Michael Wolfgang Drewes


Michael Wolfgang Drewes

Michael Wolfgang Drewes Marquardt[1] (* 18. September 1944 in Vöhl-Herzhausen) ist ein deutsch-mexikanischer Architekt, Kunst- und Bauhistoriker, sowie Komponist, der sich insbesondere mit der mexikanischen Architektur im Zweiten mexikanischen Kaiserreich befasst. Während seiner Arbeit in der Denkmalpflege widmete er sich eingehend dem barocken mexikanischen Orgelbau.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Drewes lebte bis 1959 in Deutschland. Hier besuchte er die Grundschule auf Norderney, in Bremen und Fürth-Dambach und im Anschluss das Hardenberg-Gymnasium in Fürth. Am Colegio Alemán Alexander von Humboldt in Mexiko-Stadt, wo er Klassenkamerad des späteren PRI-Politikers Emilio Lozoya Thalmann war, beendete er 1964 die schulische Ausbildung. Er studierte bis 1970 Architektur und auch Kunstgeschichte bis 1978 an der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM). Zu seinen Professoren zählten dort Bernardo Calderón Cabrera, Félix Candela Outeriño, Mathias Goeritz, Jorge Alberto Manrique, Xavier Moyssén Echeverría und Jaime Ortiz Lajous. Unter letzterem arbeitete er später zusammen mit den Architekten Luis Caetano und Francisco Ursúa Cocke, während er in der staatlichen Denkmalpflege als Angehöriger der Dirección General de Sitios y Monumentos del Patrimonio Cultural tätig war. 1983 promovierte er an der Technischen Universität Kaiserslautern zum Dr.-Ing. der Architekturgeschichte.[2] Seine Dissertation schrieb er über das barocke Unterrichtsgebäude des Colegio de Cristo im Centro Histórico der mexikanischen Hauptstadt; die Arbeit erschien 1984 in Buchform[3]. Als Architekt arbeitete Drewes auch in verschiedenen Architekturbüros, bei einem Landschaftsarchitekten und bei einer archäologischen Ausgrabung einer Römerstadt in Israel, wo er eine Zeit lang lebte. Vor seiner Auswanderung war er auch persönlicher Berater Emilio Lozoyas, als dieser Unterminister im Secretaría del Trabajo y Previsión Social war.

Im Jugendalter begann seine Begeisterung für das Musizieren und Komponieren. Er befasste sich autodidaktisch mit Musiktheorie, Harmonielehre und Komposition. Zu seinen ursprünglich klassischen Kompositionen kamen später auch große symphonische Werke, unter anderem mit folkloristischem, oft mexikanischem und osteuropäischem Kolorit.

Drewes veröffentlichte mehrere Artikel über die mexikanische Architektur zur Zeit Maximilians von Mexiko in den Annalen des IIE und über mexikanische Orgeln des Barocks.

Er ist verheiratet, hat eine Tochter und zwei Enkelkinder. Er lebt in den Vereinigten Staaten.[4]

Veröffentlichungen (Auswahl)

deutsch
  • Das Colegio de Christo, ein Mexikanisches Unterrichtsgebaeude aus der Barockzeit und seine baugeschichtliche Entwicklung, 1984
spanisch

Übersicht der Artikel in den Annalen des Instituto de Investigaciones Estéticas siehe Weblink.

englisch
  • Further Notes on Mexican Organs of the 18th & 19th Centuries, in The Organ Yearbook, 14. Ausg, 1983, S. 23-43.
  • The Positive at San Jerónimo, Mexico City, in The Organ Yearbook, 19. Ausg., 1988, S. 31-37.
  • weitere Beiträge über mexikanische Orgeln im Organ Yearbook

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Literatur von und über Michael Drewes im Katalog der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
  2. auch herangezogen: Persönliche Vita bei Stayfriends
  3. Das Colegio de Christo, ein Mexikanisches Unterrichtsgebaeude aus der Barockzeit und seine baugeschichtliche Entwicklung.
  4. Michael Drewes bei sibeliusmusic.com, aufgerufen am 11. September 2008.

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