Mile Budak


Mile Budak
Mile Budak

Mile Budak (* 30. August 1889 in Sveti Rok; † 7. Juni 1945 in Zagreb) war ein kroatischer Schriftsteller, Publizist und faschistischer Politiker der Ustascha. Von 1941 bis 1944 war er Bildungsminister und Kulturminister des vom Dritten Reich abhängigen Unabhängigen Staats Kroatien.

Mile Budak erklärte öffentlich: „Einen Teil der Serben werden wir umbringen, den anderen Teil umsiedeln und die übrigen zum katholischen Glauben umtaufen und so zu Kroaten machen.“[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Mile Budak wurde als jüngstes von neun Kindern einer bäuerlichen Familie in der kleinen Ortschaft Sveti Rok in der heute zu Kroatien gehörenden Lika geboren. Sein Vater starb eine Woche vor seiner Geburt durch eine Krankheit, die er sich bei der Waldarbeit zugezogen hatte. Um seine Erziehung kümmerten sich daher vor allem seine Mutter und seine Schwester Kata.[2]

Er besuchte die Volksschule seines Geburtsortes, bis ihn sein ältester Bruder, der als Finanzbeamter in Bosnien tätig war, zur weiteren Ausbildung zu sich nahm und er dadurch im Jahr 1902 nach Sarajevo ans Gymnasium kam.[2] Auf dem Gymnasium schrieb er sein erstes Gedicht und wurde Vorsitzender der geheimen kroatisch-nationalen Schülerorganisation „Mlada Hrvatska“ (deutsch: „Junges Kroatien“).[3] Seinen Unterhalt bestritt er durch die Fürsorge zweier Brüder, ein Stipendium des kroatischen Kulturvereins „Napredak“ und eigenes Stundengeben.[2]

Im Herbst 1910 schrieb er sich an der Philosophischen Fakultät Zagreb ein und studierte zunächst Geographie und Geschichte.[2] Neben dem Studium arbeitete er als Angestellter des Statistischen Amtes Zagreb.[3] Später wechselte er zu den Rechtswissenschaften. Durch Tätigkeit als Sekretär in einer Anwaltskanzlei, konnte er zu seinem Unterhalt beitragen.[2] Durch seine Tätigkeit in der - an der Universität nun legalen - Organisation „Mlada Hrvatska“ lernte er Ante Pavelić kennen, mit dem er im Jahr 1912 wegen separatistischer Agitation verhaftet wurde.[3]

Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Budak, der seinen Heeresdienst gerade beendet und geheiratet hatte, von der österreichisch-ungarischen Armee eingezogen und als Offizier der kroatischen Landwehr[3] an die serbische Front versetzt. Er wurde leicht verletzt, erkrankte und geriet 1915 im Feldlazarett von Valjevo[4] in serbische Gefangenschaft. In der Kriegsgefangenschaft überstand er Flecktyphus und den zweimonatigen Fußmarsch mit der zurückweichenden serbischen Armee durch Mazedonien und Albanien.[2] Er wurde schließlich im italienischen Muro Lucano interniert[3], und kehrte erst im Jahr 1919 nach Kroatien zurück[2], dass inzwischen Bestandteil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen geworden war.

Nach seiner Rückkehr promovierte er 1920 an der juristischen Fakultät in Zagreb zum Doktor der Rechtswissenschaften (Dr. jur.) und war ab 1923 als Anwalt in eigener Kanzlei tätig.[2]

Budak war politisch in der kroatisch-nationalistischen Hrvatska Stranka Prava (deutsch: Kroatische Partei des Rechts) aktiv, die sich vor allem für einen unabhängigen kroatischen Staat aussprach. Diesen Standpunkt vertrat Budak als Autor und Herausgeber verschiedener Zeitschriften sowie bis 1928 auch als Stadtverordneter von Zagreb.[2]

Im Jahr 1929 errichtete der serbische König eine „Königsdiktatur“, das Land wurde in Königreich Jugoslawien umbenannt. Die kroatisch-nationalistische Hrvatska Stranka Prava wurde verboten, die Pressefreiheit aufgehoben, die Gewerkschaften aufgelöst. Die kroatischen Symbole (Fahne, Wappen, Hymne) wurden verboten.[5] Daraufhin emigrierte Ante Pavelić ins Ausland und gründete die Ustaša-Bewegung, die mit Waffengewalt für ein unabhängiges Kroatien kämpfte. Budaks politische Aktivitäten brachten ihm in dieser Zeit sieben Monate Haft ohne Untersuchung ein.[2]

Im Krankenhaus nach dem auf ihn verübten Anschlag (1932)

Am 7. Juni 1932 verübte die jugoslawisch-königstreue Vereinigung „Mlada Jugoslavija“ (Junges Jugoslawien) mit Unterstützung der jugoslawischen Polizei[6] ein Attentat auf Budak. Er wurde mittags in einem Hauseingang der belebten Ilica-Straße[3] von Zagreb durch drei Personen angegriffen. Budak erlitt dabei durch einen Kopfschuss und Schläge mit Eisenstöcken Verletzungen an Kopf und Körper. Die gewählte Anschlagsmethode war die gleiche wie bei dem tödlichen Attentat auf den kroatischen Patrioten Milan Šufflay ein Jahr zuvor.[7]

Nach seiner Gesundung ging Budak mit seiner Frau Ivka[8] ins ausländische Exil, wo er die Ustaša-Bewegung weiter unterstützte. Er hielt sich dabei in Deutschland (Berlin) und Italien (bei Neapel) auf. Während seines Aufenthaltes in Deutschland unterhielt Budak Kontakte zum deutschen militärischen Nachrichtendienst und dem Außenpolitischen Amt der NSDAP.

Budak setzte sich in dieser Zeit aktiv für die Unabhängigkeit Kroatiens ein, missbilligte aber die terroristische Aktivität der Ustaša-Bewegung unter Ante Pavelić und war auch in den größten Coup der Ustaša-Bewegung - das Attentat auf Alexander I. im Jahr 1934 - nicht eingeweiht.[9]

Am 6. Juli 1938 kehrte er in seine Heimat zurück. Nach seiner Rückkehr, wurde er vom 15. Februar bis zum 12. April 1940 im Zusammenhang mit einem Bombenattentat erneut ohne Prozess inhaftiert. Während seiner Haftzeit kam seine Ehefrau unter ungeklärten Umständen ums Leben.[10]

Über diese Zeit nach dem 1. Weltkrieg schrieb Budak später:

Die 22 Jahre, in denen wir gezwungen waren, in ununterbrochenem Kampf mit Serbien zu leben, haben auf dem Volkskörper in jeder Hinsicht schwere Spuren hinterlassen, besonders auf wirtschaftlichem Gebiet. Zweifellos haben wir, da wir von Belgrad systematisch geplündert wurden, im Verhältnis größere Reparationen als irgendein anderes Volk in Europa gezahlt. Die systematische Plünderung ging so weit, dass sogar Möbeleinrichtungen aus Ämtern von Zagreb nach Belgrad überführt wurden. Das Schlimmste aber war, dass unser Volk all diese Zeit hindurch der korrumpiertesten Verwaltung unterstellt war. Wir haben in diesem Kampfe auf Leben und Tod natürlich auch selbst unsere Leute dazu erzogen, dieses Staatsgebilde auf Schritt und Tritt zu sabotieren.[11]

Nach dem Überfall Deutschlands auf Jugoslawien und der anschließenden Zerschlagung des jugoslawischen Staates durch Deutschland und seine Verbündeten im Jahr 1941 wurde von der Ustaša der Unabhängige Staat Kroatien unter deutscher und italienischer Protektion errichtet. Budak zählte zu den führenden Männern der nationalistischen Ustaša-Regierung. Er gehörte als so genannter Doglavnik dem Führungsrat des Ustaša-Hauptquartiers an, der aus höchstens 12 Doglavniks (u. a. Mladen Lorković, Andrija Artuković und Slavko Kvaternik) bestand.[12] Budak war in der ersten kroatischen Regierung Minister für Religion und Bildung[13] (April - Oktober 1941), später Gesandter in Berlin (Februar 1942 - April 1943) und zuletzt Außenminister (April - Oktober 1943).

Budak vertrat in seinen Ämtern eine kroatisch-nationalistische und antiserbische Position und äußerte beispielsweise am 6. Juni 1941 in Križevci:

Die Serben sind in unsere Gebiete gekommen, weil sie den türkischen Banden folgten, als Plünderer und Abschaum aus dem Balkan. Wir können nicht zulassen, dass in unserem Nationalstaat zwei Völker regieren. Es gibt nur einen Gott, und es gibt nur ein Volk, das regiert: und das ist das kroatische Volk. Diejenigen, die vor zwei, dreihundert Jahren in unser Vaterland gekommen sind, mögen dorthin zurückgehen, woher sie gekommen sind […] Man muss wissen, dass wir ein Staat mit zweierlei Glauben sind: dem katholischen und dem mohammedanischen.[14]

Budak galt auch als Ideologe der Ustaša-Bewegung, deren Ziel es war „mit allen Mitteln, ja sogar im bewaffneten Aufstand, Kroatien vom fremden Joche zu befreien, damit es ein selbstständiger und unabhängiger Staat auf seinem ganzen völkischen und geschichtlichen Gebiet wird“[15] und deren Regierungszeit von zahlreichen Gräueltaten überschattet war.

In dieser Funktion vertrat er vor allem zwei Thesen:

1. Die Kroaten stellen eine ganz bestimmte ursprüngliche ethnische Einheit dar, sie sind kein Teil eines anderen Volkes, und aus ihnen und anderen Stämmen zusammen lässt sich kein drittes Volk machen. Besonders muss betont werden, dass es niemals in der Vergangenheit ein serbo-kroatisches, kroatisch-serbisches oder jugoslawisches Volk gegeben hat und dass es ein solches natürlich auch heute nicht gibt.[16]

2. Die Kroaten gehören zur slawischen Sprachgruppe, aber ihrer Abstammung nach sind sie offensichtlich eine Kreuzung slawischen und gotischen Blutes, und wir Kroaten glauben, dass wir eine sehr gelungene Kreuzung dieser Art sind.[16]

Budak in Uniform, mit seiner Tochter Grozda (Mai 1945)

Bei Kriegsende flüchtete Budak am 7. Mai 1945 mit seiner Tochter Grozda und einer Gruppe Ministerialbeamter nach Klagenfurt. Am 18. Mai 1945 wurde er von der Britischen Armee gefangengenommen und zusammen mit anderen kroatischen Flüchtlingen den kommunistischen Tito-Partisanen ausgeliefert. Seine Tochter Grozda wurde wenige Tage später, am 25. Mai 1945, ohne Gerichtsverfahren hingerichtet und in einem Massengrab verscharrt.[17] Budak wurde am 6. Juni 1945 in Zagreb von einem Militärgericht als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt. Im Morgengrauen des 7. Juni 1945 - genau 13 Jahre nach dem missglückten Attentat auf Budak - wurde das Urteil durch Hängen[18] vollstreckt. Seine Grabstätte ist unbekannt.

Schriftstellerische Tätigkeit

Mile Budak war in der Zeit zwischen den Weltkriegen ein bedeutender kroatischer Erzähler, der Novellen und Romane schrieb und auch publizistisch tätig war. Schauplatz seiner Erzählungen sind meist seine ländliche Heimat, die Lika, aber auch die Großstadt Zagreb.

Seit dem Jahr 1943 gehörte er - u.a. zusammen mit den kroatischen Schriftstellern Mihovil Kombol, Milan Begović, Dobriša Cesarić, Slavko Kolar, Zvonko Milković und Ivan Goran Kovačić - der Europäischen Schriftsteller-Vereinigung an.[19]

Auf Grund seiner politischen Tätigkeit ist es bis heute schwierig, Budak als Schriftsteller unvoreingenommen zu würdigen. Zu Lebzeiten war er durchaus anerkannt. Unter dem Ustaša-Regime wurde er wegen seiner politischen Rolle unangemessen stark als bedeutendster kroatischer Autor der Gegenwart gelobt, nach 1945 ebenfalls unangemessen als bedeutungsloser Dorfschriftsteller verunglimpft oder überhaupt als Künstler verschwiegen.

Nach dem Zerfall des kommunistischen Jugoslawien und der Unabhängigkeit Kroatiens wurde Budak als Erzähler wiederentdeckt, ist allerdings heute noch ideologisch umstritten. Während in manchen Städten (z.B. in Slavonski Brod und Mostar) Straßen nach ihm benannt und Denkmäler errichtet wurden, verweisen andere auf seine Rolle als Ideologe der Ustaša-Bewegung, den man aus diesen Gründen in keiner Weise ehren dürfe. Seine Bücher werden heute in Kroatien wieder aufgelegt.

Sein bedeutendstes Werk ist der fast 1000-seitige Familien- und Bauernroman Ognjište (deutsch: Der Herd), in dem die Landschaft sowie das alte Volksleben und die Volkssitten der Lika geschildert werden. In diesem Roman „steigert er das Leben seiner Likabauern zum epischen Sinnbild des menschlichen Kämpfertums auf Erden“.[20]

Dieser Roman spiegelte das bäuerliche Leben Kroatiens und dessen Sprache derart wieder, dass er als Hauptquelle für die Ausarbeitung eines offiziellen kroatischen Wörterbuchs („Rječnik hrvatskoga jezika“) dienen sollte.[21]

Er beinhaltet auch eine Symbolik, die auf seine Heimat Kroatien hinweist. Seine Hauptfigur Anera (Symbol für Kroatien) wird von ihrem Schwiegervater Blažić (Symbol für die Unterdrücker Kroatiens) geschändet, getötet und von ihrem Ehemann Lukan (als Symbol des kroatischen Kampfes) gerächt.[22]

Nachdem verschiedene administrative und technische Hindernisse (deutsche Übersetzung, Propagandministerium, Reichskulturkammer, Verlagsrechte, Papierbeschaffungsamt, Devisenstelle, Druckereien usw.) überwunden waren , wurde der Roman noch im Kriegsjahr 1943 auch in deutscher Übersetzung unter dem Titel Herdfeuer veröffentlicht.[23] Die Resonanz auf den Roman war in Deutschland sehr positiv. So schrieb der Verlagsinhaber Karl H. Bischoff in seinem Brief vom 17. September 1943, an den kroatischen Schriftsteller Antun Bonifačić:

[…] dass die Stimmen über diesen Roman in Deutschland ausserordentlich günstig sind. Dies betrifft nicht nur die Äußerungen der Presse, die sich mit großer Bereitwilligkeit mit dem Werk Sr. Exzellenz befasst hat, sondern es betrifft vor allem auch die Meinungsäußerungen privater Leser, des deutschen Buchhandels usf. Fast alle Stimmen sind begeistert und rechnen dieses Werk zu einem der schönsten Beispiele des wirklichen europäischen Schrifttums.[24]

Schriftliche Korrespondenz mit dem Verlag belegt, dass im Jahr 1943 die Tobis Filmkunst und im Jahr 1944 die UFA Filmkunst sogar eine Verfilmung des Romans erwogen.[25] Im Jahr 1944 erschien der Roman unter dem Titel Omilla tulilla auch in finnischer Übersetzung.

Der Roman wurde als Bühnenwerk in Zagreb, Sofia, Sarajevo, Osijek, Wien und Prag aufgeführt.[26]

Budak verfasste insgesamt 121 Werke die in 213 Publikationen veröffentlicht und in 9 Sprachen[27], u.a. ins Bulgarische, Französische, Deutsche, Slowakische, Spanische und Italienische übersetzt wurden.[28]

Werke

Romane und Erzählungen (Erstveröffentlichungen)

  • Pod gorom : Ličke priče (Unter dem Berg : Geschichten aus der Lika). Zagreb : Matica hrvatska, 1930. - Enthält: Pod gorom, Zmijar, Pravi čovjek, Privor, U snijegu i ledu, Zemljice majko, Grgičine gusle
  • Raspeće : Zapisci jednog malog interlektualca (Die Kreuzigung : Schriften eines kleinen Interlektuellen). Zagreb : Matica hrvatska, 1931
  • Na ponorima (Über Abgründen). Zagreb : Matica hrvatska, 1932
  • Opanci dida Vidurine : Ličke novele (Die Opanken Großvater Vidurinas : Novellen aus der Lika). Zagreb : Matica hrvatska, 1933. - Enthält: Naš Gospodin nad Likom, Čiji je Velebit, Bilovića prijatelji, Suvez, Vinota dušča, Jožića tejaci, Dakanov Garov, Jolino oranje, ʼE lʼ vira?!, Vuk šeponja, Opanci dida Vidurine
  • Direktor Križanić : Rodoljub i dobrotvor (Direktor Križanić : Patriot und Wohltäter). Zagreb : Matica hrvatska, 1938
  • Ognjište : Roman iz ličkog seljačkog života (Der Herd : Roman aus dem bäuerlichen Leben der Lika). Bde. 1-4. Zagreb : Matica hrvatska, 1938
  • Na Veliki petak : Pripovijetke (Am Karfreitag : Geschichten). Zagreb : Matica hrvatska, 1939. - Enthält: Gospodin Mirko, Finale, Pravo na život, Adamović d.d., Na Veliki petak
  • Rascvjetana trešnja : Roman iz suvremenog života (Kirschbaum in Blüte : Roman des modernen Lebens). Bde. 1-4. Zagreb : Matica hrvatska, 1939
  • San o sreći : Stara priča na nova pokoljenja (Der Traum vom Glück : Alte Geschichten um neue Generationen). Bde. 1-2. Zagreb : Matica hrvatska, 1940
  • Musinka : Posebno poglavlje romana »Ognjište« (Musinka : Separates Kapitel des Romans »Der Herd«). Zagreb : Matica hrvatska, 1941
  • Ratno roblje : Albanski križni put austrougarskih zaroblenih časnika (Kriegsgefangene : Der albanische Kreuzweg gefangener österreichisch-ungarischer Offiziere). Zagreb : Matica hrvatska, 1941
  • Na vulkanima (Auf dem Vulkan). Bde. 1-2. Zagreb : Matica hrvatska, 1941, 1942
  • Vučja smrt, i druge pripovijesti (Tod eines Wolfs, und andere Erzählungen). Zagreb : Jeronimska knjiga, 1941. - Enthält: Vučja smrt, Do ʼednom, Kukavica vazda strada, U snjegu i ledu, Moja kokica, Opanci dida Vidurine, Naš Gospodin nad Likom
  • Privor. Vučja smrt (Privor. Tod eines Wolfs). Zagreb : Matica hrvatska, 1941
  • Izabrane pripoviesti (Ausgewählte Erzählungen). Zagreb : Matica hrvatska, 1943. - Enthält: Opanci dida Vidurine, Čiji je Velebit, Jolino oranje, Na Veliki petak, ʼE lʼ vira?!, Vučja smrt, Pod gorom, Adamović d.d., Zmijar, Privor, Zemljice, majko!, Grgičine gusle
  • Kresojića soj : Roman grozd iz ličkog seljačkog života (Der Menschenschlag der Kresojić : Romansammlung aus dem bäuerlichen Leben der Lika). Bd. 1 : Kresina; Bd. 2 : Gospodin Tome (Herr Tome); Bd. 3 : Hajduk (Der Räuber). Zagreb : Matica hrvatska, 1944, 1945

Romane und Erzählungen in deutscher Übersetzung (Erstveröffentlichungen)

  • Wem gehört der Velebit. In: Europäische Revue, Jg. XII, Nr. 2, S. 122-28. Stuttgart-Berlin : Deutsche Verlags-Anstalt, 1936. - Original als: Čiji je Velebit
  • Der dreibeinige Wolf. In: Dr. Franz Hille (Hg.): Kroatische und bosnische Novellen, S. 101-120. Wien, Leipzig : Adolf Luser Verlag, 1940. - Original als: Vuk šeponja
  • Fran Galović. In: Deutsche Zeitung in Kroatien, Jg. I, Nr. 17, S. 9 f. 1941. - Original als: Fran Galović
  • Ratno Roblje. In: Neue Ordnung, Jg. I, Nr. 1, S. 11 f. 1941. - Original als: Ratno roblje : Albanski križni put austrougarskih zaroblenih časnika (Fragment)
  • Hajdukenrache. In: Mile Budak: Novellen, S. 5-26. Zagreb : Hrvatski Izdavalački Bibliografski Zavod, 1942 - Original als: ʼE lʼ vira?!
  • Der Schlangenfänger. In: Mile Budak: Novellen, S. 63-92. Zagreb : Hrvatski Izdavalački Bibliografski Zavod, 1942. - Original als: Zmijar
  • Grgicas Gusle. In: Mile Budak: Novellen, S. 27-61. Zagreb : Hrvatski Izdavalački Bibliografski Zavod, 1942. - Original als: Grgićine gusle
  • Großvater Dujmina. In: Mile Budak: Novellen, S. 93-160. Zagreb : Hrvatski Izdavalački Bibliografski Zavod, 1942. - Original als: Pod gorom
  • Im Bunde. In: Josef Bobek (Hg.): Die braunen Schuhe und andere kroatische Novellen, S. 90-97. Leipzig : Felix Meiner Verlag, 1942. - Original als: Suvez
  • Wenn das Maß voll ist!. In: Stimmen aus dem Südosten : Zeitschrift des Südost-Ausschusses der Deutschen Akademie, Heft 9/10, S. 141-143. München : Deutsche Kunst- und Verlags-Anstalt, 1942. - Original als: Do ʼednom
  • Herdfeuer (Gedicht). In: Kroatien baut auf : Zweite Jahreslese in Wort und Bild aus der Wochenschrift »Neue Ordnung«, S. 42. Zagreb : Europa Verlag, 1943.
  • Herdfeuer (Roman). Berlin, Wien, Leipzig : Karl H. Bischoff Verlag, 1943. - Original als: Ognjište : Roman iz ličkog seljačkog života
  • Mein Hühnchen. In: Stimmen aus dem Südosten : Zeitschrift des Südost-Ausschusses der Deutschen Akademie, Heft 1/2, S. 3-8. München : Deutsche Kunst- und Verlags-Anstalt, 1943. - Original als: Moja kokica
  • Unsere liebe Opsenica. In: Kroatien baut auf : Zweite Jahreslese in Wort und Bild aus der Wochenschrift »Neue Ordnung«, S. 43-47. Zagreb : Europa Verlag, 1943
  • Am Ende eines treuen Gefährten. In: Neue Ordnung, Jg. IV, Nr. 186, S. 9. Zagreb : Europa Verlag, 1945. - Original als: Lesina (Fragment)
  • Der Besuch des Obristen. In: Neue Ordnung, Jg. V, Nr. 75, S. 5. Zagreb : Europa Verlag, 1945. - Original als: Lesina (Fragment)

Politische Schriften

  • Hrvatski narod u borbi za samostalnu i nezavisnu Hrvatsku državu (Das kroatische Volk im Kampf für einen selbstständigen und unabhängigen Staat Kroatien). o. O. : Izdanje Hrvatskoga kola u Sjedinjenim Državama i Kanadi, 1934
  • El pueblo croata en la lucha por su independencia (Das kroatische Volk im Kampf für seine Unabhängigkeit). Buenos Aires : o. V., 1936
  • Der unabhängige Staat Kroatien. In: Europäische Revue, Jg. XVIII, Nr. 6, S. 291-97. Stuttgart-Berlin : Deutsche Verlags-Anstalt, 1942

Bühnenwerke

  • Grgićine gusle (Grgicas Gusle). Theaterstück in zwei Akten. Dramatisierung: Zlatko Milković, 1938[29]
  • Ognjište (Der Herd). Mysterium in zwei Akten. Dramatisierung: Tito Strozzi u. Vojmil Rabadan, 1938. Vertonung: Antun Dobronić, 1942[30]

Literatur

  • Mile Budak: Sam o sebi (Über sich selbst). In: Ognjište. Bd. 4, S. 139-151. Zagreb : Matica hrvatska, 1939
  • Hermann Proebst: Doglavnik Dr. Mile Budak, Dichter und Kämpfer. In: Kroatien marschiert : Erste Jahreslese in Wort und Bild aus der Wochenschrift »Neue Ordnung«, S. 53 f. Zagreb : Europa Verlag, 1942
  • Heinrich Schaudinn: Mile Budak. In: Stimmen aus dem Südosten : Zeitschrift des Südost-Ausschusses der Deutschen Akademie, Heft 1/2, S. 1-3. München : Deutsche Kunst- und Verlags-Anstalt, 1943
  • Ladislaus Hory u. Martin Broszat: Der kroatische Ustascha-Staat 1941-1945. 2. Aufl. Stuttgart : Deutsche Verlags-Anstalt, 1965
  • Ivo Omrčanin: Dramatis Personae and Finis of the Independent State of Croatia in American and British Documents, S. 18 f. Bryn Mawr : Dorrance & Company, 1983
  • Ivo Frangeš: Geschichte der kroatischen Literatur : Von den Anfängen bis zur Gegenwart, S. 629 f. Wien, Köln, Weimar : Böhlau Verlag, 1995. - ISBN 978-3412089955
  • Franz W. Seidler: Die Kollaboration 1939-1945 : Zeitgeschichtliche Dokumentation in Biographien, S. 113 f. 2. durchges. und erw. Aufl. München, Berlin : Herbig Verlagsbuchhandlung, 1999. - ISBN 978-3776621396
  • Emil Čić: Povijest hrvatskih neprijatelja. Zagreb : Vlastita autorska naklada, 2002. - ISBN 953-98968-0-0 (kroat.)
  • Ivo Petrinović: Mile Budak : portret jednog političara. 2. erw. Aufl. Split : Književni krug, 2003 - ISBN 953-163-207-3 (kroat.)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vladimir Dedijer: Jasenovac - das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan, S. 77. 2. Auflage. Freiburg : Ahriman-Verlag, 1989
  2. a b c d e f g h i j Heinrich Schaudinn: Mile Budak. In: Stimmen aus dem Südosten : Zeitschrift des Südost-Ausschusses der Deutschen Akademie, Heft 1/2, Deutsche Kunst- und Verlags-Anstalt München 1943, S. 2.
  3. a b c d e f Hermann Proebst: Doglavnik Dr. Mile Budak, Dichter und Kämpfer. In: Kroatien marschiert : Erste Jahreslese in Wort und Bild aus der Wochenschrift „Neue Ordnung“, Europa Verlag, Zagreb 1942, S. 54.
  4. Aleksandar Stipčević: Die Albanologie in Kroatien : Ein Beitrag zur historischen Entwicklung. In: DARDANIA - Zeitschrift für Geschichte, Kultur, Literatur und Politik, Dr. Skënder Gashi, Wien, Heft 9/2001, ISSN 1025-5338, S. 147.
  5. Gert Fricke: Kroatien 1941 - 1944, S. 11. Freiburg : Rombach + Co GmbH, 1972
  6. Ivo Omrčanin: Dramatis Personae and Finis of the Independent State of Croatia in American and British Documents, S. 18. Bryn Mawr : Dorrance & Company, 1983)
  7. Florian Lichtträger (d. i. Ivo Pilar): Immer wieder Serbien : Jugoslawiens Schicksalsstunde, S. 55. Berlin : Verlag für Kulturpolitik, 1933
  8. Emil Čić: Petition On Mile Budak, once again : Ten facts and ten questions with an appeal in conclusion. Zagreb, August 2004. URL: http://www.freewebs.com/hrvatiamac/budakmile.htm (Abruf am 17. Januar 2010)
  9. Vladeta Milićević: Der Königsmord von Marseille : Das Verbrechen und seine Hintergründe, S. 98 - 99. Bad Godesberg : Hohwacht-Verlag, 1959
  10. Emil Čić: Petition On Mile Budak, once again : Ten facts and ten questions with an appeal in conclusion. Zagreb, August 2004. URL: http://www.freewebs.com/hrvatiamac/budakmile.htm (Abruf am 17. Januar 2010)
  11. Der unabhängige Staat Kroatien. In: Europäische Revue, Jg. XVIII, Nr. 6, S. 295. Stuttgart-Berlin : Deutsche Verlags-Anstalt, 1942
  12. Punkt 5 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung. In: Za Dom : Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur, Nr. 6 - 7, S. 4 f. Zagreb, 2. Juni 1941
  13. Ziffer I Nr. 8 des Dekret über die Ernennung der ersten kroatischen nationalen Regierung, 16. April 1941. In: Zbornik zakona i naredaba Nezavisne Države Hrvatske, Nr. 1, S. 8, Text 12. Zagreb, 25. Juni 1941
  14. Carlo Falconi: Das Schweigen des Papstes : Eine Dokumentation, S. 334 - 335. München : Kindler Verlag, 1966
  15. Punkt 2 der Verfassung der kroatischen Ustaschen-Freiheitsbewegung. In: Za Dom : Kroatische Korrespondenz für Politik, Wirtschaft und Kultur, Nr. 6 - 7, S. 4 f. Zagreb, 2. Juni 1941
  16. a b Der unabhängige Staat Kroatien. In: Europäische Revue, Jg. XVIII, Nr. 6, S. 291. Stuttgart-Berlin : Deutsche Verlags-Anstalt, 1942
  17. Martina Grahek Ravančić: Bleiburg i križni put 1945, S. 246. Zagreb : Hrvatski institut za povijest, 2009
  18. Emil Čić: Petition On Mile Budak, once again : Ten facts and ten questions with an appeal in conclusion. Zagreb, August 2004. URL: http://www.freewebs.com/hrvatiamac/budakmile.htm (Abruf am 17. Januar 2010)
  19. Frank-Rutger Hausmann: »Dichte, Dichter, tage nicht!« : Die europäische Schriftsteller-Vereinigung in Weimar 1941 - 1948, S. 311 f. Frankfurt am Main : Vittorio Klostermann GmbH, 2004
  20. Oskar Maurus Fontana: Das große Welttheater : Theatherkritiken 1909 - 1976, S. 293. Wien : Amalthea Verlag, 1976
  21. Boris Neusius: Sprache und Sprachbewusstsein in Kroatien. Empirische Untersuchungen zum heutigen Kroatischen in Zagreb : Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, S. 38. München : 2008
  22. Emil Čić: Povijest hrvatskih neprijatelja. Zagreb : Vlastita autorska naklada, 2002
  23. Frank-Rutger Hausmann: »Dichte, Dichter, tage nicht!« : Die europäische Schriftsteller-Vereinigung in Weimar 1941 - 1948, S. 311 f., Fußnote Nr. 358. Frankfurt am Main : Vittorio Klostermann GmbH, 2004
  24. Frank-Rutger Hausmann: »Dichte, Dichter, tage nicht!« : Die europäische Schriftsteller-Vereinigung in Weimar 1941 - 1948, S. 313, Fußnote Nr. 365. Frankfurt am Main : Vittorio Klostermann GmbH, 2004
  25. Frank-Rutger Hausmann: »Dichte, Dichter, tage nicht!« : Die europäische Schriftsteller-Vereinigung in Weimar 1941 - 1948, S. 251, Fußnote Nr. 183. Frankfurt am Main : Vittorio Klostermann GmbH, 2004
  26. Hrvatsko-Bošnjački Savez : Životopis Mile Budak. URL: http://domovina.110mb.com/zivotopisi/budak-mile.htm (Abruf am 18. Januar 2010)
  27. WorldCat Identities: : Budak, Mile 1889-. URL: http://www.worldcat.org/identities/lccn-nr90-20343 (Abruf am 7. Februar 2011)
  28. Hrvatsko-Bošnjački Savez: Životopis Mile Budak. URL: http://domovina.110mb.com/zivotopisi/budak-mile.htm (Abruf am 18. Januar 2010)
  29. Ivo Frangeš: Geschichte der kroatischen Literatur : Von den Anfängen bis zur Gegenwart, S. 630. Wien, Köln, Weimar : Böhlau Verlag, 1995. - ISBN 978-3412089955
  30. Operone : Bühnenwerke mit Musik: Werksverzeichnis von Dobronić, Antun. URL: http://operone.de/komponist/dobronic.html (Abruf am 17. Januar 2010)

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  • Budak — ist der Nachname von mehreren Personen: Mile Budak (1889–1945), kroatischer Schriftsteller und Politiker Pınar Budak (* 1982), türkisch stämmige Taekwondo Athletin Ufuk Budak (* 1990), aserbaidschanischer Fußballspieler Di …   Deutsch Wikipedia

  • Budak — Bùdak1, Mile (1889 1945) DEFINICIJA hrv. književnik i političar, jedan od ideologa ustaštva, doglavnik A. Pavelića; autor pripovijedaka i romana sa seoskom tematikom i prosvjetiteljskim nabojem (Ognjište); osuđen 1945. i strijeljan kao ratni… …   Hrvatski jezični portal

  • Far right in Croatia — This series is linked to the Politics and Elections series Part of the Politics series on Neo Fascism …   Wikipedia

  • Liste der Politiker im Unabhängigen Staat Kroatien — Diese Liste enthält die Mitglieder der Regierung sowie weitere bedeutende Politiker des Unabhängigen Staates Kroatien (1941 1945). Die Liste ist noch nicht vollständig. Teilweise finden sich in den Quellen widersprüchliche oder ungenaue Angaben.… …   Deutsch Wikipedia

  • Neo-Nazism in Croatia — Neo Nazism in Croatia, sometimes called Neo Ustashism [IWPR: Dragotin Hedl: [http://www.iwpr.net/?p=bcr s=f o=246286 apc state=henibcr1999 Croatia s Willingness To Tolerate Fascist Legacy Worries Many] ] , is a post World War II political… …   Wikipedia

  • Liste der Biografien/Bud–Buj — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Ustaše — For the militiamen of the Military Frontier, see Uskoci. Ustaša Croatian Revolutionary Movement …   Wikipedia

  • List of Croats — The following is a list of prominent individuals who are Croatian people and/or CroatsArtArchitecture Film and theatre Media * Jerome Jurenovich journalist * Bill Kurtis investigative reporter * Zvonko Letica journalist * Konstantin Miles… …   Wikipedia

  • History of the Jews in Bosnia and Herzegovina — The Jewish community of Bosnia and Herzegovina has a rich and varied history, surviving World War II and the Yugoslav Wars, after having been been born as a result of the Spanish Inquisition, and having been almost destroyed by the Holocaust.The… …   Wikipedia