadt des Ostindonesiens wächst die Bedeutung Makassars seit 1998 im Bereich Geschäftstourismus bzw. MICE, dessen Aktivitäten stetig zwischen 30% und 70% jährlich gestiegen haben. Im Jahr 2006 wurde die Stadt als Gastgeber für die internationale Massentourismus Veranstaltung des Travel Industry Markt Expo (TIME) geehrt. Im Einklang mit dieser neuen Wachstumsbranche werden die dazu erforderlichen Einrichtungen, wie neue Hotels und Kongresscentren, ständig gebaut. Die Stadt hat jetzt mehr als zehn Sterne-Hotels und und ein Kongresscentrum, das 6000 m² große, in dem strategischen Stadtviertel Tanjung Bunga liegende Celebes Convention Center (CCC).

Geographie

Makassar (Indonesien)
Makassar
Makassar
Makassar auf Sulawesi im Zentrum von Indonesien

Lage

Makassar liegt im Zentrum von Indonesien auf der südwestlichen Hälfte von Sulawesi an der Küste der Straße von Makassar. Im Norden mündet der Fluss Tallo und im Süden der 70 Kilometer lange Jeneberang in die Meerenge. Nach der Straße von Makassar an der westlichen Grenze wird die Stadt von den drei Bezirken Pangkajene, Maros und Gowa im Uhrzeigersinn umgeben.

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht neben Hauptstämmen Buginesen und Makassaren auch Torajans, Mandaren, Butonesen, Javanesen und Chinesen (Tionghoa). Obwohl die Buginesen und Makassaren in der Glaubensrichtung moslem sind, bleibt eine tolerante Haltung in interreligiösen Beziehungen seit der Islamisierung Makassars in der Ära des Königreiches Gowa-Tallo im Jahre 1607 aufrechterhalten.

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 175,77 Quadratkilometern und zusätzlich elf der Spermonde Inseln in der Straße von Makassar. Es ist in 14 Stadtteile (Kecamatan) mit 143 Ortsteilen (Kelurahan) untergliedert. Die 14 Kecamatan sind:

  1. Biringkanaya (liegt an der Küste)
  2. Bontoala
  3. Makassar
  4. Mamajang
  5. Manggala
  6. Mariso (liegt an der Küste)
  7. Panakkukang
  8. Rappocini
  9. Tallo (liegt an der Küste)
  10. Tamalate (liegt an der Küste)
  11. Tamalanrea (liegt an der Küste)
  12. Ujung Pandang
  13. Ujung Tanah (liegt an der Küste)
  14. Wajo (liegt an der Küste)

Das zur Stadt gehörende Wassergebiet beträgt 100 Quadratkilometern.

Klima

Da sich Makassar in Äquatornähe befindet wird das Gebiet zur tropischen Klimazone gerechnet, die im Allgemeinen heiß und schwül und von einer ausgeprägten Regen- und Trockenzeit charakterisiert ist. Die Temperaturen sind im ganzen Jahr gleichbleibend hoch, tägliche Schwankungen von 6 bis 12 °C können jedoch auftreten. Die durchschnittlichen Jahrtemperaturen liegen zwischen 25 °C und 32 °C bei einer Luftfeuttigkeit zwischen 73 und 93 Prozent. Jährlich regnet es etwa an 149 Tagen mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von 2860 Millimeter. Mit dem Regen kommen oft Überschwemmungen, besonders im Einzugsgebiet des Flusses Jeneberang. Trockenster Monat ist der August mit einer Menge von durchschnittlich 11,4 Millimetern; im Januar fallen bis zu 660 Millimeter.

Der Monsun prägt allgemein das Klima in Südostasien und somit auch in Makassar und anderen Teilen Indonesiens; in der Zeit des Nordsommers (Mai-Oktober) bestimmt der Südostmonsun das Wettergeschehen mit dem aus dem australischen Kontinent in Richtung des asiatischen Kontinents wehenden Wind. Da dieser hauptsächlich durch die Wüste in Nord-Australien und nur kleinteil durch die Meerenge im südlichen Indonesiens passiert, ist Makassar in diesem Zeitraum relativ heiß und trocken. Im nordeuropäischen Winter hingegen beeinflusst der durch den Pazifischen Ozean und das Südchinesische Meer wehende, feuchtere Nordwestmonsun das Klima in Makassar. Dieser bringt im Zeitraum zwischen November und April viel Regen bei minimal niedrigeren Temperaturen. In dieser Regenzeit werden die ohne Bewässerungsanlage betriebenen Reisfelder wieder bewirtschaftet. Zwischen Nordwest- und Südostmonsun liegt die Intermonsunperiode, also die Übergangszeit der beiden Monsune.

Makassar
Klimadiagramm (Erklärung)
J F M A M J J A S O N D
 
 
734
 
31
23
 
 
533
 
31
23
 
 
391
 
31
23
 
 
235
 
32
24
 
 
127
 
32
23
 
 
66
 
33
23
 
 
48
 
32
22
 
 
15
 
34
20
 
 
32
 
35
21
 
 
83
 
35
22
 
 
273
 
34
23
 
 
549
 
31
23
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Makassar
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 30,7 31,0 31,3 32,0 32,1 32,5 32,4 34,3 34,8 34,6 33,5 31,3 Ø 32,5
Min. Temperatur (°C) 23,2 22,7 23,3 23,6 23,4 22,9 21,7 20,1 21,2 21,7 22,7 23,0 Ø 22,5
Niederschlag (mm) 734 533 391 235 127 66 48 15 32 83 273 549 Σ 3.086
Regentage (d) 27 26 23 20 17 8 4 2 4 7 24 25 Σ 187
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
30,7
23,2
31,0
22,7
31,3
23,3
32,0
23,6
32,1
23,4
32,5
22,9
32,4
21,7
34,3
20,1
34,8
21,2
34,6
21,7
33,5
22,7
31,3
23,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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d
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s
c
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l
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734 533 391 235 127 66 48 15 32 83 273 549
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Quelle: WMO

Geschichte

Etwa im 13. Jahrhundert bildete sich in der Region um die Flussmündung Tallo ein kleines indisch-hinduistisches Königreich Tallo der hier siedelnden Bugis- und Makassar-Stämme. Im südlichen Gebiet um die Flussmündung Jeneberang war bereits das überwiegend makassarische Königreich Gowa entstanden. Mit ihren eleganten, seegängigen Schiffen, den Pinisis waren sie gefürchtete Seefahrer, die die Meerenge der Straße von Makassar kontrollierten. Ihre Handelsrouten erstreckten sich von den Aru-Inseln südwestlich von Neuguinea bis Nordaustralien, wo sie Seegurken, Muscheln, Vogelnester und Perlmutt gegen Messer und Salz bei den Aborigines-Stämmen tauschten. Der Ort Pante Macassar (Strand der Makassaren) auf Timor erhielt seinen Namen von Händlern aus Makassar, die hier saisonal siedelten, während sie auf die richtigen Winde zur Rückkehr warteten. Die ersten Bewohner von Madagaskar wurden von manchen Historikern auf Grund linguistischer Ähnlichkeit aus Makassar vermutet. Die Entstehung der Königreiche um Makassar wurde im Jahre 1364 in dem Lyrik 14 (4) und (5) des Gedichtbuchs (Kakawin) Nagarakretagama des Königreichs Majapahit auf Java erzählt, die mit der Regierungszeit des Königs Gowa II Tumasalangga Baraya (1345-1370) zusammenfiel. Die Regierungszentrale befand sich bis zur Amtszeit von König Gowa VIII I-Ri Pakere Tunijallo Passukki Tau (1460-1510) auf einem Hügel namens Takka'bassia, dessen Namen später ins Tamalate geändert wurde. Die beiden Söhne von König Gowa VI Tunatangka Lopi (1445-1460) übernahmen jeweils im Jahre 1460 die Regierung des Königreichs Gowa als König von Gowa VII genannt Tuniwanga Ri Paralekkanna und die Regierung Königreichs Tallo als König Tallo I genannt Karaeng Loe Ri Sero.

Das Königreich Gowa-Tallo

Zunächst war das Königreich Tallo unter der Kontrolle des Königreichs Siang im nördlichen Gebiet Pangkajene. Anfang des 16. Jahrhunderts vereinigten sich unter der Führung von König Gowa IX Daeng Matanre Karaeng Tumapa'risi' Kallonna die beiden Königreiche Tallo und Gowa zum Zwillingskönigreich Gowa-Tallo mit Zentrum an der Flussmündung Jeneberang. Die benachbarten Königreiche Siang und Bone wurden besiegt und der König ließ die größte Festung des Königreichs in Stadtzentrum Somba Opu, eine zweitwichtigste Festung in Ujung Pandang, einem Ort vieler Pandangewächse zwischen den beiden Flüssen, und 13 weitere Festungen aus Lehm erbauen und sie zur Verteidigung mit Geschützen versehen. Mit seiner Genehmigung ließen sich dort Malayen mit ihrem Führer Nakhoda Bonang nieder. Der Nachfolger König Gowa X I-Manrigau Daeng Bonto Karaeng Tunipalangga Ulaweng ließ die Festungen mit Backsteinen und Bindemitteln aus Eiweiß verstärken. Unter der Herrschaft von König Gowa XIV I-Mangarangi Daeng Manrabia genannt Sultan Alauddin (1593–1639) und König Tallo VII I-Mallingkang Daeng Manyonri Karaeng Katangka genannt Sultan Awalul Islam als der Streitkraftführer (indonesisch Mangkubumi) entwickelte sich das Königreich zum führenden Handelszentrum des östlichen Indonesiens. Die beiden Herrscher des Königreichs verfolgten eine Politik des freien Handels und erlaubten allen europäischen Handelsmächten, Niederlassungen zu errichten. Der portugiesische Handelsposten wurde 1532 gegründet und arbeitete unter dem Schutz des Königreichs; 1603 folgte die Gründung des holländischen, 1613 des englischen, 1615 des spanischen, 1618 des dänischen und des chinesischen Handelspostens. Damit hatte sich das Königreich endgültig als Drehscheibe des Gewürzhandels etabliert. In den 1620er Jahren lebten bereits rund 500 portugiesische Händler ständig in Makassar, deshalb gestattete der König im Jahre 1633 den Bau der ersten katholischen Kirche für die Portugiesen, die später mit der Zerstörung des Stadtzentrums durch Holländer verschwand. Im August 1634 ließen die Herrscher die Festung Ujung Pandang mit einer Steinmauer aus Karstgestein aus dem Vorort Maros verstärken und im Juni 1635 die zweite Steinmauer, so dass die ursprünglich viereckige Festung mit ihren neuen fünf Bastionen die Form einer Meeresschildkröte annahm. Diese symbolisierte die Orientierungsänderung des Königreichs von einem agrarischen zu einem maritimischen Land. Die Stadt wurde in Übersee unter den Seefahrern und Handelsleuten noch bekannter, allerdings nicht unter dem Namen des Königreichs sondern dem der Hauptstämme, der Makassars. Die Portugiesen verzeichneten auf einer Karte nach einer Erkundungsfahrt alle wichtigen Orte an der Straße von Makassar mit dem Beinamen Makassar, so beispielsweise die Stadthäfen an der Westküste von Sulawesi Siang Makassar, Bacukiki Makassar, Suppa Makassar, Sidenreng Makassar, Napo Makassar und Tallo Makassar. Die Insel Sulawesi und die umgebenden kleinen Inseln erhielten den Namen „makassarische Inseln“ (portugiesisch Ilhas dos Macazar) und Borneo nannten sie „die große makassarische Insel” (portugiesisch Gramdos ilha de Macazar).

Krieg gegen die VOC

Da das Königreich Gowa-Tallo bzw. Makassar nautisch auf der kürzesten Route von Europa zu den Molukken liegt, galt es in der Zeit als Schlüssel zu den Gewürzinseln. Im Jahre 1633 verhängte die VOC eine Seeblockade (1. VOC Ekspedition) gegen Makassar, nachdem es ihren Antrag auf das Handelsmonopol zu Lasten anderer europäischer Händler abgelehnt hatte. Die Blockade wurde aber durch die überlegene Seemacht des Königreichs durchbrochen. Es wurde ein Friedensvertrag zwischen den beiden Kriegsparteien geschlossen. Als die Portugiesen 1641 Malakka an die Niederländer verloren hatten, wuchs die Bedeutung von Makassar für sie als Handelszentrum für Seide, Sandelholz und Diamanten. 1660 stieg die Anzahl der in Makassar lebenden Portugiesen auf etwa 2000 und zuletzt, vor dem Ausbruch des Makassarkrieges, rund 4000. Die Stadt Makassar selbst hatte zu dieser Zeit insgesamt etwa 100.000 Einwohner, fast doppelt so viel wie die 60.000 Einwohner von Amsterdam, dem Hauptsitz der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC). König Gowa XV I-Manuntungi Daeng Mattola Karaeng Lakiung genannt Sultan Malikul Said (1639-1655) und sein geschäftstüchtiger Streitkraftführer König Tallo VIII I-Mangadicinna Daeng Sitaba Karaeng Patingalloang genannt Sultan Mahmud (1639-1654) teilten sich mit den bekannten portugiesischen Seefahrern Fransisco Viera und Figheiro und dem spanischen Handelskonsul Pedero La Matta eine Handelsgesellschaft im Stadtzentrum Makassars, Somba Opu. Der lateinisch, griechisch, italienisch, französisch, holländisch, portugiesisch, dänisch und arabisch sprechende Sultan Mahmud bekam 1652 von der VOC wegen seiner Leidenschaft für Astronomie einen Globus geschenkt. Zur Verteidigung Makassars gegen den weiteren möglichen Angriff von VOC ließ er 500 Schiffe und ein berühmtes sechs Meter langes Geschütz mit 41,5 cm Kaliber bauen, genannt „Kindes Makassars“ (indonesisch Meriam Anak Makassar). Johann Wilhelm Vogel (1657-1723) schrieb über das 9,5 Tonnen schwere Meriam Anak Makassar in seinem 1690 erschienenden Buch „Oost-Indianische Reisebeschreibung”: „das Geschütz ist so groß, dass der grosste Mensch gar fueglich hineinkriechen und sich verbergen kann". Im Jahre 1654, dem Todesjahr von Sultan Mahmud, wurde eine starke Flotte (2. VOC Ekspedition) zum Angriff auf Makassar aus Batavia entsandt, die ebenfalls zurückgeschlagen wurde. In der Folge baute das Königreich Schutzkanäle entlang der Stadtmauer und der Festungen, was teilweise von Zwangarbeitern aus den benachbarten Königreichen Bone und Soppeng ausgeführt wurde. Während des Friedenvertrags auf Java griff 1666 eine Flotte aus 21 Schiffen mit 600 Seetruppen (3. VOC Ekspedition) unter der Führung von Cornelis Speelman gemeinsam mit ihren Verbündeten aus Buton und Ternate unter Kapitän Jonker von der Seeseite und gleichzeitig La Tenri Tatta Daeng Serang Arung Palakka für die Befreiung Bones von der Landseite über Soppeng die Stadt Makassar an, während die anderen Bugi-Königreiche Luwu und Wajo Makassar unterstützten. Es begann dann der langwierigste Krieg für VOC in ihrer Geschichte, wobei Admiral Speelman zwischenzeitlich seine Kriegsschiffe nach Buton bewegte, um Verstärkung aus Batavia abzuwarten. Nach langen Kämpfen, bei denen die Festung Panakkukang gestürmt und die Festung Ujung Pandang von VOC eingenommen worden war und Makassar große Verluste erlitten hatte, unterschrieb König Gowa XVI am 18 November 1667 in Bongaja einen für Makassar sehr nachteiligen Vertrag, der unter anderem die Anenkennung Arung Palakka als Arung Pone (König Bone) und die Ausweisung der Portugiesen verlangte. Der mit dem eigentlichen Name I-Mallombasi Muhammad Bakir Daeng Mattawang Karaeng Bonto Mangepe herrschende Sultan Hasanuddin (1655-1669) kämpfte bis 1669 weiter gegen die VOC, doch dann verließen die letzten Portugiesen um Bruder Antonio de Torres in 1668 die Stadt Richtung Solor und Lifau auf Timor.

Niederländische Kolonialzeit

Gemälde über den Hafen von Makassar zwischen 1883-1889

Am 24 Juni 1669 übernahm die VOC nach einem dreijährigen Krieg endgültig die Kontrolle über die Stadt. Die tagelang eingekesselte Festung Somba Opu wurde eingenommen und samt dem umliegenden Stadtzentrum zwei Jahre später von der VOC vollständig zerstört. Die Überreste wurden im Jahre 1980 von Archäologen entdeckt und 1990 teilweise restauriert, darunter die Bastion Buluwara Agung (Groot Bolwerk bzw. großer Hochburg), wo früher das Geschützt Anak Makassar installiert wurde. Nach der Kapitulation dankte Sultan Hasanuddin ab und übergab seinem Sohne Sultan Amir Hamzah (1669-1674) die königliche Führung. Er zog sich gemeinsam mit seinen Führungskräften ins ländliche Tamalate zurück. Er verstarb dort ein Jahr später am 12 Juni 1670 und wurde in der königlichen Grabanlage, in Katangka, Gowa bestattet. Die VOC vollzog den anderen Punkt des Vertrags von Bongaja, nämlich die Vernichtung aller Festungen bis auf die Ujung Pandang. Die einzig verbliebene Festung wurde nach dem Geburtsort von Speelman in Fort Rotterdam umbenannt und um 1673 gründlich umgebaut. Die Steinmauer wurde sieben Meter hoch und zwei Meter dick verstärkt und im Innenhof wurden das Speelmanhaus und eine evangelische Kirche sowie ein Gewürzlager gebaut. Das Fort diente als militärisches und administratives Zentrum für Süd-Sulawesi. Dort wurde auch später Prinz Diponegoro (1785-1855) von Yogyakarta bis zu seinem Tod inhaftiert. Nördlich der Festung, wo die heutige Altstadt bzw. Kecamatan Ujung Pandang samt Hafen und Fischereihafen Paotere liegen, wurde von den verbliebenen Bürgern eine neue, viel kleinere Stadt namens Vlaardingen errichtet. Der danach beginnende Niedergang Makassars durch den Handelsverbot endete erst im 19. Jahrhundert, als die niederländische Kolonialregierung, die die bankrotte VOC übernahm, die Stadt erneut zum Wirtschafts- und Verwaltungszentrum des südlichen Sulawesi aufbaute. Makassar erhielt im Jahre 1846 wieder seinen Status als Freihafen und 1906 den Status Gemeinde. Im April 1937 wurde das Erzbistum Makassar ausgerufen. Im Zweiten Weltkrieg war Makassar japanisch besetzt und entwickelte sich im unabhängigen Indonesien zu einer Millionenmetropole.

Indonesische Unabhängigkeit

Nach der Proklamation der indonesischen Unabhängigkeit im August 1945 erklärte sich Makassar zum Teil der neu gegründeten Republik. Während des indonesischen Unabhängigkeitskrieges kämpften die Nationalisten dort, wie auch in anderen Teilen Indonesiens, gegen die Rückgabe des Landes an die niederländische Kolonialregierung. Zwischen Dezember 1946 und Februar 1947 richtete das Depot der Eliteeinheit (niederländisch Depot Speciale Troepen, DST) der niederlandisch-indischen Truppen (KNIL), unter Hauptmann Raymond Westerling (genannt der Türke) ein Massaker in Makassar und den umgebenden Städten Süd-Sulawesis mit geschätzten 40.000 Opfern unter den Zivilisten an. Die indonesische Regierung forderte mehrfach die Auslieferung von Westerling, dem aber bis zu seinem Tod am 26. November 1987 nicht nachgekommen wurde.

Im August 1971 trafen sich die Bürgermeister von Makassar, Maros und Gowa um die Flächenvergrößerung der Stadt Makassar zu besprechen. Danach vergrößerte sich die Fläche Makassars von 21 km² auf 175,77 km², was etwa dem früheren Gebiet des Königreichs Gowa-Tallo entspricht. Infolgedessen wurde der Stadtname Makassar am 31. August 1971 gemäß der Regierungsverordnung Nr. 51 zu Ujung Pandang geändert, da die beiden anderen Bürgermeister diese Namensänderung als Kompensation für ihre verlorene Distriktsfläche verlangten. Damit wollte man verhindern, dass der alte Konflikt zwischen Buginesen (Bone) und Makassaren (Gowa-Tallo) während des VOC-Krieges durch die Flächenähnlichkeit des neuen und alten Makassars wieder in Erinnerung kommt. Diese Namensänderung stieß jedoch auf heftige Kritik unter Soziologen, Historikern, Rechtswissenschaftlern und Unternehmern der Stadt, weil Ujung Pandang nur ein Stadtteil bzw. Kecamatan von Makassar war/ist. Aus diesem Grund wurde der Name Makassar am 13. Oktober 1999 durch die von dem bugischen Präsidenten Bacharuddin Jusuf Habibie erlassene Regierungsverordnung Nr. 86 vom Jahr 1999 zurück gesetzt. Die Fläche von Makassar erweitert sich einschließlich Gewässer auf 275,77 km². Damit wurde der Stadtname Ujung Pandang Geschichte, obgleich er (dialektisch: Jumpandang oder Juppandang) von den Leuten aus den Ortschaften um Makassar, besonders von Buginesen, noch oft verwendet wird.

Am 6 November 1973 wurde Sultan Hasanuddin, der einst von Holländer als De Haantjes van Het Oosten (Roosters des östlichen Kontinents) respektiert wurde, durch die Regierungsverordnung Nr. 87/TK/1973 als indonesischer Nationalheld ernannt. Viele Einrichtungen der Stadt Makassar, darunter die erste staatliche Universität und der Flughafen, werden zur Erinnerung an seine Tapferkeit nach ihm benannt.

Liste der Festungen des Königreichs Gowa-Tallo, die die Hauptfestung Somba Opu bzw. das alte Stadtzentrum Makassars während des VOC-Krieges als Vorposten schützen:

  1. Festung Ujung Pandang (ab 1669: Umbenennung in Fort Rotterdam) auch bekannt als Festung Meeresschildkröte (Benteng Pannyua)
  2. Festung Anak Tallo
  3. Festung Barobosa
  4. Festung Bontorannu
  5. Festung Mariso
  6. Festung Pattunuang
  7. Festung Tallo
  8. Festung Ujung Tanah
  9. Festung Anak Gowa (im heutigen Gowa)
  10. Festung Kalegowa (im heutigen Gowa)
  11. Festung Panakkukang (im heutigen Gowa)
  12. Festung Barombong
  13. Festung Galesong
  14. Festung Sanrobone (im heutigen Takalar)

Bürgermeister

Residenz des Gouverneurs in Makassar um 1920
Rathaus der Gemeinde Makassar um 1924
Postamt der Gemeinde Makassar um 1920

Niederländische Kolonialregierung

  • J. E. Dambrink (1918-1927)
  • J. H. de Groot (1927-1931)
  • G. H. J. Beikenkamp (1931-1932)
  • F. C. van Lier (1932-1933)
  • Ch. H. ter Laag (1933-1934)
  • J. Leewis (1934-1936)
  • H. F. Brune (1936-1942)

Japanische Besatzung

  • Yamasaki (1942–1945)

Holländische Übergangsverwaltung (NICA)

  • H. F. Brune (1945)
  • D. M. van Swieten (1945–1946)

Indonesische Regierung

  • J. M. Qaimuddin (1950–1951)
  • J. Mewengkang (1951)
  • Sampara Daeng Lili (1951–1952)
  • Achmad Dara Syachruddin (1952–1957)
  • Mohammad Junus Daeng Mile (1957–1959)
  • Latif Daeng Massikki (1959–1962)
  • H. Arupala (1962–1965)
  • Oberst H. Muhammad Daeng Patompo (1962–1976)
  • Oberst Abustam (1976–1982)
  • Oberst Jancy Raib (1982–1988)
  • Oberst Suwahyo (1988–1993)
  • H. A. Malik B. Masry, SE, MSi (1994–1999)
  • Drs. H. B. Amiruddin Maula, SH, MSi (1999–2004)
  • Ir. H. Ilham Arief Sirajuddin, MM (2004–2008)
  • Ir. H. Andi Herry Iskandar, MSi (2008–2009)
  • Ir. H. Ilham Arief Sirajuddin, MM (2008-bis jetzt)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zentrumsmosche (Masjid Raya) von Makassar
Das Denkmal der Operation Mandala zur Befreiung von Irian Jaya
Indoor Spaßpark Trans Studio

Folgende sind die Sehenswürdigkeiten der Stadt:

  • Fort Rotterdam
  • Festung Somba Opu
  • Fischereihaven Paotere
  • Losari Strand
  • Akarena Strand
  • Barombong Strand
  • Insel Laelae
  • Insel Khayangan
  • Insel Samalona
  • Trans Studio (Indoor Spaßpark)

Kulinarische Spezialitäten

Fischgericht mit scharfer Soße

Makassar ist für sein kulinarisches Essen und großes Angebot an Meeresfrüchten bekannt. Fisch wird meist gegrillt oder gebraten und mit Reis und Gemüse gegessen. Eine typische Vorspeise ist Otak-Otak, eine aus Fisch hergestellte Rolle, eingewickelt in ein Bananenblatt, die zusammen mit verschiedenen Soßen serviert wird. Die Rindfleischgerichte Coto Makassar und Sop Konro sind eine Spezialitäten der Region und werden meist zusammen mit der in einem Beutel aus pflänzlichen Blättern festgekochten Reisspeise Ketupat oder Burasa gegessen. Als Nachspeise bzw. Kuchen (makassarisch: Kanrejawa) werden angeboten: Kue Tori', Cucur Bayao, Barongko, Pallu Butung, Pisang Ijo und weitere.

Wirtschaft und Infrastruktur

Filiale der Bank Rakyat Indonesia und ein vorbei fahrender Pete-pete
Sahid Jaya Hotel

Makassar besitzt einen der größten Häfen Indonesiens und ist ein wichtiger Handels- und Warenumschlagplatz. Exportiert werden unter anderem Kaffee, Teak, Gewürze, Gummi und Rattan. Das auf der ganzen Welt sehr geschätzte Makassar-Ebenholz (Diospyros celebica) erhielt seinen Namen von diesem Hauptausfuhrhafen. Wichtigste Industriezweige sind die Zementindustrie und der Schiffbau.

Universitäten

In der Stadt befinden sich sämtliche große Universitäten der Insel:

  • Universität Hasanuddin (größte Uni in Ostindonesien, staatlich)
  • Universität Pepabri Makassar
  • Universität 45 Makassar
  • Universität Atma Jaya Makassar
  • Universität Muslim Indonesia
  • Universität Negeri Makassar (staatlich)
  • Universität Islam Negeri Alauddin (staatlich)
  • Universität Islam Makassar
  • Universität Muhammadiyah Makassar
  • Universität Kristen Indonesia Paulus
  • Universität Veteran Republik Indonesia
  • Universität Muhammadiyah
  • Universität Satria Makassar
  • Universität Pancasakti
  • Universität Sawerigading
  • Universität Indonesia Timur
  • Universität Fajar Makassar

Einkaufszentren

Die modernen Einkaufszentren sind in der letzten Dekade entstanden:

  • Mal Panakkukang
  • Mal GTC (Global Trade Center)
  • Mal Ratu Indah
  • MTC Karebosi
  • Makassar Mall
  • Karebosi Link
  • Makassar Town Square
  • Trans Studio Mall
  • Panakkukang Square
  • Duta Mall

Verkehr

Makassars See- sowie Flughafen sind die offiziellen Eingangshäfen Indonesiens für Personen- und Güterverkehr, die die Position der Hafenstadt als Handelszentrum in Ostindonesien bekräftigen. Dennoch fehlt es dort, wie auch in anderen Teilen Sulawesis, ein Schienenverkehrsnetz, das die Mobilität des Personen- und Güterverkehrs landseitig verbessern kann. Ein Masterplan für den Bau eines entsprechenden Schienenverkehrsnetzes wurde von den Gouvernouren Sulawesis bereits genehmigt und soll von chinesischen Investoren durchgeführt werden. Danach soll in der ersten Phase ein etwa 700 km langes Schienennetz zwischen Makassar, Pare-Pare und Palopo gebaut werden.

Landtransport

Makassar hat ein öffentliches Transportsystem namens Pete-pete. Ein Pete-pete (indonesisch : Angkot) ist ein modifizierter Kleinbus, so dass es in der Mitte einen kleinen Gang zum Ein- und Aussteigen gibt. Die Route von Pete-petes wird durch den entsprechenden Buchstaben auf der Windschutzscheibe gekennzeichnet. Makassar ist für ihre Fahrradrikscha (indonesisch Becak) bekannt, die etwas kleiner als die auf der Insel Java ist. Die schätzungsweise 1500 Einheiten Becaks dürfen nur noch in den touristischen Stadtbereichen Makassars operieren. Die Fahrkosten sind mit dem Fahrer oder Daeng Becak vor der Fahrt zu verhandeln. Daneben gibt es Ojek, Taxi, Stadtbusse und große Busse für den Regionalverkehr, u.a. Busverbindungen ins Hochland Toraja und zum weißen Strand von Tanjung Bira.

Eine etwa 35 km lange Einschienenbahnstrecke (Monorail) durch die Städte Makassar, Maros, Sungguminasa und Takalar (bekannt als Ballungsraum Mamminasata) soll in 2014 fertiggestellt werden. Die Grundsatzvereinbarung (Memorandum of Understanding) mit vorhergesagten Kosten von 4 Billionen indonesische Rupiah (350 Millionen Euro) wurde am 25. Juli 2011 von entsprechenden Bezirksleitern Makassar, Maros und Gowa unterzeichnet. Das Projekt soll von der Firma PT Bukaka Teknik Utama durchgeführt werden, die dem ehemaligen Vizepräzidenten Indonesiens Jusuf Kalla gehört.

Schifffahrt

Der Seehafen Soekarno-Hatta von Makassar liegt nördlich der Losari-Küste (Pantai Losari) und ist durch die Insel Laelae und Wellenbrecher vor der Brandung geschützt. Der von PT Pelindo IV verwaltete Hafen dient sowohl als Passagier- als auch Containerhafen. Das Makassar Container Terminal wurde am 21. Juli 2001 eingeweiht und wird derzeit vergrößert. Passagierschiffe von und nach Ostindonesien nutzen den Hafen als Zwischenstation. Im nördlichen Ende des Hafens beginnt die rund 3 km lange, autobahnähnliche Schnellstraße (Toll Reformasi), die das Hafengebiet mit der Innenstadt verbindet. Die gebührenfreie Autobahn wird von der PT Nusantara Infrastructure Tbk einer Tochtergesellschaft des lokalen Großunternehmens Bosowa Tbk verwaltet.

Luftverkehr

Flughafen Sultan Hasanuddin (UPG)
Übersichtskarte des alten und neuen Flughafengeländes

Der internationale Flughafen Sultan Hasanuddin liegt nördlich von Makassar. Der Flughafen wird von dem staatlichen Flughafenbetreiber, PT. Angkasa Pura I, verwaltet. Seine Bezeichnung (IATA-Code) ist UPG und steht für den zwischenzeitlichen Stadtnamen Ujung Pandang. Eine Umbenennung nach Makassar ist schwierig, weil mögliche Abkürzungen vergeben sind, wie beispielsweise MKS für Mekane Selam in Ethiopien, MKR für Meekatharra in Australien, MAK für Malakal im Sudan und MKH für Mokhotlong in Lesotho. Ein komplett neues Fluggastgebäude wurde im August 2008 im Betrieb genommen, dessen Gebäudearchitektur post-modern ist und die Eigenheiten der Haupteinwohner der Provinz Süd-Sulawesi symbolisiert. Die mit der sich stark an rundlichen bzw. welligen Formen orientierende Dachkonstruktion widerspiegelt die maritime Lebensphilosophie der Haupteinwohner Buginesen und Makassaren, während der Dach der mittleren Gebäudeeinheit eine Zuspitzung (Kragbalken) hat, die an die Dachbauweise der Toraja erinnern soll. Anfang 2010 wurde die 3100 m lange neue Start- und Landebahn fertiggestellt. Damit ist der Flughafen der einzige in Indonesien mit zwei gekreuzten Landebahnen. Die mit 2500 m kürzere alte Piste wird jedoch außer zu militärischen Zwecken nur noch selten genutzt. Da ein B747-400 nicht mit ihrer maximalen Ladekapazität auf die neue Piste starten und landen kann, wird sie ab 2012 um 400 Meter auf 3500 Meter lang erweitert.

Auf dem neuen Flughafengelände befindet sich der von PT. Angkasa Pura II betriebene Tower der indonesischen Flugsicherungszentrale bzw. Area Control Center (ACC), der seit 2005 bereits in Betrieb ist. Der Betrieb heißt Makassar Air Traffic Service Center (MATSC) und kontrolliert etwa 2/3 des oberen Luftraums im mittleren und östlichen Teil Indonesiens. MATSC ist eine Verschmelzung der vorherigen ACCs von dem Fluginformationsgebiet (FIR) Makassars und Balis. Der restliche 1/3 des oberen Luftraums (westlich) wird von Jakarta Automated Air Traffic Service (JAATS) überwacht.

Makassar wird von vielen indonesischen Fluggesellschaften, darunter Garuda Indonesia, Merpati und Lion Air, angeflogen und gilt als der offizielle zweite Eingangsflughafen Indonesiens nach Soekarno Hatta, Jakarta (CGK). Im internationalen Verkehr fliegt Air Asia viermal wöchentlich nach Kuala Lumpur und ab 2012 außerdem nach Singapur, Brunei, Manila und Hongkong. Seit dem 1. Juni 2011 fliegt Garuda Indonesia täglich nach Singapur. In naher Zukunft sollen außerdem Ziele in Australien, auf den Philippinen, Brunei, Malaysia angeboten werden. Während der Hadsch-Saison soll es Flüge nach Dschiddah (Saudi Arabien) geben.

Militär

Makassar ist ein wichtiger Standort der Streitkräfte Indonesiens. Hier befinden sich das Hauptquartier des Kodam Wirabuana, aber auch ein Stützpunkt der Indonesische Luftstreitkräfte. Aufgrund seiner zentralen Lage werden die von Russland beschaffenen Kampflugzeuge vom Typ Mig 29, Suchoi Su-27 und Suchoi Su-30 dort stationiert. Während der militärischen Operation Mandala zur Zurückeroberung von West Papua und Operation Seroja zur Integration von Osttimor galt Makassar bzw. seiner Vorort Maros als Komandozentrale.

Sport

Der Fußballverein PSM Makassar spielt der höchsten Liga des Landes, der Indonesia Super League.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Gotfried Coenraad Ernst van Daalen
  • Jan Engelbert van Bevervoorde
  • General M. Yusuf
  • General Andi Mattalata
  • Nippy Noya (* 27. Februar 1946) Percussionist

Siehe auch

Literatur

  • Christoph Antweiler: 2000 Urbane Rationalität. Eine stadtethnologische Studie zu Ujung Pandang (Makassar), Indonesien. Berlin: Dietrich Reimer Verlag (Kölner Ethnologische Mitteilungen, Hrsg. Ulla Johansen & Thomas Schweizer, Band 12) (523 S.) ISBN 3-496-02692-8
  • Christoph Antweiler: 2002 Makassar. In: Melvin Ember & Carol R. Ember (eds.): Encyclopedia of Urban Cultures, Cities and Cultures around the World, Vol. 3: 101-109. Danbury, Conn.: Grolier (under the Auspices of Human Relations Area Files at Yale University (HRAF))
  • Maria Blechmann-Antweiler: Ohne uns geht es nicht – Ein Jahr bei Frauen in Indonesien. Der einjährige Aufenthalt in einer indonesischen Familie am Stadtrand von Makassar (Ujung Pandang) auf Sulawesi wird lebhaft beschrieben, LIT-Verlag, ISBN 3-8258-5645-3
  • Jürgen G. Nagel: Der Schlüssel zu den Molukken – Makassar und die Handelsstrukturen des Malaiischen Archipels im 17. und 18. Jahrhundert – eine exemplarische Studie, Verlag Dr. Kovač, ISBN 3-8300-1081-8

Weblinks

 Commons: Makassar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Makassar – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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