Montreux–Berner Oberland-Bahn

Montreux–Berner Oberland-Bahn
Logo der Montreaux-Berner Oberland-Bahn
Der GoldenPass-Panoramic-Express der MOB bei Rougemont

Die Montreux–Berner Oberland-Bahn, abgekürzt MOB, französisch Chemin de fer Montreux-Oberland bernois ist eine Schweizer Bahngesellschaft. Sie ist sowohl Eisenbahnverkehrsunternehmen als auch Eisenbahninfrastrukturunternehmen, im Wesentlichen betreibt sie die meterspurige Bahnstrecke Montreux–Lenk im Simmental. Das Unternehmen wurde Ende der 1890er-Jahre im Hinblick auf den Bau der Strecke gegründet.

Inhaltsverzeichnis

Fahrzeuge

Die Montreux-Berner Oberland-Bahn beschaffte zur Eröffnung des durchgehenden Betriebs 1905 eine grosse Zahl vierachsiger Triebwagen und zweiachsiger Anhängewagen. Bei vielen Zügen war aufgrund der starken Steigung Doppeltraktion erforderlich. Die kurzen Zweiachser boten aber keinen besonders guten Fahrkomfort. Ab 1906 wurden vierachsige Speisewagen der Schweizerischen Speisewagengesellschaft eingesetzt und die MOB ersetzte bis zur Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 einen grossen Teil der Zweiachser durch vierachsige Personenwagen. Die ersten Lieferungen waren mit rund elfeinhalb Metern nur unwesentlich länger als die Zweiachser (9.34 m), die letzte Lieferung (1929) brachte es auf 16.47 Meter. Mit diesem Rollmaterial, besonders der Polsterklasse, wollte man der wohlsituierten Kundschaft, die in den schon damals bekannten Tourismusregionen Montreux und Gstaad nächtigte, attraktive Beförderungsmöglichkeiten bieten. Den Höhepunkt erreichte die Entwicklung, als die CIWL vier Pullmanwagen für einen «Golden Mountain Pullmann Express» (Aufschrift auf den Wagen) beschaffte. Sie kamen ab 1931 zum Einsatz. Als im Jahr darauf die für diesen Zug konzipierten sechsachsigen Gepäcklokomotiven eintrafen, war der Luxuszug bereits Geschichte.

Mit der Weltwirtschaftskrise verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation der MOB und es musste auf Investitionen und Erneuerungen verzichtet werden. Erst das Inkrafttreten des Privatbahnhilfegesetzes erlaubte in den 1940er-Jahren die Beschaffung neuer Triebwagen und Wagen. Mit dem Inkrafttreten des Eisenbahngesetzes verbesserte sich die Situation zusehends und ab 1962 konnte der Fahrzeugpark systematisch erneuert werden. Schliesslich wurden selbst neue Konzepte entworfen und es entstanden, zu wesentlichen Teilen in der eigenen Werkstätte in Chernex, klimatisierte Panoramawagen. Dabei wurden, um Kosten zu sparen, Drehgestelle, Untergestelle und andere brauchbare Komponenten alter Wagen wiederverwendet.

Seither hat sich die MOB mit den (inzwischen teilweise wieder verschwundenen) Markennamen Panoramic Express, Super Panoramic Express, Crystal Panoramic Express, Golden Pass Panoramic und Golden Pass Classic auf der GoldenPassLine von Montreux über Gstaad, Zweisimmen, Interlaken nach Luzern etabliert. Die durchgängige Vermarktung mit einigen einheitlich goldig gestalteten Fahrzeugen konnte aber den Mangel des Umsteigenmüssens in Zweisimmen nicht beseitigen. Eine seit den 1980er-Jahren verfolgte Idee eines Dreischienengleises Zweisimmen–Spiez–Interlaken war nicht finanzierbar. Die MOB forschte in eine andere Richtung und konnte schliesslich den Prototyp eines umspurbaren Drehgestells für die Panoramawagen präsentieren. Im April 2011 stimmten der Bund und die beteiligten Kantone zu, die erforderlichen Umspuranlagen in Zweisimmen zu finanzieren. In einer ersten Phase sollen zweistündliche Züge Montreux–Spiez eine umsteigefreie Verbindung zwischen den Fernverkehrsachsen Lausanne–Brig und Bern–Brig bilden, wobei einzelne Züge bis Interlaken durchfahren sollen.

Aktuelles Rollmaterial

Lokomotiven und Gepäcktriebwagen
  • De 4/4 28 ex BDe 4/4 28 (umbezeichnet 1992), ex BDZe 4/4 28 (umbezeichnet 1970), ex BFZe 4/4 28 (umbezeichnet 1956), ex CFZe 4/4 28 (1924), SIG / BBC
  • Gm 4/4 2003 (1976), Moyse Poyaud / CFD
  • Gm 4/4 2004 (1982), Moyse Poyaud / CFD
  • GDe 4/4 6001–6004 (1983), SLM / BBC
    6001: Vevey; 6002: Rossinière; 6003: Saanen; 6004: Interlaken
  • GDe 4/4 6005–6006 (1983), SLM / BBC
    2007 übernommen, ex TPF GDe 4/4 101–102
    6005: Ville de Bulle; 6006: Nierivue
  • Ge 4/4 8001–8004 (1995), SLM / ABB
Triebwagen
  • BDe 4/4 3001–3002 (1944), SIG / BBC, 3001 2009 abgebrochen, 3002 nur noch für Dienstzüge
    zugehörige Steuerwagen ABt 3301 (1981) und ABt 3302 (1974), durch Umbau entstanden, 2009 und 2007 abgebrochen
  • BDe 4/4 3003 (1944), SIG / BBC; 1996 abgebrochen
  • BDe 4/4 3004 (1944), SIG / BBC, nur noch für Dienstzüge
  • BDe 4/4 3005–3006 (1946), SIG / BBC, nur noch für Dienstzüge
  • ABDe 8/8 4001–4004 (1968), SIG / BBC / SAAS
    4001: Suisse; 4002: Vaud; 4003: Bern; 4004: Fribourg
  • Be 2/6 7001-7004 (1997), Stadler, ex MVR, ex CEV
Triebwagen (gebraucht erworben)
  • Be 4/4 1001 (Übernahme 1973), ex LCD Be 4/4 9 (1955)
    aufgearbeitet mit Drehgestellen und Teilen der VBZ Be 4/4 «Elefant» 1329 und 1327
  • Be 4/4 1002 (Übernahme 1975), ex BA ABe 4/4 4 (1951)
  • Be 4/4 1003 (Übernahme 1981), ex FLP ABe 4/4 5 (1958)
Triebzüge
ABt 343 – Be 4/4 5003 – Bt 243 (2004)
  • ABe 4/12 5001–5004 (Umbau 2004–2007)
    Bt 241 + Be 4/4 5001 + ABt 341
    Bt 242 + Be 4/4 5002 + ABt 342
    Bt 243 + Be 4/4 5003 + ABt 343 (Inbetriebnahme 2004)
    Bt 244 + Be 4/4 5004 + ABt 344 (Inbetriebnahme 2005)
    Mittelwagen umgebaut aus Be 4/4 5001–5002 (1976) und 5003–5004 (1979), SIG / SAAS
    ehemals zugehörige Steuerwagen ABt 5301–5304 ausrangiert
Schienentraktoren

Ehemaliges Rollmaterial

Dampflokomotiven

  • G 3/3 1 und 2 (1903), SLM

Triebwagen

Qsicon Under Construction.png Diese Liste ist nicht aktuell. Abschnittsweise sogar falsch. Korrekturen sind willkommen.
  • BCFe 4/4 1 und 2 (1901), SIG / Alioth
  • BCe 4/4 3 (1901), SIG / Alioth
  • BCFe 4/4 4 (1901), SIG / Alioth
  • BCFe 4/4 5 und 6 (1903), SIG / Alioth
  • BCFe 4/4 16 (1905), SIG / Alioth, 1993 Übernahme durch den ehemaligen Verein Aktion pro MOB 16 / ESZ 3, seit 1996 Tramverein Bern, derzeit remisiert in Ruefswil LU
  • BFZe 4/4 26 (1912), SIG / Alioth, 1956 umgezeichnet in AFZe 4/4 26; 1962 in ADZe 4/4 26; 1971 in BDe 4/4 26; 1991 in De 4/4 26; 1994 an Modellbahngruppe Obersimmental-Saanenland (MOS) als Vereinslokal in Saanen, zusammen mit B4 61
  • De 4/4 27 ex BDe 4/4 27 (umbezeichnet 1992), ex BDZe 4/4 27 (umbezeichnet 1962), ex BFZe 4/4 27 (umbezeichnet 1956), ex CFZe 4/4 27 (1924), SIG / BBC, 2002 abgebrochen

Lokomotiven

Bei der Montreux–Berner-Oberland Bahn werden – wie bei vielen anderen Bahnen – Gepäcktriebwagen als Lokomotiven bezeichnet. Trotzdem tragen sie in der Typenbezeichnung ein D (früher F) für das Gepäckabteil beziehungsweise ein Z für das gegebenenfalls zusätzlich vorhandene Postabteil.

1932 beschaffte die MOB bei SIG und BBC zwei Lokomotiven des Typs FZe 6/6. Sie erhielten die Nummern 2001 und 2002 und waren bis 1996 im Einsatz, ab 1963 als DZe 6/6. 2001 wurde zerlegt und eine Revision begonnen, die Teile dann eingelagert. Im Jahre 2008 wurde DZe 6/6 2002 zusammen mit diversen Ersatzteilen aus 2001 an die Museumsbahn Blonay–Chamby abgegeben.

Gebraucht erworbene Triebwagen

  • ohne Bezeichnung (Übernahme 1988), ex RBS Be 4/4 71 (1948)
    als Ersatzteilspender für ex Be 4/4 72 und 73 ausgeschlachtet und abgebrochen
  • Be 4/4 1004 (Übernahme 1988), ex RBS Be 4/4 72 (1948); 1996 abgebrochen
  • Be 4/4 1005 (Übernahme 1988), ex RBS Be 4/4 73 (1948); 1995 abgebrochen
  • BDe 4/4 36 (Übernahme 1988), ex RBS BDe 4/4 36 (Umbau 1951), ehemals WT CFe 4/4 101 (1913), Rangierfahrzeug in Saanen
    2007 betriebsfähig an den Verein Ds Blaue Bähnli abgegeben
  • BDe 4/4 37 (Übernahme 1988), ex RBS BDe 4/4 37 (Umbau 1958), ehemals WT CFe 4/4 102 (1913); 2000 abgebrochen
  • BDe 4/4 38 (Übernahme 1988), ex RBS BDe 4/4 38 (Umbau 1946), ehemals WT BDe 4/4 103 (1913)
    1993 nach Unfall an den Tramverein Bern abgegeben und in einer Lagerhalle beim Écomusée d’Alsace in Frankreich eingelagert. Nicht betriebsfähig.

Schienentraktoren

  • Tm 2/2 1, 1930 von Orenstein & Koppel gebaut und ursprünglich an die Grande Dixence S.A. geliefert. 1941 wurde er von der MOB gebraucht erworben und 1950 an das Holzwerk Rieder in St. Stephan verkauft. 1979 kaufte man ihn von dort zurück bevor er 2006 schliesslich an die Museumsbahn Blonay–Chamby verkauft wurde.
  • Tm 2/2 2, 1953 von Klöckner-Humboldt-Deutz unter der Fabriknummer 55 486 hergestellt und an die Herforder Kleinbahn geliefert. 1983 gelangte er zur MOB die ihn schliesslich 2010 an die Chemin de fer de la baie de Somme abgab.

Personenwagen

Die Personenwagen der Montreux-Berner Oberland-Bahn lassen sich im Wesentlichen in fünf Kategorien einteilen:

  • 1. kurze Holzkasten-Vierachser und Zweiachser der Anfangszeit (1900er-Jahre)
  • 2. Holzkasten-Vierachser (1910er- bis 1940er-Jahre) in teilweise sehr komfortabler Bauart
  • 3. Wagenkasten in leichter gemischter Bauart: Holzgerippe mit moderner Metallverkleidung (aus kriegswirtschaftlichen Gründen infolge Materialmangel) in den 1940er-Jahren
  • 4. Wagenkasten aus Leichtmetall der Einheitsbauart (ab den 1960er-Jahren)
  • 5. Panoramawagen (ab den 1970er-Jahren).

Von den Personenwagen der Kategorien 1 bis 3 sind dabei bei der MOB selbst nur noch zwei Salonwagen im Einsatz.

Kurze Holzkasten-Zweiachser der Anfangszeit

Für die Rollmaterialerweiterung im Zusammenhang mit der Netzausdehnung wurden 1904/05 insgesamt 21 Holzkasten-Zweiachser mit geringem Achsstand (3.6 m) von SIG beschafft. Später wurde deren Achsstand teilweise vergrössert, ein Teil wurde in Güterwagen umgebaut und viele an anderen Privatbahnen verkauft. Vier Wagen waren reine Polsterklasse-Wagen B 301–304, neun waren gemischtklassige BC 351–359, diese beiden Serien hatten vier Fenster. Dazu kamen acht fünffenstrige C 401–408.

Nummer Inbetriebsetzung Einsatz Bemerkungen
301 1905 bis 1926 1926 an Lugano–Tesserete-Bahn verkauft. Dort umgezeichnet in C2 14
302 1905 bis 1972 1929 Umbau und umgezeichnet in C2 406’’. 1956 umgezeichnet in B2 406’’. 1972 an Museumsbahn Blonay–Chamby verkauft. 1980 abgebrochen
303 1905 bis 1964 1956 umgezeichnet in B2. 1964 abgebrochen. Weiterverwendung des Untergestells für den Güterwagen OB 881
304 1905 bis 1914 1929 Umbau und Umzeichnung in C2 407’’. 1956 umgezeichnet in B2 407’’. 1964 abgebrochen. Weiterverwendung des Untergestells für den Güterwagen OB 883
351 1904 bis 1964 1910 Radstand von 3,6 auf 5,3 Meter erhöht. 1956 in AB2 umgezeichnet. 1964 abgebrochen. Weiterverwendung des Untergestelles für den Güterwagen OB 884
352 1904 bis 1926 1926 an Lugano–Tesserete-Bahn verkauft. Dort in C2 13 umnummeriert
353 1904 bis 1966 1956 in AB2 umgezeichnet. 1966 abgebrochen. Weiterverwendung des Untergestells für den Güterwagen OB 888
354 1904 bis 1914 1914 an Chemin de Fer Saignelégier-La Chaux-de-Fonds verkauft. Dort in 22 umnummeriert
355 1905 bis 1926 1926 an Bellinzona–Mesocco-Bahn verkauft. Dort in 91 umnummeriert
356 1905 bis 1926 1926 zusammen mit 359 an Lugano–Ponte Tresa-Bahn verkauft. Dort in 15 und 17 umnummeriert
357 1905 bis 1926 1926 an Chur-Arosa-Bahn verkauft. Dort in 24 umnummeriert
358 1905 bis 1960 1956 in AB2 umgezeichnet. 1960 zu B2 deklassiert. 1966 abgebrochen. Weiterverwendung des Untergestells für den Güterwagen OB 886
359 1905 bis 1926 1926 zusammen mit 356 an Lugano–Ponte Tresa-Bahn verkauft. Dort in 15 und 17 umnummeriert
Kurze Holzkasten-Vierachser der Anfangszeit

Die ersten drei Vierachser der MOB wurden 1901 von SIG abgeliefert und waren nur 11.5 m lang. Zwei waren schmalfenstrig, einer ein Sommerwagen. Nach Ablieferung weiterer Wagen wurden 1911/12 die Abteile der Polsterklasse entfernt.

  • C4 (ab 1956 B4) 43, 1911 umgebaut aus Sommerwagen BC4 51, 1975 abgebrochen
  • C4 (ab 1956 B4) 44–45, 1912 umgebaut aus schmalfenstrigen BC4 21–22, 44 1968 abgebrochen, 45 1972 an die Museumsbahn Blonay–Chamby verschenkt

1906 lieferte SIG weitere sechs kurze, nur 11.63 m lange Wagen ohne Toilette, aber nun mit breiten Fenstern

  • BC4 (ab 1956 AB4) 23–26, 23 und 26 1968/74 abgebrochen, 24 und 25 1980 und 1979 verkauft an die Chemin de Fer du Vivarais
  • B4 (ab 1956 A4) 61–62, 62 1965 abgebrochen, 61 1956 zu B4 deklassiert, 1979 an Modellbahngruppe Obersimmental-Saanenland (MOS) als Vereinslokal in Saanen
Lange Holzkastenvierachser

Als erste lange Wagen erschienen 1906 zwei Speisewagen, die im Eigentum der SSG standen, 1907 folgte ein Dritter. Sie wagen 14.35 m lang, wurden von Ringhoffer, Prag-Smichov gebaut und hatten geschlossene Plattformen.

  • Dr4 11–13, 1941 von MOB übernommen, 1947, 48 und 51 zu C4 (ab 1956 B4) 51–53 mit offenen Plattformen umgebaut, 1966 (B4 53) und 1977 abgebrochen, Untergestell B4 53 für OC 81" weiterverwendet.

Der Nachbestellung eines vierten Speisewagens bei Ringhoffer, Prag-Smichov 1911 schloss sich die MOB mit einer Bestellung von vier langen Personenwagen, aber mit offenen Plattformen an. Zwei weitere Wagen lieferte SWS. Diese sechs Wagen hatten erstmals Toiletten; bis dahin waren solche nur in den Triebwagen vorhanden. Die Wagen kamen alle 1911 in Betrieb, waren aber unterschiedlich lang.

  • Dr4 17 (Ringhoffer, 15.55 m), 1941 von MOB übernommen, 1957 zu B4 54 mit offenen Plattformen umgebaut, 1978 abgebrochen.
  • C4 (ab 1956 B4) 41–42 (Ringhoffer, 15.325 m), 1973 und 82 an CFV.
  • A4 81–82 (Ringhoffer, 14.30 m), 1967–68 abgebrochen, Untergestell für B 203–204 wiederverwendet.
  • AB4 73–74 (SWS, 14.20 m), 1935 umgebaut zu ABC4 (ab 1956 AB4) 94–95, 1969–71 abgebrochen, Untergestell für B 205–206 wiederverwendet.

1914 lieferte wiederum SWS drei Wagen gleicher Länge (15.55 m) wie der vierte Speisewagen und wie die Speisewagen mit geschlossenen Plattformen.

  • C4 (ab 1956 B4) 46, 1945 offene Plattformen, 1979 ausrangiert.
  • A4 83, 1930 zu AB4 (seit 1956 A4) 101 umgezeichnet, im Einsatz.
  • AB4 75 mit erkerförmigen Fenstern, 1927 zu A4 84 umgezeichnet, 1931 zu AB4 (seit 1956 A4) 102, im Einsatz. Dieser Wagen war Vorbild für die 1931 gelieferten Pullmannwagen 103–106 der CIWL, die 1939 an die RhB verkauft wurden.

1924 lieferte SIG vier Personenwagen von 15.325 m Länge, aber wieder mit offenen Plattformen.

  • C4 (ab 1956 B4) 47, 1979 abgebrochen.
  • A4 85, 1970 abgebrochen, Untergestell für Z 33 weiterverwendet.
  • ABC4 (ab 1956 AB4) 91–92, 1972 und 76 abgebrochen.

1929 schliesslich lieferte SIG noch einmal zwei Personenwagen, nun mit einer Länge von 16.465 m.

  • ABC4 (ab 1956 AB4) 93, 1981 Abgabe an CFV, 1990 zurückgenommen, remisiert in Vevey[1]
  • C4 (ab 1956 B4) 48, 1979 abgebrochen
Vierachser leichter gemischter Bauart

Zusammen mit den Triebwagen 3001–3006 beschaffte die MOB fünf leichte, 16.52 m lange Personenwagen, die in einer gemischten Stahl-/Holzbauweise erstellt waren.

  • C4 49 und 50 (SIG 1943), C4 49 1998 verkauft an die Chemin de Fer de La Mure, C4 50 1989 abgebrochen
  • ABC4 96 und 97 (SIG 1943), 1974 und 1981 Umbau in ABt (ABt 3302 und 3301 zu BDe 4/4 3002 und 3001), 2007 abgebrochen und 2009 ausrangiert
  • ABC4 98 (SIG 1946), 1998 verkauft an die Chemin de Fer de La Mure

Güterwagen

  • L 153 (1903, vierachsig) SIG, 1971 umgebaut zu Schneepflug, 1979 Xa 9, 2006 an die Museumsbahn Blonay–Chamby abgegeben

Historische Fahrzeuge

Historischer Motorwagen BCFe 4/4 11 im Jahre 2003

Wenngleich die MOB selbst keine historischen Fahrzeuge unterhält, blieben vergleichsweise viele von ihnen durch private Initiativen erhalten, insbesondere bei französischen Museumsbahnen und bei der Museumsbahn Blonay–Chamby. Dort wurden beispielsweise der Motorwagen BCFe 4/4 11 und der Personenwagen BC4 22 aus den Anfangsjahren restauriert. Beide befinden sich in betriebsfähigem Zustand. Eine genaue Übersicht gibt die Liste der Fahrzeuge der Museumsbahn Blonay–Chamby.

Im Besitz der Rhätischen Bahn befinden sich die vier Salonwagen As 1141 bis 1144. Sie wurden ursprünglich durch die Compagnie Internationale des Wagons-Lits für den Golden Mountain Pullman Express beschafft. Wegen der Weltwirtschaftskrise konnten diese Wagen nur eine Sommersaison lang (Juni bis September 1931) in fahrplanmässigen Pullmanzügen eingesetzt werden, sie wurden 1939 an die Rhätische Bahn verkauft.

Literatur

  • Michel Grandguillaume, Gérald Hadorn, Sébastien Jarne und Jean-Louis Rochaix: Chemin de fer Montreux Oberland Bernois. Du Léman au Pays-d'Enhaut, Band 1. Bureau vaudois d'adresses (BVA), Lausanne 1992, ISBN 2-88125-008-4
  • Michel Grandguillaume, Gérald Hadorn, Sébastien Jarne und Jean-Louis Rochaix: Chemin de fer Montreux Oberland Bernois, Du Léman au Pays-d'Enhaut, Band 2. Bureau vaudois d'adresses (BVA), Lausanne 1994, ISBN 2-88125-009-2
  • 75 Jahre MOB, 75 ans MOB, 1901–1976. (Zweisprachig: Französisch und Deutsch), Chemin de fer Montreux-Oberland Bernois (MOB), Montreux, 1976, ohne ISBN.
  • Edward W. Paget Tomlinson, Roger Kaller und Pierre Stauffer: Die Montreux-Berner Oberland-Bahn, Le Montreux-Oberland Bernois, The Montreux-Oberland Bernois Railway. (Dreisprachig: Englisch, Französisch und Deutsch), Chemin de fer Montreux-Oberland Bernois (MOB), Montreux, 1985, ohne ISBN.
  • Jean-Michel Hartmann: Zauber der MOB, Magie du MOB. (Zweisprachig: Französisch und Deutsch), Ott Verlag, Thun, 1985. ISBN 3-7225-6331-3

Weblinks

 Commons: Montreux–Berner Oberland-Bahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fussnoten

  1. www.x-rail.ch, AB 93 (Zugriff am 27. Juni 2011)

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