Manuela Uhl

Manuela Uhl
Manuela Uhl als Violetta in Verdis La Traviata

Manuela Uhl (* 7. März 1971 in Ravensburg) ist eine deutsche Konzert- und Opernsängerin (Sopran). Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Partien der deutschen Spätromantik und der klassischen Moderne.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Manuela Uhl studierte in Salzburg, Zürich und Freiburg. Nach Gastverträgen in Freiburg und Essen trat sie 1995–2000 ein Festengagement am Badischen Staatstheater Karlsruhe an, wo sie u .a. Pamina, Königin der Nacht (beide in Mozarts Zauberflöte), die Titelpartien in Daphne (R. Strauss), Margarethe (Gounod), Armida (Haydn) und Anne Frank (Grigori Frid) sang.

Im Jahr 2000 wechselte sie in das Ensemble der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel, dem sie bis 2003 angehörte. Dort erweiterte sie ihr Repertoire um zwei weitere große Strauss-Partien (Danae und Aminta) sowie um mehrere große Partien der Spätromantik und debütierte zudem als Violetta in Verdis La Traviata.

Seit der Spielzeit 2006/07 gehört Manuela Uhl dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin an. Dort sang sie in der 1. Spielzeit in drei Neuproduktionen die weiblichen Hauptrollen: Ricke in Germania von Alberto Franchetti, Gertraud und Prinzessin in Alexander Zemlinskys Der Traumgörge und Agathe in Webers Freischütz. Darüber hinaus war sie u. a. als Freia (R. Wagner: Das Rheingold) und Füchslein Schlaukopf (Leoš Janáček: Das schlaue Füchslein) zu hören. Im Mittelpunkt der Spielzeit 2007/08 an der Deutschen Oper Berlin stand die Neuproduktion Elektra, in der Manuela Uhl mit großem Erfolg die Chrysothemis sang sowie ihr Rollendebüt als Nedda gab. Die Spielzeit 2008/09 stand im Zeichen zweier weiterer Rollendebüts. Sie sang die Senta in Wagners Der Fliegende Holländer und auf der Chinatournee der DOB die Elisabeth im Tannhäuser. 2009 übernahm Manuela Uhl auch die Titelrolle in Salome in der Inszenierung von Achim Freyer an der Deutschen Oper Berlin. Es folgte an der Deutschen Oper Berlin die „Kaiserin“ in Neuproduktion von Frau ohne Schatten unter Ulf Schirmer sowie die weibliche Hauptrolle in der konzertanten Premiere von Waltershausens Oberst Chabert.

Gastverträge

Manuela Uhl gastierte wiederholt an der Hamburgischen Staatsoper, der Staatsoper Stuttgart, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Berlin und den Opernhäusern in Köln, Essen, Braunschweig, Münster und Innsbruck. Zudem verkörperte Manuela Uhl Hauptrollen bei den Händelfestspielen Karlsruhe und Halle.

In der Spielzeit 2005/2006 sang Manuela Uhl u. a. Elisabetta (Verdi: Don Carlo), Desdemona (Verdi: Otello) und die Titelrolle in Rusalka (Dvořák), gastierte mehrfach als Violetta und debütierte in Tokio in Beethovens Leonore (Fassung 1806).

Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie mit ihrer Salome (R. Strauss) an der Opéra de Montpellier unter der Leitung von Friedemann Layer, Regie Carlos Wagner. In der Folge hat Manuela Uhl die Salome auch an anderen Häusern gesungen, z. B. bei den Wiesbadener Maifestspielen.

Im Februar 2009 gab Manuela Uhl ihr Debüt an der Bayrischen Staatsoper München. An der Seite von Deborah Polaski und Agnes Baltsa sang sie unter dem Dirigat von Kent Nagano die Chrysothemis in Elektra.

Im April 2009 sang Manuela Uhl am Teatro Massimo in Palermo (dem drittgrößten Opernhaus Europas) die Marie/Marietta in der Oper Die Tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold unter der Regie von Pier-Luigi Pizzi. Diese Partie sang sie auch 2010 am Teatro Real Madrid unter Pinchas Steinberg. 2010 gab sie ihr Debüt in Kopenhagen als Elisabeth; sie sang bei den Baden-Badener Winterfestspielen die Chrysothemis unter Christian Thielemann.

Konzert

Außerdem ist Manuela Uhl eine Konzert- und Liedersängerin und sang z. B. die Sopranpartien im Brahms-Requiem, im Elias von Mendelssohn Bartholdy, im Verdi-Requiem. Sie trat auch mit den Vier letzten Liedern von Richard Strauss und Wagners Wesendonck-Liedern auf. Beethovens 9. Sinfonie sang sie u. a. mit Rafael Frühbeck de Burgos, Marek Janowski und Miguel Gomez Martinez. Im Mahler-Jahr 2010 war darüber hinaus Manuela Uhl häufig als Solistin in Mahlers 8. Symphonie zu hören, u. a. in Aufführungen unter Christian Thielemann, Lorin Maazel, Jonathan Nott und Christian Arming.

CDs

Gesamtaufnahmen, in denen Manuela Uhl die weibliche Hauptpartie singt:

Einzelnachweise


Weblinks


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