Aunkofen (Abensberg)

Aunkofen ist ein Stadtteil der Stadt Abensberg im Landkreis Kelheim, Niederbayern.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Liebfrauenkirche

Das ehemalige Dorf, bildet die westlichste in das breite Abenstal weisende Spitze des Stadtgebiets der Stadt Abensberg. Regensburg ist in östlicher Richtung etwa 35 km, Ingolstadt in westlicher 40 km entfernt. München liegt ungefähr 95 km südlich des Ortes.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte bereits im 9.Jahrhundert, als der Subdiakon „Mathari“ sein Lehen zu „Quuanashouon“ (=Aunkofen) von „Bischof Asbert“ zu Regensburg (891-894) zu Eigen erhielt [1]. In einer Tradition des Kloster Weltenburg aus dem Jahre 1128 werden Besitzungen des Klosters im Ort „Awenshoven“ genannt [1].

Aunkofen, wie auch die Siedlung Abensberg selbst, gehörten viele Jahrhunderte zur Urpfarrei Gögging [1], welche schon im Jahre 575 urkundlich als Seelsorgestelle erwähnt wird [2]. Im Jahre 1380 wurde die bisherige Filiale Abensberg mit den Dörfern Aunkofen, Schwaighausen und Harladen eigenständige Pfarrei [1]. Vor Errichtung der Stadtpfarrkirche St. Barbara, diente die „Liebfrauenkirche“ in Aunkofen als erste Stadtpfarrkirche Abensbergs. Das Gebäude des heutigen Wirtshauses von Aunkofen war ehemals Sommersitz mit Gärtnerei des Karmelitenklosters von Abensberg.

Bereits im Jahre 1939, weit vor der Gebietsreform in den 1970er Jahren, verlor Aunkofen durch Eingemeindung in die Stadt Abensberg seine politische Eigenständigkeit.

Kirche

Die „Liebfrauenkirche“ wurde erstmals im Jahre 1362 urkundlich erwähnt. Es ist jedoch anzunehmen, dass sie bereits um das Jahr 1000 erbaut wurde [1]. Sie ist romanischen Ursprungs. Chor und Turm wurden jedoch erst um 1450 errichtet.

Struktur

Das Dorf ist mit der Stadt Abensberg baulich derart verschmolzen, so dass es als räumlich selbständige Siedlung nahezu nicht mehr wahrzunehmen ist. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind fast gänzlich verschwunden. Der Ort beherbergt einige Gewerbebetriebe, ansonsten herrscht überwiegend Wohnbebauung vor. Aunkofen liegt an der Donautalbahn.

Einzelnachweise

  1. a b c d e Adam Rottler Pfr. i.R. , Abensberg im Wandel der Zeiten, Seite 134, Eigenverlag, Abensberg 1972
  2. Georg Rieger, Kelheimer Heimatbuch für die Stadt und den Landkreis Kelheim, Seite 366, Hrsg 1953
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