Mirjam Pressler


Mirjam Pressler
Mirjam Pressler nach einer Lesung ihres Romans „Rosengift“ in der Duisburger Zentralbibliothek, 2004.

Mirjam Pressler (* 18. Juni 1940 in Darmstadt) ist eine deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin.

Mirjam Pressler gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Kinderbuchautorinnen, sie schreibt aber auch Bücher für Erwachsene. Als Übersetzerin übertrug sie mehr als 300 Titel aus dem Hebräischen, dem Englischen und dem Niederländischen ins Deutsche, darunter Werke von Peter van Gestel, Anton Quintana, Uri Orlev, Amos Oz oder Zeruya Shalev. Als ein Hauptwerk gilt die von ihr übertragene Kritische Werkausgabe der Tagebücher von Anne Frank.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Mirjam Pressler ist das uneheliche Kind einer jüdischen Mutter. Sie wuchs bei Pflegeeltern auf. In Darmstadt und Bensheim besuchte sie das Gymnasium, dann studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt am Main und verbrachte ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Aus der Ehe mit einem Israeli, die jedoch scheiterte, gingen drei Töchter hervor. 1970 kehrte Mirjam Pressler nach München zurück. Seither arbeitet sie als freie Schriftstellerin. Inzwischen lebt die Autorin in Landshut.

Auszeichnungen und Ehrungen

Werke

  • Bitterschokolade, Roman, Weinheim 1980
  • Kratzer im Lack, Roman, 1981
  • Nun red doch endlich, Kinderroman, 1981
  • Stolperschritte, Roman, 1981
  • Novemberkatzen, Kinderroman, 1982
  • Zeit am Stiel, Roman, 1982
  • Katharina und so weiter, Erzählung, 1984
  • Nickel Vogelpfeifer, Erzählung, 1984
  • Riesenkuß und Riesenglück, 1984
  • Mit vierundsechzig stirbt man nicht, Kriminalroman, 1986
  • Goethe in der Kiste, 1987
  • Jessi, ich schenk dir meinen Wackelzahn, 1987
  • Bär Brumm Bär, 1988
  • Jessi - Lutzibutzi spinnt, 1990
  • Wer sich nicht traut, ist ein Feigling. Geschichten zum Mutmachen, 1990
  • Der schönste Hund der Welt, 1992
  • Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank, 1992
  • Sieben und eine Hex. Hexengeschichten, 1992
  • Auch Vampire können sich irren und andere Geschichten zum Gruseln, 1994
  • Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen, Roman, 1994
  • Jessi, Eine Sekunde nicht aufgepasst, 1995
  • Jessi und die Tante Dorothea, 1995
  • Ben und Lena im Kindergarten, 1997
  • Ben und Lena und das Kätzchen, 1997
  • Ben und Lena gehen einkaufen, 1998
  • Ben und Lena gehen zum Arzt, 1999
  • Geschichten von Jessi, 1999
  • Shylocks Tochter. Venedig im Jahre 1568, Ghetto von Venedig 5327/8, Roman, 1999
  • Ben und Lena freuen sich auf Weihnachten, 2000
  • Neues von Jessi, 2000
  • Malka Mai, Roman, 2001
  • Für Isabel war es Liebe, Roman, 2002
  • Die Zeit der schlafenden Hunde, Roman, 2003
  • Rosengift, Roman, 2004
  • Wundertütentage, Roman für Kinder, 2005
  • Golem, stiller Bruder, Roman, 2007
  • Nathan und seine Kinder, Roman für Kinder, 2009
  • Grüße und Küsse an alle. Die Geschichte der Familie von Anne Frank (zusammen mit Gerti Elias), S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 9783100223036
  • Ein Buch für Hanna, Roman, 2011

Verfilmungen

  • 1985: Novemberkatzen - Regie: Sigrun Koeppe

Literatur

  • Thomas Daum (Bearb.): Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz 2001: Mirjam Pressler. Eine Würdigung. Brandes und Apsel, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-933086-80-9

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Pressler — oder Preßler ist der Familienname folgender Personen: Elias Pressler (* 1988), österreichischer Filmschauspieler Kerstin Preßler (* 1962), deutsche Langstreckenläuferin Max Preßler (1815–1886), deutscher Ingenieur, Forstwissenschaftler, Erfinder… …   Deutsch Wikipedia

  • Mirjam — Dieser Artikel behandelt den weiblichen Vornamen Namen Miriam/Meriam Meriam kann sich allerdings auch auf eine der Sprachen der Torres Strait oder eine Bevölkerungsgruppe dort beziehen Miriam, Mirjam, Meriam oder Mirijam ist ein weiblicher… …   Deutsch Wikipedia

  • Pressler — Prẹssler,   Mirjam, geborene Gụnkel, Schriftstellerin, * Darmstadt 18. 6. 1940; wuchs bei Pflegeeltern auf, 1964 70 mit einem Israeli verheiratet; im Mittelpunkt ihrer oft autobiographisch gefärbten Kinder und Jugendbücher stehen Außenseiter,… …   Universal-Lexikon

  • Miriam Pressler — Zu diesem Stichwort gibt es keinen Artikel. Möglicherweise ist „Mirjam Pressler“ gemeint. Kategorie: Wikipedia:Falschschreibung …   Deutsch Wikipedia

  • Preßler — Pressler oder Preßler ist der Familienname folgender Personen: Elias Pressler (* 1988), österreichischer Filmschauspieler Kerstin Preßler (* 1962), deutsche Langstreckenläuferin Max Preßler (1815–1886), deutscher Ingenieur, Forstwissenschaftler,… …   Deutsch Wikipedia

  • Edith Frank-Holländer — Edith Frank Holländer, geb. Holländer, (* 16. Januar 1900 in Aachen; † 6. Januar 1945 im KZ Auschwitz Birkenau) war ein deutsches Opfer des Nationalsozialismus. Bekanntheit erlangte sie als Mutter von Margot und Anne Frank. Inhaltsverzeichnis 1… …   Deutsch Wikipedia

  • Uri Orlev — (hebräisch ‏אורי אורלב‎; * 24. Februar 1931 in Warschau) ist ein israelischer Autor. Inhaltsverzeichnis 1 Biografie 2 Bibliographie 3 Auszeichnungen …   Deutsch Wikipedia

  • Auguste van Pels — Auguste van Pels, geb. Röttgen, (* 29. September 1890[1] in Buer; † 9. April 1945 in/bei Raguhn) war ein deutsch niederländisches Opfer des Nationalsozialismus. Sie war eine der acht Untergetauchten im Hinterhaus, die durch das Tagebuch der Anne… …   Deutsch Wikipedia

  • Zürcher Kinderbuch-Preis — Der La vache qui lit ist ein Kinder und Jugendbuchpreis, der von 1976 bis 2001 vom Kinderbuchladen Zürich verliehen wurde. Er wird auch Zürcher Kinderbuchpreis genannt. Der französische Name La vache qui lit (dt. die Kuh, die liest bzw. die… …   Deutsch Wikipedia

  • Zürcher Kinderbuchpreis — Der La vache qui lit ist ein Kinder und Jugendbuchpreis, der von 1976 bis 2001 vom Kinderbuchladen Zürich verliehen wurde. Er wird auch Zürcher Kinderbuchpreis genannt. Der französische Name La vache qui lit (dt. die Kuh, die liest bzw. die… …   Deutsch Wikipedia