Messe Düsseldorf GmbH


Messe Düsseldorf GmbH
Logo der Messe Düsseldorf GmbH
Halle 6 – „Rheinhalle“

Die heutige Messegesellschaft Messe Düsseldorf GmbH wurde am 7. Januar 1947 unter dem Namen Nordwestdeutsche Ausstellungsgesellschaft mbH – NOWEA gegründet. Dies geschah zunächst ausschließlich im Hinblick auf die von der englischen Besatzung angeregte Organisation einer „Gewerblichen Leistungs- und Exportschau“. Bereits Ende der 1940er Jahre kamen jedoch einige andere Ausstellungen hinzu, sodass sich die Messegesellschaft dauerhaft etablieren konnte.

Heute zählt das Unternehmen mehr als 40 Veranstaltungen der unterschiedlichsten Branchen zu seinem Produktportfolio und beschäftigt über 600 Mitarbeiter. Die Messe Düsseldorf erreichte im Jahr 2004 einen Gesamtumsatz von 369 Millionen Euro. An diesem war der Standort Düsseldorf mit 236 Millionen Euro beteiligt, den Rest erwirtschafteten die diversen Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Die Gesellschafter der Messe Düsseldorf GmbH sind neben der Stadt Düsseldorf (56,5 %) und dem Land Nordrhein-Westfalen (20 %) außerdem die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf (1,75 %) und die Handwerkskammer Düsseldorf (1,75 %) sowie die Industrieterrains Düsseldorf Reisholz AG (20 %).

Inhaltsverzeichnis

Geschichtliche Entwicklung

Die Tradition Düsseldorfs als Messestadt geht auf das Jahr 1811 zurück. In diesem Jahr fand im Saal der alten Regierungskanzlei neben dem Rathaus eine Industrie- und Gewerbeausstellung statt, die auch von Napoleon besucht wurde.

Darauf folgten weitere kleinere Ausstellungen, bis im Jahre 1880 eine fünfmonatige Rheinisch-Westfälische Industrie- und Gewerbeausstellung auf dem Gelände des späteren Zoologischen Gartens über eine Million Besucher zählte. 1902 folgte eine ähnliche Ausstellung im heutigen Rheinpark mit über fünf Millionen Besuchern.

Für das Jahr 1915 plante die Stadt eine weitere große Ausstellung, deren Vorbereitungen allerdings durch den inzwischen begonnenen Ersten Weltkrieg eingestellt wurden.

Bezogen auf die Besucherzahlen erreichte die GeSoLei 1926 einen Höhepunkt mit 7,5 Millionen Besuchern. Die „Große Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen“ war sowohl eine Leistungsschau der Wirtschaft, als auch ein großer Vergnügungspark.

In der Zeit des Dritten Reiches fand 1937 auf dem Gelände des heutigen Nordparks die Reichsausstellung Schaffendes Volk statt. Auch hier waren Unterhaltung und Leistungsschau wesentliche Bestandteile. Es entstanden aber auch große Teile des Nordparks sowie zwei Mustersiedlungen, die heutige Golzheimer Siedlung und die Nordpark Siedlung.

Die Nachkriegszeit mit der damit verbundenen Teilung Deutschlands schuf ein Vakuum auf dem deutschen Messemarkt. Die bis dahin führende Leipziger Messe war nun nicht mehr als Konkurrent vorhanden, was zahlreiche Neugründungen hervorrief. Die 1947 gegründete Düsseldorfer Messe positionierte sich mit der Ausrichtung von Fachmessen entgegen dem bisherigen Trend. In den folgenden Jahren wurden mehrere Marken entwickelt die dauerhaft am Standort Düsseldorf ausgerichtet wurden.

Standort waren die Hallen des Ehrenhofs und der Kunstpalast die behelfsmäßig hergerichtet wurden. In den folgenden Jahren wurden weitere Hallen auf dem Gelände, welches sich bis zur Fischerstraße erstreckte, errichtet. Heute befinden sich hier die Konzernzentralen der ERGO Versicherungsgruppe und des Energiekonzerns E.ON. Daneben gab es auch weitere Ausstellungsflächen in Hallen im Rheinpark. Die fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten bei gleichzeitigen Kapazitätsengpässen machten den Bau neuer Messehallen an einem anderen geeigneten Standort notwendig. Untersucht wurden damals neben den heutigen Flächen in Stockum auch der Südpark und das Gebiet des Elbsees. Die Wahl fiel letztendlich auf Stockum und so konnte die Messegesellschaft 1971 ihre neuen Hallen beziehen.

Messegelände

Eingang Nord A
Stadtbahnhof LTU arena / Messe Nord“

Ausstellungsgelände

Das heute rund 100 Hektar große Messegelände stammt zum überwiegenden Teil aus dem Jahr seiner Eröffnung 1971. In den darauf folgenden Jahren kamen zu den damals gebauten Hallen weitere hinzu, ebenso wurde auch das Congress Centrum Düsseldorf weiter ausgebaut und in diesem 1993 die Düsseldorfer Stadthalle angesiedelt. Die Hallenkapazität des Messegeländes wurde kontinuierlich durch kleinere Umbauten, aber auch durch Neubauten erweitert. So entstanden auf dem Gelände des ehemaligen Stadionschwimmbades die Halle 6 (die sogenannte RheinHalle) und direkt daneben die Halle 7a. 2004 wurde die neue Halle 8 mit 13.500 m² neuer Ausstellungsfläche fertig gestellt. Sie ist Teil der zukünftigen Erweiterungsfläche auf dem ehemaligen Europaplatz. Hier entsteht bis 2007 auch eine weitere Halle. Planungen sehen hier insgesamt vier Messehallen vor. Ein weiterer Bestandteil des Ausbaukonzeptes ist die Neugestaltung des Südeingangs. Hier plant die Messegesellschaft eine großzügigere Eingangssituation und damit eine Entlastung des Nordeingangs.

Seit der Vergrößerung, die im Oktober 2007 vorerst abgeschlossen wurde, bietet das Messegelände insgesamt 306.888 m² Ausstellungsfläche, wovon sich 263.888 m² auf 19 Messehallen verteilen (die Hallen 7a und 70-2 sind zwei verschiedene Hallen) und 43.000 m² (brutto) als Freigelände zur Verfügung stehen. Die Halle 70-2 ist als einzige mehrstöckig gebaut (Stand Oktober 2006). Die Hallen liegen wie an einer Schnur aneinander gereiht und bilden einen geschlossenen Ring. Zur schnellen Verbindung führen über den inneren Freiraum aufgeständerte geschlossene Gänge hinweg, die zum Teil mit Rollbändern ausgestattet sind. Im Süden des Geländes befinden sich zwei Hochhäuser, in denen die Verwaltung der Messe untergebracht ist. Einer der beiden stammt aus den 1970er Jahren, der zweite wurde in den 1990er Jahren dazu gebaut.

Über ein Plateau, welches an Messehalle 6 (RheinHalle) anschließt, besteht eine direkte Verbindung zur nördlich der Messe gelegenen LTU-Arena. Dieses würde eine Messenutzung der Arena ermöglichen, was aber noch nicht zustande gekommen ist. Gleichzeitig verdeutlicht es aber die besondere Rolle der RheinHalle, welche so autark vom Messegelände genutzt werden kann. Betreten wird das Messegelände überwiegend über den zentralen Eingang Nord. Hier besteht direkter Anschluss an die Stadtbahn und an Shuttle-Busse zu den Messeparkplätzen. Daneben gibt es weitere Zugänge im südlichen Teil des Messegeländes, die Eingänge „Süd“ und „Ost“.

Erschließung

Verkehrlich ist das Messegelände über die Bundesautobahn 44 mit dem nahe gelegenen Flughafen und der Innenstadt verbunden und bietet nördlich der Ausstellungshallen gelegene 20.000 Parkplätze. Daneben gibt es über den Bahnhof „LTU-Arena/Messe Nord“ Verbindungen mit den Stadtbahnlinien U78 und U79 in die Düsseldorfer bzw. Duisburger Innenstadt.

Internationales Netzwerk

Mit mehr als 40 jährlichen Veranstaltungen, von denen 22 Messen als Weltleitmessen zu den weltweit bedeutendsten ihrer Branche gehören, zählt die Messe Düsseldorf zu den internationalen Messeplätzen der Welt.

Neben den Messen in Düsseldorf ist die Gesellschaft über Tochtergesellschaften und Beteiligungen auch Veranstalter von ca. weiteren 80 Messen im Ausland. Das internationale Netzwerk umfasst neben Beteiligungen in Brünn und Moskau auch China, die USA, Singapur, Japan, Indien und Polen sowie 65 Auslandsvertretungen, die mehr als 100 weitere Länder betreuen. Die Düsseldorfer Messegesellschaft gehörte zu den ersten in Deutschland, die sich international positionierten. So war die damals noch NOWEA genannte Gesellschaft in der damaligen UdSSR das erste akkreditierte ausländische Messeunternehmen.

Geschäftsfelder

Die Messe Düsseldorf hat sich mit Veranstaltungen aus vielen Branchen eine Namen gemacht. Dazu gehören:

Regelmäßige Veranstaltungen

  • BEAUTY INTERNATIONAL – Internationale Fachmesse für professionelle Kosmetik
  • boot – Internationale Wassersportmesse
  • Caravan Salon – Internationale Messe für Reisemobile und Caravans
    mit TourNatur – Wander- und Trekkingmesse
  • COMPAMED – hightech solutions for medical technology
  • cpd – Internationale Fachmesse für Mode
  • drupa – Internationale Fachmesse für Papier- und Druckmaschinen
  • EuroShop – Fachmesse für Ladenausstattung, Verkaufsförderung und Einzelhandelseinrichtung
  • GDS – Internationale Schuhfachmesse
  • glasstec – Internationale Fachmesse für Glas und Glasverarbeitung
  • hogatec – Internationale Fachmesse für Technik und Design
  • IAM – Internationale Anlegermesse
  • interpack – Internationale Fachmesse für Verpackungsmaschinen, Packmittel und Süßwarenmaschinen
  • K – Internationale Fachmesse für Kunststoff und Kautschuk
  • MEDICA – Internationale Fachmesse mit Kongress für Medizintechnik
  • METAV – Internationale Fachmesse für Metallverarbeitung
  • ProWein – Internationale Fachmesse für Weine und Spirituosen
  • REHACARE – Internationale Fachmesse und Kongress – Rehabilitation – Pflege – Prävention – Integration
  • TOP HAIR INTERNATIONAL Trend & Fashion Days Düsseldorf – Fachmesse für das Friseurhandwerk
  • Wire & Tube – Internationale Draht- und Rohr-Fachmesse

Weitere Veranstaltungen

Literatur

  • Messe Düsseldorf 50 Jahre Messe Düsseldorf Brücke zur Welt. Düsseldorf 1996
  • Edmund Spohr und Hatto Küffner: Düsseldorf Eine Stadt zwischen Tradition und Vision Facetten der Stadt. B.o.s.s. Druck und Medien, Kleve 2002, ISBN 3-933969-06-9.
  • Harald Frater u.a.: Der Düsseldorf-Atlas Geschichte und Gegenwart der Landeshauptstadt im Kartenbild. Hermann-Josef Emons Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89705-355-1.

Weblinks

51.266.74083333333337Koordinaten: 51° 15′ 36″ N, 6° 44′ 27″ O


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