Bahnhof Dortmund-Lütgendortmund
Einer der drei Eingänge zum Bahnhof Dortmund-Lütgendortmund
Unterirdischer Bahnsteig

Der Bahnhof Dortmund–Lütgendortmund ist ein eingleisiger, unterirdisch gelegener Kopfbahnhof. Der Bahnsteig ist per Treppe, Rolltreppe oder Aufzug zu erreichen.

Geschichte und Ausbaupläne

Der S-Bahnhof wurde im Rahmen der Verlängerung der S-Bahn-Linie S 4 (im Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr) bis zum Lütgendortmunder Markt am 23. Mai 1993 in Betrieb genommen. Die nächstgelegene Bushaltestelle erhielt den neuen Namen Dortmund-Lütgendortmund S-Bahnhof, zuvor hieß sie Lütgendortmund Markt.[1]

Der Weiterbau der S 4 über ihr jetziges westliches Linienende im Tunnel von Dortmund-Lütgendortmund war im S-Bahnzielnetz 2015 vorgesehen. Dazu sollte der eingleisige Tunnel bis unmittelbar südlich des Bahnhofs Dortmund-Bövinghausen verlängert werden, die S4 sollte von dort aus bis Herne Bf den Linienweg der Emschertalbahn übernehmen und ab dort den Ast Herne - Essen der jetzigen Linie S2. Die Emschertalbahn sollte nur noch zwischen Herne und Dorsten verkehren. Der Ostast zwischen Dortmund-Bövinghausen und Dortmund Hbf sollte durch eine neue Linie der Stadtbahn Dortmund befahren werden. Lange Zeit lag das Geld für den Streckenausbau bis Bövinghausen bereit, allerdings war die Finanzierung des Betriebs nicht sichergestellt. Die Emschertalbahn verkehrt zwischen Dortmund-Bövinghausen und Herne Bf im Stundentakt, ebenso die S2 zwischen Herne Bf und Essen Hbf, einen S-Bahn-konformen Zwanzigminutentakt hätte der VRR nur durch Einsparungen an anderen Stellen finanzieren können. Nach Amtsantritt des Verkehrsministers Oliver Wittke wurden sämtliche Zielvereinbarungen zunächst gekippt und einer Neubewertung unterzogen. Die Streckenverlängerung wurde durch die Integrierte Gesamtverkehrsplanung des Landes Nordrhein-Westfalen abgelehnt, eine Wiedervorlage ist ab 2015 möglich.

Lütgendortmund besitzt weitere Bahnhöfe bzw. Haltepunkte. Der ehemalige Bahnhof Lütgendortmund an der Stadtteilgrenze zu Marten und Kley heißt heute Dortmund-Germania, nach der ehemaligen Zeche Germania. An der Emschertalbahn existiert zudem der Haltepunkt Dortmund-Lütgendortmund Nord.

Siehe auch

Quellen

  1. Jürgen Wischnewski: 36 Jahre Linie 36, 1969 bis 2005. In: Auf Draht, 3/2005, VhAG BOGESTRA e.V., S. 14–15
51.5008333333337.3341666666667

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”