Reinecke, Johann Friedrich

Reinecke, Johann Friedrich. »Als ich – erzählte einmal im vertrauten Kreise der berühmte Oberhofprediger Cramer zu Kopenhagen – einst auf meiner Reise das Theater in Leipzig besuchte, wo eben »Otto von Wittelsbach« gegeben wurde, vermocht' ich es des fürchterlichen Gedränges wegen im Parterre nicht mehr auszuhalten. Da erschien plötzlich Otto v. W., stürzte stumm mit entblößtem Schwerte gegen das Orchester vor, – und in einem Nu prallte zitternd das enggepreßte Parterrepublikum auseinander, so daß sich der Spitze des Schwertes gegenüber ein breiter Zwischenraum bildete.« Dieser Mime war R., der als Bäckerlehrling in Hamburg sich der Bühne widmete, unter Schröder daselbst einer der größten Schauspieler seiner Zeit wurde, und die letzten zehn Jahre seines Lebens bis zu seinem Tode, 1787, als beliebter Künstler in Leipzig lebte. Seine Frau, Sophie, die ihn ein Jahr überlebte, glänzt ebenfalls in den Annalen der theatralischen Kunst als ein Stern erster Größe.

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http://www.zeno.org/DamenConvLex-1834.

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