Matia Bazar


Matia Bazar
Matia Bazar bei einem Konzert 2007. Links Piero Cassano, rechts Roberta Faccani, im Hintergrund Giancarlo Golzi.

Matia Bazar ist eine in Italien erfolgreiche Popmusik-Gruppe aus Genua, deren Musik die Bandbreite zwischen Schlager, Italopop und Synthie Pop abdeckt.

Die Gruppe entstand 1975 in Genua. Gründungsmitglieder waren Piero Cassano, Aldo Stellita und Carlo Marrale (alle drei ehemalige Mitglieder der Musikgruppe Jet), Giancarlo Golzi und Antonella Ruggiero (Gesang). Matia war der Künstlername, mit dem Ruggiero 1974 ihre Musikkarriere begonnen hatte.

Die Debüt-Single der Gruppe hieß Stasera che sera. 1978 gewannen sie das Sanremo-Festival mit dem Titel ...E dirsi ciao. 1979 vertraten sie Italien beim Eurovision Song Contest mit Raggio di luna. Es folgten internationale Erfolge wie Solo tu und Tu semplicità.

Piero Cassano verließ die Gruppe im Jahr 1981. Sein Ersatz war Mauro Sabbione, der mit seinem Keyboard und seinen Kompositionen (wie Palestina) die elektronische Periode der Gruppe charakterisierte. An seine Stelle trat 1985 Sergio Cossu.

1983 gewann Matia Bazar beim Sanremo-Festival den Preis der Kritik mit Vacanze Romane, einem ihrer berühmtesten Lieder, 1985 erneut mit Souvenir. Von 1985 ist auch ihr in Deutschland bekanntestes Lied Ti sento, das es im September 1986 in der deutschen Hitparade bis auf Platz 11 schaffte.

1989 verließ die Sängerin Antonella Ruggiero die Gruppe. Ihre Nachfolgerin wurde Laura Valente. Mit ihr hatte die Gruppe zwei weitere Hits, Piccoli giganti 1992 und Dedicato a te 1993. 1994 verließ Carlo Marrale die Gruppe, um eine Solokarriere zu verfolgen. 1998 starb Aldo Stellita. Neu hinzu kamen 2000 Fabio Perversi und Silvia Mezzanotte als Nachfolgerin von Laura Valente. Piero Cassano kehrte zur Gruppe zurück. In dieser Formation gewann die Gruppe 2002 erneut das Sanremo-Festival mit Messaggio d'amore. 2005 präsentierte sich die Gruppe in Sanremo erneut mit einer neuen Sängerin, Roberta Faccani, die 2010 von der zurückgekehrten Silvia Mezzanotte abgelöst wurde.

Inhaltsverzeichnis

Mitglieder der Gruppe

  • Sängerinnen:
  • Piero Cassano (Gesang, Gitarre, Keyboard) – von 1975 bis 1981 und wieder ab 2000
  • Giancarlo Golzi (Gesang, Schlagzeug) – seit 1975
  • Aldo Stellita (Gesang, Bass) – von 1975 bis zu seinem Tod 1998
  • Carlo Marrale (Gesang, Gitarre) – von 1975 bis 1994
  • Sergio Cossu (Keyboard) – von 1985 bis 1998
  • Fabio Perversi (Keyboard, Geige) – seit 2000
  • Mauro Sabbione (Keyboard) – von 1981 bis 1984

Diskografie

Alben

  • 1976 - Matia Bazar 1
  • 1977 - Gran Bazar
  • 1978 - Semplicità (album)|Semplicità
  • 1979 - Tournée (Matia Bazar)|Tournée
  • 1980 - Il tempo del sole
  • 1981 - Berlino, Parigi, Londra
  • 1983 - Tango (album)|Tango
  • 1984 - Aristocratica
  • 1985 - Melanchólia
  • 1987 - Melò (album)|Melò
  • 1989 - Red Corner
  • 1991 - Anime pigre
  • 1993 - Dove le canzoni si avverano
  • 1995 - Radiomatia
  • 1997 - Benvenuti a Sausalito
  • 2000 - Brivido caldo (album Matia Bazar)|Brivido caldo
  • 2001 - Dolce canto
  • 2002 - Messaggi dal vivo
  • 2005 - Profili svelati
  • 2007 - One1 Two2 Three3 Four4
  • 2008 - One1 Two2 Three3 Four4 (volume due)
  • 2011 - Conseguenza logica (album)|Conseguenza logica

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Ricchi e Poveri Italien beim Eurovision Song Contest
1979
Alan Sorrenti

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