Mestalla-Stadion


Mestalla-Stadion
Mestalla-Stadion
Daten
Ort ESPESP Valencia, Spanien
Architekt Francisco Almenar Quinzá
Eigentümer FC Valencia
Verein FC Valencia
Eröffnung 20. Mai 1923
Erstes Spiel FC Valencia - UD Levante (1:0)
Kapazität 53.000 Plätze
Spielfläche 105 x 70 m
Sanierungen 1927, 1945/46, 1959, 1982, 1989
Veranstaltungen

Das Mestalla-Stadion (spanisch: El estadio Mestalla) ist ein Fußballstadion in Valencia, Spanien. Es ist die Heimstätte des spanischen Erstligisten FC Valencia und mit einem Fassungsvermögen für 53.000 Zuschauer das größte Stadion der Stadt Valencia.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Benannt wurde das Mestalla-Stadion nach einem der Kanäle, die die fruchtbaren Obstgärten in der näheren Umgebung von Valencia bewässern. Früher strömte der Fluss Turia durch die Stadt und das Stadion liegt jenseits des ausgetrockneten Flussbettes, das heute die Turia-Gärten beherbergt. Das erste Spiel und somit die Eröffnung des Stadions fand am 20. Mai 1923 gegen den Lokalrivalen UD Levante statt. Schon vier Jahre später begann man mit Ausbauarbeiten, um die ursprüngliche Kapazität von 17.000 zu erhöhen und 1931 stieg der FC Valencia in die Primera División auf.

Da Valencia die letzte Stadt war, die im Bürgerkrieg den Francoisten Widerstand bot, entstanden auch am Stadion größere Schäden und es überstand die Auseinandersetzungen schlecht. Später wurde es sogar als Konzentrationslager und Schrottplatz genutzt. Was schließlich und endlich vom Stadion übrig blieb waren die Grundmauern und eine beschädigte Tribüne.

Der Spielbetrieb im Mestalla wurde jedoch bald wieder aufgenommen und 1941 gewann der FC Valencia seine erste Trophäe, den spanischen Pokal. Drei Meisterschaften und ein weiterer Pokal folgten, was der kompletten Renovierung des Stadions während den 1950ern zugute kam. Damals wurden die Ost- und Westtribüne, letztere mit Oberrang gebaut, um 45.000 Fans Platz zu bieten.

1959 bekam das Stadion seine erste Flutlichtanlage und konnte von nun an auch Austragungsort internationaler Begegnungen werden. Die erste ausländische Mannschaft, die sich hier präsentierte war Nottingham Forest.

1982 war das Stadion unter dem Namen „Luis Casanova“, der auf den damaligen Präsidenten zurückging, Spielort der Fußball-WM. Aus diesem Grund wurde die Spielfläche abgesenkt, damit ein weiterer Oberrang dazugebaut werden konnte. Der dritte, spitzwinkelige Rang, der der Stehtribüne ihre Hufeisenform verleiht, folgte in den späten 1990ern. 1994 bekam das Stadion wieder seinen ursprünglichen Namen „Mestalla“ auf Wunsch des Präsidenten Casanova zurück.

Aktuelles

Am 28. Dezember 2004 erhielt der FC Valencia von den Behörden der Hafenstadt die Genehmigung, die Arena abzureißen und das Gelände zu bebauen. Die Tage des Mestalla-Stadions sind somit gezählt. Anstelle des Stadions wird ein Wohnkomplex errichtet, die Pläne dafür wurden auf der offiziellen Vereinshomepage veröffentlicht ([1]).

Neue Arena in Valencia

Durch den Verkauf des Stadiongeländes des Mestalla an die Stadt Valencia erhält der Verein bis zu 320 Millionen Euro, davon werden an die 120 Millionen Euro für Schulden benötigt. Vom Rest (bis zu 200 Mio. Euro) wird ein Stadion mit ca. 70.000 Sitzplätzen gebaut, das bis spätestens 2009 fertig gestellt werden soll. Eine damit einhergehende Kandidatur für die Leichtathletik-WM 2009 ist jedoch fehlgeschlagen. Nun will die Stadt für die Leichtathletik-WM 2011 kandidieren. Im Juni 2006 kündigte Präsident Juan Soler an, dass der Entwurf für das neue Stadion nun endgültig feststehe. Das neue Stadion wird Mestalla Nuevo heißen.

Fans

Die als Ché (was im Valencianischen soviel heißt wie „Kollege“) bekannten Anhänger des FC Valencia gehören zu den fanatischsten Fans in Spanien. Da die Stehränge nahe an das Spielfeld heranreichen, fühlen sich die Gästeteams oft wie unter einer Belagerung. Die lautesten der Fans finden sich auf dem Oberrang El Gol Gran; ihr Schlachtruf lautet „Que bote Mestalla!“ („Lasst das Mestalla beben!“). Eine weiter Gruppierung, die sogenannten Los Yumos, war die erste des Landes, die Choreographien einstudierte.

Den bekanntesten Fan Spaniens Manolo, den Trommler, findet man aber nicht mehr bei jedem Heimspiel der Valencianer im Stadion. Seit ihm der Verein 2001 keine Eintrittskarte für das Champions League Finale zukommen lies geht er nur mehr zu den Spielen der Nationalmannschaft ins Stadion. Trotzdem ist er international so bekannt, dass sogar der Trommler aus Gladbach nach ihm benannt wurde. Manolo wird als Chaquetero (Wendehals) bezeichnet, da er angeblich einmal Fan von Real Saragossa gewesen sei, er selbst bestreitet dies. Vor dem Stadion gehört ihm die berühmte Bar El Bombo - die Trommel.

Sonstiges

Neben den Heimspielen des FC Valencia finden im Mestalla-Stadion auch noch öfter Spiele der spanischen Nationalmannschaft statt, ganz einfach weil die Spieler das Stadion mögen. Bei der WM 1982 bestritt Spanien seine Gruppenspiele hier, musste in der zweiten Runde jedoch nach Madrid übersiedeln, da dort die Stadien größer waren.
Früher fanden auch oft Konzerte im Stadion statt, jedoch verzichtet man seit den 1990ern darauf.

Details

  • Name: Estadio Mestalla
  • Architekt: F. Almenar Quinzá
  • Einweihung: 20. Mai 1923
  • Eröffnungsspiel: FC Valencia - UD Levante (1:0)
  • Fassungsvermögen: 53.000 Plätze
  • Spielfeld:
    • Länge: 105 m
    • Breite: 70 m
  • Verkehrsverbindungen:
    • Flughafen: Valencia Manises
    • U-Bahn Station: Facultats (Linie 3) und Aragón (Linie 5)
    • Eisenbahnstation: Estacion del Nord

Siehe auch

Weblinks

39.474722222222-0.358333333333327Koordinaten: 39° 28′ 29″ N, 0° 21′ 30″ W


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