Mehrsprachler


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Polyglott (von griechisch „poly“ = viele und „glotta“ = Zunge, Sprache) nennt man eine Person, die viele Fremdsprachen spricht (auch Multilinguale, Mehrsprachige). Es ist nicht definiert, wieviele Sprachen man wie gut sprechen können muss, um polyglott genannt zu werden.

Inbegriff eines polyglotten Menschen ist der italienische Kardinal Mezzofanti, der Italien nie verließ, aber 38 Sprachen beherrschte und weitere 30 Sprachen fließend sprach. Außerdem konnte er 50 Dialekte aus verschiedenen Sprachen. Ein lebender Polyglott ist der belgische Architekt Johan Vandewalle, der 22 lebende und neun tote Sprachen beherrscht (Stand 1987).

Forscher um Michael Chee vom Cognitive Neuroscience Laboratory in Singapur haben herausgefunden, dass Menschen, die eine Fremdsprache leicht erlernen, die als Insula bezeichnete Region ihres Gehirns intensiver nutzen, denn in dieser Region werden ungewohnte Klangmuster unbewusst abgespeichert.

Inhaltsverzeichnis

Bekannte Polyglotte

Die hier angegebenen Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, geben aber immerhin Richtwerte.

A – F

G – K

  • Hans Conon von der Gabelentz, 1807–1874: Sinologe, 80 Sprachen
  • Andrzej Gawroński, 1885–1927: konnte 100 Sprachen lesen
  • Antoni Grabowski, 1857–1921: früher Esperanto-Aktivist; polnischer Linguist, sprach und schrieb in 40 Sprachen, verstand 100 Sprachen
  • Kenneth Locke Hale, 1934–2001: Experte für Indianersprachen, 50 Sprachen
  • Sebastian Heine, 1986: Student der Indogermanistik, beherrscht 35 Sprachen, eignet sich nach eigenen Angaben pro Jahr drei bis vier neue Sprachen an
  • Lorenzo Hervás y Panduro, 1735–1809: Jesuit, der großen Einfluss auf die Entwicklung der Sprachwissenschaft ausübte
  • Hermann Jacobsohn, 1879–1933: Indogermanist, lernte innerhalb von 6 Wochen eine Sprache in ihren grammatischen Strukturen und beherrschte etwa 30 Sprachen
  • Powell Alexander Janulus, 1939
  • Michael Jelden, 1971: Violinist, der acht Sprachen fließend spricht
  • William Jones, 1746–1794: britischer Philologe, erkannte als erster die Verwandtschaft des Sanskrit mit dem Griechischen, Lateinischen, Gotischen und Keltischen, 41 Sprachen
  • Albéric O’Kelly de Galway, 1911–1980: belgischer Schachmeister
  • Ferenc Kemény, 1860–1944, ungarischer Übersetzter, 40 Sprachen, schrieb in 24 Sprachen, sprach 12 Sprachen
  • Emil Krebs, 1867–1930: Sinologe, der bereits als Abiturient zwölf Sprachen sprach, 68 Sprachen

L – R

S – T

  • Georg Sauerwein, 1831–1904: Linguist, Verfechter der Minderheitensprachen im Deutschen Kaiserreich, 50 Sprachen
  • Emanuel Schiffers, 1850–1904: russischer Schachmeister
  • Heinrich Schliemann, 1822–1890, Kaufmann und Amateurarchäologe
  • Johann Martin Schleyer, 1831–1912, Pfarrer und Erfinder des Volapük
  • Georges Henri Schmidt, 1914–1990
  • William James Sidis, 1898–1944, Wunderkind, 40 Sprachen, lernte eine Sprache an einem einzigen Tag
  • Francis Sommer, –1978: sprach angeblich 94 Sprachen
  • Robert Stiller, 1928, 60 Sprachen
  • August Tholuck, 1799–1877: Theologe, der bereits als 17-Jähriger 19 Sprachen beherrscht haben soll
  • Michel Thomas, 1914–2005: Sprachlehrer, entwickelte eine einzigartige Sprachlernmethode
  • J. R. R. Tolkien, 1892–1973: britischer Schriftsteller, der eigene Sprachen erfand

U – Z

Weblinks


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