Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung


Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) ist eine gemeinsame Unterorganisation der beiden deutschen Unionsparteien, wobei die Mittelstandsorganisation der CSU unter dem Namen Mittelstands-Union tätig ist. Sie ist die innerparteiliche Interessenvertretung der Unternehmer, Selbständigen und Freiberufler in CDU und CSU. Sie gehört traditionell zu den einflussreichen Vereinigungen der Union.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nachdem es bereits seit 1949 diverse Zusammenschlüsse der mittelständischen Wirtschaft innerhalb von CDU und CSU gegeben hatte, bildeten sich parallel in beiden Parteien 1954 der Mittelstandsausschuss der CSU sowie der Unterausschuss für Mittelstandsfragen der CDU. Diese wurden unter dem mittelstandspolitischen Sprecher Kurt Schmücker zu einem Gemeinschaftsausschuss zusammengefasst, der seinen Sitz in Bonn hatte. Aus diesem Ausschuss ging 1956 die Mittelstandvereinigung hervor. Ihr wurde auf dem CDU-Bundesparteitag der Status einer eigenständigen Vereinigung zuerkannt. 1995 schloss sich diese Mittelstandsvereinigung mit der Wirtschaftsvereinigung zusammen.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung versteht sich als der organisatorische Zusammenschluss von mittelständischen und wirtschaftspolitisch interessierten Personen wie Gewerbetreibende, Handwerker, Unternehmer, Angehörige der Freien Berufe sowie von in der Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verantwortlich tätigen Leistungsträgern. Die MIT steht zur freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, zur Sozialen Marktwirtschaft auf der Grundlage von Eigeninitiative und Eigenverantwortung.[1] Im Parlamentskreis Mittelstand (PKM) innerhalb der Bundestagsfraktion von CDU und CSU setzen sich 150 Abgeordneten, viele von ihnen in führenden Funktionen, für die Lösung mittelständischer Probleme ein.[2] Darüber hinaus wirkt der PKM als Verbindungsorgan der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zu den mittelständischen Organisationen, insbesondere den Kammern und Verbänden der mittelständischen Wirtschaft sowie der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU.[3]

Die MIT veröffentlicht im GK MittelstandsMagazin Verlag GmbH ihre Mitgliederzeitschrift MittelstandsMagazin mit einer Druckauflage von 43.000 Stück.[4] Die MIT hat bundesweit 31.099 Mitglieder (Stand: 31. Juli 2005).

Landesverbände

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung ist eine gemeinsame Organisation von CDU/CSU,[1] jedoch trägt der Bayrische Landesverband den Namen Mittelstands-Union und ist eine Arbeitsgemeinschaft der CSU.[5] Die Landesverbände sind teils weiter untergliedert in Bezirks- und Kreisverbände, im Internet gibt es auch einen Virtuellen Kreisverband.

Landesverband Landesvorsitzende Mitglieder
Baden-Württemberg Peter Ibbeken 4.204
Bayern (Mittelstands-Union) Hans Michelbach, MdB 4.574
Berlin Martin Sattelkau 938
Brandenburg Christian Ehler, MdEP 381
Bremen Andreas Jacobsen 157
Hamburg Hjalmar Stemmann, MdHB 472
Hessen Edwin Balzter 1.838
Mecklenburg-Vorpommern Mathias Stinnes 279
Niedersachsen Werner Lübbe 5.119
Nordrhein-Westfalen Hartmut Schauerte, MdB 8.972
Rheinland-Pfalz Josef Geyer 1.284
Saarland Jürgen Presser 524
Sachsen Dr. Markus Reichel 614
Sachsen-Anhalt Detlef Gürth, MdL 688
Schleswig-Holstein Momme Thiesen 776
Thüringen Wilfried Sieringhaus 520

Bundesvorsitzende

siehe auch: Wirtschaftsrat der CDU

Einzelnachweise

  1. a b Geschichte der MIT
  2. MIT: wer sind wir
  3. Parlamentskreis Mittelstand (PKM)
  4. Mediadaten 2011, MittelstandsMagazin Impressum: Für Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU ist der Bezug des MIT-Magazins im Mitgliedsbeitrag enthalten.
  5. Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreise, Kommissionen der CSU

Weblinks


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