Mesen (Belgien)

Mesen (Belgien)
Mesen
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Mesen (Belgien)
Mesen
Mesen
Staat Belgien
Region Flandern
Provinz Westflandern
Bezirk Ypern
Koordinaten 50° 46′ N, 2° 54′ O50.7641666666672.8988888888889Koordinaten: 50° 46′ N, 2° 54′ O
Fläche 3,58 km²
Einwohner (Stand) 950 Einw. (1. Jan. 2010)
Bevölkerungsdichte 265 Einw./km²
Postleitzahl 8957
Vorwahl 057
Bürgermeister Sandy Evrard
Adresse der
Stadtverwaltung
Stadhuis
Markt 1
8957 Mesen
Webseite www.mesen.be

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Momentaufnahme vom April 1918

Mesen (wallonisch Messines) ist eine belgische Stadt in der Region Flandern. Sie gehört zur Flämischen Gemeinschaft, der Provinz Westflandern und zum Kreis Ypern.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Mit einer Bevölkerung von weniger als 1.000 Einwohnern ist Mesen eine der kleinsten Städte Belgiens. Darüber hinaus ist sie – wie Baarle-Hertog und Ixelles/Elsene – in zwei nicht miteinander verbundene Teile getrennt.

Geschichte

Das Kloster Mesen/Messines wurde im 11. Jahrhundert von der heiligen Adela von Messines gegründet († 8. Januar 1079), die hier auch begraben wurde. Adelheid war eine Tochter des französischen Königs Robert der Fromme.

Die Stadt erreichte ihren Zenit im 12. und 13. Jahrhundert – wie Lille, Ypern und Brügge auch – aufgrund der Tuchindustrie. Im Ersten Weltkrieg war der südlich von Ypern gelegene Ort von strategischer Bedeutung, da ein kleiner Höhenzug in seiner Nähe verläuft. Der Ort wurde so im Verlaufe der Schlachten um Ypern völlig zerstört und nach dem Krieg an der selben Stelle wieder aufgebaut. Die Landschaft um die Stadt wurde besonders durch die Schlacht von Messines (siehe Momentaufnahme) durch Sprengtrichter, die bis heute sichtbar sind, gezeichnet. Soldatenfriedhöfe und Denkmäler für die zahlreichen verschollenen Soldaten zeugen von den Opfern der Kämpfe.

Städtepartnerschaften

Seit 1975 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Mesen und der neuseeländischen Stadt Featherston.

Trivia

Vor etwa 100 Jahren wurde Mesen noch Meesen geschrieben. Lübeck, dessen Regiment im April 1918 dort kämpfte, benannte später eine seiner Kasernen als Meesen-Kaserne. Die Kaserne als solche und somit der Name existieren heute nicht mehr. Die Straße über deren ehemaligen Exerzierhof trägt aber noch heute den Namen Meesenring.

Während des 1. Weltkrieges verlegten die Briten mehrere Großminen unter Stellungen der Deutschen. Sie bestanden aus aufgetürmten Amonal-Säcken. Die einzige gewaltige Explosion mit 450t tötete 10.000 Deutsche Soldaten und riss eine riesige Lücke in Front. Es gab fünf dieser Sorte. Wobei die restlichen vier einfach zurück gelassen wurden. Im Sommer 1955 explodierte eine weitere Mine durch einen Blitzschlag. Glücklicherweise kamen keine Menschen zu Schaden.

Weblinks

Blick auf die Sint-Niklaaskirche
 Commons: Mesen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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