Behringwerke

Die Behringwerke sind ein ehemaliges pharmazeutisches Unternehmen in Marburg, welches ab 1997 zerschlagen wurde. Heute sind die Behringwerke ein bedeutendes Biotechnologie-Cluster, an dem viele namhafte Unternehmen der Branche vertreten sind.

Emil von Behring, der 1895 Professor an der Philipps-Universität Marburg wurde, erhielt 1901 für seine Entwicklung der Serumtherapie gegen Diphtherie den Nobelpreis. Von dem Preisgeld finanzierte er die Gründung einer pharmazeutischen Fabrik zur Herstellung des Serums. Nachdem sein erstes Labor am Schloss zu klein wurde, und die Stadt Marburg ihm kein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen konnte, gründete er 1904 die Behringwerke im benachbarten Marbach. Noch heute kann man das alte Büro Emil von Behrings besichtigen. Die Behringwerke gelangten 1952 an die Hoechst AG, waren zeitweilig einer der weltgrößten Impfstoffhersteller und wurden ab 1997 in verschiedene Einzelfirmen aufgeteilt, die teilweise verkauft wurden (siehe auch CSL Behring, Siemens Sector Healthcare, Novartis, Dade Behring, Sanofi-Aventis, Pharmaserv). Am Standort Marbach arbeiten einschließlich des Zweigstandortes Görzhausen ungefähr 4000 Personen.

Quellen

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