Magnetkies

Magnetkies

Magnetkies (Pyrrhotin), Mineral, Schwefeleisen FeS, fast immer mit etwas zuviel Schwefel, also eher Fe6S7, häufig mit Nickel (bis 5,6 Proz.), kommt in hexagonalen Tafeln oder kurzen Säulen, hauptsächlich aber in schaligen, körnigen und dichten Massen vor, ist bronzegelb, tombakbraun angelaufen, Härte 3,5–4,5, spez. Gew. 4,6, magnetisch, selten polar. M. findet sich besonders auf Erzlagern im kristallinischen Schiefergebirge, so zu Bodenmais, Falun und Ducktown in Tennessee, ferner auf Erzgängen bei Freiberg, Andreasberg am Harz, Kupferberg in Schlesien, Kongsberg, auch als Ausscheidung und in Form von Imprägnationen, in Eruptivgesteinen, zumal in Gabbros im Sudbury-Distrikt in Kanada (hier sehr wichtig als Nickelerz) und in alten basischen Eruptivgesteinen vielorts in Schweden und Norwegen, bei Varallo in Piemont etc., sodann sein eingesprengt in manchen Meteorsteinen. Man benutzt den M. als Nickelerz sowie auf Eisenvitriol und in der Schwefelsäurefabrikation.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Magnetkies — (Leberkies, Eisenkies), Mineral, erscheint derb u. eingesprengt in schaligen od. körnigen Massen, selten krystallisirt in hexagonalen Tafeln; Härte 3 bis 4, spec. Gew. 4,4 bis 4,7, metallglänzend, gelblich, ins Kupferrothe; Strich… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Magnetkies — (Pyrrhotin), Mineral, Schwefel Eisenverbindung Fe7S8 (69,5% Fe), zuweilen Nickel (bis 5%) enthaltend. Kristallisiert hexagonal prismatisch, außerdem meist derb, körnig und dicht. Bronzegelb, rasch tombakbraun anlaufend. Strich dunkelgrau;… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Magnetkies — Magnetkies, Pyrrhotin, hexagonales, bronzegelbes, tombakbraun anlaufendes, magnetisches Mineral, besteht aus Schwefel und Eisen, oft nickelhaltig, dient zur Gewinnung von Eisenvitriol und von Nickel …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Magnetkies — Ma|g|net|kies [↑ Kies (2)]: svw. ↑ Pyrrhotin. * * * Magnetkies,   Pyrrhotin, bronzefarbenes bis braunes, metallisch glänzendes, undurchsichtiges, ferromagnetisches, hexagonales Mineral, dessen allgemeine Zusammensetzung FeS nur der ausschließlich …   Universal-Lexikon

  • Magnetkies — Pyrrhotin Chemische Formel Fe0,85 1S Mineralklasse Sulfide, Sulfosalze Metall:Schwefel,Selen,Tellur=1:1 II/C.19 20 (nach Strunz) 2.8.10.1 (nach Dana) …   Deutsch Wikipedia

  • Magnetkies — ◆ Ma|gnet|kies 〈m.; Gen.: es; Pl.: unz.; Min.〉 Erz mit hohem Eisengehalt u. daher magnetischen Eigenschaften   ◆ Die Buchstabenfolge ma|gn… kann auch mag|n… getrennt werden …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

  • Magnetkies — Ma|gnet|kies der; es: Eisenerz, oft nickelhaltig …   Das große Fremdwörterbuch

  • Eisensulfide — (Eisensulfurete, vulgär Schwefeleisen), Verbindungen von Eisen mit Schwefel. Einfachschwefeleisen (Eisenmonosulfuret, Ferrosulfid) FeS findet sich als Troilit in manchem Meteoreisen und mehrfach in Mischung mit andern Schwefelmetallen; es… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • E172 — Eigenschaften …   Deutsch Wikipedia

  • E 172 — Eigenschaften …   Deutsch Wikipedia

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