Barteln
Barteln bei einem Wels

Barteln oder Bartfäden sind fadenförmige Hautorgane am Maulbereich vieler Fische. Sie haben Geschmacksknospen und Tastkörperchen. In ihrer Längsachse sind meistens Knorpel, elastische Fasern und Muskeln enthalten. Sie dienen als Tast- und Geschmacksorgane. Barteltragende Fischgruppen sind z. B. die Welse, Ammenhaie, Schmerlen, Karpfenartige und die Dorschartigen.

Barteln werden nach Sitz und Funktion unterschieden in:

  • Barteln am Maul
  • Barteln am Kinn
  • Barteln an der Nase

Inhaltsverzeichnis

Beispiele

Der Knochenzüngler Scleropages formosus hat kurze Kinnbarteln

Die Anzahl ist von Art zu Art sehr unterschiedlich und kann zwischen einer Bartel bei der Quappe und bis zu zehn Barteln, wie beim Schlammpeitzger, variieren. Beim Atlantischen Kinnbartel-Flugfisch wachsen den Jungen nach dem Ausschlüpfen ein Paar kurzer Barteln am Kinn.

Literatur

  • Doris Freudig, Rolf Sauermost (Red.): Lexikon der Biologie. 2. Band. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2006, ISBN 3-8274-0327-8.

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Bartel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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  • Barteln — (Bartfäden), die langen fadenförmigen Hautbildungen am Maule vieler Fische …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Bärteln — Bärteln, in der Tuchfabrikation, das erste Scheren des Tuches, daher Bärteltuch, zum erstenmal (mit halben Haaren) geschorenes Tuch …   Lexikon der gesamten Technik

  • Barteln — Barteln, Bartfäden, nervenreiche, am Maul und an den Kiefern vieler Fische (Barbe, Wels) befindliche fadenförmige Anhänge zum Tasten …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Bärteln — Bǟrteln, verb. reg. act. bey den Tuchscherern, das Tuch zum ersten Mahle, oder zu halben Haaren scheren, wodurch die Wolle gleichsam das Ansehen eines Bartes bekömmt. S. Ausscheren …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Barteln — Spl Barbe …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

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