Mercedes-Benz W 123


Mercedes-Benz W 123
Mercedes-Benz
W123
Hersteller: Daimler-Benz
Verkaufsbezeichnung: ''200280, 200 D300 D, 230 E+CE+TE, 240 TD, 250 T, 280 E+CE+TE, 300 TD Turbodiesel
Produktionszeitraum: 12/1975–01/1986
Klasse: Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: Stufenhecklimousine viertürig, Kombi fünftürig (T-Modell), Coupé zweitürig
Motoren: Ottomotoren:

2,0–2,8 l
(94–185 PS)
Dieselmotoren:
2,0–3,0 l
(55-125 PS)

Länge: Limo: 4725 mm
Coupé: 4640 mm
lang: 5355 mm
Breite: 1786 mm
Höhe: 1395 mm
Radstand: 2795 mm
Leergewicht: 1340–1680 kg
Vorgängermodell: Mercedes-Benz W115
Nachfolgemodell: Mercedes-Benz W124

Der W123 war das bis dahin erfolgreichste Modell von Mercedes-Benz. Im Zeitraum von Januar 1976 (Serienbeginn) bis Januar 1986 liefen insgesamt knapp 2,7 Millionen Fahrzeuge vom Band. Er zählt zur oberen Mittelklasse, bei Mercedes heute E-Klasse genannt. Vorgänger ist der W114/115, auch „Strich 8“ (/8) genannt. Nachfolger ist der W124. Sowohl der Vorgänger als auch der Nachfolger liefen jeweils ca. ein Jahr parallel mit dem W123 vom Band.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Entscheidung des Herstellers, den Strich 8 nach Einführung des Nachfolgers noch ca. 11 Monate im Programm zu belassen, hatte mehrere Gründe. Zum einen war das bewährte Modell noch sehr beliebt (speziell im Taxigewerbe) und verkaufte sich gut. Zum anderen kam der neu vorgestellte W123 so gut bei den Käufern an, dass schon zu Beginn der Serienproduktion Lieferfristen von mehr als einem Jahr bestanden. In dieser Zeit war der /8 (W114/115) je nach Ausführung bis zu 2.400,– DM günstiger als der Nachfolger. Der Kaufpreis des W123 bei Markteinführung lag zwischen 18.870,– DM (200) und 26.895,– DM (280 E).

Die Lieferzeiten beim neuen W123 wuchsen sogar noch auf bis zu drei Jahre an, was dazu führte, dass für Kaufverträge für Neuwagen teilweise mehr als DM 5.000,– über Listenpreis bezahlt wurde, um schneller an das begehrte Modell zu kommen. Auch Jahreswagen wurden vielfach mit Preisaufschlägen weiterverkauft. Dies hat sich in der westdeutschen Automobilgeschichte bei Großserienfahrzeugen bis heute nicht wiederholt.

Den großen Erfolg der Baureihe zeigt auch die Tatsache, dass der Mercedes W123 als einziges Fahrzeug den VW Golf von Platz 1 der Zulassungsstatistik verdrängen konnte; 1980 erreichte der W123 202.252 Zulassungen, der Golf nur 200.892 Zulassungen.

Die Baureihe W123 wurde in vier Karosserievarianten hergestellt: als klassische Limousine mit Stufenheck, als lange Limousine mit sieben Sitzen, als Coupé mit leicht verkürztem Radstand und als Kombi (bei Mercedes T-Modell genannt). Darüber hinaus gab es noch Fahrgestelle mit normalem und verlängertem Radstand als Basis für Sonderaufbauten wie Krankenwagen oder Leichenwagen.

US-Ausführung des W123 mit anderen Scheinwerfern und Sicherheitsstoßstangen

Zunächst gab es, je nach verwendeten Motoren, verschiedene Scheinwerfer: Wagen mit den schwächeren Motoren wurden mit Rundscheinwerfern, auch abfällig „Ochsenaugen“ genannt, ausgestattet. Die eleganteren Breitbandscheinwerfer kennzeichneten die Spitzenmodelle 300 TD Turbodiesel, die 280/280 E und die Coupés. Zu optischen Aufwertungen dieser Modelle zählten auch verchromte Gummilippen unter den Heckleuchten und verchromte Lüftungsgitter vor der Frontscheibe. Im Zuge der Modellpflege zur Serie 3 im September 1982 erhielten alle Modelle einheitlich die rechteckigen Scheinwerfer, mattschwarze Lüftungsgitter und eine Zierleiste aus Zebranoholz am Armaturenbrett.

Benzin- und Dieselmodelle unterscheiden sich - bei den Limousinen - äußerlich durch den Einbauort der Radioantenne, falls diese ab Werk mitbestellt wurde (Ausstattungscode 53/x). Bei den Dieselmodellen wurde die Antenne auf dem rechten vorderen Kotflügel montiert, bei den Benzinern auf dem linken hinteren.

Erwähnenswert ist die Aufpreispolitik bei Daimler-Benz in diesen Jahren: Die Preisspanne reichte von rund 18.000,-DM im Jahre 1976 für das Basismodell bis zu knapp 80.000,-DM im letzten Baujahr für einen voll ausgestatteten 300 TD Turbo. Letzterer war damit so teuer wie zwei S-Klassen Modelle in Basisversion. Der Kaufpreis konnte sich mit nur wenigen Ausstattungsmerkmalen leicht verdoppeln.

Modellpflege

Der W123 erfuhr während seiner Produktionszeit viele Veränderungen. So lässt sich die Baureihe im Wesentlichen in die Erste Serie bis zur Modellpflege im August 1979, die Zweite Serie bis August 1982 und die Dritte Serie unterteilen. Die Erste Serie wiederum wird noch einmal in Serie 0,5 und Erste Serie untergliedert:

  • Serie 0,5: 11/1975–08/1976
  • Erste Serie: 08/1976–07/1979
  • Zweite Serie: 08/1979–07/1982
  • Dritte Serie: 09/1982–01/1986

Exemplare der sogenannten Serie 0,5 sind heute sehr selten, sie unterscheidet sich nur durch Details von der Ersten Serie. Da in der Produktion mitunter noch Lagerbestände verbraucht wurden, gibt es sogenannte Serienzwitter, welche Merkmale verschiedener Serien tragen.

Wesentlichen Merkmale der zweiten Serie:

  • kleineres Lenkrad (10 mm) in eleganterem Design
  • modernere Kippschalter (Warnblinker, Fensterheber etc.)
  • pneumatische Leuchtweitenregulierung
  • geänderte Gurtschlösser und kleinere Kopfstützen
  • neue Stoffmuster für die Sitze

Wesentliche Änderungen der dritten Serie:

  • Rechteckscheinwerfer und Servolenkung serienmäßig
  • ausgeformte Vordersitzlehnen für mehr Kniefreiheit im Fond
  • Stoffeinsatz in den Türverkleidungen
  • neue Stoffmuster und Sitze komplett mit Stoff bezogen (keine Kunstlederwangen mehr)
  • weniger Windgeräusche durch verbesserte Dachzierleisten
  • Chromlüftungsgitter entfallen

Modellvarianten (W123)

Nach der viertürigen Limousine 1976 wurden 1977 drei weitere Karosserievarianten eingeführt: das Coupé, die Limousine mit langem Radstand und erstmals in der Markengeschichte ein Kombi aus Werksfertigung, das T-Modell.

Limousine

Limousine: Beliebt waren in den späten 70ern kräftige bunte Farben

Die Limousine ist in einer Gesamtzahl von rund 2,4 Mio Exemplaren gefertigt worden, beinahe 90% aller W123 wurden so ausgeliefert. Für diese Variante waren alle Motorentypen verfügbar, wegen Flottenverbrauchs-Regelungen des damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter wurde ausschließlich in den USA auch ein 300D Turbo angeboten. Die 280er waren mit herumgezogenen Chrom Stoßstangen und Scheinwerfern im Breitband-Optik von den einfachen Vierzylindern bis 1982 zu unterscheiden. Metallic-Lacke und Leichtmetallfelgen waren für die einfachen Vierzylindermodelle erst ab 1980 erhältlich.

Limousine Langversion

Im August 1977 stellte Mercedes-Benz die Langversion der Mittelklasse-Limousine vor: Der V123 hat einen um 630 Millimeter längeren Radstand (3.425 Millimeter) als die Limousine (2.795 Millimeter). Das bietet genug Platz für eine dritte Sitzbank und machte den Wagen zum bequemen Taxi, Firmen- oder Hotelwagen für sieben Passagiere. Als Langversion angeboten wurden die Modelle 250, 240 D und 300 D. In Nah-Ost sind diese Wagen im Taxibetrieb nach wie vor populär.

Lange Limousine.

T-Modell

1966 und 1967 wurden Heckflossen-Mercedes der Baureihe W110 als Kombi „Universal“ angeboten, die wenigen (unter 3000 Stück), in Belgien bei I.M.A. in Daimler-Lizenz gefertigte Kombis blieben Exoten. Andere Mercedes-Kombis, Bestatterfahrzeuge und Krankenwagen waren sämtlich Umbauten von Karosseriebau-Unternehmen, ebenso war es beim W 114/115, von dem es nie einen Werkskombi gab. Mit der Einführung des T-Modells gab es zehn Jahre später mit der Baureihe W123 wieder offizielle Mercedes-Kombis.

Ergebnisse der Marktforschung – die während der Konzeption der Baureihe 123 lief – zeigten, dass eine deutliche Nachfrage nach einem sportlichen, luxuriösen Fünftürer bestand. Der Vorstand gab 1975 grünes Licht für das Projekt. „Kombi“ sollte der neue Mercedes nicht heißen; auch die früher kurzzeitig genutzte Bezeichnung „Universal“ fand 1975 keine Zustimmung. Zunächst war die Bezeichnung „Stationswagen“ vorgesehen. Statt „250 K“ oder „250 U“ trüge die Laderaum-Variante des kleinen Sechszylinders dann das Kürzel „250 St“ auf der Heckklappe. Schließlich fiel die Entscheidung für das Kürzel „T“: der Buchstabe steht für Tourismus und Transport. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung 1977 wurden die Kombimodelle – intern als W123T bezeichnet – der Öffentlichkeit präsentiert.

Der W123 war der erste als T-Modell bezeichnete Kombi von Mercedes-Benz

Im April 1978 begann die Serienproduktion des T-Modells (W123T) im Werk Bremen. Das Fahrzeug entspricht technisch der Limousine: Antrieb, Bremsen und Fahrwerk sind ebenso gleich, wie die äußeren Abmessungen (Länge, Breite und Radstand). Das Heck mit seiner hohen Abschlusskante machte aus dem neuen Fahrzeug ein echtes Raumwunder: Auch wenn die serienmäßigen Sitze mit Fahrer und Passagieren belegt sind, bietet der Wagen noch Raum für 523 Liter Zuladung bis zur Fensterkante. Bei umgeklappter hinterer Sitzbank schluckt der Laderaum 879 Liter bis zur Fensterkante. Das Konzept bot mehrere Variationsmöglichkeiten in der Gestaltung des Innenraums. So konnte die Rücksitzbank als Sonderausstattung mit einer asymmetrischen Teilung geliefert werden. Je nach Bedarf ließen sich dann ein oder zwei Drittel der Lehne umlegen.

Das T-Modell war bei seiner Einführung der erste Vertreter der so genannten "Lifestyle-Kombis", die sich vom Image des "Handwerker-Autos" bewusst absetzten. Das Interieur war mit hochwertigen Materialien verkleidet, Leder- und Velourpolsterung waren von Anfang an erhältlich. Blankes Blech, was an einen Lieferwagen erinnern hätte können, wurde konsequent vermieden. Eine serienmäßige hydropneumatische Niveauregulierung an der Hinterachse sorgt für hohen Fahrkomfort unabhängig vom Gewicht der Zuladung, das bei dem rund 1.500 Kilogramm schweren T-Modell bis zu 45 Prozent des Leergewichts beträgt. Auf Wunsch war eine Ausstattung mit 15-Zoll-Rädern, anderen Federn und Stoßdämpfern sowie einem stärkeren Bremskraftverstärker möglich. Damit stieg die Zuladung des T-Modells von serienmäßigen 560 Kilogramm auf 700 Kilogramm.

Zu den weiteren angebotenen Optionen gehörten die Kindersitzbank im Laderaum und eine verchromte Dachreling. Die Reling wurde bereits im Sommer 1978 Serienausstattung. Alle T-Modelle waren mit durchgehendem Teppichboden ausgestattet, auch auf der Ladefläche. Angeboten wurde die neue Karosserievariante zunächst als 230 T, 250 T und 280 TE sowie als 240 TD und 300 TD, 1980 kamen der 200 T, 230 TE und der 300 TD Turbodiesel dazu. Für alle Modelle waren Leichtmetallfelgen als Sonderausstattung zu haben, nur der 280 TE und der 300 TD Turbodiesel trugen bis 1982 Scheinwerfer im Rechteck-Design. Auf die gänzlich stählernen Stoßstangen musste er stets verzichten.

Coupé

Elegantes Coupé: Ohne störende B-Säule

Während die Coupés der /8-Reihe stilistisch eng an der Limousine orientiert waren, waren die neuen Modelle 230 C, 230 CE, 280 C und 280 CE deutlich eigenständiger. Der gegenüber der viertürigen Version 85 mm kürzere Radstand gab dem Wagen im Zusammenspiel mit dem niedrigeren Dach und den stark geneigten Front- und Heckscheiben eine gedrungene, sportliche Erscheinung.

Die Fahrzeugsicherheit wurde gegenüber den Coupés der Vorgängerserie verbessert: Eine versteifte Dachrahmen-Struktur mit hochfesten Dachpfosten und die verstärkten Türen ergaben eine noch stabilere Sicherheits-Fahrgastzelle. Grundsätzlich profitierte der C123 auch von dem Karosserieentwurf der Limousine, deren Knautschzonen an Front und Heck auf kontrollierte Deformationsfähigkeit ausgelegt war. Mit den viertürigen Wagen hatten die Coupés auch das Fahrwerk (Schräglenker-Hinterachse und Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung mit Lenkrollradius Null) sowie die Bremsanlage gemeinsam.

Bei der Ausstattung orientierten sich die zweitürigen Ausführungen an den gehobenen Ausführungen der Spitzen-Limousinen 280 und 280 E. Dazu gehörten für alle drei Coupés rechteckige Breitband-Scheinwerfer, verchromte Lufteinlassgitter vor der Frontscheibe und Chromleisten unter den Heckleuchten. Bei den ersten Modellen war das Armaturenbrett und die Mittelkonsole in der Edelholzausführung „Wurzelnuss“ verbaut, ab September 1979 wurde dann die Edelholzausführung „Zebrano“ verwendet. So wirkte sich die Modellpflege im September 1982 auf die Coupés weniger stark aus als auf die Limousinen. Schließlich gehörten die nun für alle Modelle eingeführten Breitbandscheinwerfer schon immer zur Ausstattung der Coupés. Am besten lassen sich die jüngeren Coupés durch die ab 1982 unverchromt schwarzen Lüftungsgitter vor der Frontscheibe erkennen.

Aufpreispflichtig: Geschmiedete Leichtmetallfelgen von Fuchs

Mit dem Vierzylinder-Coupé 230 C (109 PS/80 kW) sowie den beiden Sechszylinder-Versionen 280 C (156 PS/115 kW) und 280 CE (177 PS/130 kW) gab es zum Start der Produktion drei Versionen mit Benzinmotor. Bereits im Herbst 1977 kam der 300 CD (80 PS/59 kW) und damit ein Diesel-Coupé hinzu, das jedoch ausschließlich für den US-amerikanischen Markt produziert wurde. Die Diesel-Offensive hatte unter anderem das Ziel, den durchschnittlichen Treibstoffverbrauch (Flottenverbrauch) aller Modelle der Mercedes-Benz-Automobile auf dem Markt der USA zu reduzieren. Nachdem sich die Grenzwerte für den Flottenverbrauch weiter verschärften, wurde der 300 CD im Jahr 1981 durch den 300 CD Turbodiesel ersetzt. Auch dieses Coupé mit 92 kW Leistung wurde nicht für den europäischen Markt angeboten, sondern löste in den USA das Modell 280 CE ab.

1980 wurde das Coupé 230 C vom neuen 230 CE abgelöst. Dessen neuer Motor M102 mit mechanisch gesteuerter Benzineinspritzung lieferte 100 kW. Seitdem wurde das Coupé auf Wunsch auch mit ABS und – ab 1982 – mit Airbag geliefert. Im August 1985 endete die Serienfertigung des C123. Insgesamt 99.884 Fahrzeuge dieses Typs entstanden von 1977 bis 1985, davon 15.509 mit Dieselmotor.

Sonderausführungen und alternative Antriebe

Sonderaufbau von Miesen: Hoch und lang - Ambulanzfahrzeug

Der W123 diente oft als Basis für verschiedene Auf- und Umbauten. Für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste gab es modifizierte Limousinen und T-Modelle sowie Krankenwagen als Aufbauten von Firmen wie Binz und Miesen. Für den Taxibetrieb bot Mercedes-Benz die Limousine mit langem Radstand ab Werk an. Aufbauten als Bestattungswagen und Umbauten als Pick-up oder Cabrio entstanden schließlich bei externen Karosseriefirmen.

Verschiedene Tuning-Versionen der Baureihe boten während der Bauzeit des W123 beispielsweise die Unternehmen AMG, Brabus oder Lorinser an. Die Maßnahmen reichten von optischen Veränderungen der Karosserie mit Hilfe von Lackierung, dem Anbau von Spoilern, Schwellern und verschiedenen Leichtmetallfelgen bis zu Modifikationen des Fahrwerks durch tiefer legen, straffere Dämpfung und der Veränderung des Sturzes an beiden Achsen. Die Leistung der Serienmotoren konnte durch entsprechende Maßnahmen erhöht werden, verschiedene Firmen boten auch eigene Aggregate an.

Die Baureihe W123 setzte Maßstäbe in der Fahrzeugsicherheit und war Wegbereiter des Kombis als sportlichem Freizeitfahrzeug sowie des Turbodiesels als Antrieb von Mercedes-Benz-Personenwagen. Sie diente während ihrer Bauzeit aber auch als Versuchsträger für alternative Antriebe. So stellte Mercedes-Benz 1983 einen 280 TE mit Wasserstoffantrieb als Versuchsfahrzeug vor. Auch ein Versuchsfahrzeug mit Elektroantrieb auf Basis des T-Modells gab es. Als Serienmodell war ab 1982 ein Typ 200 mit bivalentem Antrieb zu haben: Der Wagen wurde mit Flüssiggas oder Benzin betrieben, die jeweilige Antriebsart wählte der Fahrer über einen Schalter. Diese Wagen hatten erstmals einen besonders geformten flachen Gastank unterm Wagenboden, ohne die nachteilige Einschränkung des Kofferraums über sonst übliche zylindrische Tanks.

Technik

Der W123 war eine Baureihe, die sich technisch sowohl an ihrem Vorgänger (W114/W115) wie auch der S-Klasse von 1972 (W116) orientierte. Aus der /8-Reihe übernahm das neue Modell vor allem die Motoren, die bis auf Modifikationen am Zylinderkopf zunächst weitgehend unverändert blieben. Die einzige echte Neuentwicklung war ein 2,5-Liter-Sechszylinder, bei den Diesel-Motoren kam 1980 der neue 3-Liter-Turbodieselmotor dazu.

Seit 1982 verfügbar: Fahrerairbag;Ausführung mit Klimaautomatik, Mittelkonsole mit Zebranoholzverkleidung

Aus der S-Klasse kam unter anderem die Doppelquerlenker-Vorderradaufhängung. Dabei waren die Lenkdrehachsen der Räder so ausgerichtet, dass ihre gedachte Verlängerung mit der Standfläche der Reifen auf der Fahrbahn übereinstimmte. Diese neutrale Einstellung (Lenkrollradius Null) sorgte dafür, dass die Räder beim Bremsen nicht nach innen oder außen abgelenkt wurden. Mit der Doppelquerlenkerachse entfiel der mit dem Ponton eingeführte Fahrschemel als Einheit von Motor, Getriebe und Vorderradaufhängung. Die Schräglenker-Hinterachse (Diagonalpendelachse) hatte sich schon im W114/115 bewährt.

Innenraum mit einer seltenen Klimaautomatik; US-Modell, erkennbar an dem Schalter für die in Deutschland nicht lieferbare halbautomatische Antenne in der Mittelkonsole

Zur Sicherheit der Insassen trägt insbesondere die Kombination aus einer gegenüber dem Vorgängermodell erheblich steiferen Fahrgastzelle mit großen Knautschzonen bei: Front und Heck des Fahrzeugs wurden so ausgelegt, sich bei einer Kollision kontrolliert zu deformieren und so bei einem Aufprall deutlich mehr Energie aufzunehmen, als das bei früheren Konstruktionen der Fall war. Der zentrale Bereich der Karosserie, die so genannte Sicherheitszelle, (1951 von Béla Barényi patentiert als „gestaltfeste Fahrgastzelle, umgeben von Knautschzonen vorne und hinten“), hatte noch mehr Stabilität durch den Einbau von stärkeren, geschlossenen Profilen in Dachrahmen und den sechs Dachsäulen erhalten. Für besseren Aufprallschutz sorgten stärkere Holme in den Türen.

Ab 1980 bzw. 1982 waren gegen hohen Aufpreis die damals neuartigen Extras ABS und Airbag erhältlich. Auf besonderen Kundenwunsch stattete die Daimler-Benz AG in der ersten Hälfte der 80er Jahre die Baureihe W123 mit weltweit ersten pyrotechnischen Beifahrerairbags (in Verbindung mit dem Fahrerairbag) aus. Offiziell wurde der Beifahrerairbag dann 1985 in der Baureihe Mercedes S-Klasse W126 optional angeboten und kurze Zeit darauf auch in der Mittelklasse-Baureihe W124

Die Lenksäule der Baureihe 123 war ebenfalls verbessert worden: Ein Wellrohr verbindet Mantelrohr und Lenkaggregat miteinander. Bei einem Unfall kann dieses Wellrohr in verschiedene Richtungen wegknicken. So verringert sich die Gefahr, dass die Lenksäule in die Fahrgastzelle eindringt.

Der W115 konnte noch mit Lenkradschaltung für Schalt- und Automatikgetriebe geliefert werden, für den W123 war in den ersten Baujahren nur noch ein Automatik-Wählhebel am Lenkrad erhältlich, seitdem gibt es bei Mercedes gar keine Lenkradschaltungen mehr.

Motoren

Als Motoren existierten sowohl Benzin- (Modelle 200, 230, 230 E, 250, 280 und 280 E; die E-Modelle verfügten über eine Benzineinspritzung) mit 94 bis 185 PS als auch Dieselmotoren der schon aus dem Vormodell bekannten Baureihen OM 615, OM 616 und OM 617 (200 D, 220 D, 240 D, 300 D, 300 D Turbodiesel) mit 55 bis 125 PS.

Zu Produktionsbeginn wurden mit Ausnahme des 250 alle Motoren aus der Vorgänger-Baureihe W114/115 übernommen; der zum Vorgänger namensgleiche Typ 250 erhielt einen aus dem Motor des W114-2,3-Liter-Sechszylindermotors entwickelten, hubraumerweiterten 2,5-Liter-Motor des alten Konzeptes (eine obenliegende Nockenwelle mit Vergaser).

Bekannt aus /8, S-Klasse und SL: Der M110

Ab April 1980 stand endlich eine Neuentwicklung zum Einbau an, der Vierzylinder-Benzinmotor des Typs M102 (200, 230 E) mit 109 bzw. 136 PS. Er löste den mittlerweile veralteten und unwirtschaftlichen Vorgängermotor ab. Damit konnte der Rückstand auf die Konkurrenz aufgeholt werden, und der 230 E wurde zum erfolgreichsten Benziner dieser Baureihe.

In den USA wurde der Turbodiesel auch in der S-Klasse eingebaut, um dort den vorgeschriebenen Flottenverbrauch zu verbessern. Ferner wurde dort auch das Coupe des W123 als Diesel 300 CD (anfangs mit 80, später mit 88 PS) bzw. 300 CD Turbodiesel (anfangs mit 123, später mit 125 PS) sowie serienmäßigem Automatikgetriebe und besonders luxuriöser Ausstattung (u. a. war gegen Aufpreis eine Klimaautomatik bestellbar) angeboten.

In Deutschland beschränkte sich das Motorenangebot des W123-Coupes zunächst auf die Typen 230 C, 280 C und 280 CE, ab 1980 230 CE und 280 CE.

Bei den Dieseln entfiel ab 1980 der 220 D; der 200 D leistete nun die gleichen 60 PS; der 240 D leistete von da an ebenfalls 60 statt 55 PS, und der 300 D erstarkte von 80 auf 88 PS. Alle Diesel seither lassen sich wie die Benziner mit dem Schlüssel starten und abstellen; der frühere, gewöhnungsbedürftige Start-Stopp-Zug der 4-Zylinder-Diesel zum Vorglühen und Abstellen entfiel.

Zuverlässigkeit

Dauerläufer:Laut einer Leserbefragung ereilte dem W123 200D eine Panne durchschnittlich erst nach 852.777km

Das Modell W123 ist nach Meinung vieler Liebhaber und Enthusiasten der letzte Mercedes, der noch in altem Stil und mit hoher Qualität gebaut wurde. Sowohl der Chromzierrat, die einfache Bedienbarkeit als auch die sehr robuste Technik sind noch heute legendär. In der ADAC-Pannenstatistik führte der W123 seine Klasse unbestritten an. Dem 200 D wurde 1982 im Rahmen einer Leserbefragung des Magazins „Auto, Motor und Sport“ eine durchschnittliche Fahrleistung von 852.777 km bis zur ersten Panne bescheinigt. Auch unter den Taxis war der W123 unangefochtener Marktführer, zumal Taxiunternehmer Neufahrzeuge mit Rabatten in damals unüblichen Regionen zwischen 15 und 20 Prozent erhielten.

Durch gute Pflege der Besitzer und häufige Weitergabe an die nächste Generation konnten sich deshalb bis heute nach wie vor rund 200.000 Exemplare halten, die auf den Straßen in Deutschland und anderen Ländern unterwegs sind. Besonders in arabischen und afrikanischen Ländern sind speziell die Dieselmodelle immer noch in Gebrauch, wenn auch in oft desolatem Karosseriezustand.

Es heißt, wer einmal den satten Klang einer Tür des W123 beim Fallen ins Schloss gehört habe, der verstehe vielleicht, weshalb dieser der „letzte wirklich gute Benz“ sei. Kurz nach der Einführung des Nachfolgemodells W124 rebellierten Taxifahrer und fuhren damals aus Protest über diverse anfängliche Bau- bzw. Qualitätsmängel sogar vor die Daimler-Benz-Konzernzentrale in Stuttgart.

Der W123 heute

In vielen Ländern gehört der W123 noch zum Alltagsbild
In Deutschland stehen die ersten Exemplare bereits in Automobil-Museen oder werden auf Ausstellungen gezeigt

Marode Fahrzeuge sind in der Vergangenheit häufig in den Export gegangen, so dass heute meist gepflegte W123 aus Liebhaberhand anzutreffen sind. Der W123 gilt heute als „Youngtimer“. Eine große Anzahl von produzierten und überlebenden Fahrzeugen gepaart mit einer hervorragenden Ersatzteilversorgung seitens des Herstellers haben eine große Anzahl von Fahrzeugen in Liebhaberhand überleben lassen. So ist die altertümlich anmutende Karosserieform mit Chromstoßstangen auf der einen Seite, die moderne Technik (insbesondere die passive Sicherheit) und Alltagstauglichkeit auf der anderen Seite für viele Freunde dieser Baureihe eine reizvolle Kombination.

Einzig der Verbrauch, der bei den Benzinern nur selten unter 10l auf 100km liegt, erweist sich als problematisch. Die Preissituation für die 123-Baureihe richtet sich heute in erster Linie nach Zustand, Laufleistung und Austattungsmerkmalen, wobei die Limousinen am günstigsten sind. Für Fahrzeuge, die nicht im Originalzustand sind, müssen erhebliche Abschläge hingenommen werden.

Schadstoffgruppen

Die robusten Dieselmotoren lassen sich heute mit preiswerten Bio-Kraftstoffen betreiben,wie z.B Pflanzenöl.

Die Modelle des W123 wurden werksseitig bis auf ein kleines Kontingent ohne Katalysator ausgeliefert. Die Benzin-Modelle sind mittlerweile jedoch häufig mit 3-Wege Katalysatoren nachgerüstet worden, die für alle Modelle erhältlich sind. Diese erhalten somit die grüne Feinstaubplakette. Auch für die Diesel-Modelle werden inzwischen Systeme mit Partikelfilter angeboten, die den Euro 2-Standard erreichen. Aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung können diese Abgasnachbehandlungssysteme auf Basis einer Einzelabnahme aktuell (Stand 3/2009) nicht eingetragen werden und sind somit hinsichtlich der Steuerklasse und der sog. Feinstaubplakette wirkungslos. Fahrzeuge mit H-Kennzeichen und somit einem Mindestalter von 30 Jahren sind von der Plakettenregelung ausgenommen.

Typentabelle

Limousine (W123)

Verkaufsbezeichnung Motorisierung Bauzeit Leistung in PS Produktionszahlen
200 D OM615 1976–1985 55, ab 2/1979 60 378.138
220 D OM615 1976–1979 60 56.736
240 D OM616 1976–1985 65, ab 8/78 72 454.780
300 D OM617 1976–1985 80, ab 9/79 88 327.320
300 D Turbodiesel (USA) OM617 1981–1985 121, ab 10/82 125 75.261
200 M115 1976–1980 94 158.772
200 M102 1980–1985 109 217.315
230 M115 1976–1980 109 196.185
230 E M102 1980–1985 136 245.876
250 M123 1976–1985 129, ab 9/79 140 117.684
280 M110 1975–1981 156 33.206
280 E M110 1975–1985 177, ab 4/78 185 126.375

Langversion (V123)

240 D Lang OM616 1977–1985 65, ab 8/78 72 3.425
300 D Lang OM617 1977–1985 80, ab 9/79 88 4.679
250 Lang M123 1977–1985 129, ab 9/79 140 5.180

T-Modell (Kombi) (W123T)

240 TD OM616 1978–1986 65, ab 2/79 72 38.897
300 TD OM617 1978–1986 80, ab 9/79 88 37.140
300 TD Turbodiesel OM617 1980–1986 125 28.216
200 T M102 1980–1986 109 18.855
230 T M115 1978–1980 109 6.884
230 TE M102 1980–1986 136 42.253
250 T M123 1978–1982 129, ab 9/79 140 7.704
280 TE M110 1978–1986 177, ab 4/78 185 19.775

Coupé (C123)

230 C M115 1977–1980 109 18.675
230 CE M102 1980–1985 136 29.858
280 C M110 1977–1980 156 3.704
280 CE M110 1977–1985 177, ab 4/78 185 32.138
300 CD (USA) OM617 1977–1981 78, ab 9/79 84 7.502
300 CD Turbodiesel (USA) OM617 1981–1985 121, ab 10/82 125 8.007

Stückzahlen

Rund die Hälfte aller W123 ging schon als Neuwagen in den Export: Später erwartete ein Großteil der deutschen Gebrauchtfahrzeuge eine zweite Karriere in Osteuropa, Nahost und Afrika

Insgesamt wurden 2.696.915 W123 produziert. Darunter machten die Limousinen mit 2.375.440 Exemplaren den weitaus größten Teil aus. Immerhin 199.517 Einheiten des neuen T-Modells entstanden, dazu kamen 99.884 Coupés, 13.700 Limousinen mit langem Radstand sowie schließlich 8.373 Fahrgestelle für Sonderaufbauten. Rund 1.080.000 Wagen der Baureihe wurden exportiert.

 
 
1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 Gesamt
200 M115 5 26 374 39 112 35 884 34 190 23 207





158 772
200 M102         37 17 606 54 780 60 670 44 419 29 652 10 151   217 315
200T           648 3142 3809 4742 4092 2422 5 18 860
230 9 32 060 49 426 42 270 47 739 23 549 1132           196 185
230T       1793 3829 1262             6884
230C   1 3484 7049 6538 1603             18 675
230E         37 24 997 62 125 60 777 50 931 38 298 8717   245 882
230TE         2 3750 5655 7158 9731 9617 6340 31 42 284
230CE           4818 7192 6734 6038 4052 1024   29 858
250 5 14 915 25 138 23 306 21 758 17 447 8029 5392 3246 2232 1396   122 864
250T     1 1382 2946 2761 402 213         7705
280 957 12 821 7530 4103 3139 3477 1179           33 206
280C   2 1577 1243 757 125             3704
280E 607 17 638 17 651 14 904 18 383 17 703 12 723 10 757 8545 5946 1518   126 375
280TE     3 1260 4059 3614 1956 2545 2716 2293 1329 14 19 789
280CE   2 6413 6958 5091 4013 2774 2509 2237 1476 665   32 138
200D 5 36 894 56 378 49 359 52 834 56 435 51 152 44 633 20 444 9308 696   378 138
220D 4 16 733 19 323 19 230 1446               56 736
240D 7 21 247 40 382 42 816 62 678 69 908 73 162 74 627 44 718 23 338 1897   454 780
240TD       3003 6387 5820 5078 5881 5134 4491 3103 6 38 903
300D 9 28 996 48 605 49 908 52 296 50 197 38 858 30 720 18 773 10 920 2717   331 999
300TD     1 3144 1118 7523 3308 3712 3149 2823 2030 4 36 874
300CD     1078 2485 1834 1770 335           7502
300D turbo             4505 20 178 20 005 19 673 10 900   75 261
300TD turbo         2 1852 6710 6302 4898 4739 3713 3 28 219
300CD turbo             777 1985 2031 1923 1291   8007
Total 1608 20 7683 316 102 310 097 337 162 344 085 344 974 348 602 251 757 174 873 59 909 63 2 696 915

Berühmte Besitzer

  • John Lennon war bis zu seiner Ermordung 1980 Besitzer eines W123 T-Modells. Sein weißer 300 TD aus dem Jahre 1979 wurde 2006 für US$124.000 versteigert.

Literatur

  • Halwart Schrader: Mercedes-Benz W123. Schrader-Typen-Chronik. Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02558-2
  • Michael Rohde, Jens-Peter Sirup: Mercedes-Benz W 123. Königswinter 2004, ISBN 3-89880-254-X
  • Mischa Berghoff: Youngtimer-Pflege Mercedes W 123. Königswinter 2006, ISBN 3-89880-638-3
  • Mercedes-Benz W123-Club e.V.: Kaufberatung Mercedes-Benz Baureihe 123. Berlin 2008, Eigenverlag, ohne ISBN

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