Ray of Light
Ray of Light
Studioalbum von Madonna
Veröffentlichung 3. März 1998
Label Maverick Records / Warner Brothers Records
Format CD, LP, MC, MD
Genre Pop / Dance / Trance / Ambient
Anzahl der Titel 13
Laufzeit 66m:52s

Besetzung

Produktion

  • Madonna, William Orbit, Marius De Vries, Patrick Leonard
Chronologie
Evita
(1996)
Ray of Light Music
(2000)

Ray of Light ist das siebte Studioalbum von Madonna. Es erschien im März 1998. Benannt ist es nach dem gleichnamigen enthaltenen Song.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

„Ray of Light“ wurde zu seiner Veröffentlichung von der Kritik als bisher bestes Madonna-Album nach „Like a Prayer“ gefeiert und wird seitdem regelmäßig auf den Listen von Musikzeitschriften zu den besten Rock/Pop-Alben gezählt. Es gewann u. a. die beiden Grammys für das beste Popalbum und das beste Dance-Album 1999 – außerdem das beste Dance-Video „Ray of Light“.

Nachdem sich Madonna die Jahre zuvor mit eher ruhigeren Alben („Bedtime Stories“, „Something to Remember“, „Evita“) bemerkbar gemacht hatte, sollte dieses Album eine komplette Wende in Madonnas Karriere bedeuten. Ihre Stimme hatte durch die Arbeit an dem Musical „Evita“ an Stärke gewonnen und auch persönlich hatte sie eine Wandlung durchlebt: Sie war mit ihrer Tochter Lourdes das erste Mal Mutter geworden und hatte sich der Kabbalah zugewandt, was sie in ihre Texte einfließen ließ: Die waren durchweg geprägt von ihrer neuen Rolle als Mutter (u. a. „Little Star“, „Drowned World/Substitute for Love“, „Mer Girl“) und dem fernöstlichem und altjüdischen Glauben mit den Themen Tod und Wiedergeburt (u. a. „Ray of Light“, „Frozen“, „Sky Fits Heaven“ und dem in Sanskrit gesungenen „Shanti/Ashtangi“). Die orientalischen Einflüsse beschränkten sich allerdings nicht auf die Texte, sondern spiegelten sich auch in der musikalischen Untermalung wider; Beispiele hierfür sind die Single-Auskopplungen Frozen und Nothing Really Matters.

Unter Mitwirkung der Hauptproduzenten Patrick Leonard und William Orbit entstand ein Album zwischen Dance, Rock und Electronica, das auch zwei Trance-/ Technostücke („Skin“, „Sky Fits Heaven“) enthielt, die sich an der europäischen Clubszene orientierten. Das Album verkaufte sich über 17 Millionen mal und die ausgekoppelten Singles konnten sich erfolgreich in den Charts platzieren. Das Video zu „Frozen“ löste 1998 einen neuen Modetrend aus: Henna-Tätowierungen und Ethno. Mit dem Video für die letzte Single-Auskopplung „Nothing Really Matters“ wollte sich Madonna für die damals geplante Verfilmung von „Die Geisha“ in Erinnerung bringen, allerdings wurde die Verfilmung damals verworfen und erst 2005 mit Zhang Ziyi realisiert. Als letzte Singleveröffentlichung war „Skin" vorgesehen (ein Remix befindet sich auf der zweiten Compilation des Remixers Victor Calderone). Stattdessen wurde mit "Beautiful Stranger" (aus dem zweiten Austin-Powers-Soundtrack) ein neuer Song veröffentlicht. 2001 warb der Song "Ray of Light" als offizieller Werbesong für das Betriebssystem Windows XP von Microsoft.

„Ray of Light“ etablierte Madonna als ernstzunehmende Musikerin. 2006 wurde das Album als eines der „Capital Gold's All-Time Top 500" der britischen Charts ausgezeichnet.

Titelliste

  1. „Drowned World/Substitute for Love“ (Collins, Kerr, Madonna, McKuen, Orbit) – 5:09
  2. „Swim“ (Madonna, Orbit) – 5:00
  3. „Ray of Light“ (Curtiss, Leach, Madonna, Maldoon, Orbit) – 5:21
  4. „Candy Perfume Girl“ (Madonna, Melvoin, Orbit) – 4:34
  5. „Skin“ (Leonard, Madonna) – 6:22
  6. „Nothing Really Matters“ (Leonard, Madonna) – 4:27
  7. „Sky Fits Heaven“ (Leonard, Madonna) – 4:48
  8. „Shanti/Ashtangi“ (Madonna, Orbit) – 4:29
  9. Frozen“ (Leonard, Madonna) – 6:12
  10. „The Power of Good-Bye“ (Madonna, Nowels) – 4:10
  11. „To Have and Not to Hold“ (Madonna, Nowels) – 5:23
  12. „Little Star“ (Madonna, Nowels) – 5:18
  13. „Mer Girl“ (Madonna, Orbit) – 5:32
  • „Has to Be“ (Japanischer Bonustrack) (Madonna, Orbit, Leonard) – 5:16

Charts

Album

Jahr Titel Chart-Positionen Anmerkung
DE AT CH UK US
1998 Ray of Light 1 2 1 1 2 Erstveröffentlichung: 3. März 1998
Verkäufe weltweit: 20 Mio. [1]

Singles

Jahr Titel Chart-Positionen Verkäufe
weltweit
Anmerkung
DE AT CH UK US
1998 Frozen
„Ray of Light“
2 2 2 1 2 2,6 Mio. Erstveröffentl. 21. März 1998
Video: Chris Cunningham
1998 Ray of Light
„Ray of Light“
28 31 32 2 5 1,5 Mio. Erstveröffentl. 11. Juli 1998
Video: Jonas Åkerlund
1998 Drowned World/ Substitute for Love
„Ray of Light“
39 34 31 10 n.v. 0,7 Mio. Erstveröffentl. 17. August 1998
Video: Walter Stern
1998 The Power of Good-Bye 2
„Ray of Light“
4 4 8 6 11 0,9 Mio. Erstveröffentl. 17. Oktober 1998
Video: Matthew Rolston
1999 Nothing Really Matters
„Ray of Light“
38 29 26 7 93 0,8 Mio. Erstveröffentl. 1. Mai 1999
Video: Johan Renck
  • 1 In den US-amerikanischen „Billboard Hot Dance Music/Club Play Charts“ platzierte sich die B-Seite „Sky Fits Heaven“.
  • 2 In Großbritannien wurde „The Power of Good-Bye“ als Doppel-A-Seite mit „Little Star“ veröffentlicht.
  • Céline Dions Welthit „My Heart Will Go On“ „verhinderte“ in den meisten Ländern, dass „Frozen“ Platz eins der Charts erreichte.

Einzelnachweise

  1. http://en.wikipedia.org/wiki/Best-selling_albums

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