Moonraker – Streng geheim


Moonraker – Streng geheim
Filmdaten
Deutscher Titel: Moonraker – Streng geheim
Originaltitel: Moonraker
Produktionsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1979
Länge: 122 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Lewis Gilbert
Drehbuch: Christopher Wood
nach Ian Fleming
Produktion: Albert R. Broccoli
Musik: John Barry
Titelsong: Shirley Bassey
Kamera: Jean Tournier
Schnitt: John Glen
Besetzung

Moonraker ist der elfte Film in der James-Bond-Reihe, der bereits vierte mit Roger Moore von 1979. Das Verschwinden eines Raumgleiters führt den Geheimagenten im Auftrag Ihrer Majestät rund um die Welt und sogar in den Weltraum. Gemeinsam mit CIA-Agentin Holly Goodhead rettet er in einem gewollt maßlos übertriebenen Spektakel für 25 Millionen Dollar Produktionskosten wieder einmal in letzter Sekunde die Welt vor der Vernichtung.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Vorspann

Der Film beginnt mit dem Transport eines Moonraker Space Shuttles auf dem Rücken einer Boeing 747. Der Raumgleiter wird entführt, wobei das Transportflugzeug abstürzt. Bonds Chef M erhält telefonisch die Information über den Absturz.

Bond ist inzwischen in einem kleinen Flugzeug (Handley Page HP.137 Jetstream) auf der Heimreise von einem Auftrag. Er vergnügt sich mit einer Hostess, die plötzlich eine Pistole zieht und auf ihn zielt. Der Pilot macht das Flugzeug flugunfähig und springt nach einem Kampf mit Bond mit einem Fallschirm ab. Hinter Bond taucht plötzlich der Beißer auf und wirft ihn aus dem Flugzeug. Bond jagt dem Piloten nach, um sich dessen Fallschirm zu holen, was ihm nach einer Rangelei in der Luft auch gelingt. Beißer stürzt Bond nach. Als er ihn erreicht hat, zieht dieser seinen Fallschirm und entkommt, während Beißer seine Reißleine abreißt und in ein Zirkuszelt stürzt.

Darauf folgt die Titelsequenz mit dem Lied Moonraker, gesungen von Shirley Bassey.

London – MI6

Zurück in London erfährt Bond vom vermissten Moonraker und erhält den Auftrag, den kompletten Weg des Raumgleiters von seiner Produktion bei der Firma Drax in Kalifornien bis zum Absturz zu verfolgen. Von Q erhält er ein Armband mit fünf vergifteten und fünf explosiven Pfeilen.

Bei Drax in Kalifornien

Das Schloss Vaux-le-Vicomte

In Kalifornien wird er von Drax' hübscher Helikopterpilotin Corinne Dufour abgeholt und zu dessen Residenz, dem Schloss Vaux-le-Vicomte gebracht. Dort sieht er zuerst einen Astronautenlehrgang, bevor er Drax selbst trifft.

Bond darf die Fabrik besichtigen, wo er von Dr. Holly Goodhead geführt wird, die ihm jedoch sehr reserviert begegnet.

Eine Runde im Schwerkraftsimulator darf er auch drehen, um die beim Start des Moonraker auftretende sanfte und für gesunde Nichtastronauten auch problemlos zu ertragende Beschleunigung von 3 g zu spüren. Jedoch endet die Fahrt für Bond fast tödlich, weil Drax' Killer Chang die Beschleunigung auf mehr als 15 g erhöht, bevor Bond die Zentrifuge durch einen Pfeilschuss stoppen kann.

Nachts sucht er Corinne Dufour auf, die ihm nach einem Schäferstündchen den Safe in Drax' Büro zeigt. Dort findet er einige Baupläne, die auf Venedig hindeuten. Am nächsten Tag wird er eingeladen, an Drax' Jagd teilzunehmen, wobei er den auf ihn angesetzten Jäger erschießt. Drax hat den Verrat Corinnes herausgefunden und lässt diese durch seine Hunde zu Tode hetzen.

Der Markusplatz (Blick von San Marco nach Süden)

In Venedig

In Venedig besucht Bond eine Glasbläserei, die für Drax Glaszylinder herstellt. Nach der Besichtigung trifft er zufällig Holly Goodhead wieder, die sich zu einem Vortrag (bei der ESA) ebenfalls in Venedig aufhält. Kurz nachdem er seine Gondel besteigt, wird er verfolgt. Die wilde Jagd endet mit der Verwandlung der Gondel in ein Luftkissenfahrzeug und dessen Flucht über den Markusplatz.

Nachts besucht Bond erneut die Glasbläserei und findet dort ein geheimes Laboratorium vor, aus dem er ein Glasröhrchen mit einer Flüssigkeit entwendet. Durch eine Unachtsamkeit kommen zwei Laboranten um, Bond entkommt dem Giftgas knapp. Als er gehen will, wird er von Chang angegriffen. Nach einem heftigen Kampf im Glasmuseum stirbt Chang beim Sturz durch das Glas der Uhr des Torre dell'Orologio und anschließendem Aufprall im Klavier eines Straßencafes. Während des Kampfes entdeckt Bond, dass die hier hergestellten Erzeugnisse nach Rio de Janeiro transportiert werden sollen. Bond besucht Holly und stellt fest, dass diese in Wirklichkeit eine CIA-Agentin ist. Beide bewegen sich aufeinander zu, doch wirkliches Vertrauen entsteht noch nicht. Bond entdeckt nach der gemeinsamen Nacht, dass Holly abreisen will.

Am nächsten Tag will Bond dem Verteidigungsminister und seinem Chef M das Labor zeigen. Dies gerät jedoch zur Blamage, da sich das Labor über Nacht in ein Büro gewandelt hat und alle Spuren des Vorfalls vom Vortag beseitigt worden sind. Als Bond und seine Begleiter mit Gasmasken eintreten, empfängt sie ein sich überrascht gebender Drax. Bond wird offiziell vom Fall abgezogen, inoffiziell reist er jedoch nach Rio. Zuvor gibt er noch die Analyse der Flüssigkeit aus dem Labor bei Q in Auftrag.

Drax engagiert inzwischen einen Ersatzmann für Chang: Den Beißer.

In Rio de Janeiro

Die Seilbahn zum Zuckerhut, bekannt aus James Bond 007: Moonraker

Mit der Concorde trifft 007 in Rio ein, wo er im Hotel die Agentin Manuela kennen lernt. Sie hilft ihm abends, in das Lagerhaus von Drax einzudringen. Bond entdeckt, dass das Lagerhaus ausgeräumt wurde. Beim Verlassen kann er Beißer gerade noch davon abhalten, Manuela umzubringen, und entkommt mit ihr im brasilianischen Karneval.

Am nächsten Tag trifft er Holly auf der Aussichtsplattform des Zuckerhuts. Sie entdecken, dass vom Flugplatz von Rio zahlreiche Frachtmaschinen der Drax Corporation abheben. Bei der Rückfahrt mit der Seilbahn kommt es zum Kampf mit Beißer. Bond und Holly entkommen, an einer über das Stahlseil geschlungenen Kette hängend, in rasender Talfahrt, verfolgt vom Beißer in der Gondel. Durch einen Sprung kurz vor der Talstation retten sie sich, Beißer stürzt mitsamt der Gondel ungebremst in die Talstation. Als sich Beißer aus den Trümmern der Talstation befreit, trifft er auf Dolly. Beide verlieben sich auf den ersten Blick in einander. Unmittelbar nach ihrem Sturz werden Bond und Holly von Drax' Schergen überwältigt und gefangen genommen. Bond entkommt nach einem Kampf im Krankenwagen und muss Holly in den Händen der Gangster lassen.

Im brasilianischen Urwald

Bond erreicht das brasilianische Ausbildungslager des MI6, wo er von M die Analyseergebnisse der Laborprobe erfährt. Es handelt sich um eine Substanz, die nur Menschen tötet, auf Tiere und Pflanzen jedoch keine Wirkung hat. Er erhält den Auftrag, sich im unteren Amazonasgebiet umzusehen, woher eine Pflanze, die Hauptbestandteil der Probe ist, stammt.

Mit einem Schnellboot durchkämmt er den Flusslauf des Amazonas, wird jedoch schon nach kurzer Zeit von feindlichen Schnellbooten angegriffen, die mit Granatwerfern ausgerüstet sind. Nach einer wilden Verfolgungsjagd, an der auch Beißer teilnimmt, entkommt Bond an einem Hängegleiter schwebend, während sein leeres Boot und das vom Beißer einen Wasserfall hinunter stürzen. Beißers Boot ist unlenkbar geworden, weil er das Lenkrad durch eine zu kraftvolle Lenkbewegung abgerissen hat.

Finale an den Wasserfällen im Urwald (Wasserfälle von Iguaçu)

Nach der Landung entdeckt Bond eine Höhle im Felsen und davor eine schöne Frau. Ihr folgt er in die Höhle. Dort wird er vom Anblick der vielen schönen Frauen abgelenkt, die ihn plötzlich umgeben. So entgeht ihm die Falltür, auf der er steht. Er stürzt in ein Wasserbecken und muss gegen einen Python kämpfen, den er jedoch mit Hollys Spezialkugelschreiber töten kann, der anstatt einer Schreibmine eine Nadel enthält, aus der Gift kommt. Drax, der seine ganze Ausrüstung und sein Personal in dieses Höhlensystem verlegt hat, nimmt ihn in Empfang. Nachdem er ihm seine Anlagen gezeigt hat, sperrt er ihn zu Holly Goodhead in einen Raum, der sich kurze Zeit später als Startrampe einer seiner Raumfähren entpuppt. In letzter Sekunde gelingt beiden die Flucht, während sich Drax mit seinen Leuten in mehreren Raumfähren absetzt.

Im Weltraum

Bond und Holly schaffen es, als Piloten verkleidet eine der noch nicht gestarteten Raumfähren zu besteigen. Zusammen mit den anderen Raumfähren steuern sie auf eine geheime Raumstation zu, die für die auf der Erde stationierten Radargeräte unsichtbar ist. Dort erfahren sie von Drax' Plan, mit dem in Venedig hergestellten Giftgas die ganze Menschheit auszurotten und mit dem Personal der Raumstation, das ausschließlich aus geistig und körperlich herausragenden Menschen besteht, eine neue Menschheit mit ihm an der Spitze zu gründen. Sie schaffen es, die Radar-Tarnvorrichtung auszuschalten, so dass die Raumstation von nun an von der Erde aus sichtbar ist. Die Amerikaner starten daraufhin in Absprache mit den Sowjets eine Raumfähre.

Bond und Holly werden entdeckt und von Beißer zu Drax gebracht. Bond fragt diesen, ob er die Kernsätze von Drax' Rede richtig verstanden habe und ob wirklich „alle ohne Ausnahme“ vernichtet werden sollen, die nicht seinen körperlichen Idealen entsprechen. Drax bejaht das. Worauf Bond kommentiert: „Sehr interessant“ und dabei zu Beißer hinüberüberschaut, welcher, ebenso wie seine Freundin, diesen Idealen offensichtlich nicht entspricht. Daraufhin weigert sich Beißer aus Liebe zu Dolly weitere Befehle von Drax auszuführen und verbündet sich mit Bond.

Die amerikanische Raumfähre befindet sich im Endanflug, um die Raumstation zu erobern. Bond schafft es, gerade als Drax mit seinem Laser die sich nähernde Raumfähre zerstören will, durch den Druck auf einen roten Schalter die Rotation der Raumstation und damit die auf ihr herrschende künstliche Schwerkraft aufzuheben. Im von der einsetzenden Schwerelosigkeit ausgelösten Durcheinander entbrennt ein mörderischer Kampf zwischen Drax' Leuten und den anfliegenden Raumsoldaten, denen es gelingt, in die Raumstation einzudringen. Auch die Reaktivierung der Rotation der Raumstation durch einen Mitarbeiter von Drax kann nicht verhindern, dass sich das eingedrungene amerikanische Kommando den Verteidigern unter Drax' Führung überlegen zeigt. Die bei den schweren Kämpfen stark beschädigte Raumstation beginnt an immer mehr Stellen zu explodieren.

Bond wird zwar von Drax gestellt, kann ihn jedoch mit einem versteckten Giftpfeil erschießen und in den Weltraum befördern. Dabei spricht er – in Anlehnung an Neil Armstrong – zu Drax: „Ein kleiner Schritt für Sie, aber ein großer für die Menschheit“. Die eingedrungene Kampfeinheit der Amerikaner zieht sich daraufhin in ihren Raumgleiter zurück und verlässt die Station. Bond und Holly schaffen knapp die Flucht in Drax' Raumfähre, die an der Spitze mit einem Laser ausgestattet ist. Jedoch kommen sie nicht los, weil die Andock-Automatik klemmt. Beißer löst daraufhin mit all seiner Kraft die verklemmte Andockklammer, bevor die Raumstation explodiert. Nun nehmen Bond und Holly in Drax' Moonraker 5 die Verfolgung der drei mit Giftgas gefüllten Globen (Kugeln) auf, die Drax kurz vor seinem Tod noch hatte abfeuern lassen und die zur Erde unterwegs sind. Es gelingt ihnen mit einem gefährlichen Manöver, bei dem die Flügel der Raumfähre kurz vor dem Verglühen sind, gerade noch, alle Globen zu vernichten, bevor sie die Erde verseuchen können.

Währenddessen fliegen Beißer und seine Freundin in der von der Station abgesprengten Andockschleuse davon. Beißer zieht mit seinen Zähnen den Korken aus einer Flasche Sekt und sagt, als sie anstoßen, seinen einzigen Satz in einem Bondfilm: „Auf uns. Alles Gute“.

Der Film endet mit einer typischen Bond-Sequenz. Eine Stimme berichtet, dass der Kapitän des amerikanischen Shuttles einen sehr großen Mann und eine sehr kleine Frau gerettet hat. Darauf loben sich Bonds Chef M, der englische Premierminister sowie der Chef des CIA gegenseitig wegen der gelungenen Zusammenarbeit. Sie werden per Videoverbindung in den Frachtraum der Raumfähre geschaltet. Dort „vertiefen“ Bond und Holly Goodhead gerade die englisch-amerikanischen Beziehungen. Bond merkt, dass er auf Sendung ist und schaltet die Kamera aus.

Gadgets

  • Armband mit tödlichen und explosiven Pfeilen, durch Nervenimpulse der Hand auslösbar
  • Safe-Knack Gerät im Zigarettenetui
  • Armbanduhr, die Mini-Sprengstoff und einen Zünder enthält
  • Minikamera mit „007“-Gravur
  • Luftkissengondel, genannt Bondola
  • Laserwaffen
  • Mit Wasserminen, Torpedos & Drachengleiter ausgestattetes Motorboot

Fahrzeuge

Handlungsorte

Drehorte

Charaktere

Dr. Holly Goodhead

(Lois Chiles) ist die attraktive und intelligente CIA-Agentin, die verdeckt bei Drax-Industries arbeitet, und die Bond nach einigem Zögern hilft, hinter Drax' teuflischen Plan zu kommen. Sowohl die NASA-Astronautenausbildung, die sie besitzt, als auch ihre Kampffähigkeiten erweisen sich als äußerst nützlich, als die Handlung sie und Bond ins Weltall zu Drax' geheimer Raumstation führt. Holly steuert als Pilotin die Spaceshuttles, die beide zur Raumstation und zurück zur Erde bringen, macht das Radarstörsystem unschädlich und kämpft tatkräftig gegen Drax' Männer. Sie gilt als das erste Bond-Girl, das Bond komplett ebenbürtig ist.

Manuela

(Emily Bolton) ist die Agentin in Rio de Janeiro, die Bond das Lagerhaus von Drax zeigt und dabei fast vom Beißer getötet wird.

Corinne Dufour

(Corinne Clery) ist Drax' attraktive Helikopterpilotin. Sie bringt Bond vom Flughafen zum Schloss. Nachts zeigt sie ihm Drax' Tresor und wird, da sie dabei von Chang beobachtet wird, am nächsten Tag von Drax' Hunden zu Tode gehetzt.

Colonel Scott

(Mike Marshall) ist der Anführer der amerikanischen Weltraumtruppen, die Drax' Raumstation angreifen, was letztlich zur kompletten Zerstörung der Raumstation führt.

Sir Hugo Drax

(Michael Lonsdale) ist Deutscher. Sein richtiger Name wird im Roman als Graf Hugo von der Drache angegeben. Sein Unternehmen, Drax Enterprises, fertigt in der ganzen Welt Bauteile für den Space Shuttle Moonraker. Sein im Film gezeigtes Anwesen in Kalifornien ist in Wirklichkeit Schloss Vaux-le-Vicomte. Drax will mit Hilfe von Nervengas vom Weltraum aus die gesamte Menschheit vernichten, um danach die Erde mit seiner neuen reinen Rasse wieder zu bevölkern. Vor der Umsetzung seines Plans wird er von James Bond auf der Raumstation getötet.

Chang

(Toshiro Suga), Killer von Drax. Er beobachtet nachts Corinne Dufour und Bond im Schloss und versucht mehrere Male, Bond umzubringen, zuerst im Schwerkraftsimulator, später in Venedig nachts im Glasmuseum. Dabei wird er von Bond getötet, indem er durch ein Uhrwerk geworfen wird und mehrere Meter tief in einen Flügel des darunter liegendem Straßencafes stürzt. Bond kommentiert die Szene mit dem Satz (an Anlehnung an den Film Casablanca): „Spiel's noch einmal Sam!“

Beißer

(Richard Kiel) ist Changs Nachfolger. Auch Beißer scheitert mehrere Male beim Versuch, Bond zu töten. In seinem zweiten Bondfilm lernte er Dolly nach dem Seilbahnunfall in Rio de Janeiro kennen. Am Ende des Films wird er zusammen mit ihr zum Verbündeten Bonds, als dieser beide darauf aufmerksam macht, dass sie beide aufgrund ihrer genetischen Voraussetzungen wohl in der neuen „perfekten“ Welt von Drax keinen Platz haben werden.

Dolly

(Blanche Ravalec), Beißers Freundin, die er bei seinem Seilbahnunfall kennen lernt. Trotz ihrer Gegensätzlichkeit verlieben sich beide auf den ersten Blick. Sie begleitet ihn auf die Raumstation und überlebt mit ihm zusammen die Zerstörung der Raumstation in einem Modul.

Drax' Girls

Die weiblichen Angestellten in Drax' Imperium sind ausgesuchte, schöne und intelligente junge Frauen unterschiedlicher Herkunft, die in verschiedenen Funktionen (Agentinnen, Pilotinnen usw.) für Drax arbeiten und ihn auf seine geheime Raumstation begleiten, um nach der Vernichtung der gesamten Menschheit die Erde neu besiedeln zu können: Chichinou Kaeppler (Signoria Del Mateo), Christina Hui, Françoise Gayat (Lady Victoria Devon), Nicaise Jean Louis, Catherine Serre (Gräfin Labinsky), Beatrice Libert (Mademoiselle Deradier), Anne Lonnberg (vorher Museumsführerin in Venedig, dort schon mit Moonraker-Logo zu sehen), Irka Bochenkon (zuerst als Rezeptionistin bei Venini Glass in Venedig zu sehen). Das erste Mal treten die meisten vor Drax' Schloss beim Astronautentraining in Erscheinung. In Drax' geheimer Abschussbasis im Maya-Tempel sind dann alle als schaulustige Beobachter anwesend, während Bond mit dem Python im Wasser kämpft. Während des Fluges zur Raumstation sitzen sie zusammen mit Ihren jeweiligen Partnern in den Ladebuchten der Raumfähren. Nach Drax' Rede in der Raumstation tauchen sie nicht mehr im Film auf.

Hintergründe

  • „Moonraker“ ist das 11. Bond-Abenteuer. Ursprünglich war jedoch geplant, „In tödlicher Mission“ („For your eyes only“) als elften Bond zu drehen, der am Ende des Abspanns des Films „Der Spion, der mich liebte“ („The spy who loved me“) als Fortsetzung angekündigt wurde. Das nach dem ein Jahr zuvor erschienenen „Star Wars“ ausgebrochene Science-Fiction-Fieber veranlasste Bond-Produzent Broccoli jedoch zum Umdenken, weshalb seiner Meinung nach unbedingt ein Weltraum-Bond folgen musste. Das Resultat war Moonraker.
  • Eine der Drax' Girls im Film ist angeblich Melinda, die damals 22-jährige Tochter der Miss Moneypenny-Darstellerin Lois Maxwell.
  • Es gibt mehrere musikalische Anspielungen auf andere Filme. So ist, als Bond durch die brasilianische Pampa reitet, das „Magnificent Seven“-Theme aus Die glorreichen Sieben zu hören, auch bekannt als das Marlboro-Lied.
  • Ein Teil der Kulissen und Requisiten stammt ursprünglich aus der einige Jahre zuvor abgedrehten Science-Fiction-Serie Mondbasis Alpha 1. So wurden beispielsweise die Instrumentenkonsolen (mit der weißen „Pilz-Schreibtischlampe“) im Anti-Radar-Kontrollraum der Raumstation, an denen sich Bond zu schaffen macht, ursprünglich als Steuerpulte in der Zentrale von Alpha gebaut.
  • Das reale Space Shuttle flog erst zwei Jahre später als die (Modell-)Shuttles des Films in den Weltraum.
  • Moonraker war mit Abstand der aufwändigste Bond mit Roger Moore.
  • Der Abgasstrahl, den die Shuttles hinter sich herziehen, ist einfaches Salz, welches in den Tank gefüllt wurde.
  • Auch der reale Space Shuttle erreicht eine maximale Beschleunigung von „nur“ 3 g, damit jeder gesunde Mensch (z.B. Wissenschafter) und nicht nur an hohe Beschleunigungen gewöhnte Berufsastronauten mit ihm mit fliegen können. Die Aussagen von Dr. Goodhead haben also einen realen Hintergrund.
  • Als Drax Shuttle abhebt und Bond zusammen mit Goodhead in dem Lüftungsschacht vor dem Feuer flieht, gibt es eine Synchronisationslücke: Bond ruft Goodhead „Straight on!“ zu, was so viel wie „Weiter!“ oder „Geradeaus!“ bedeutet.
  • Die im Film erwähnte Orchidea negra ist ein Phantasieprodukt, welches zudem fälschlich als „Gattung“ klassifiziert wird.
  • Moonraker ist der einzige Bond-Film, in dem 007 kein einziges Mal seine berühmte Walther PPK benutzt. Ohnehin ist Bond in diesem Film äußerst zurückhaltend, was Feuerwaffen angeht. Er erschießt bei der Fasanenjagd einen auf ihn angesetzten Attentäter und benutzt während des Showdowns in Drax' Weltraumstation eine Laserpistole.
  • Moonraker war der letzte Film mit dem bisherigen M-Darsteller Bernard Lee. Kurz nach der Kinopremiere erkrankte er schwer und starb 1981 kurz vor Drehbeginn des 12. Bondfilmes (In tödlicher Mission). Zu Ehren Lees verzichtete die Filmgesellschaft auf einen Ersatz für die Rolle. Somit wurde dies der einzige Film ohne M. Danach übernahm Robert Brown die Rolle des Vorgesetzten Bonds.
  • Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 202 Mio. $ (inflationsbereinigt: 609 Mio. $) war er bis Brosnans' "Goldeneye" (1995) der erfolgreichste 007-Film an den Kinokassen.

Musik

Für die Musik war wieder John Barry (zusammen mit Hal David) verantwortlich. Er griff unter anderem auf alte Kompositionen aus dem Film Liebesgrüße aus Moskau zurück. (z. B. Golden Horn – Party am Zuckerhut, 007-Thema – Motorbootjagd, dieses Thema wurde auch in Feuerball verwendet, als Bond gegen Largo auf einer schnell fahrenden Jacht kämpft.) Für den Titelsong war ursprünglich Johnny Mathis vorgesehen, in letztem Moment sprang dafür Shirley Bassey ein.

Kritik

„Auf bekannten Mustern der Serie aufbauend, stellt dieser elfte Bond-Film Zitate aus anderen Filmgenres (vor allem Science-Fiction) stark in den Vordergrund.“

Lexikon des Internationalen Films [1]

„„Moonraker“ wird, obwohl einer der erfolgreichsten Filme der „James Bond“-Reihe, von nicht wenigen geschmäht. Der Vorgänger „Der Spion, der mich liebte“ hatte dem Franchise die nötige Frischzellen-Kur verpasst. Roger Moore war jetzt als Bond etabliert und hatte zu seiner eigenen Interpretation des Charakters gefunden. Wohin jetzt? „Star Wars“ hat den Weg gewiesen: nach oben! Und zwar weit nach oben!“

filmstarts.de [2]

Auszeichnungen

  • 1980 wurde der Film in der Kategorie Beste Spezialeffekte für den Oscar nominiert.
  • Im selben Jahr wurde Moonraker in drei Kategorien für den Saturn Award nominiert, u.a. als Bester Science-fiction-Film.
  • In Deutschland erhielt er 1980 die Goldene Leinwand.

Literatur

  • Ian Fleming: James Bond 007: Moonraker. Roman (Originaltitel: Moonraker). Deutsch von M. F. Arnemann. (Vollständig überarbeitete Taschenbuchausgabe.) Heyne, München 2003, 240 S., ISBN 3-453-87037-9
  • Christopher Wood: Moonraker streng geheim. 007 erobert den Weltraum (Originaltitel: James Bond and Moonraker). Goldmann-Filmbuch. Deutsch von Tony Westermayr. Goldmann, München 1979, 223 S., ISBN 3-442-03888-X
  • Danny Morgenstern, Manfred Hobsch: James Bond XXL. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 3896025457

Einzelnachweise

  1. Lexikon des Internationalen Films – Moonraker – Streng geheim
  2. http://www.filmstarts.de/kritiken/40040-James-Bond-007-Moonraker.html

Weblinks


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