Mono no aware


Mono no aware

Mono no aware (物の哀れ, traditionell in Kana als もののあはれ geschrieben, IPA: mono.no.aɰa.ɺe, wörtlich: „das Pathos der Dinge“) ist ein japanischer Begriff, der das Bewusstsein von der Vergänglichkeit aller Dinge meint und einen Unterton einer sanften Traurigkeit bei ihrem Vergehen beinhaltet.

Der Begriff wurde in der Edo-Zeit von dem Gelehrten Motoori Norinaga geprägt. Es war ursprünglich ein Konzept aus der Literaturkritik. In seiner Kritik zu den Genji Monogatari, sah Motoori dies als das entscheidende Gefühl an, das die Leser bewegt. Er behauptet weiter, das dies nicht nur auf die Japanische Literatur beschränkt sei, sondern die japanische Weltsicht insgesamt beeinflusse.

Mono no aware prägt z. B. die besondere Stellung der Kirschblüte (Sakura) in Japan, die Schönheit und Vergänglichkeit in sich vereint.

Die Verbform von „bewusst“ bedeutet auch „mitleiden“, oder „Mitleid haben“. Das Konzept entspricht im Groben Vergils lacrimae rerum.

Weblinks

Bibliographie

Für eine kritische Einschätzung von Norinagas Konstruktion des Mono no aware vgl. H. D. Harootunian: Things Seen and Unseen. Discourse and Ideology in Tokugawa Naitivism, Chicago u. London 1988


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